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Die sozialwissenschaftliche Methode der Befragung - Eine Darstellung, Analyse und kritische Diskussion

Titel: Die sozialwissenschaftliche Methode der Befragung - Eine Darstellung, Analyse und kritische Diskussion

Seminararbeit , 2004 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Hörnemann (Autor:in), Daniel Mauritz (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Jede Wissenschaft besteht im Prinzip, trotz unterschiedlicher Erkenntnisinteressen, aus zwei Bereichen: den Theorien und den adäquaten Methoden, mit denen gesicherte und nachweisbare Ergebnisse erzielt werden. Mit Hilfe von Methoden der Datenerhebung versuchen Wissenschaftler, ihre theoretischen Befunde und Überlegungen zu begründen und zu überprüfen. Dabei hat jede Wissenschaft ihr eigenes Inventar von Methoden. Die am häufigsten eingesetzten Methoden in der Kommunikationswissenschaft sind Inhaltsanalyse, Beobachtung und Befragung. In den empirischen Sozialwissenschaften ist die Befragung die am häufigsten angewandte Methode zur Datenerhebung. Man schätzt, dass ungefähr 90% aller Daten mit dieser Methode gewonnen werden (Vgl. Bortz/Döring 1995: 216). Zugleich ist die Befragung auch das am weitesten entwickelte Instrument zur Datenerhebung (vgl. Kromrey 1998: 335). Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Methode der Befragung, da diese für uns Kommunikationswissenschaftler zum grundlegenden Handwerkszeug wissenschaftlicher Arbeit gehört. Daher ist es wichtig, die Ziele, Motive, Varianten, sowie Stärken und Schwächen dieses Instruments zu kennen. Die Hausarbeit gliedert sich in fünf Punkte. Nach der Einleitung folgt in Punkt zwei eine Abgrenzung der Methode der Befragung. Dazu wird der Begriff der Befragung definiert, die gängigsten Befragungsmodi vorgestellt und eine Klassifizierung anhand von Standardisierungsgraden vorgenommen. Die Vorgehensweise bei der Befragung, Grundsätze der Frageformulierung, Frageformen und der Aufbau von Fragebögen sind Thema des dritten Abschnitts. Die methodischen Probleme bei der Befragung werden in Punkt vier behandelt. Schwerpunktmäßig werden hier die verschiedenen Störeinflüsse bei der Datenerhebung erläutert. Zum Abschluss dieser Arbeit wird in Punkt fünf ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung der Methode der Befragung

2.1 Definition des Begriffs Methode

2.2 Definition des Begriffs Befragung

2.2.1 Mündliche Befragung

2.2.2 Schriftliche Befragung

2.2.3 Telefonische Befragung

2.2.4 Standardisierungsgrade

3 Konstruktion der Befragung

3.1 Vorgehensschema

3.2 Grundsätze der Frageformulierung

3.3 Frageformen

3.4 Aufbau des Fragebogens

4 Methodische Probleme der Befragung

4.1 Das Interview als soziale Situation

4.2 Interviewereinfluss

4.3 Situationseffekte

4.4 Antwortverzerrungen

4.4.1 Zustimmungstendenz

4.4.2 Ausweichtendenz

4.4.3 Tendenz zur sozialen Erwünschtheit

4.5 Reliabilität und Validität

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die sozialwissenschaftliche Befragungsmethode als grundlegendes Instrument der Datenerhebung in der Kommunikationswissenschaft zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf die theoretische Fundierung, die praktische Konstruktion von Fragebögen sowie die kritische Reflexion methodischer Störeinflüsse gelegt, um ein Verständnis für die Voraussetzungen valider Forschungsergebnisse zu vermitteln.

  • Grundlagen und Definition der Befragung als Datenerhebungsmethode
  • Differenzierung der Befragungstypen nach Standardisierungsgraden
  • Strategien zur sachgemäßen Konstruktion von Fragebögen
  • Analyse typischer Antwortverzerrungen und Situationseffekte
  • Diskussion der Gütekriterien Reliabilität und Validität

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Zustimmungstendenz

Von einer Zustimmungstendenz spricht man, wenn ein Befragter stereotyp mit `ja´ auf verschiedene Fragen antwortet, auch wenn sich die Antworten widersprechen. Der Befragte antwortet in dieser Situation nicht mehr aufgrund des Inhalts, sondern zeigt eine generelle, inhaltsunabhängige Zustimmungstendenz. Die Gründe für das Auftreten einer solchen Zustimmungstendenz sind unterschiedlich. Sie können sowohl in der Persönlichkeit eines Menschen verankert sein, als auch darauf hindeuten, dass der Befragte kognitiv nicht mit der Befragungssituation fertig wird oder nicht motiviert ist, an der Befragung teilzunehmen. Narayan und Krosnick (1996: 58) haben festgestellt, dass das Zustimmungsphänomen mit sinkender Bildung steigt. Schnell, Hill und Esser (1999: 332) nennen als Ursache Personen mit geringer Ich-Stärke und, insbesondere Personen unterer sozioökonomischer Schichten. Ein häufiges Auftreten der Zustimmungstendenz innerhalb einer Untersuchung kann auch ein Hinweis auf eine schlechte Operationalisierung der Forschungsfrage sein, oder mangelhafte Interviewerschulung. Auch die positive Formulierung einer Frage begünstigt die Zustimmungstendenz (Vgl. Bell 2002: 105).

Vorbeugend sollte schon bei der Anlage der Befragung und des Fragebogens darauf geachtet werden, dass der Fragebogen kognitiv einfach zu verstehen ist und die Entwicklung eines stereotypen Antwortstils verhindert wird, etwa durch bildhafte Formulierungen oder abwechselnden negativen und positiven Formulierungen (Vgl. Möhring/Schlütz 2003: 63).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Befragung als zentrale Methode der empirischen Kommunikationswissenschaft ein und erläutert den Aufbau der Seminararbeit.

2 Abgrenzung der Methode der Befragung: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die verschiedenen Befragungsmodi (mündlich, schriftlich, telefonisch) sowie deren Standardisierungsgrade vorgestellt.

3 Konstruktion der Befragung: Dieses Kapitel behandelt das methodische Vorgehen bei der Befragung, insbesondere die Grundsätze der Frageformulierung, den Einsatz verschiedener Frageformen und den strukturellen Aufbau eines Fragebogens.

4 Methodische Probleme der Befragung: Es erfolgt eine detaillierte Analyse von Störeinflüssen wie Interviewereffekten, Situationseffekten und Antwortverzerrungen, gefolgt von einer Erläuterung der Gütekriterien Reliabilität und Validität.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Befragung ein hochreaktives Verfahren ist, dessen methodische Risiken durch ein konzeptionell geschlossenes Vorgehen zur Minimierung von Verzerrungen stets kritisch zu begleiten sind.

Schlüsselwörter

Befragung, Datenerhebung, Interview, Standardisierung, Fragebogen, Frageformulierung, Antwortverzerrung, Zustimmungstendenz, Ausweichtendenz, Soziale Erwünschtheit, Reliabilität, Validität, Kommunikationswissenschaft, Empirische Sozialforschung, Reaktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Befragung als sozialwissenschaftliche Methode der Datenerhebung, wobei sie deren theoretische Grundlagen, praktische Durchführung und methodische Problematiken beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung der Befragungstypen, die Konstruktion von Erhebungsinstrumenten sowie die Analyse von Störfaktoren, die die Validität der Daten beeinträchtigen können.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kommunikationswissenschaftlern ein fundiertes Verständnis über Ziele, Motive, Varianten sowie die Stärken und Schwächen dieses Instruments zu vermitteln, um eine qualitativ hochwertige Forschung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine Literaturanalyse, um den aktuellen Wissensstand zu methodischen Vorgehensweisen und Problemen bei der Befragung darzustellen, zu analysieren und kritisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die operative Umsetzung der Befragung, von der Konstruktion des Fragebogens bis hin zur Reflexion von Interviewereffekten, Situationseinflüssen und Antwortverzerrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Befragung, Standardisierung, Validität, Reliabilität, Antwortverzerrung und Reaktivität charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung nach Standardisierungsgraden wichtig?

Die Standardisierung bestimmt den Spielraum des Interviewers und die Struktur der Antwortmöglichkeiten, was entscheidend für die spätere Vergleichbarkeit und Auswertbarkeit der Daten ist.

Was versteht man unter dem "Interview als soziale Situation"?

Das Konzept beschreibt, dass eine Befragung kein neutraler Datenabruf ist, sondern ein interaktiver Prozess, in dem der Befragte kontextgebunden auf den Interviewer und die Situation reagiert, was zu Reaktivität führen kann.

Warum ist die Bestimmung von Reliabilität und Validität bei Befragungen problematisch?

Da die Befragung ein reaktives Messinstrument ist, bei dem das Interview selbst das Messobjekt beeinflussen kann, gestaltet sich eine isolierte und exakte Bestimmung dieser Gütekriterien als sehr schwierig.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die sozialwissenschaftliche Methode der Befragung - Eine Darstellung, Analyse und kritische Diskussion
Hochschule
Universität Münster
Note
1,3
Autoren
Stefan Hörnemann (Autor:in), Daniel Mauritz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
28
Katalognummer
V33317
ISBN (eBook)
9783638338196
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Methode Befragung Eine Darstellung Analyse Diskussion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Hörnemann (Autor:in), Daniel Mauritz (Autor:in), 2004, Die sozialwissenschaftliche Methode der Befragung - Eine Darstellung, Analyse und kritische Diskussion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/33317
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Leseprobe aus  28  Seiten
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