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Special Purpose Entities in deutschen Konzernabschlüssen. Erste empirische Befunde

Title: Special Purpose Entities in deutschen Konzernabschlüssen. Erste empirische Befunde

Seminar Paper , 2015 , 62 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alfred Nickisch (Author)

Business economics - Accounting and Taxes

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Summary Excerpt Details

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die nunmehr anzuwendenden regulatorischen Anforderungen von IFRS 10 und 12 theoretisch und empirisch darzustellen. Neben den Grundlagen soll insbesondere die Erfassung von Zweckgesellschaften im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt werden. Hierfür werden zunächst die Merkmale und Einsatzmöglichkeiten von Zweckgesellschaften erläutert und im Anschluss die Bilanzierungsvorschriften beschrieben. Darauf aufbauend erfolgt eine empirische Analyse der Konzernabschlüsse der DAX und MDAX Unternehmen, in welcher die Auswirkungen der Regeländerungen sowie die Bedeutung von Zweckgesellschaften dargestellt werden sollen.

Für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2014 haben EU-Unternehmen das neue Konsolidierungspaket – bestehend aus den International Financial Reporting Standards (IFRS) 10, 11 und 12–verpflichtend für die Erstellung des Konzernabschlusses anzuwenden. Die neuen Standards lösen u. a. die in der Vergangenheit stark kritisierten Vorschriften des International Accounting Standard (IAS) 27 Konzern- und separate Abschlüsse sowie die für Zweckgesellschaften ergänzenden Vorschriften nach dem Standing Interpretation Committee (SIC) 12 Konsolidierung–Zweckgesellschaften ab.

Im Zusammenhang mit den geänderten Regelungen wurde u. a. die Möglichkeit zur Umgehung der Einbeziehung von sog. Zweckgesellschaften in den Konzernabschluss sowie die gegenseitigen Verwerfungen der beiden Standards erheblich kritisiert. Durch diese Off-Balance-Sheet-Finanzierung werden Vermögensgegenstände bzw. Schulden und somit erhebliche Risiken nicht aus den Konzernabschlüssen ersichtlich. Banken, aber auch viele andere Konzernunternehmen, nutzten Zweckgesellschaften u. a., um risikobehaftete bzw. ausfallgefährdete Kredite und Forderungen nicht in ihrer Bilanz abbilden zu müssen, wodurch große Risiken nicht ersichtlich waren.

Durch Finanzierungs- und Ausfallzusagen der Banken wurden die nicht abgebildeten Risiken während der Finanzmarktkrise jedoch zurückgeholt und waren weiterhin fällig. Zweckgesellschaften sind in der Unternehmenswelt zum Teil derart komplex ausgestaltet, dass eine konsistente Beurteilung der Einbeziehung zum Konsolidierungskreis nicht immer eindeutig ist. Um der grundlegenden Konzeption der IFRS-Rechnungslegung zur Bereitstellung sämtlicher entscheidungsnützlicher Informationen gerecht zu werden und vor dem Hintergrund der immer zunehmenderen Globalisierung, war eine Überarbeitung der Konsolidierungsvorschriften notwendig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zweckgesellschaften – SPEs

2.1 Merkmale und Charakteristika

2.2 Hintergründe und Beispiele für den Einsatz

3 Das Konsolidierungspaket

3.1 Hintergründe des Konsolidierungspakets

3.2 Konzeptionelle Neuorientierung durch IFRS 10

3.2.1 Das neue Beherrschungskonzept

3.2.2 Konsolidierungskreis und mögliche Änderungen bei Zweckgesellschaften

3.3 Neuorientierung im Konzernanhang

4 Berichterstattung über Zweckgesellschaften in der Praxis

4.1 Aufbau und Vorgehensweise

4.2 Analyse der Geschäftsberichte und Darstellung der Ergebnisse

4.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die theoretische und empirische Untersuchung der regulatorischen Anforderungen von IFRS 10 und IFRS 12 im Kontext von Zweckgesellschaften, um deren Bedeutung sowie die Auswirkungen der neuen Konsolidierungsvorschriften auf die Unternehmensberichterstattung von DAX- und MDAX-Konzernen darzustellen.

  • Beherrschungskonzept nach IFRS 10
  • Angabepflichten gemäß IFRS 12
  • Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
  • Empirische Analyse von Geschäftsberichten
  • Transparenz in der Risikoberichterstattung

Auszug aus dem Buch

2.1 Merkmale und Charakteristika

Zweckgesellschaften – auch Special Purpose Entities (SPEs) genannt – sind strukturierte und eigenständige Unternehmen, bei denen Stimmrechte regelmäßig nur geringe Auswirkungen auf die generierten Rückflüsse haben. Sie folgen einem eng definierten Zweck und die Durchführung der Aktivitäten des Unternehmens ist durch vertragliche Vereinbarungen – Satzung oder Gesellschaftervertrag – mit dem Initiator vorbestimmt. Die SPEs sind demzufolge oftmals auf „Autopilot“ gestellt und verfügen somit ausschließlich über administrative, jedoch nicht über operative oder strategische Entscheidungsbefugnisse. Somit ist es auch nicht notwendig, dass der Initiator über eine Stimmrechtsmehrheit verfügt, was in der Unternehmenswelt dementsprechend praktiziert wird. Eine finanzielle Beteiligung des Initiators ist oftmals nur in geringem Ausmaß vorhanden. Die Finanzierung der Zweckgesellschaften erfolgt daher über Fremdkapitalaufnahme, wohingegen die Eigenkapitalquote i. d. R. nur einen geringen Anteil mit weniger als 3 % ausmacht. Ist der eng definierte Gesellschaftszweck erfüllt, wird die Gesellschaft aufgelöst. Hieraus ergibt sich eine starke wirtschaftliche Abhängigkeit von dem Initiator.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit der Neuregelungen durch das Konsolidierungspaket IFRS 10, 11 und 12, insbesondere um Bilanzskandale und Intransparenz bei Off-Balance-Sheet-Finanzierungen zu vermeiden.

2 Zweckgesellschaften – SPEs: Dieses Kapitel definiert Zweckgesellschaften als strukturierte Unternehmen ohne operative Eigenständigkeit und beschreibt ihre Rolle bei der Auslagerung von Risiken und Vermögenswerten.

3 Das Konsolidierungspaket: Das Kapitel behandelt die Zusammenführung von IAS 27 und SIC-12 in einen einheitlichen Standard, das neue Beherrschungskonzept von IFRS 10 sowie die erweiterten Angabepflichten nach IFRS 12.

4 Berichterstattung über Zweckgesellschaften in der Praxis: Hier erfolgt eine empirische Analyse der Geschäftsberichte von DAX- und MDAX-Unternehmen hinsichtlich der praktischen Umsetzung und Auswirkungen der neuen IFRS-Standards.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Standards die Vergleichbarkeit verbessern und bilanzpolitische Gestaltungen einschränken, wenngleich weiterhin Ermessensspielräume bestehen.

Schlüsselwörter

IFRS 10, IFRS 12, Zweckgesellschaften, SPE, Konsolidierung, Beherrschungskonzept, Konzernabschluss, Off-Balance-Sheet, Anhangangaben, Transparenz, Risikoberichterstattung, DAX, MDAX, Verfügungsgewalt, Sondervermögen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Einführung des Konsolidierungspakets (IFRS 10, 11 und 12) auf die bilanzielle Behandlung und Berichterstattung von Zweckgesellschaften in deutschen Konzernabschlüssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das neue Control-Konzept zur Bestimmung des Konsolidierungskreises, die Angabepflichten für strukturierte Unternehmen sowie die Analyse der Praxisberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, theoretisch und empirisch darzustellen, wie IFRS 10 und 12 die Bilanzierung von Zweckgesellschaften verändert haben und inwieweit dadurch die Transparenz für Abschlussadressaten erhöht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die Geschäftsberichte der im DAX und MDAX gelisteten Unternehmen aus den Jahren 2013 und 2014 quantitativ und qualitativ miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Beherrschungskonzepts und die empirische Untersuchung der Berichterstattungspraxis in den untersuchten Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind IFRS 10, Zweckgesellschaften (SPEs), Konsolidierung, Beherrschungskonzept, Transparenz und Anhangangaben.

Wie unterscheidet IFRS 10 zwischen Unternehmen?

Im Gegensatz zu früheren Standards wie IAS 27 unterscheidet IFRS 10 nicht mehr zwischen „normalen“ Unternehmen und Zweckgesellschaften; das einheitliche Beherrschungskonzept findet Anwendung auf alle Beteiligungsunternehmen.

Welche Rolle spielt der „Autopilot-Mechanismus“?

Dieser Begriff beschreibt Zweckgesellschaften, bei denen die Tätigkeiten durch vertragliche Vereinbarungen vorbestimmt sind und keine strategischen oder operativen Entscheidungen im laufenden Betrieb getroffen werden müssen.

Was ist das zentrale Ergebnis der empirischen Analyse?

Die Analyse zeigt, dass der befürchtete „Information Overload“ im Anhang ausblieb, die Standards jedoch zu mehr Transparenz über konsolidierte und nicht-konsolidierte Zweckgesellschaften führen.

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Details

Title
Special Purpose Entities in deutschen Konzernabschlüssen. Erste empirische Befunde
College
University of Bayreuth  (Lehrstuhl für Internationale Rechnungslegung)
Course
Master-Seminar Internationale Rechnungslegung
Grade
1,7
Author
Alfred Nickisch (Author)
Publication Year
2015
Pages
62
Catalog Number
V334590
ISBN (eBook)
9783668250505
ISBN (Book)
9783668250512
Language
German
Tags
Zweckgesellschaft SPE IFRS 10 IFRS 11 IFRS 12 Konzernabschluss Asset Backed Securities
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alfred Nickisch (Author), 2015, Special Purpose Entities in deutschen Konzernabschlüssen. Erste empirische Befunde, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/334590
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