Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen. Ein Vergleich zwischen deutschen und internationalen Rating-Agenturen am Beispiel von Scope und Moody‘s

Titel: Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen. Ein Vergleich zwischen deutschen und internationalen Rating-Agenturen am Beispiel von Scope und Moody‘s

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sandra S. (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit der Finanzkrise 2009 und der darauffolgenden Euro-Krise stehen vor allem die großen amerikanischen Rating-Agenturen in der Kritik. Als Vermittler zwischen Anlegern und Unternehmen scheinen sie versagt zu haben. Doch seit einigen Jahren gibt es immer mehr kleinere Agenturen in Europa und Asien, die sich der Konkurrenz mit den „Big Three“ – Standard&Poors, Moody’s und Fitch – stellen wollen.

Und obwohl die „Großen Drei“ einen viel größeren Anteil des weltweiten Marktes beherrschen, scheinen sich auch die kleineren Rating-Agenturen zu bewähren. Ein Beispiel für erfolgreiche Ratings ist die deutsche Agentur Scope mit Sitz in Berlin. Doch was unterscheidet kleine europäische Agenturen von den großen amerikanischen Marktführern? Erfüllen sie unterschiedliche Funktionen? Und welche großen Gemeinsamkeiten gibt es?

Diese und weitere Fragen sollen im Folgenden anhand der Theorie von Paul Windolf gelöst werden. Windolf beschreibt Ratingagenturen als Schnittstelleninstitutionen (Boundary Institutions). Als Schnittstelle zwischen Anlegern und Unternehmen sollen
Rating-Agenturen auf drei Ebenen für umfassende Informationen sorgen: Auf ethischer, normativer und ökonomischer Ebene.

Als Vergleichsbeispiele dienen dabei die amerikanische Ratingagentur Moody‘s sowie die deutsche Ratingagentur Scope. Dafür soll zunächst ein allgemeiner Überblick über Rating-Agenturen gegeben werden, bevor die Theorie der sogenannten Schnittstelleninstitutionen nach Windolf erörtert wird. Schließlich wird ein Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu Rating-Agenturen in der Europäischen Union und den USA gegeben. Im Anschluss werden die beiden Beispielagenturen hinsichtlich ihrer historischen Entwicklung, ihrer Arbeitsweise und ihrer Bedeutung sowie Kritik vorgestellt und abschließend auf den drei Funktionsebenen Windolfs auf ihre Schnittstellenfunktion hin verglichen.

In einem Fazit soll schließlich geklärt werden, inwieweit sich die beiden Beispielagenturen unterscheiden und inwiefern diese Unterschiede auf die Größe sowie geographische Lage der beiden Agenturen zurückzuführen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rating-Agenturen: Definition, Entwicklung, Arbeitsweise

3. Rating-Agenturen als Boundary Institutions

4. Rechtlicher Rahmen

In Europa

In den USA

5. Scope

Entwicklung und Hintergrund

Arbeitsweise

6. Moody’s

Entwicklung und Hintergrund

Arbeitsweise

7. Vergleich der Rating-Agenturen in ihrer Funktion als Schnittstelleninstitution

Gemeinsamkeiten

Auf ökonomischer Ebene

Auf ethischer Ebene

Auf normativer Ebene

Unterschiede

Auf ökonomischer Ebene

Auf ethischer Ebene

Auf normativer Ebene

8. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen (Boundary Institutions) auf den internationalen Finanzmärkten. Basierend auf der Theorie von Paul Windolf wird analysiert, wie diese Agenturen Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Kreditnehmern durch standardisierte Bewertungen auf ökonomischer, ethischer und normativer Ebene ausgleichen, wobei der Fokus auf einem Vergleich zwischen der deutschen Agentur Scope und dem amerikanischen Marktführer Moody's liegt.

  • Theoretische Fundierung der Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Rating-Aktivitäten in der EU und den USA
  • Detaillierte Analyse der historischen Entwicklung und Arbeitsweise von Scope und Moody’s
  • Vergleichende Untersuchung der Funktionen von Rating-Agenturen in ihrer Vermittlerrolle
  • Einordnung regionaler Besonderheiten und unterschiedlicher Erfahrungswerte bei der Bonitätsbewertung

Auszug aus dem Buch

3. Rating-Agenturen als Boundary Institutions

„Kapitalmärkte sind das Nervenzentrum moderner arbeitsteiliger Volkswirtschaften, sie sorgen dafür, dass Finanzmittel von den Kreditgebern – den Anlegern, Versicherungen, Fondsgesellschaften und sonstigen Kapitalsammelstellen – zu den Kreditnehmern in die produktivste Verwendung fließen. Dabei entsteht in der Regel ein gravierendes Informationsproblem: Der Schuldner weiß besser als der Gläubiger, wie kreditwürdig er ist und welches Risiko besteht, dass er das geliehene Kapital nicht zurückzahlt.“20

An dieser Stelle findet sich die Funktion von Rating-Agenturen, die zwischen beiden Parteien als Schnittstelle fungieren.

Denn für Paul Windolf21 erfüllen Rating-Agenturen eine sogenannte „boundary role“ ähnlich wie Analysten, die von Investment-Banken und Wertpapierhändlern beschäftigt werden, um Schätzungen über die zukünftigen Gewinne eines Unternehmens preis zu geben.22 Diese Schnittstellenfunktion von Rating-Agenturen entstammt schließlich laut Windolf der Tatsache, dass die Rating-Agenturen die Komplexität von zukünftigen Produktions- und Marktprozessen ähnlich wie Analysten auf eine binäre Information reduzieren: Auf Zahlungsfähigkeit oder Nicht-Zahlungsfähigkeit.23

Windolf unterscheidet schließlich die Funktionen von Rating-Agenturen auf ökonomischer, normativer und ethischer Ebene:

Als „Massenproduzenten auf dem Informationsmarkt“ produzieren Rating-Agenturen ein standardisiertes Wissen, das auf globalisierten Finanzmärkten jederzeit und für jeden Marktteilnehmer verfügbar ist. Damit erfüllen Rating-Agenturen eine ökonomische Funktion als „economies of information“. So sparen Investoren Zeit für eigene aufwendige Recherchen – die Reduktion der Komplexität zukünftiger Produktionsprozesse wird auf dieser Funktionsebene durch eine Beurteilung – opinion – vollzogen.24

Doch Rating-Agenturen geben nicht nur Informationen über die ökonomische Effizienz eines Unternehmens, sondern auch darüber, ob das Unternehmen sich „entsprechend den Standards des ‚ehrbaren Kaufmanns‘ verhalten hat“. Bei dieser ethischen Funktion von Rating-Agenturen spielen beispielweise Informationen darüber, ob das Unternehmen Schulden zurückzahlt, Bilanzen nicht fälscht oder seine Kunden nicht betrügt eine wichtige Rolle. 25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Rating-Agenturen nach der Finanzkrise und formuliert das Ziel der Arbeit, diese Agenturen anhand der Theorie der Schnittstelleninstitutionen zu vergleichen.

2. Rating-Agenturen: Definition, Entwicklung, Arbeitsweise: Dieses Kapitel definiert Rating-Agenturen als privatrechtliche Akteure und beschreibt ihre Rolle bei der Bonitätsbeurteilung sowie ihre historische Entwicklung und methodische Vorgehensweise.

3. Rating-Agenturen als Boundary Institutions: Hier wird der theoretische Rahmen nach Paul Windolf eingeführt, der die Funktion der Agenturen als Schnittstellen auf ökonomischer, ethischer und normativer Ebene analysiert.

4. Rechtlicher Rahmen: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Regulierungen und Aufsichtsmechanismen für Rating-Agenturen in Europa (unter der ESMA) und den USA (unter der SEC).

5. Scope: Dieses Kapitel stellt die Entwicklung, den Hintergrund und die spezifische, auf regionale Besonderheiten ausgerichtete Arbeitsweise der deutschen Rating-Agentur Scope vor.

6. Moody’s: Hier werden Historie und methodischer Ansatz von Moody’s als einem der weltweit führenden, traditionell agierenden Rating-Unternehmen analysiert.

7. Vergleich der Rating-Agenturen in ihrer Funktion als Schnittstelleninstitution: Im Hauptteil werden die beiden Beispielagenturen hinsichtlich ihrer Arbeitsweise und Funktionserfüllung auf ökonomischer, ethischer und normativer Ebene direkt gegenübergestellt.

8. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Scope und Moody’s zusammen und reflektiert die Bedeutung der jeweiligen Marktposition und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Rating-Agenturen, Boundary Institutions, Finanzmarktkapitalismus, Bonitätsbewertung, Informationsasymmetrie, Schnittstellenfunktion, Moody’s, Scope, Kapitalmarkt, Finanzkrise, ökonomische Ebene, ethische Ebene, normative Ebene, ESMA, SEC

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle und Funktionsweise von Rating-Agenturen und vergleicht dabei eine etablierte internationale Agentur mit einem kleineren europäischen Akteur vor dem Hintergrund ihrer Schnittstellenfunktion zwischen Kapitalgebern und Kreditnehmern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Theorie der Schnittstelleninstitutionen (Boundary Institutions), die historische Entwicklung des Rating-Marktes, die regulatorischen Unterschiede in Europa und den USA sowie die methodischen Ansätze der Bonitätsprüfung.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Rating-Agenturen – konkret Moody’s und Scope – die Informationsbedarfe der Finanzmärkte bedienen und inwieweit geografische Lage und Unternehmensgröße ihre Arbeitsweise beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Vergleichsanalyse, die auf der soziologischen Theorie der Schnittstelleninstitutionen von Paul Windolf basiert und aktuelle rechtliche sowie unternehmenseigene Dokumente einbezieht.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Schnittstellenfunktion, eine Darstellung der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Arbeitsweisen von Moody’s und Scope.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Bonitätsbewertung, Informationsasymmetrien, Boundary Institutions, Finanzmarktregulierung und der Vergleich von Rating-Methodologien.

Warum unterscheidet sich die Bewertung bei Scope von der bei amerikanischen Agenturen?

Scope bezieht als europäische Agentur bei ihrer Analyse der Finanzrisikoprofile verstärkt regionale Besonderheiten ein, wie etwa die positive Bewertung von Liquiditätshaltung durch europäische Unternehmen, was bei US-Agenturen wie Moody’s traditionell nicht der Fall ist.

Welchen Einfluss haben die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen?

Während in den USA ein durch Gesetze zementiertes Oligopol den Marktzugang erschwert, ermöglicht die europäische Regulierungslandschaft unter der ESMA auch kleineren Agenturen wie Scope, sich als alternative Akteure am Markt zu etablieren.

Welche Rolle spielen „Adjustments“ bei der Arbeit von Scope?

Scope agiert bei sogenannten Adjustments flexibler als die internationalen Marktführer, indem beispielsweise Pensionsrückstellungen in Europa teilweise als Vermögenswert und nicht primär als Schulden betrachtet werden, um der regionalen Finanzierungskultur gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen. Ein Vergleich zwischen deutschen und internationalen Rating-Agenturen am Beispiel von Scope und Moody‘s
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
2,0
Autor
Sandra S. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
27
Katalognummer
V322034
ISBN (eBook)
9783668220720
ISBN (Buch)
9783668220737
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rating-agenturen schnittstelleninstitutionen vergleich beispiel scope moody‘s
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra S. (Autor:in), 2016, Rating-Agenturen als Schnittstelleninstitutionen. Ein Vergleich zwischen deutschen und internationalen Rating-Agenturen am Beispiel von Scope und Moody‘s, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/322034
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  27  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum