Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Das Unternehmen Schering und sein Umgang mit jüdischen Mitarbeitern während des Nationalsozialismus

Titel: Das Unternehmen Schering und sein Umgang mit jüdischen Mitarbeitern während des Nationalsozialismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hanna Vogelsang (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, wie im chemisch-pharmazeutischen Unternehmen Schering zur Zeit des Nationalsozialismus mit jüdischen Mitarbeitern umgegangen wurde. Durch die Verdrängung aus Gesellschaft und Wirtschaft wurde ihnen ihre Existenzgrundlage entzogen und es blieb ihnen oft nur die Möglichkeit der Emigration. Zahlreiche jüdische Bürger wurden zur Zwangsarbeit herangezogen.

Schering als chemisch-pharmazeutisches Unternehmen und damit als kriegswichtiges Unternehmen konnte gegen die Maßnahmen der Regierung zur Verdrängung der Juden aus der Wirtschaft selbst nichts unternehmen. Dennoch scheinen sie im Umgang mit ihren jüdischen Angestellten, Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern einen geradezu vorbildlichen Umgang gepflegt zu haben. In einem historischen Überblick über das Unternehmen, welches die Schering AG selbst herausgegeben hat, heißt es: „Die staatliche Einstufung als ‚kriegswichtiges Unternehmen‘ für Arznei- und Pflanzenschutzmittel sowie die Internationalität von Schering ermöglichen den Führungskräften eine für die herrschenden Umstände vergleichsweise vorbildliche Haltung gegenüber gefährdeten Mitarbeitern.“ (Schering AG 1966)

Inwiefern der Umgang Scherings mit seinen jüdischen oder „gefährdeten“ Mitarbeitern tatsächlich vorbildlich war, soll in dieser Arbeit untersucht werden. Dazu wird zuvor ein allgemeiner Überblick über den Umgang mit der jüdischen Bevölkerung gegeben, über entsprechende Gesetzesentwürfe und Maßnahmen. In Blick genommen wird anschließend der Umgang mit Juden bei Schering, sowohl in der Führungsebene, als auch auf anderen Ebenen des Unternehmens. Ebenso die Beteiligung Scherings an den „Arisierungen“ wird angesprochen werden, bevor auf Grundlage dieser Darstellungen ein Fazit gezogen wird. Nicht betrachtet wird im Rahmen dieser Arbeit der Umgang mit den Juden nach dem Krieg,

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Verdrängung der Juden aus deutschen Unternehmen in der NS-Zeit

3. Die Schering AG

4. Der Umgang mit Juden bei Schering in der NS-Zeit

4.1 Umgang mit jüdischen Mitgliedern auf der Führungsebene

4.2 Umgang mit jüdischen Arbeitern

4.3 „Arisierungen“ unter Schering

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern der Umgang des chemisch-pharmazeutischen Unternehmens Schering AG mit jüdischen Mitarbeitern während der Zeit des Nationalsozialismus als vorbildlich bezeichnet werden kann. Dabei wird analysiert, welche Spielräume das Unternehmen nutzte, um jüdische Führungskräfte und Arbeiter zu schützen, und inwieweit das Unternehmen an sogenannten „Arisierungen“ beteiligt war.

  • Verdrängung jüdischer Akteure aus der deutschen Wirtschaft ab 1933
  • Umgang mit jüdischen Führungskräften und deren Emigration
  • Schutzmaßnahmen für jüdische Mitarbeiter und Zwangsarbeiter innerhalb der Schering-Werke
  • Unternehmensverhalten bei der Übernahme jüdischer Firmen („Arisierungen“)
  • Einfluss von Internationalität und kriegswichtiger Einstufung auf den Handlungsspielraum

Auszug aus dem Buch

4.1 Umgang mit jüdischen Mitgliedern auf der Führungsebene

Vielen großen Unternehmen war es in der Anfangszeit des Nationalsozialismus durchaus noch erlaubt, jüdische Mitglieder zu halten. Der oben beschriebene Prozess der Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben war kein Prozess, dem Schering wohl freiwillig folgte. Schering hat lange versucht seine Mitarbeiter in der Führungsebene in Deutschland zu halten und war auch eine der letzten Firmen, die sich von ihren Mitgliedern trennte.

Einer der ersten jüdischen Vorstandsmitglieder, der Schering verließ, war Dr. Paul Neumann. Bereits 1933 ging er zu der französischen Tochtergesellschaft Laboratoire Cruet S.A., um hier im Interesse Scherings zu handeln. Als Grund für den Weggang gab der Vorstand an, dass „ ‚die Zeitverhältnisse‘ (…) Neumann dazu veranlasst [hätten], sein Vorstandsmandat niederzulegen“. Dennoch blieb er für Schering auch nach seinem Weggang noch wichtig. Er war unter anderem mit verantwortlich für die Tarnung von Scherings Tochtergesellschaften in Frankreich. Tarnen wollte man die ausländischen Tochtergesellschaften vor allem, um sie vor Boykott oder Enteignungen zu schützen. Neumann scheint Schering freiwillig verlassen zu haben. Es finden sich keine Hinweise darauf, dass er von Schering dazu gezwungen worden wäre. Im Gegenteil, er findet sogar in einer der Tochtergesellschaften Scherings eine Anstellung, sicherlich auch deswegen, weil Schering von seinen Qualifikationen überzeugt war. Dass er ein Jude war, scheint keine Rolle gespielt zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die schwierige Situation jüdischer Mitglieder in der Wirtschaft während des Nationalsozialismus und stellt die Forschungsfrage zur angeblich vorbildlichen Haltung der Schering AG.

2. Die Verdrängung der Juden aus deutschen Unternehmen in der NS-Zeit: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die gesetzlichen Maßnahmen, Boykotte und die systematische Verdrängung sowie Enteignung jüdischer Mitarbeiter und Eigentümer zwischen 1933 und 1938.

3. Die Schering AG: Der Abschnitt skizziert die Unternehmensgeschichte von der Gründung als „Grüne Apotheke“ 1851 bis zur Entwicklung zu einem weltweit operierenden Konzern und kriegswichtigen Unternehmen.

4. Der Umgang mit Juden bei Schering in der NS-Zeit: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Unternehmenspraxis gegenüber jüdischen Führungskräften, Arbeitern sowie die Untersuchung der Firmenübernahmen unter dem Aspekt der „Arisierung“.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Schering tatsächlich Versuche unternahm, jüdische Mitarbeiter zu schützen und bei Firmenübernahmen seriös handelte, wenngleich das Unternehmen sich nicht offen gegen das NS-Regime stellte.

Schlüsselwörter

Schering AG, Nationalsozialismus, Arisierung, Verdrängung, Judenverfolgung, Wirtschaftselite, Emigration, Zwangsarbeit, Unternehmensgeschichte, NS-Wirtschaftspolitik, Firmenübernahme, Diskriminierung, Betriebsklima, Jüdische Mitarbeiter, Führungsebene

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhalten der Schering AG im Umgang mit jüdischen Mitarbeitern und Unternehmen während der nationalsozialistischen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Führungsebene, Arbeitnehmerschutz, Zwangsarbeit und die Praxis der sogenannten „Arisierungen“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der These, dass Schering einen „vorbildlichen“ Umgang mit seinen jüdischen Angestellten pflegte, um diesen in den historischen Kontext der NS-Zeit einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Monographien und historischen Quellen zur Unternehmensgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die strukturelle Verdrängung jüdischer Akteure in Deutschland, die Geschichte des Unternehmens Schering und spezifische Fallbeispiele für den Schutz jüdischer Mitarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Schering AG, Arisierung, NS-Zeit, Wirtschaftselite und jüdische Mitarbeiter definieren.

Wie ging Schering konkret mit jüdischen Führungskräften um?

Das Unternehmen versuchte, diese so lange wie möglich zu halten, unterstützte sie bei der Emigration und bot ihnen teilweise Positionen in ausländischen Tochtergesellschaften an.

Welche Rolle spielte die Einstufung als „kriegswichtiges Unternehmen“?

Dieser Status verlieh dem Unternehmen eine gewisse Unabhängigkeit vom Staat, wodurch es sich in Bezug auf Personalentscheidungen mehr Eigenheiten erlauben konnte als andere Firmen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Unternehmen Schering und sein Umgang mit jüdischen Mitarbeitern während des Nationalsozialismus
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Hanna Vogelsang (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V322598
ISBN (eBook)
9783668217942
ISBN (Buch)
9783668217959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schering NS-Zeit Umgang mit Juden Industrie in der NS-Zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanna Vogelsang (Autor:in), 2014, Das Unternehmen Schering und sein Umgang mit jüdischen Mitarbeitern während des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/322598
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum