In dieser Arbeit geht es um die Fragstellung, ob guter Corporate Governance zur Steigerung des Unternehmensperformance beiträgt. Also: Ob ein positiver Zusammenhang zwischen CG und dem Erfolg des Unternehmens herrscht. Es wird gezeigt, welche CG-Instrumente sich für gut erwiesen haben und welche nicht praxistauglich sind.
Im folgenden Manuskript wird in sechs Kapiteln die oben genannte Problematik erläutert und diskutiert. Nach einer allgemeinen Einleitung, werden in Kapitel 2 die begrifflichen und theoretischen Grundlagen, die für diese Arbeit ausschlaggebend sind, beschrieben. Unter diesen Begrifflichkeiten sind folgende Oberbegriffe: Corporate Governance, Stakehol-der/Shareholder und Unternehmenswert. Kapitel 3 (Konzeptioneller Bezugsrahmen) umfasst die Prinzipal-Agent-Theorie, Die Property-Rights-Theorie und die Transaktionskostentheorie in ihren Grundzügen. Auch auf die Definition von Agency-Kosten wird eingegangen. In Kapitel 4 (Corporate Governance-Modell und Lösungsansätze der Problemstellung) wird ein CG-Modell vorgestellt und auf die Prinzipal-Agent-Theorie im Detail eingegangen. Die "Gestaltungsprinzipien der CG" und die "CG-Mechanismen" sind Bestandteil des fünften Kapitels. Im letzten Teil "Fazit" wird diese Arbeit aufgerundet und zusammenfassend darge-stellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1. Corporate Governance
2.2. Stakeholder /Shareholder-Ansatz
2.3. Unternehmenswert
2.3.1. Definition
2.3.2. Bewertung von Unternehmenswert
2.3.3. Unternehmenserfolg
3. Konzeptioneller Bezugsrahmen
3.1. Grundzüge der Prinzipal-Agent-Theorie
3.1.1. Agency-Kosten
3.2. Grundzüge der "Property-Rights-Theorie"
3.3. Grundzüge der Transaktionskostentheorie
4. Corporate Governance-Modell und Lösungsansätze der Problemstellung
4.1. Prinzipal-Agent-Kostenaufbau
4.2. Prinzipal-Agent-Problematik
4.2.1 Lösungsansätze bei Prinzipal-Agent-Konflikten
4.2.2. Die Prinzipal-Agent-Theorie der Corporate Governance
5. Gestaltungsprinzipien von Corporate-Governance-Systeme
5.1. Corporate-Governance-Mechanismen
5.1.1. Interne Mechanismen
5.1.2. Externe Mechanismen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob ein positiver Zusammenhang zwischen guter Corporate Governance (CG) und einer gesteigerten Unternehmensperformance besteht. Dabei wird analysiert, wie durch geeignete Steuerungs- und Kontrollmechanismen Agency-Probleme reduziert und somit der Unternehmenswert nachhaltig optimiert werden kann.
- Grundlagen der Corporate Governance und Abgrenzung zwischen Shareholder- und Stakeholder-Ansatz
- Theoretische Fundierung durch die Prinzipal-Agent-Theorie sowie die Property-Rights- und Transaktionskostentheorie
- Analyse von Agency-Kosten und deren Einfluss auf den Unternehmenswert
- Bewertungsmethoden für Unternehmen und Unternehmenserfolg
- Gestaltungsprinzipien und interne sowie externe Corporate-Governance-Mechanismen
Auszug aus dem Buch
4.2. Prinzipal-Agent-Problematik
Abbildung 4 stellt die Probleme der Prinzipal-Agent-Theorie durchschaubar dar. Zum Zeitpunkt t0, also ex ante werden die Vertragspartner ausgehandelt und besprochen. Dort kann man das "Problem" hidden characteristics haben. Beim Vertragsabschluss im nächsten Zeitpunkt taucht das Problem hidden information auf. Bei den strategischen Entscheidungen des Agenten können hidden information und hidden action auftauchen, die als hidden intention gebündelt sein können. Zum Schluss dieses Prozesses also beim Ergebnis der Entscheidungen taucht hidden action als Problem auf.
Bei der vorvertraglichen Informationsasymmetrie kann die Gefahr des "Adverse Selection" vorkommen. "Adverse Selection", in Deutsch auch als Negativauslese übersetzt, bedeutet, dass aufgrund von Informationsdefizit des Nachfragers, der Anbieter Ware in schlechter Qualität verkauft. Wenn sich das durchsetzt, besteht die Gefahr, dass nur noch Ware in schlechter Qualität verkauft wird.
Bei der nachvertraglichen Informationsasymmetrie bestehen die Gefahren des "Hold-up" und "Moral Hazard". "Hold up" wird ins Deutsche mit "Ausbeutungsgefahr" übersetzt. Die Informationsasymmetrie bezieht sich auf die Absichten des Transaktionspartners. Obwohl seine Handlungen beobachtet werden können, entsteht ein Problem, wenn der zweite Akteur spezifische Investitionen getätigt hat. In der Folge gerät er in ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis, das ausgebeutet werden kann.
Das moralische Risiko bzw. Wagnis (Moral Hazard-Problem) entsteht dadurch, dass Akteure sich während einer Vertragsbeziehung anders verhalten als sie es sonst tun würden. Auch Opportunistisches Verhalten ist möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Globalisierung, die Notwendigkeit von Corporate Governance zur Steuerung von Stakeholder-Interessen und Formulierung der Fragestellung bezüglich der Unternehmensperformance.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Definition der Kernbegriffe Corporate Governance, Stakeholder/Shareholder-Ansatz und Unternehmenswert sowie Vorstellung relevanter Bewertungsverfahren.
3. Konzeptioneller Bezugsrahmen: Theoretische Herleitung durch die Prinzipal-Agent-Theorie, Property-Rights-Theorie und Transaktionskostentheorie als Grundlage für das Verständnis von Agency-Kosten.
4. Corporate Governance-Modell und Lösungsansätze der Problemstellung: Analyse des Zusammenhangs von Corporate Governance und Unternehmenswert sowie detaillierte Untersuchung der Prinzipal-Agent-Problematik und deren Lösungsansätze.
5. Gestaltungsprinzipien von Corporate-Governance-Systeme: Vorstellung der Grundprinzipien der Governance sowie Erläuterung interner und externer Steuerungsmechanismen.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, wonach Corporate Governance eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Agency-Kosten und der Steigerung des Unternehmenswerts spielt.
Schlüsselwörter
Corporate Governance, Unternehmensperformance, Prinzipal-Agent-Theorie, Agency-Kosten, Unternehmenswert, Stakeholder, Shareholder, Informationsasymmetrie, Eigentümerstruktur, Transaktionskosten, Monitoring, Anreizsysteme, Unternehmenserfolg, Risikomanagement, Überwachungsmechanismen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Corporate Governance (CG) und deren Einfluss auf den Erfolg bzw. den Wert eines Unternehmens.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung durch ökonomische Modelle, die Analyse von Agency-Problemen und die Gestaltung von Kontroll- und Anreizsystemen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob eine gute Corporate Governance einen positiven Beitrag zur Steigerung der Unternehmensperformance leistet.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und stützt sich dabei insbesondere auf die Neue Institutionenökonomik, die Prinzipal-Agent-Theorie sowie verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, konzeptionelle Rahmenbedingungen, die detaillierte Darstellung des Prinzipal-Agent-Modells sowie die Analyse von Governance-Mechanismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Corporate Governance, Agency-Kosten, Unternehmensperformance, Prinzipal-Agent-Theorie und Transaktionskosten sind die prägendsten Begriffe.
Wie lassen sich Agency-Kosten laut der Arbeit definieren und beeinflussen?
Agency-Kosten entstehen durch die Überwachung des Agenten und das verfehlte Optimum. Sie können durch gezielte Governance-Mechanismen reduziert werden, was den Unternehmenswert positiv beeinflusst.
Welche Rolle spielt die Trennung von Eigentum und Kontrolle?
Diese Trennung ist die Ursache für Interessenkonflikte zwischen Managern und Eigentümern, die Corporate Governance durch entsprechende "Spielregeln" zu minimieren versucht.
- Quote paper
- Aziz Ayyildiz (Author), 2014, Corporate Governance und Unternehmesperformance, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/323972