Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Romanistik - Hispanistik

Erinnerungswelten der kubanischen Diaspora. Cabrera Infantes „Ella Cantaba Boleros“ und Zoé Valdés' „Café Nostalgia“

Titel: Erinnerungswelten der kubanischen Diaspora. Cabrera Infantes „Ella Cantaba Boleros“ und Zoé Valdés' „Café Nostalgia“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robert Stockton (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird exemplarisch je ein Werk der kubanischen Exilschriftsteller Zoé Valdés und Guillermo Cabrera Infante untersucht. Der bereits verstorbene Cabrera Infante sowie die dreißig Jahre jüngere Zoé Valdés gelten als prominente Mitglieder der kubanischen Exilgemeinde. Ihre Romane „Ella Cantaba Boleros“ und „Café Nostalgia“ thematisieren das Leben in Havanna vor und nach der Revolution und erlauben daher einen Einblick in die Gedanken zweier Mitglieder der kubanischen Diaspora im Exil zum Land ihres Ursprungs.

Obwohl die Unabhängigkeit Kubas erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erreicht wurde, reicht die Geschichte der kubanischen Diaspora bereits 200 Jahre zurück. Anders als in anderen Ländern bestand zwischen Kuba und der kubanischen Diaspora stets ein spannungsreiches Verhältnis. Während unter verschiedenen vergangenen Regimen besonders politisch unliebsame Personen das Land verlassen mussten, wurden nach der Revolution solche Personen, die freiwillig das Land verlassen wollten, von Seiten des kubanischen Staats lange Zeit als Dissidenten geächtet. Auf der anderen Seite prägte sich unter den Exilanten eine Gegenbewegung zur Revolution heraus, die engagiert von den USA aus das Ziel des Sturzes der Regierung um Fidel Castro bis heute verfolgt. Das feindselige Klima zwischen Teilen der Diaspora und der kubanischen Regierung, sowie gegenseitiges Misstrauen und politische Konflikte zwischen Kuba und den USA führten lange Zeit zu einer Verhärtung der Fronten.

Erst in den vergangenen Jahren scheint sich der Konflikt langsam zu entspannen. Trotz gegenseitiger Vorbehalte betrachten sich große Teile der Diaspora als Teil des kubanischen Volkes mit einem ausgeprägten Interesse an kubanischer Kultur. Jedoch nahmen Diaspora und Mutterland infolge der lokalen Trennung separate, unterschiedliche Entwicklungen, die auch im kulturellen Bereich erfolgten. Während das Leben auf der Insel zwischen den Eindrücken von materiellen Engpässen und beschnittener Meinungsfreiheit auf der einen und fortschrittlichen Gesundheits- und Bildungssystemen auf der anderen Seite stand, erreichte die Gemeinschaft der Exilkubaner in den USA große Erfolge im unternehmerischen Bereich und soziales Ansehen in der US-amerikanischen Gesellschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Autoren: Zoé Valdés und Guillermo Cabrera Infante

3. Exil-kubanische Identität

3.1 Kultur, Erinnerung und Identität

3.2 Identität und Musik in der kubanischen Diaspora

4. Das vorrevolutionäre Kuba in Cabrera Infantes Ella Cantaba Boleros

4.1 Kritik an den Verhältnissen auf Kuba

4.2 Stilistische Mittel der Darstellung des nächtlichen Havannas

4.3 La Estrella als Symbol für das vorrevolutionäre Kuba

4.4 Erinnerung und Vergessen

5. Identität und Erinnerung: Café Nostalgia

5.1 Vergangenheit und die Erinnerung an Kuba

5.2 Die kubanische Diaspora in Café Nostalgia

5.3 Politische Kritik im Werk

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie in den Romanen Ella Cantaba Boleros von Guillermo Cabrera Infante und Café Nostalgia von Zoé Valdés die Themen Erinnerung, kulturelle Identität und die Exilerfahrung der kubanischen Diaspora verarbeitet werden.

  • Identitätskonstruktion kubanischer Exilanten
  • Die Rolle von Musik und kulturellem Gedächtnis
  • Literarische Auseinandersetzung mit dem vorrevolutionären Kuba
  • Verarbeitung von Heimatverlust und nostalgischer Erinnerung
  • Politische Kritik im Kontext der kubanischen Exilliteratur

Auszug aus dem Buch

4.2 Stilistische Mittel der Darstellung des nächtlichen Havannas

Der Kontrast zwischen Cabrera Infantes Kuba im Werk und der Realität erscheint nicht zufällig so scharf. Vielmehr existieren erzählerische Elemente, die den Unterschied hervorheben und für den Leser ein ganz bestimmtes Bild Havannas zeichnen. So entsprechen viele Elemente der Beschreibung des Nachtlebens in Ella Cantaba Boleros dem was Michail Bachtin mit dem Begriff „karnevalisierter Literatur“ (Bachtin 1969: 47) bezeichnet. Die darin enthaltene Form der Familiarisierung löst die epische Distanz auf und ersetzt sie durch eine familiäre Form des Kontakts (vgl. ebenda: 50). So wird das Nachtleben Havannas zum Raum für Exzentrik und intimen, vertrauten Kontakt beschrieben, in dem Hierarchien verschwinden und die Gesetze des normalen Lebens außer Kraft sind.

Besonders deutlich wird dies bei der Beschreibung der sogenannten chowcitos, der kleinen Runde an Personen die nach Ende des Programms in den Bars zusammenbleibt und weiterfeiert. Da jeder der Anwesenden, der die Lust verspürt auf der Bühne dem Publikum etwas vorzuführen, dies tun kann, verschwindet die starre Distanz zwischen aktivem Künstler und passivem Publikum im bunten Treiben von Gleichgesinnten. Stattdessen kommt es zu einer Verbrüderung aller Beteiligten, die sich als Familie verstehen: „Cantó más La Estrella, cantó hasta las ocho de la mañana, sin que nosotros supiéramos que eran las ocho de la mañana hasta que los camareros empezaron a recogerlo todo y uno de ellos, el cajero dijo, Lo sentimos, familia, y quería decir de veras, familia, no decía la palabra por decirla, decir familia, sino que quería decir familia de verdad dijo: Familia, tenemos que cerrar.” (Cabrera Infante 1996: 226).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der kubanischen Diaspora und stellt die Relevanz kultureller Identität sowie die Auswahl der Autoren vor.

2. Die Autoren: Zoé Valdés und Guillermo Cabrera Infante: Dieses Kapitel zeichnet die Biografien der beiden Exilschriftsteller nach und analysiert ihren persönlichen Bruch mit dem kubanischen Regime.

3. Exil-kubanische Identität: Hier wird die Heterogenität der Exilgemeinde erörtert und die Bedeutung von kulturellen Gütern und Erinnerung für die Identitätsbildung theoretisch fundiert.

4. Das vorrevolutionäre Kuba in Cabrera Infantes Ella Cantaba Boleros: Die Analyse untersucht die literarische Darstellung des Havanna der Vergangenheit als nostalgischen Gegenentwurf zum heutigen Kuba.

5. Identität und Erinnerung: Café Nostalgia: Dieses Kapitel widmet sich der direkten Auseinandersetzung mit dem Exil und der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat im Roman von Zoé Valdés.

6. Schluss: Das Fazit fasst die zeitlose Aktualität der Exilthematik zusammen und wirft einen Blick auf die Identitätskonflikte der nachwachsenden Generation.

Schlüsselwörter

Kubanische Diaspora, Exil, Identität, Erinnerung, Kuba, Guillermo Cabrera Infante, Zoé Valdés, Ella Cantaba Boleros, Café Nostalgia, Nostalgie, Migration, kulturelles Gedächtnis, politische Kritik, Havanna, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Verarbeitung der Exilerfahrung, des Heimatverlusts und der Identitätsfindung kubanischer Exilanten anhand der Werke von Cabrera Infante und Zoé Valdés.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Erinnerung, die Konstruktion von kollektiver Identität im Exil, das Spannungsfeld zwischen Kuba und der Diaspora sowie die Darstellung von Nostalgie als Bewältigungsstrategie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die beiden Autoren die Erinnerung an Kuba in ihren Werken thematisieren und welche Funktionen diese kulturellen Reflexionen für die Identität der Exilkubaner einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und stützt sich dabei auf Theorien zum kulturellen und kollektiven Gedächtnis, etwa von Maurice Halbwachs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Romane Ella Cantaba Boleros und Café Nostalgia hinsichtlich ihrer erzählerischen Mittel, der Symbolik der Protagonisten und der politischen Implikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kubanische Diaspora, Identität, Erinnerung, Exil, Kuba, Nostalgie und kulturelles Gedächtnis sind die zentralen Schlagworte.

Wie unterscheidet sich die Darstellung Kubas zwischen den beiden Autoren?

Während Cabrera Infante das vorrevolutionäre Kuba über das Medium Musik und das Nachtleben als verlorenes, beinahe mythisches Ideal rekonstruiert, beschreibt Valdés Kuba als Ort voller Gegensätze, der im Pariser Exil durch schmerzhafte Erinnerungen überlagert wird.

Warum ist die Figur der "La Estrella" für das Verständnis von Cabrera Infantes Werk so wichtig?

La Estrella dient als Symbol für das verlorene Kuba, die Authentizität des Boleros und eine individuelle, nicht angepasste Lebensweise, die in scharfem Kontrast zur normierten Kulturpolitik des postrevolutionären Kubas steht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erinnerungswelten der kubanischen Diaspora. Cabrera Infantes „Ella Cantaba Boleros“ und Zoé Valdés' „Café Nostalgia“
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Miradas puestas en el Caribe desde el Exilio
Note
1,3
Autor
Robert Stockton (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V333957
ISBN (eBook)
9783668238404
ISBN (Buch)
9783668238411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literaturwissenschaft Spanisch Kuba Lateinamerika Exil Diaspora Miami Musik Kunst Kultur Revolution Cabrera Infante Zoé Valdés Café Cuba Tres Tristes Tigres Café Nostalgia Ella Cantaba Boleros
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Stockton (Autor:in), 2012, Erinnerungswelten der kubanischen Diaspora. Cabrera Infantes „Ella Cantaba Boleros“ und Zoé Valdés' „Café Nostalgia“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/333957
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  26  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum