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„Es schüttet“. Zum Phänomen des Wetters im Roman "Der Wolkenatlas"

Titel: „Es schüttet“. Zum Phänomen des Wetters im Roman "Der Wolkenatlas"

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine Arbeit befasst sich mit fünf Thesen zum Thema Wetter und dessen Symbolik im Wolkenatlas. Dabei erörtere ich nicht nur das Spiel mit den Jahreszeiten und allgemein mit den Wetterverhältnissen, sondern auch mit den daraus resultierenden Effekten für den gesamten Roman. Auch durch den Titel und der Struktur des Romans werde ich die Kodierung der Wolken aufschlüsseln und zeigen, dass sich mehr dahinter verbirgt als eine bloße Metapher für das Gute oder das Böse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Inhaltsangabe: „Der Wolkenatlas“

2 Ansätze zur Wetterthematik im Wolkenatlas

2.1 Wettersymbolik: Konfrontation zwischen Individuum und System

2.2 Metaphorik von Jahreszeiten im Wolkenatlas

2.3 Wetter als stimmungserzeugende Semiologie

2.4 Titelbedeutung

3 Romanstruktur als Spiegel einer Wolkenstruktur

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische und strukturelle Bedeutung des Phänomens Wetter im Roman „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Wetter nicht nur als atmosphärisches Gestaltungsmittel fungiert, sondern als zentrales Dispositiv zur Charakterisierung der Figuren, zur Spiegelung der Romanstruktur und zur Darstellung der Abspaltung des Individuums von gesellschaftlichen Systemen dient.

  • Die Funktion des Wetters als identitätsstiftendes und handlungsmotivierendes Element.
  • Die Bedeutung von Jahreszeitenmetaphorik zur Reflexion der Situation der Protagonisten.
  • Die Analyse des Wetters als stimmungserzeugende Semiologie in Anlehnung an Hans Ulrich Gumbrecht.
  • Die Interpretation des Titels „Der Wolkenatlas“ in Bezug auf die Flüchtigkeit der menschlichen Seele.
  • Die Spiegelung der Romanstruktur durch die fraktale Natur von Wolkenbildungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Wettersymbolik: Konfrontation zwischen Individuum und System

In dem Buch „Die Vorbereitung des Romans“ von Roland Barthes, widmet dieser dem Wetter und dessen Gehalt in literarischen Texten ein eigenes Kapitel. Nach Barthes besitzt das Wetter eine phatische Funktion, welche das Subjekt zur Kommunikation auffordert, selbst wenn es seinen Gesprächspartner nicht kennt oder nicht kommunizieren will, sowie eine existentielle Funktion innerhalb der Sprache. Dies bedeutet, dass durch das Wetter ein „Seinsgefühl“ oder auch eine Subjektivität hervorgerufen wird, sodass dieses zu einem integralen Bestandteil eines Kommunikations- und Schöpfungsapparates wird. Zum Thema „Das Individuum gegen das System“ meint Barthes, dass jedes Wesen eine individuelle Seele hat, welche nicht als dieselbe wiederkehrt und das diese beim „vorüberziehen“ bemerkt werden müsste, welches sehr dem kontinuierlichen Prozess der Wolkenbildung gleicht:

„[…] 1. Das Besondere, So-Schaffende [le tel] (ein Ausdruck, der dem Zen sehr nahekommt); 2. Die Nicht-Wiederkehr; 3. Die Aufzeichnung; 4. Das Verschwinden des Moments, der Seele, die vorbeigezogen ist, ins Unbekannte.“

Zudem sei die Subjektivität eines Wesens nicht wie ein Strom, sondern wie eine diskontinuierliche Bewegung. Folglich kann man sagen, dass jedes Subjekt im Laufe seiner Existenz eine Individualität (Seele) entwickelt, die dem von Barthes beschriebenen Prozess gleicht und sich auf das Bild der prozesshaften Wolkenbildung übertragen lässt. Daraus erschließt sich die Frage, inwiefern Mitchell die Metaphorik des Wetters bzw. der Wolken benutzt, um die Abspaltung seiner Figuren vom herrschenden System darzustellen.

Generell wird in allen sechs Geschichten die rebellische Haltung eines Individuums gegen das herrschende System deutlich: Der junge Komponist Robert Frobisher begibt Selbstmord um der Ausbeutung, durch den berühmteren Komponisten Ayrs, zu entfliehen, die Journalistin Luisa Rey die alleine gegen die Atomindustrie fahndet oder auch Zachary, der mehr oder weniger versucht um die Freiheit der letzten, zivilisierten Menschen zu kämpfen. Besonders deutlich wird dieser rote Faden jedoch durch das Kapitel: „Sonmis Oratio“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Wolkeninszenierung in der Literatur ein und legt die fünf Thesen der Arbeit zur Wettersymbolik im „Wolkenatlas“ dar.

1.1 Inhaltsangabe: „Der Wolkenatlas“: Hier werden die fünf verschiedenen Erzählstränge des Romans sowie die Rahmenhandlung vorgestellt, die das Fundament für die anschließende Analyse bilden.

2 Ansätze zur Wetterthematik im Wolkenatlas: Dieses Kapitel untersucht theoretische Ansätze zur Interpretation von Wettererscheinungen in literarischen Texten und wendet diese auf Mitchells Roman an.

2.1 Wettersymbolik: Konfrontation zwischen Individuum und System: Dieses Kapitel analysiert anhand von Roland Barthes' Thesen, wie das Wetter als Spiegel für die Abspaltung des Individuums von unterdrückenden Systemen dient.

2.2 Metaphorik von Jahreszeiten im Wolkenatlas: Der Abschnitt betrachtet die Nutzung der Jahreszeiten als Instrument, um die individuelle Situation und Stimmung der Protagonisten sowie deren Entwicklung widerzuspiegeln.

2.3 Wetter als stimmungserzeugende Semiologie: Hier wird untersucht, wie das Wetter in Anlehnung an Hans Ulrich Gumbrecht als „Ton“ oder „Atmosphäre“ fungiert, die sowohl auf den Leser als auch auf die Figuren einwirkt.

2.4 Titelbedeutung: Dieses Kapitel ergründet die Symbolik des „Wolkenatlas“ als Metapher für die flüchtige, durch die Zeit wandernde Seele und die fraktale Struktur des Romans.

3 Romanstruktur als Spiegel einer Wolkenstruktur: Hier wird dargelegt, wie die Anordnung der Erzählstränge eine klare, an Fraktale erinnernde Struktur aufweist, die die Dynamik von Wolkenbildungen imitiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Wetter als identitätsstiftendes und strukturelles „Programm“ des gesamten Romans fungiert.

Schlüsselwörter

Der Wolkenatlas, Wetter, Literaturwissenschaft, Wolkenkodierung, Roland Barthes, Hans Ulrich Gumbrecht, Symbolik, Jahreszeiten, Seelenwanderung, Fraktale, Identität, Systemkritik, Postmoderne, Metaphorik, Romanstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die symbolische und strukturelle Bedeutung von Wetterphänomenen im Roman „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Wetter- und Jahreszeitensymbolik, die psychologische Funktion von Atmosphäre im Text sowie die strukturelle Analogie zwischen Romanaufbau und Wolkenbildungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welche Rolle das Wetter als Gestaltungsmittel spielt und wie es Mitchell gelingt, durch Wetterkodierungen die Identitätsentwicklung der Charaktere und die Dynamik der Romanstruktur abzubilden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf literaturwissenschaftliche Theorien, insbesondere die von Roland Barthes zum Wetter in der Literatur und die von Hans Ulrich Gumbrecht zum „stimmungsorientierten Lesen“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Wettersymbolik im Kontext der Systemkonfrontation, die Metaphorik der Jahreszeiten, das Wetter als stimmungserzeugende Semiologie sowie die Bedeutung des Titels und die fraktale Struktur des Romans analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wolkenkodierung, Seelenwanderung, Identitätsstiftung, Systemkritik, Atmosphäre, Fraktale und die literarische Analyse von Wettermetaphern.

Wie wird das Phänomen der „Seelenwanderung“ im Roman durch das Wetter verdeutlicht?

Das Wetter fungiert als identitätsstiftendes Dispositiv. Besonders bei der Figur Sonmi~451 verdeutlicht die Begegnung mit der Sonne ihre Entwicklung zu einem eigenständig denkenden Individuum, was ihre Abspaltung vom System ermöglicht.

Welche Rolle spielt die fraktale Struktur für das Verständnis des Romans?

Die fraktale Struktur spiegelt das Bild der Flüchtigkeit wider. Wie Wolkenbildungen weist der Roman eine Selbstähnlichkeit in der Struktur auf, was den Text dynamisch macht und die einzelnen Geschichten trotz ihrer Unabhängigkeit miteinander verbindet.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Es schüttet“. Zum Phänomen des Wetters im Roman "Der Wolkenatlas"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Neuere Deutsche Literatur)
Veranstaltung
Neuere Deutsche Literatur
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V334594
ISBN (eBook)
9783668240384
ISBN (Buch)
9783668240391
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wolkenatlas Wetter Symbolik Stimmung Roman Wolken Deutung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, „Es schüttet“. Zum Phänomen des Wetters im Roman "Der Wolkenatlas", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/334594
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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