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Zur Shop-Startseite › Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Hegels These vom Ende der Kunst

Titel: Hegels These vom Ende der Kunst

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Pipping (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Hausarbeit möchte ich die vielfach umstrittene These vom Ende der Kunst kurz skizzieren und in ihrer Argumentationsstruktur darlegen. Abhebend von einer Darstellung des historischen Umfeldes und des daraus resultierenden ästhetischen Absolutismus des jungen Hegel, möchte ich die Position der These des späteren Hegel verdeutlichen und in ihren Grundzügen darstellen. Es soll dabei auch kurz die politische und pädagogische Dimension des Deutschen Idealismus und seiner Idee von Ästhetik dargestellt werden.

Dabei ist zugleich ein immer wiederkehrendes und schon zu Lebzeiten Hegels auftauchendes Missverständnis auszuräumen. Gerade in einer Zeit, welche die Kunst sehr hoch hielt und verehrte, musste Hegels These schon damals eine große Provokation darstellen. So schreibt etwa Felix Mendelsohn-Bartholdy, der im Wintersemester 1828/29 Hegels Ästhetikvorlesung besucht hatte entrüstet: „Aber toll ist es doch, dass Goethe und Thorwaldsen leben, dass Beethoven erst vor ein paar Jahren gestorben ist und dass Hegel behauptet, die deutsche Kunst sei mausetot...als ob die überhaupt aufhören könnte!“ Hegels These spricht jedoch nicht von einem „Aufhören“ oder gar „Tot“ der Kunst, sondern vielmehr von der Unmöglichkeit einer Aktualisierung ihrer alleinigen Gültigkeit.

Nach der Darstellung von Hegels umstrittener These sollen mögliche und immer wiederkehrende Einwände und populär gewordene Gegenentwürfe diskutiert werden. Durch die Wiederlegung dieser Einwände, soll nicht nur die eigentliche Stärke und Argumentationstiefe Hegels These dargestellt werden, sondern diese auch immer differenzierter ausgelegt werden. Es soll gezeigt werden, wie mögliche Wiederlegungsversuche von Hegels These vorgehen müssten und was sie beachten müssten, um sich erfolgreich gegen sie behaupten zu können.

Zum Schluss unternehme ich den Versuch zwei möglicherweise erfolgsversprechende Gegenthesen zu formulieren, welche eine Kunst nach und mit Hegels Philosophie möglich erscheinen lassen.
Als Grundlage habe ich die Dissertationsschrift von Dae-Joong Kwon „Das Ende der Kunst“ gewählt, der auch weitestgehend alle Textzitate von mir entnommen wurden. Hier findet sich die meines Erachtens gründlichste Beschäftigung mit Hegels These, weil zunächst eine grundlegende Darstellung ihrer eigentlichen theoretischen Voraussetzungen, nämlich seine Wahrheitstheorie und seine Intelligenzlehre ausgearbeitet worden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die nachrevolutionäre Zeitepoche und Hegels ästhetischer Absolutismus

2.1 Das Systemprogramm des Deutschen Idealismus und die „Mythologie der Vernunft“

2.2. Hegels Abkehr vom ästhetischen Absolutismus

3. Der absolute Geist als Kunst, Religion und Philosophie

3.1 Anschauung, Vorstellung und Denken als fortschreitende Theomorphisierung des Geistes

4. Wesentliche Argumentsversuche gegen Hegels These vom Ende der Kunst

4.1. Erster Einwand: Es gibt keine Wahrheit

4.2. Einwand des Skeptizismus und Romantizismus

4.3. Das Wesen der Kunst liegt nicht allein in der anschauenden Erkenntnis

4.4. Der Kunst geht es überhaupt nicht um absolute Erkenntnis der Wahrheit

4.4.1. L´art pour l´art

4.5. Der Systemtheoretische Ansatz: Das Ende der Kunst ist in Wahrheit ihre Freisetzung

4.6. Der eigentliche Inhalt der Kunst ist nicht das Absolute, sondern das Allzumenschliche

4.7. Kunst verbindet Sinnlichkeit und Vernunft zu einer ihr eigenen Synthese

4.8. Die Notwendigkeit einer Kunst nach der Philosophie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die umstrittene These Georg Wilhelm Friedrich Hegels vom „Ende der Kunst“. Ziel ist es, die philosophische Argumentationsstruktur hinter dieser Behauptung zu verdeutlichen, populäre Missverständnisse auszuräumen und kritische Gegenentwürfe zu diskutieren, um abschließend das Potenzial einer Kunst nach der Philosophie zu prüfen.

  • Historische Einbettung des Deutschen Idealismus und der Ästhetik
  • Hegels Triade: Kunst, Religion und Philosophie als Formen des absoluten Geistes
  • Kritische Analyse von Einwänden gegen das „Ende der Kunst“
  • Systemtheoretische und humanistische Neuinterpretationen der Kunstfunktion
  • Die Rolle von Sinnlichkeit und Vernunft in der Moderne

Auszug aus dem Buch

2. Die nachrevolutionäre Zeitepoche und Hegels ästhetischer Absolutismus

In den Jahrzehnten nach der Französischen Revolution etablierte sich zunehmend ein neuer Kunstgeschmack, der sich deutlich an den alten Kunstidealen der Antike, insbesondere an denen des alten Griechentums orientierte. In Architektur, Skulptur und Möbeldesign wurde das alte Rokoko, welches noch überwiegend mit der überwundenen Ständegesellschaft assoziiert war, durch die schlichte, aber als ideal empfundene Schönheit altgriechischer Bauästhetik, insbesondere Formelementen der Tempelbauten, abgelöst, welche mit Aufklärung, Rationalität, Demokratie und damit mit dem neu aufstrebenden Bürgertum in Verbindung gebracht wurden. Aber auch in der Dichtkunst und Bühnendramatik sehnte man sich rückblickend nach den alten „Idealen“ des antiken Griechentums zurück und versuchte davon abhebend eine Utopie für eine ebenso ideale Zukunft zu entwerfen, in der sich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht nur abzeichneten, sondern auch den erzieherischen Zweck der Aufklärung des Volkes zu verwirklichen suchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Arbeit führt in die Hegel'sche These vom Ende der Kunst ein, grenzt diese von einem bloßen "Aufhören" ab und erläutert die methodische Grundlage anhand der Forschung von Dae-Joong Kwon.

2. Die nachrevolutionäre Zeitepoche und Hegels ästhetischer Absolutismus: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der Ästhetik nach der Französischen Revolution und den frühen ästhetischen Absolutismus Hegels im Kontrast zur Aufklärung.

2.1 Das Systemprogramm des Deutschen Idealismus und die „Mythologie der Vernunft“: Untersuchung der Rolle der Poesie als "Lehrerin der Menschheit" und der Verbindung von Ästhetik und politischer Solidarität im frühen Denken Hegels.

2.2. Hegels Abkehr vom ästhetischen Absolutismus: Darstellung der philosophischen Wende Hegels, der das Denken und die Philosophie über die sinnliche Anschauung der Kunst erhebt.

3. Der absolute Geist als Kunst, Religion und Philosophie: Erläuterung der Entwicklungslogik des Geistes, bei der Kunst, Religion und Philosophie unterschiedliche Stufen der Annäherung an das Absolute darstellen.

3.1 Anschauung, Vorstellung und Denken als fortschreitende Theomorphisierung des Geistes: Analyse der kategorialen Übergänge von der sinnlichen Anschauung (Kunst) über die Vorstellung (Religion) zum reinen Denken (Philosophie).

4. Wesentliche Argumentsversuche gegen Hegels These vom Ende der Kunst: Kritische Auseinandersetzung mit der Hegel'schen Argumentationskette und Untersuchung verschiedener philosophischer Gegenpositionen.

4.1. Erster Einwand: Es gibt keine Wahrheit: Widerlegung der skeptischen Annahme, dass es keine Wahrheit geben könne, da diese Behauptung selbst einen Wahrheitsbegriff voraussetzt.

4.2. Einwand des Skeptizismus und Romantizismus: Diskussion der romantischen Auffassung, dass das Absolute nur durch Gefühl oder Anschauung und nicht durch rationales Denken erfahrbar sei.

4.3. Das Wesen der Kunst liegt nicht allein in der anschauenden Erkenntnis: Untersuchung des Einwands, ob Kunst über die Anschauung hinaus auch intellektuelle oder imaginative Dimensionen besitzt.

4.4. Der Kunst geht es überhaupt nicht um absolute Erkenntnis der Wahrheit: Reflexion darüber, ob eine Abkehr vom Wahrheitsanspruch die Kunst vor der Hegel'schen Diagnose des "Endes" bewahren kann.

4.4.1. L´art pour l´art: Analyse des Ästhetizismus, der die Kunst von jedem Wahrheitsbezug entkoppelt und als autonomes Spiel betrachtet.

4.5. Der Systemtheoretische Ansatz: Das Ende der Kunst ist in Wahrheit ihre Freisetzung: Darstellung der systemtheoretischen Perspektive, die das "Ende" als Autonomiegewinn und Ausdifferenzierung der Kunst deutet.

4.6. Der eigentliche Inhalt der Kunst ist nicht das Absolute, sondern das Allzumenschliche: Diskussion der Säkularisierungsthese, bei der das "Allzumenschliche" an die Stelle des Absoluten tritt.

4.7. Kunst verbindet Sinnlichkeit und Vernunft zu einer ihr eigenen Synthese: Untersuchung der Moderne als potenzielle Rehabilitation der Kunst durch die Verbindung von Intellektualität und Sinnlichkeit.

4.8. Die Notwendigkeit einer Kunst nach der Philosophie: Schlussbetrachtung, die fragt, ob eine post-philosophische Kunst nicht nur möglich, sondern auch kategorisch notwendig ist, unter Rückgriff auf die Tradition des Zen.

Schlüsselwörter

Hegel, Ende der Kunst, Deutscher Idealismus, Ästhetik, absoluter Geist, Philosophie, Sinnlichkeit, Vernunft, Theomorphisierung, Moderne Kunst, Systemtheorie, Wahrheitstheorie, Anthropomorphismus, Aufhebung, Mythologie der Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der berühmten, aber oft missverstandenen These Georg Wilhelm Friedrich Hegels vom „Ende der Kunst“ und untersucht deren philosophische Herleitung sowie kritische Gegenargumente.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen Hegels Philosophie des Geistes, das Verhältnis von Kunst, Religion und Philosophie, die Entwicklung des Deutschen Idealismus sowie moderne Versuche, die Kunst jenseits der Hegel'schen Definition neu zu bewerten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die tiefgreifende Klärung der Hegel'schen Argumentation, um zu zeigen, dass "Ende der Kunst" nicht das Verschwinden, sondern die historische Überholung ihrer Rolle als primäres Medium für absolute Wahrheit bedeutet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine philosophische Text- und Argumentationsanalyse, basierend auf der Primärliteratur Hegels und der kritischen Dissertationsschrift von Dae-Joong Kwon.

Welche Aspekte werden im Hauptteil beleuchtet?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rekonstruktion von Hegels Systematik (Kunst-Religion-Philosophie) und die detaillierte Diskussion von Einwänden, etwa aus dem Skeptizismus, dem Systemtheoretischen Ansatz oder der zeitgenössischen Ästhetik.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit ist durch eine strenge philosophische Argumentationsführung geprägt, die historische Kontexte mit abstrakten Wahrheitsbegriffen verknüpft und moderne Kunstformen als Testfall für die Hegel'sche Theorie nutzt.

Warum hält Hegel die Kunst in der Moderne für "zu Ende"?

Hegel argumentiert, dass die Kunst an die sinnliche Anschauung gebunden ist. Da der moderne Geist jedoch auf das reine Denken und die begriffliche Erfassung des Absoluten zustrebt, kann die Kunst diesen Anspruch nicht mehr adäquat erfüllen.

Welche Rolle spielt der "Theomorphismus" bei Hegel?

Der Theomorphismus beschreibt bei Hegel das Streben des Geistes, das Göttliche im Menschlichen zu erkennen. Das vollkommen Menschliche wird dabei mit dem Göttlichen identifiziert, wodurch die Philosophie zur Vollendung dieser Identität wird.

Wie trägt die Moderne Kunst zur Diskussion bei?

Die Arbeit argumentiert, dass die moderne Kunst durch eine hohe Intellektualisierung und die bewusste Verknüpfung von Sinnlichkeit und reflektiertem Gehalt eine neue, produktive Synthese bildet, die Hegel so nicht vorhersehen konnte.

Welche Bedeutung hat das Zen für die Schlussbetrachtung?

Die Kalligraphie des Zen dient als Beispiel für eine künstlerische Praxis, die nicht als Rückfall in das Sinnliche, sondern als ritueller Weg zur unmittelbaren Erkenntnis des Höchsten verstanden werden kann, jenseits rein sprachlicher Philosophie.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hegels These vom Ende der Kunst
Hochschule
Universität Wien  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Ästhetik – Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Kunst SE 180388 / SS 2010
Note
1,0
Autor
Oliver Pipping (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V322542
ISBN (eBook)
9783668217027
ISBN (Buch)
9783668217034
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hegel Philosophie Kunst Wahrheitstheorie These
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Pipping (Autor:in), 2010, Hegels These vom Ende der Kunst, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/322542
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