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"Miß Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing. Ist Sara die Inkarnation der Tugend und Marwood die personifizierte Lasterhaftigkeit?

Title: "Miß Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing. Ist Sara die Inkarnation der Tugend und Marwood die personifizierte Lasterhaftigkeit?

Term Paper , 2013 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Auffallend sind die Parallelen des Frauenbildes, die sich durch zahlreiche Werke der Literatur des 18. Jahrhunderts ziehen. Zwar wird das weibliche Geschlecht oft stigmatisiert und der Charakter einer Frau pauschalisiert, doch kommt man nach intensiverer Lektüre nicht umhin, manche Aussagen nach ihrer Ernsthaftigkeit zu überprüfen. Auf den ersten Blick scheinen sich viele Aussagen in Form von einem destruktiven Frauenbild zu wiederholen, doch es steckt in einigen auch eine gewisse gesellschaftliche Kritik und die indirekte Aufforderung nach einem Umdenken. Zwar kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Emanzipation der Frauen von damals annähernd das gleiche Ausmaß wie das der heutigen Zeit aufweist, dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass gewisse emanzipatorische Tendenzen schon in der Literaturlandschaft des 18. Jahrhunderts zu erkennen sind.

Ein Autor dieser Zeit ist Gotthold Ephraim Lessing. Seiner Feder entstammen zahlreiche Werke, wie zum Beispiel „Miß Sara Sampson“ (1755), „Minna von Barnhelm“ (1767), „Emilia Galotti“ (1772) und sein wohl bekanntestes Werk „Nathan der Weise“ (1782). In den drei erstgenannten Werken spielen Frauen die Hauptrolle und sind zugleich die Namensgeberinnen. Unter diesem Aspekt ist es interessant, den einzelnen Charakteren verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen und ihre Rolle in der Gesellschaft herauszuarbeiten. Die folgende Arbeit befasst sich mit der Figur „Miß Sara Sampson“ im gleichnamigen Werk, deren Charakter, Entwicklung und Handeln. Vor allem im direkten Vergleich mit ihrer Kontrahentin Marwood, werden die augenscheinlichen und auch vermeintlichen Unterschiede herausgearbeitet und durchleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaft aus historischer Perspektive

3. Inhalt

4. Die Unterschiede der beiden Frauen

4.1 Tugendhaftigkeit und Lasterhaftigkeit

4.2 Ehrlichkeit und Verlogenheit

4.3 Körper und Geist

4.4 Glaube und Vernunft

4.5 Altruismus und Egoismus

4.6 Vergebung und Rache

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Charakterzeichnung und das Handeln der Protagonistin Sara im Vergleich zu ihrer Kontrahentin Marwood in Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel „Miß Sara Sampson“. Ziel ist es, die vermeintlich klare Gegenüberstellung von Tugend und Lasterhaftigkeit zu hinterfragen und die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Einflüsse sowie die psychologische Komplexität beider Frauenfiguren aufzuzeigen.

  • Historischer Kontext und Frauenbild im 18. Jahrhundert
  • Analyse der moralischen Kategorien Tugend und Lasterhaftigkeit
  • Gegenüberstellung von Ehrlichkeit, Vernunft und Altruismus
  • Die Rolle der gesellschaftlichen Rehabilitation als Motiv
  • Kritische Reflexion der männlichen Perspektive auf die Frauenfiguren

Auszug aus dem Buch

4.1 Tugendhaftigkeit und Lasterhaftigkeit

Die Tugend wird immer wieder betont und ist an rund 180 Stellen im Text wiederzufinden, wo sie Gegenstand einer Unterhaltung ist. Somit nimmt sie eine zentrale Rolle in dem Werk ein und ihre Erhaltung ist das Bestreben Saras. Deren unschuldiges Wesen, sittliches Benehmen und tiefer Glaube an Gott lassen keinen Zweifel daran, dass sie die Tugendhaftigkeit verkörpert. Diese Tatsache wird in Situationen verdeutlicht, in denen andere Figuren über Sara reden. „Das beste, schönste, unschuldigste Kind, das unter der Sonne gelebt hat... .“ So lautet Waitwells Urteil über Sara, das er während eines Gesprächs mit Saras Vater, Sir William Sampson im ersten Akt fällt (S.5). Ferner heißt es „Sie haben das liebreichste und zärtlichste Herz, das die beste ihres Geschlechts nur haben kann.“ (S.35). Doch auch aus anderen Gesprächen kann immer wieder herausgefiltert werden, dass Sara allgemein einen guten, wenn nicht gar exzellenten Ruf genießt.

Saras Rivalin hingegen genießt einen denkbar schlechten Ruf. Kaum eine Textstelle lässt sie in einem guten Licht dastehen und auch ihre Handlungen revidieren den Anschein nur unzureichend. Auch über Marwood wird des Öfteren gesprochen, jedoch unterschieden sich diese Gespräche völlig von denen über Sara. Marwood wird die meiste Zeit über in einem denkbar schlechten Licht dargestellt und kaum einer traut ihr sittliche Charakterzüge zu. In einer Unterhaltung mit Mellefont redet dessen Diener Norton über die Vergangenheit seines Herrn und resümiert diese. „[...]Und ihr strafbarer Umgang mit allen Arten von Weibsbildern, besonders der bösen Marwood-„ (S.4). Doch auch Mellefont selbst verflucht seine ehemalige Geliebte und wünscht ihr gar den Tod. „Verflucht sei ihr Name! Daß ich ihn nie gehört hätte! Daß er aus dem Buche der Lebendigen vertilgt würde!“ (S.12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des Frauenbildes im 18. Jahrhundert und Vorstellung der untersuchten Lessing-Figur Sara im Kontrast zu Marwood.

2. Gesellschaft aus historischer Perspektive: Analyse der absolutistischen Gesellschaft, der Aufklärung und des Einflusses der Empfindsamkeit auf das Werk.

3. Inhalt: Zusammenfassung der Handlung des bürgerlichen Trauerspiels, der Flucht Saras und der Konstellation der Charaktere am Gasthof.

4. Die Unterschiede der beiden Frauen: Untersuchung der divergierenden Charakterzüge, Wertevorstellungen und Handlungsweisen von Sara und Marwood.

4.1 Tugendhaftigkeit und Lasterhaftigkeit: Kontrastierung von Saras Tugendhaftigkeit gegenüber der als lasterhaft gezeichneten Marwood.

4.2 Ehrlichkeit und Verlogenheit: Analyse der Offenheit Saras im Vergleich zum berechnenden und manipulativen Verhalten Marwoods.

4.3 Körper und Geist: Untersuchung, wie Lessing die unschuldige Erscheinung Saras der erotischen Präsenz Marwoods gegenüberstellt.

4.4 Glaube und Vernunft: Erörterung der religiösen Motivation Saras im Gegensatz zum rationalen, zielorientierten Handeln Marwoods.

4.5 Altruismus und Egoismus: Betrachtung der Selbstaufopferung Saras versus der egoistisch geprägten Intrigen Marwoods.

4.6 Vergebung und Rache: Analyse des Leitmotive der Vergebung bei Sara und dem väterlichen Part im Kontrast zur Rachsucht der Marwood.

5. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse, die aufzeigt, dass beide Frauenfiguren trotz scheinbarer Gegensätze komplexe und menschlich nachvollziehbare Züge aufweisen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Miß Sara Sampson, Gotthold Ephraim Lessing, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Empfindsamkeit, Frauenbild, Tugendhaftigkeit, Lasterhaftigkeit, Marwood, bürgerliches Trauerspiel, Literaturanalyse, Geschlechterrollen, Moral, Vergebung, Intrige.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Frauenbild in Gotthold Ephraim Lessings Trauerspiel „Miß Sara Sampson“ durch einen direkten Vergleich der Hauptfigur Sara mit ihrer Kontrahentin Marwood.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die moralische Dichotomie zwischen Tugend und Laster, die historische Einbettung der Aufklärung und Empfindsamkeit sowie die Analyse geschlechterspezifischer Rollenbilder im 18. Jahrhundert.

Welches primäre Ziel verfolgt die Analyse?

Ziel ist es, die oft vorschnelle Einordnung von Sara als tugendhaft und Marwood als lasterhaft zu hinterfragen und die Komplexität der Frauenfiguren sowie deren Motivationen offen zu legen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die den Primärtext auf Basis historischer Kontexte und Sekundärliteratur interpretiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte wie Ehrlichkeit, Körperlichkeit, religiösen Glauben und das Handeln der Figuren, um die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Sara und Marwood systematisch herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Miß Sara Sampson, Aufklärung, Tugendhaftigkeit, Lasterhaftigkeit, Marwood, Geschlechterrollen und literarische Analyse.

Wie wird das Motiv der „Vergebung“ im Stück bewertet?

Die Vergebung wird als Leitmotiv identifiziert, wobei Saras Fähigkeit zur Vergebung selbst kurz vor ihrem Tod den stärksten Kontrast zur Rachsucht der Marwood bildet.

Warum wird Marwood nicht als „rein böse“ dargestellt?

Die Analyse zeigt auf, dass Marwood als verletzte Frau agiert, die gesellschaftliche Rehabilitation sucht, und dass ihre Darstellung stark durch die subjektive, voreingenommene Sichtweise männlicher Figuren im Stück geprägt ist.

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Details

Title
"Miß Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing. Ist Sara die Inkarnation der Tugend und Marwood die personifizierte Lasterhaftigkeit?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Germanistik)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V324288
ISBN (eBook)
9783668234710
ISBN (Book)
9783668234727
Language
German
Tags
Lessing Miss Sara Sampson Tugend Frauenbild Emanzipation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, "Miß Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing. Ist Sara die Inkarnation der Tugend und Marwood die personifizierte Lasterhaftigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/324288
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