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Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Eine Analyse der Figurenkonstellation

Title: Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Eine Analyse der Figurenkonstellation

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 24 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Mit meiner Arbeit möchte ich die Figurenkonstellation im Stück "Frühlings Erwachen" von Frank Wedekind entschlüsseln und die Funktion der wichtigsten Hauptfiguren interpretieren. Es soll deutlich werden, dass Wedekind die Konstellation der Figuren, ihre Sprache, die Räume in denen sie sich bewegen und die einzelnen Charaktere seiner Figuren gezielt dazu benutzt, die Thematik seiner Kindertragödie zu übermitteln.

In den Jahren 1890/1891 verfasst Frank Wedekind im Alter von 26 Jahren seine Kindertragödie „Frühlings Erwachen“, die im Spätjahr 1891 auch veröffentlicht wird. Erst 16 Jahre später, also im Jahr 1909 wird das Stück bei den Berliner Kammerspielen uraufgeführt. Wedekind selbst übernimmt in der Aufführung die Rolle des `Vermummten Herrn`. Die Gründe für diese doch relativ späte Uraufführung des Stücks liegen in den kontroversen Diskussionen und Kritiken, die Wedekinds Kindertragödie ausgelöst hat. Sein Drama wird aufgrund der Thematik teilweise sogar verboten und wird in vielen Aufführungen nur zensiert für das Publikum aufgeführt.
Gesellschaftskritik, Selbstmord und Sexualität, Masochismus und Sadismus, sowie die Thematisierung des starren, unflexiblen und durch Druck der Obrigkeiten beeinflussten
autoritären Schulsystems sind in den Jahren um 1900 sind kein gesellschaftsfähiges Thema, womit sich die Bürger öffentlich auseinandersetzen wollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Figurenkonstellation

3. Die Jugendlichen

3.1 Sprache und Rede der Jugendlichen

3.2 Die Räume der Jugendlichen

3.3 Melchior Gabor

3.4 Wenlda Bergmann

3.5 Moritz Stiefel

4. Die Erwachsenen

4.1 Sprache und Rede der Erwachsenen

4.2 Die Räume der Erwachsenen

4.3. Frau Bergmann

4.4 Die Lehrer

4.5 Frau Gabor

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Figurenkonstellation in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wedekind durch die gezielte Gestaltung von Charakteren, Sprache und Handlungsräumen die Missstände in der wilhelminischen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Sexualität, Erziehung und den Druck durch autoritäre Bildungsinstitutionen, kritisch thematisiert.

  • Analyse der generationellen Kommunikationsdefizite
  • Untersuchung der Sprachstile von Jugendlichen und Erwachsenen
  • Symbolik der Handlungsräume als Spiegel des gesellschaftlichen Zwangs
  • Interpretation der Hauptfiguren (Melchior, Wendla, Moritz)
  • Darstellung der Adoleszenzproblematik und Schulkritik

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Räume der Jugendlichen

Generell ist zu den Handlungsräumen zu sagen, dass ein steter Wechsel des Ortes stattfindet. Dies macht das Stück zu einem sehr szenischen Drama, was auch als Zeichen des offenen Dramas berücksichtigt werden muss. Der stete Ortswechsel ist mit einem Film vergleichbar. Der alternierende Wechsel zwischen Außenraum und Innenraum kann auch interpretiert werden als Wechsel zwischen Zwang und Freiheit.

Die Jugendlichen bewegen sich zumeist im Freien. Damit wird ihr Wunsch nach Freiheit betont. Die Szenen der Jugendlichen, die in einem geschlossenen Raum stattfinden sind Szenen, bei denen es entweder um den Wunsch nach Aufklärung und Befreiung aus den Zwängen der Eltern geht, hier zum Beispiel die erste Szene des Stücks, oder die geschlossenen Räume, in denen sich die Jugendlichen befinden haben ein Fenster, welches in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wird. Hier zum Beispiel Melchiors Aufenthalt in der Korrektionsanstalt, wo er den Blick aus dem Fenster hinaus gewandt hat. Hier kann dieser Blick nach Draussen als Zeichen des folgenden Ausbruchs in die Freiheit gedeutet werden.

Eine Zentrale Stelle im Stück ist die vierte Szene im zweiten Akt auf dem Heuboden.27 Der Heuboden stellt gleichzeitig einen geschlossenen und einen offenen naturbezogenen Raum dar. Geschlossen, da es sich um ein Gebäude handelt, offen und naturbelassen, da der Heubden bis oben voll ist mit Heu. Dieser Bezug zur Natur steht symbolisch für den Geschlechtsakt, den Melchior und Wendla auf dem Heuboden vollziehen. Hier kann Wedekinds Absicht interpretiert werden, die Verbindung zwischen Natur und Sexualität herzustellen, auch, wenn der sexuelle Akt letztendlich in einem Gebäude, also einem geschlossenen Raum stattfindet. Auch die sexuelle Szene der Auspeitschung Wendlas durch Melchior kommt durch den Handlungsraum in der freien Natur eine Bedeutung zu. Das Triebhafte wird in der freien Natur dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk „Frühlings Erwachen“ ein, beleuchtet die späte Uraufführung aufgrund kontroverser Themen wie Sexualität und Schulkritik und umreißt die Absicht Wedekinds, gesellschaftliche Missstände durch die offene Dramenform und das Mittel des Grotesken aufzuzeigen.

2. Figurenkonstellation: In diesem Kapitel wird die Struktur der Figuren in Jugendliche und Erwachsene unterteilt und aufgezeigt, dass die fehlende Kommunikation zwischen diesen Gruppen das zentrale Aufklärungsdefizit sowie die institutionelle Problematik des Stücks verdeutlicht.

3. Die Jugendlichen: Dieses Kapitel behandelt die pubertierenden Hauptfiguren als Träger der Erziehungskritik, wobei deren Wunsch nach Freiheit durch ihre Sprache, ihre Räume und ihr Handeln im Kontrast zu den restriktiven Elternhäusern und der Schule beleuchtet wird.

3.1 Sprache und Rede der Jugendlichen: Hier wird analysiert, wie die Jugendlichen durch eine gehobene, oft mit Vergleichen aus der Mythologie und Weltliteratur gespickte Sprache, eine intellektuelle Überlegenheit gegenüber den Erwachsenen signalisieren, was den Rollentausch in Wedekinds Konzeption unterstreicht.

3.2 Die Räume der Jugendlichen: Dieses Kapitel interpretiert den häufigen Szenenwechsel zwischen Außen- und Innenräumen als Symbol für den Widerstreit zwischen Freiheit und Zwang, wobei insbesondere der Heuboden als Ort der Verbindung von Natur und Sexualität hervorgehoben wird.

3.3 Melchior Gabor: Melchior Gabor wird als aufgeschlossene Hauptfigur charakterisiert, die stellvertretend für einen liberalen Umgang mit Sexualität steht, jedoch in seinem pubertären Konflikt zwischen freiem Denken und der Unfähigkeit zur Kontrolle seiner Triebe scheitert.

3.4 Wenlda Bergmann: Dieses Kapitel fokussiert auf die weibliche Hauptfigur Wendla Bergmann, deren Naivität und tragische Unaufgeklärtheit sie in eine unheilvolle Situation führt, die in ihrem Tod endet und damit das Versagen der elterlichen Erziehung verdeutlicht.

3.5 Moritz Stiefel: Moritz Stiefel wird als eine von Versagensängsten und Leistungsdruck gelähmte Figur dargestellt, deren Suche nach Identität und die fehlende Unterstützung durch sein Elternhaus letztlich in den Suizid münden.

4. Die Erwachsenen: Dieses Kapitel charakterisiert die Erwachsenenfiguren als grotesk überzeichnete Repräsentanten eines starren Erziehungssystems, die weitestgehend an ihrer Funktion als Bezugspersonen für die Jugend scheitern.

4.1 Sprache und Rede der Erwachsenen: Hier wird die entlarvende Funktion der Sprache der Erwachsenen dargelegt, die durch Inhaltsleere und ständige Ausweichmanöver ihre Unfähigkeit zur ehrlichen Aufklärung und Erziehung der Jugendlichen verdeutlicht.

4.2 Die Räume der Erwachsenen: Die räumliche Gebundenheit der Erwachsenen in geschlossenen, statischen Räumen wird hier als Symbol für deren Engstirnigkeit und Unbeweglichkeit im Vergleich zur Freiheit der Jugendlichen interpretiert.

4.3. Frau Bergmann: Frau Bergmann wird als überforderte Mutter analysiert, die durch ihr Schweigen und ihre Verweigerung echter Aufklärung zur tragischen Situation und zum Tod ihrer Tochter Wendla beiträgt.

4.4 Die Lehrer: Die Lehrerfiguren werden als lächerliche Marionetten der staatlichen Obrigkeit entlarvt, die in ihrer institutionellen Starrheit die Zukunft der Jugendlichen ignorieren und an ihrem Erziehungsauftrag gänzlich scheitern.

4.5 Frau Gabor: Frau Gabor wird als zwar liberal eingestellte, jedoch im Krisenfall vorwiegend an der Wahrung des familiären Rufs interessierte Mutter dargestellt, die trotz ihrer intellektuellen Offenheit ihrer Rolle als vertrauensvolle Bezugsperson nicht gerecht wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wedekinds Stück eine gelungene gesellschaftliche Kritik der Pubertätsjahre und der damaligen Missstände in Erziehung und Schule darstellt, wobei die Zentrierung auf die Jugendlichen als Übermittler der Problematik die Überzeugungskraft des Werks maßgeblich verstärkt.

Schlüsselwörter

Frühlings Erwachen, Frank Wedekind, Figurenkonstellation, Pubertät, Sexualität, Erziehungskritik, Adoleszenz, Schulkritik, Gesellschaftskritik, Groteske, Melchior Gabor, Wendla Bergmann, Moritz Stiefel, offene Dramenform, Jugend

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Figurenkonstellation in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“ und analysiert deren Funktion für die gesellschaftskritische Aussage des Stücks.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Sexualität, die Problematik der Pubertät, Schulkritik, das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern sowie der Generationenkonflikt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wedekind Figuren, Sprache und Räume gezielt einsetzt, um die Unterdrückung der Jugendlichen durch das Elternhaus und die Schule zu demaskieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die das Werk durch die Untersuchung von Figuren, Dialogen und Raumkonzepten interpretiert und dabei auf Sekundärliteratur zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der jugendlichen Hauptfiguren (Melchior, Wendla, Moritz) und der erwachsenen Figuren (Eltern, Lehrer) hinsichtlich ihrer Sprache, räumlichen Einbindung und Funktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Frühlings Erwachen, Figurenkonstellation, Pubertät, Sexualität, Erziehungskritik und Schulkritik.

Warum spielt das Fenster in den Räumen der Jugendlichen eine wichtige Rolle?

Das Fenster symbolisiert einen Blick in die Freiheit und steht im Kontrast zur Enge der geschlossenen Räume, was als Zeichen für den Ausbruchswunsch der Jugendlichen gedeutet wird.

Wie unterscheidet sich die Sprache der Jugendlichen von der der Erwachsenen?

Die Jugendlichen nutzen eine bildungsnahe, teilweise mythologische Sprache als Zeichen der Überlegenheit, während die Sprache der Erwachsenen als inhaltsleer und als Mittel zur Vertuschung dargestellt wird.

Welche Rolle spielt die Figur Melchior Gabor im Stück?

Melchior fungiert als intelligente, aufgeschlossene Hauptfigur, die zwar liberale Werte vertritt, aber dennoch im pubertären Konflikt an der Kontrolle seiner Triebe scheitert.

Warum wird Moritz Stiefels Selbstmord als symbolisch betrachtet?

Der Suizid wird als Folge des enormen Leistungsdrucks und der fehlenden elterlichen Unterstützung interpretiert, wobei die Begegnung mit ihm im späteren Stückverlauf eher eine innere Projektion Melchiors darstellt.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Eine Analyse der Figurenkonstellation
College
University of Mannheim
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
24
Catalog Number
V323983
ISBN (eBook)
9783668231078
ISBN (Book)
9783668231085
Language
German
Tags
frank wedekinds frühlings erwachen eine analyse figurenkonstellation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Eine Analyse der Figurenkonstellation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/323983
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