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Philosophisch-praktische Betrachtung der Berufspädagogik. Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen in der (Alten)Pflegeausbildung

Titel: Philosophisch-praktische Betrachtung der Berufspädagogik. Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen in der (Alten)Pflegeausbildung

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alfred Zimmer (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Feld der Berufspädagogik ist ein Teilfeld innerhalb des ’weiten Feldes’ Pädagogik. Als Studierender der Berufspädagogik im Gesundheitswesen steht man dabei an einem Punkt, von dem aus man in mindestens zweierlei Richtung schauen kann. Zum einen ist dies die Reflexion dessen, ‚wie’ man selbst in der Pflegeausbildung unterrichtet wurde. Zum anderen ist es die Reflexion des Studieninhalts und der begrenzten Erfahrung als Lehrperson. In beiden Fälle aber ist es eine Auseinandersetzung mit der Frage, was Pädagogik (bzw. Berufspädagogik) überhaupt sei, was diese beabsichtigt und vor allem, wie deren Umsetzung gelingen kann.

In dieser Arbeit möchte ich diese beiden Perspektiven ausführen, sprich mein eigenes Erleben als Auszubildender mit heranziehen.

Im Hinblick auf den Titel der Arbeit soll es hier um die Frage gehen, ob denn nicht das ’Subjekt an sich’ in der beruflichen Ausbildung zu wenig Beachtung, Bedeutung und ’Spielraum’ erhält? Ob neben dem notwendigen Erwerb von Technik und Wissen, sprich der Ausbildung beruflicher Fertigkeiten, dann, wenn von dem Erwerb sozialer Kompetenzen gesprochen wird, nicht wesentliche Aspekte vernachlässigt werden?

Denn Technik und Wissen, aufgefüllt mit beruflich erwünschten Sozialkompetenzen, schaffen nicht zwangsläufig ein menschliches Gefäß, das als Grundlage jeglicher professionellen (menschlichen) Tätigkeit gegeben sein muss. In diesem Sinne wird die personale Kompetenz in dieser Arbeit den sozialen Kompetenzen zugeordnet. Dies kann fragwürdig erscheinen, soll aber als Frage durchaus offen bleiben.

Soziale Kompetenz bedeutet hier also nicht nur das soziale Wahrnehmen, Erleben und Handeln nach außen, sondern ebenso nach innen, sich selbst gegenüber. Hierzu gibt es Bedingungen, die förderlich sind. Und es kann erkannt werden, dass es Bedingungen gibt, die eine solche Kompetenz sich selbst gegenüber erschweren.

Zunehmende Entfremdung, Leistungsoptimierung oder Wissensüberflutung, was alles durchaus der berufsbildenden Notwendigkeit entspringen kann, braucht ein Gegengewicht, einen offenen ’Spiel-Raum’ für das Subjekt. Und mag dieser Aspekt sicherlich nicht das ’Hauptgeschäft’ der Berufspädagogik sein, so ergeben sich doch negative Folgen für die Ausbildung und spätere Berufspraxis, wenn er vernachlässigt wird oder unerkannt bleibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundfragen und Verständnis von Berufspädagogik

3. Ermöglichung von soziale Kompetenzen

3.1. Die eigene Ausbildung nach dem Konzept von Liliane Juchli

3.2 Die sozialen Kompetenzen in der Altenpflege-Ausbildung damals und heute

3.3 Das Subjekt in Zentrum?

4. Fehlende Bausteine

5. Neue Wege in der Handlungsorientierung

6. Soziale Kompetenzen und die Frage der Herrschaft

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Vermittlung sozialer Kompetenzen in der Altenpflegeausbildung aus einer berufspädagogischen Perspektive, mit dem Ziel, das Subjekt stärker in den Fokus zu rücken und die einseitige Fixierung auf funktionale Aspekte zu hinterfragen.

  • Reflexion des pädagogischen Selbstverständnisses in der Pflegeausbildung.
  • Kritische Analyse der "sozialen Kompetenz" als funktionales vs. personal-bildendes Konzept.
  • Vergleich historischer und aktueller Ausbildungsansätze (Fallbeispiel: Liliane Juchli).
  • Bedeutung der Selbstkompetenz als Grundlage professioneller Pflege.
  • Notwendigkeit für neue didaktische Räume zur Persönlichkeitsentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.3 . Das Subjekt im Zentrum?

In der Pflegeausbildung, ob Alten- oder Krankenpflege, damals wie auch heute, wird vor allem der Blick auf den zu Pflegenden geschärft und steht im Vordergrund. Eine der wichtigsten Fähigkeit, und gleichzeitig Grundlage der Pflege, ist die genaue Beobachtung des Pflegebedürftigen, das Erfassen seiner Bedürfnisse auf den verschiedensten Ebenen. Wenn es nun darum geht, nachhaltige (Pflege) Qualität zu entwickeln, reicht die Schulung dieses Blickes auf den Pflegebedürftigen nicht aus. Es muss in diesem Kontext der Blick ebenso auf den Schauenden selbst, auf den pflegenden Menschen gerichtet werden. Und dies nicht nur bezüglich seines Kommunizierens und Verstehens zum Pflegebedürftigen hin.

Generell lässt sich sagen, dass in Bezug auf die Vermittlung von sozialen Kompetenzen der Dialog und die Beziehung selbst im Vordergrund des Lerngeschehens stehen müssen. Beziehung bedeutet, es braucht ein Interesse am Gegenüber als Subjekt. Hierfür sind wiederum geeignete Rahmenbedingungen für Lehrer wie auch für Schüler von Nöten, die solch eine ’Beziehungs-Arbeit’ überhaupt ermöglichen.

Es geht hier darum, den Auszubildende als zukünftig professionelle Pflegekraft in die Lage zu bringen, dem Beziehungsaspekt in der Pflegetätigkeit gerecht zu werden. Hierzu braucht er die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen, sich zu beobachten, sich selbst zu spüren, zu erleben und sich darin in den verschiedensten Kontexten zu reflektieren. Damit eine Lehrperson dieses vermitteln kann, braucht sie neben den Rahmenbedingungen natürlich auch selbst all diese Fähigkeiten.

So käme der Schüler als indirekte Folge seines Selbst-Bezugs dann auch tatsächlich zunehmend in die Lage, den Pflegebedürftigen ebenso als einen Mensch ’seiner Selbst willen’ zu anzusehen, und weniger als reinen Kunden, der einer Ökonomie dient oder gar als Ding, über das man bestimmen kann, wie es die Institution vielleicht vorgibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Berufspädagogik und wirft die Kernfrage auf, ob das Subjekt in der aktuellen Ausbildung zugunsten funktionaler Fertigkeiten vernachlässigt wird.

2. Grundfragen und Verständnis von Berufspädagogik: Dieses Kapitel verortet die Berufspädagogik als Wissenschaft und Praxis, die philosophische Fragen nach dem Menschsein mit der beruflichen Bildung verknüpft.

3. Ermöglichung von soziale Kompetenzen: Hier wird der Begriff der sozialen Kompetenz kritisch hinterfragt und die Bedeutung der personalen Kompetenz als Basis für eine ganzheitliche Pflege hervorgehoben.

4. Fehlende Bausteine: Der Autor identifiziert Defizite in der aktuellen Ausbildungskultur, insbesondere den Mangel an Räumen für Selbstsorge und die Reflexion eigener Gefühle.

5. Neue Wege in der Handlungsorientierung: Es wird erörtert, wie eine kritische Handlungsorientierung dazu beitragen kann, das Subjekt durch gemeinsame Erfahrungen und Dialog wieder ins Zentrum zu stellen.

6. Soziale Kompetenzen und die Frage der Herrschaft: Dieses Kapitel analysiert, wie die moderne Ökonomisierung in der Pflege die historische "Selbstlosigkeit" des Dienstes ausbeutet und warum dies ein Umdenken erfordert.

7. Fazit: Das Fazit fasst das Anliegen zusammen, "Selbstkompetenz als Bildungsauftrag" zu begreifen und diese stärker in die curricularen Rahmenbedingungen zu integrieren.

Schlüsselwörter

Berufspädagogik, soziale Kompetenz, Selbstkompetenz, Altenpflegeausbildung, Subjektorientierung, Beziehungsarbeit, Pflegequalität, Handlungsorientierung, Ökonomisierung, Menschenbildung, Liliane Juchli, Reflexion, Pflegepraxis, Beruflicher Werdegang, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob in der heutigen Altenpflegeausbildung das Individuum als Subjekt ausreichend beachtet wird, oder ob eine einseitige Fokussierung auf technische Fertigkeiten und ökonomische Effizienz die Qualität der Pflege und die Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden beeinträchtigt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft berufspädagogische Grundfragen mit aktuellen pflegeethischen Herausforderungen, analysiert den Begriff der sozialen Kompetenz und untersucht Konzepte zur Persönlichkeitsbildung in der Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit von "Selbstkompetenz" als zentralem Bildungsauftrag aufzuzeigen und Argumente für eine Ausrichtung der Ausbildung zu liefern, die das Subjekt und seine Beziehungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine reflektierende, philosophisch-praktische Betrachtungsweise, verknüpft mit einer eigenen biografischen Aufarbeitung der Ausbildung sowie einer kritischen Analyse aktueller pflegepädagogischer Literatur und Rahmenlehrpläne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Berufspädagogik, eine detaillierte Auseinandersetzung mit sozialen und personalen Kompetenzen, den Vergleich eigener Ausbildungserfahrungen mit modernen Anforderungen sowie die Diskussion über Herrschaftsstrukturen und Ökonomisierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Berufspädagogik, Subjektorientierung, soziale Kompetenz, Selbstkompetenz, Beziehungsarbeit und die kritische Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung der Pflege.

Warum wird Liliane Juchlis Konzept als Beispiel angeführt?

Juchlis Werk dient als Referenzpunkt, um zu zeigen, wie ein theoretischer Ansatz der Ganzheitlichkeit in der Praxis oft an den realen Ausbildungsinstitutionen scheitert, da die "menschliche Haltung" gegenüber der rein funktionalen Wissensvermittlung zurücktritt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf die Zukunft der Pflege?

Der Autor schließt, dass für eine zukunftsfähige Pflege eine pädagogische Neuausrichtung notwendig ist, die von der Lehrerbildung bis zu den Curricula verstärkt Räume für die Entwicklung des autonomen Selbst schafft.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Philosophisch-praktische Betrachtung der Berufspädagogik. Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen in der (Alten)Pflegeausbildung
Hochschule
Katholische Hochschule Freiburg, ehem. Katholische Fachhochschule Freiburg im Breisgau
Veranstaltung
Berufspädagogik
Note
2,0
Autor
Alfred Zimmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V321584
ISBN (eBook)
9783668209657
ISBN (Buch)
9783668209664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufspädagogik Pflegeausbildung Altenpflegeausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alfred Zimmer (Autor:in), 2013, Philosophisch-praktische Betrachtung der Berufspädagogik. Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen in der (Alten)Pflegeausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321584
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Leseprobe aus  18  Seiten
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