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Weibliche Gelehrsamkeit im Kontext veränderter weiblicher Lebenswelten

Title: Weibliche Gelehrsamkeit im Kontext veränderter weiblicher Lebenswelten

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daria Poklad (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Man kann zu Recht behaupten, die Frau um die Jahrhundertwende lebte in einer “Männerwelt”. Die Gesellschaft in Form von Staat, Kirche und Familie war komplett nach Männerbedürfnissen eingerichtet und Frauenstimmen kamen nicht zu Wort. Gesellschaftlich hatte die Frau keinen Wert, was sich besonders an ihrer politischen Rechtlosigkeit und ihrer absoluten Abhängigkeit von männlichen Vormündern zeigt.

Die Frau um die Jahrhundertwende lebte ein Leben in Fremdbestimmung. Das “Klischee” der Aufklärung des geistigen Mannes und der gefühlvollen, naiven Frau beherrschte nicht nur die Rollenverteilung in der Gesellschaft und Familie, sondern auch die Schulgründungen im 18. und 19. Jahrhundert. Es kann nicht die Rede von weiblicher Gelehrsamkeit sein, denn eine akademische wissenschaftliche Bildung war den Mädchen bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht zugänglich.

Unter Frauenbildung wurde im 19. Jahrhundert die Mädchenbildung und das Bildungsangebot verstanden, die eine Vorbereitung auf spätere Tätigkeiten als Hausfrau und Mutter bereitstellten. Selbst die höheren Schulen für bürgerliche Töchter, die hohe Schulgelder von den Eltern verlangten, vermittelten bloß Wissen und Fähigkeiten als Vorbereitung auf den späteren Hausfrauen-, Mutter- und Gattinnenberuf, der als die “natürliche Bestimmung” der Mädchen und Frauen galt.
Auch unter den Theoretikern der damaligen Zeit findet sich diese Ansicht. Es gab nur wenige Verfechter der Mädchenbildung. Die meisten waren Gegner und hielten sie für überflüssig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. POLITISCH-GESELLSCHAFTLICHE SITUATION IN DEUTSCHLAND

2.1 Die politische Situation um 1800

2.2 Die gesellschaftliche Situation

2.3 Das Bürgertum

3. WEIBLICHE LEBENSWELTEN

3.1 Die Frau vor der Jahrhundertwende

3.2 Frauenbild und Wandel der Familie um die Jahrhundertwende

3.3 Gegenüberstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft

3.4 Die Frau aus Sicht der damaligen Theoretiker

3.5 Problematik der Töchter des Bürgertums

4. DIE WEIBLICHE GELEHRSAMKEIT

4.1 Die Mädchenbildung vor dem 18. Jahrhundert

4.2 Die Mädchenbildung im „pädagogischen Jahrhundert“

4.3 Meinung der Theoretiker gegenüber Frauenbildung

4.4 Die Mädchenbildung in der Praxis des 19. Jahrhunderts

4.4.1 Die “höhere” Mädchenschule

4.4.2 Die Lehrerinnen-Seminare

4.5 Die falsche Erziehung

4.5.1 Kritik an gelehrten Frauen

4.5.2 Männer kritisieren gelehrte Frauen

4.6 VERGLEICH ZWISCHEN MÄDCHEN- UND KNABENBILDUNG

5. DOROTHEA SCHLÖZER: BEISPIEL EINER GELEHRTEN FRAU

5.1 Biografie Dorothea Schlözers

5.2 Das Experiment

5.3 Die Erziehung Schlözers

5.4 Die Doktorwürde für Dorothea

5.5 Schlussbetrachtung der Dorothea Schlözer

6. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildungsbedingungen und Lebenswelten von Frauen im bildungsbürgerlichen Milieu an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Rollenzuschreibungen, der Einfluss theoretischer Diskurse und die praktischen Bildungsinstitutionen die Möglichkeiten für Mädchen und Frauen prägten, sowie anhand des Fallbeispiels Dorothea Schlözer die Rolle gelehrter Frauen in einer männlich dominierten Gesellschaft kritisch beleuchtet.

  • Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen um 1800
  • Wandel des Frauenideals und der Familienstruktur im Bürgertum
  • Diskurs der Theoretiker über die "natürliche Bestimmung" der Frau
  • Entwicklung und Institutionalisierung der Mädchenbildung in der Praxis
  • Biografie und Wirken von Dorothea Schlözer

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Frau aus Sicht der damaligen Theoretiker

Um die Jahrhundertwende versuchten Theoretiker wie Immanuel Kant oder Johann Gottlieb Fichte den Platz der Frau in der Gesellschaft nach ihrem “Wesen” zu bestimmen. Die Geschlechteranthropologie der Aufklärer beschäftigte sich mit der Rolle der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft, sowie mit dem Verhältnis zwischen Frau und Mann. Die Ansichten und Meinungen der Theoretiker waren ausschlaggebend für die des gebildeten Bürgertums, das den Großteil der Leserschaft dieser Theoretiker ausmachte. Im Geschlechterdiskurs der Jahrhundertwende wurde oft mit biologischen Unterschieden argumentiert. Der Unterschied zwischen Mann und Frau wurde als von Natur gegeben angesehen, so wurde oft von der “natürlichen Bestimmung” der Frau gesprochen. Laut dem deutschen Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) verfügt die Natur über die untergeordnete Position der Frau und bezüglich des Unterschiedes zwischen Mann und Frau war er der Ansicht, dass der “Geist beider verschiedenen Charakter” sei. Folglich sah er die Frau bestimmt für das Haus, weil sie laut ihm praktisch veranlagt sei und keinesfalls spekulativ. Und auch der deutsche Theologe, Pädagoge und Philanthrop Johann Bernhard Basedow (1724-1790) erkannte einen “natürlichen Unterschied” zwischen Sohn und Tochter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert die zentralen Begriffe „Gelehrsamkeit“ und „Lebenswelten“ und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Bildungssituation von Frauen an der Jahrhundertwende kritisch zu untersuchen.

2. POLITISCH-GESELLSCHAFTLICHE SITUATION IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel beschreibt die turbulente politische Lage um 1800 sowie den sozioökonomischen Wandel, der zur Entstehung des Bürgertums als neue soziale Schicht führte.

3. WEIBLICHE LEBENSWELTEN: Hier werden das Frauenbild, der Wandel zur bürgerlichen Kernfamilie und die strukturelle Unterordnung der Frau gegenüber dem Mann sowie die Sichtweisen einflussreicher Theoretiker analysiert.

4. DIE WEIBLICHE GELEHRSAMKEIT: Dieses Kapitel beleuchtet die Geschichte der Mädchenbildung, kritisiert die einseitige Vorbereitung auf häusliche Rollen und untersucht die Widerstände gegen gelehrte Frauen.

5. DOROTHEA SCHLÖZER: BEISPIEL EINER GELEHRTEN FRAU: Anhand der Biografie von Dorothea Schlözer wird das Spannungsfeld zwischen außergewöhnlicher individueller Bildung und den gesellschaftlichen Erwartungen an eine Frau illustriert.

6. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst zusammen, dass Frauen an der Jahrhundertwende in einer fremdbestimmten „Männerwelt“ lebten, und skizziert den mühsamen Weg der Frauenbewegung zum höheren Schulwesen.

Schlüsselwörter

Mädchenbildung, Bildungsbürgertum, Dorothea Schlözer, Aufklärung, Geschlechterrolle, Weibliche Gelehrsamkeit, Lebenswelten, Frauenideal, Schulwesen, Emanzipation, Männerwelt, Erziehung, Industrielle Revolution, Soziale Schichten, Geschlechteranthropologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Mädchen- und Frauenbildung in Deutschland an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, eingebettet in den soziokulturellen Kontext des Bürgertums.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die gesellschaftliche Rolle der Frau, der Wandel von der Groß- zur Kernfamilie, die theoretischen Debatten der Aufklärung über das weibliche Geschlecht sowie die praktische Umsetzung von Bildung in Schule und Elternhaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eingeschränkt der Zugang zu Bildung für Frauen war und welche ideologischen sowie praktischen Hindernisse sie daran hinderten, als gelehrte Individuen in der Gesellschaft zu agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen, pädagogischer Schriften und theoretischer Diskurse der Zeit, ergänzt durch ein biographisches Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesellschaftlichen Bedingungen, die Analyse weiblicher Lebenswelten, eine Untersuchung der zeitgenössischen Theorien zur Frauenbildung sowie einen Vergleich zwischen Mädchen- und Knabenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsbürgertum, Geschlechterrollen, weibliche Gelehrsamkeit, Aufklärung und das Fallbeispiel Dorothea Schlözer charakterisiert.

Welche Bedeutung hatte das Erziehungsexperiment von Dorothea Schlözers Vater?

Das Experiment war ein persönlicher Wettstreit des Vaters gegen den Pädagogen Basedow, um zu beweisen, dass Mädchen durch eine intensive, wissenschaftliche Erziehung ebenso lernfähig sein konnten wie Jungen, ungeachtet der gesellschaftlichen Vorurteile.

Warum wird Dorothea Schlözer oft als „Berühmtheit“ bezeichnet?

Sie gilt als Sensation ihrer Zeit, da sie im Zeitalter der Aufklärung als erste Frau Deutschlands einen Doktortitel in Philosophie erlangte, obwohl Frauen der Zugang zu wissenschaftlichem Denken weitgehend verwehrt blieb.

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Details

Title
Weibliche Gelehrsamkeit im Kontext veränderter weiblicher Lebenswelten
Grade
1,3
Author
Daria Poklad (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V334763
ISBN (eBook)
9783668245297
ISBN (Book)
9783668245303
Language
German
Tags
weibliche gelehrsamkeit kontext lebenswelten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daria Poklad (Author), 2016, Weibliche Gelehrsamkeit im Kontext veränderter weiblicher Lebenswelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/334763
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