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Der (philosophische) Bezug des Salutogenese-Konzepts auf das gesellschaftliche Gesundheitssystem

Mit Beispielen aus der Altenpflege

Titel: Der (philosophische) Bezug des Salutogenese-Konzepts auf das gesellschaftliche Gesundheitssystem

Hausarbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dieter Löffler (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff „Salutogenese“ findet in der Pflege immer größere Verbreitung. Anfangs vor allem aus den Sozialwissenschaften und der Medizin kommend, hier vor allem in Zusammenhang mit Prävention und Gesundheitsförderung, findet sich die Salutogenese inzwischen wohl in jedem Curriculum der verschiedenen Pflege-Ausbildungen wieder.

Das Konzept der Salutogenese von Aaron Antonowsky ist weit mehr als nur ein mögliches Rezeptbuch für Gesundheitsprävention. Es beschreibt eine eigene Denk- und Sichtweise. Es kritisiert das rein biomechanische Paradigma der Medizin und stellt eine ergänzende Grundannahme (die Salutogenese) zur Diskussion.

Hierdurch wurde der Begriff „Gesundheit“ in einem neuen und umfassenden Blickwinkel betrachtet und entsprechend definiert. Die Folgen eines neuen Verständnisses von Gesundheit müssten aber in einer Veränderung des medizinischen Handels sichtbar werden. Und dadurch wäre auch das Handeln in der Pflege betroffen, bis hin zur Altenpflege.

Man könnte sogar noch weiter gehen und sagen, dass ein salutogenetischer Blickwinkel auf den Begriff „Gesundheit“, wie er ja in Ansätzen schon 1946 von der WHO in ihrer Verfassung postuliert wurde, sich eigentlich auf das jeweilige gesamte Gesundheits-System auswirken müsste.

Sind solche Schlussfolgerungen aber tatsächlich folgerichtig? Oder sind sie nur konstruiert und unrelevant? Neben den Begriffsbestimmungen befasst sich diese Arbeit mit solchen Fragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Salutogenese und Altenpflege?

3. Weitere Vorgehensweise in dieser Arbeit

4.1 Gesundheit und Gesundheitssystem

4.2 Wie versteht das Gesellschaftssystem Gesundheit?

4.3 Wozu dient das Gesundheitssystem?

4.4 Was die WHO sagt

5.1 Das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky

5.2 Das Gesundheits- Krankheits-Kontinuum

5.3 Grundannahme der Heterostase

5.4 Das Kohärenzgefühl (SOC)

6. Die weitere (philosophische) Verbindung von Salutogenese und Gesellschaft

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen und systemtheoretischen Bezug des Salutogenese-Konzepts auf das gesellschaftliche Gesundheitssystem, insbesondere im Kontext der Altenpflege, um zu hinterfragen, ob dieses Modell über die reine Prävention hinaus eine praktische Relevanz für das System besitzt.

  • Kritische Analyse des Gesundheitssystems im Kontext der Systemtheorie.
  • Gegenüberstellung von pathogenetischen Ansätzen und dem Salutogenese-Modell.
  • Bedeutung der Salutogenese für die Altenpflege.
  • Philosophische Reflexion über Sinnhaftigkeit und Subjektivität in der Pflege.

Auszug aus dem Buch

5. 4 Das Kohärenzgefühl (SOC)

Nun soll der zentrale Aspekt der Salutogenese, das Kohärenzgefühl (sense of coherence, SOC) (vgl. Antonowsky (1997), S.33) näher erläutert werden.

Es beschreibt Fähigkeit des einzelnen Menschen um die Gegebenheit des Ungleichgewichts, diesen „Fluss“ (ebd. S. 92) des Lebens, positiv zu bewältigen. Das Kohärenzgefühl setzt sich aus folgenden drei Komponenten zusammen:

− Verstehbarkeit (Erfassen und Begreifen von Zusammenhängen im Kontext der jeweiligen, herausfordernden oder belastenden Situation. Verstehen der »Welt«, in der man sich bewegt)

− Handhabbarkeit (Vertrauen in die eigene Kraft und die eigenen Möglichkeiten bei der Bewältigung von Belastung, Stress oder Krankheit. Aber auch das Vertrauen auf äußere Unterstützung (z. B. durch Familie oder Freunde) zählt hierzu.)

− Sinnhaftigkeit (Finden und empfinden von Sinn im eigenen Handeln und Dasein. Erleben der persönlichen Bedeutsamkeit für den sozialen Raum oder die jeweiligen Beziehung)

Diese Faktoren ergeben im Zusammenspiel das Kohärenzgefühl des Menschen. Sie ergeben die Grundsicherheit eines innerlich erlebten Haltes, eingebunden in einen verständlichen, sinnhaften und stützenden Kontakt zur (Um)Welt. Hierdurch bestätigt sich das eigene Vertrauen in die Möglichkeiten der Bewältigung von Herausforderungen aufgrund von der Erfahrung, dass sich Lebensprozesse positiv entwickeln (vgl. ebd. S. 34ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung nutzt ein Gedicht von Pablo Neruda, um die Spannung zwischen dem klinisch-pathologischen Expertenurteil und dem subjektiven Gesundheitserleben des Menschen zu illustrieren.

2. Salutogenese und Altenpflege?: Dieses Kapitel hinterfragt, ob das Salutogenese-Modell in der Altenpflege überhaupt anwendbar ist, wenn der Fokus primär auf der Verwaltung von Defiziten und der Schmerzlinderung liegt.

3. Weitere Vorgehensweise in dieser Arbeit: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit erläutert, der eine philosophische und systemtheoretische Auseinandersetzung mit der Salutogenese vorsieht.

4.1 Gesundheit und Gesundheitssystem: Der Abschnitt diskutiert Gesundheit als symbolischen und subjektiven Begriff, der sich von der objektiven Krankheitsdefinition unterscheidet.

4.2 Wie versteht das Gesellschaftssystem Gesundheit?: Es wird aufgezeigt, wie Gesundheit in modernen Gesellschaftssystemen funktional definiert wird, um Leistungsfähigkeit und soziale Ordnung zu erhalten.

4.3 Wozu dient das Gesundheitssystem?: Das Kapitel beleuchtet die historische Entstehung des Sozialversicherungssystems und argumentiert, dass der Systemerhalt oft über dem individuellen Wohlbefinden steht.

4.4 Was die WHO sagt: Die klassische Gesundheitsdefinition der WHO wird auf ihren Mangel an systemtheoretischer Einbettung hin analysiert.

5.1 Das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky: Eine Einführung in das Kernmodell, das nicht nach Krankheitsursachen fragt, sondern nach den Quellen von Gesundheit und Widerstandskraft.

5.2 Das Gesundheits- Krankheits-Kontinuum: Das Kapitel erläutert die Relativität von Gesundheit und Krankheit als Pole eines dynamischen Spektrums statt als dichotome Gegensätze.

5.3 Grundannahme der Heterostase: Hier wird das Konzept eingeführt, dass nicht Stabilität (Homöostase), sondern ständige Neuausrichtung in einem dynamischen Ungleichgewicht den menschlichen Normalzustand darstellt.

5.4 Das Kohärenzgefühl (SOC): Detaillierte Darstellung der drei Säulen – Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit – als Grundlage für die Bewältigung von Lebenskrisen.

6. Die weitere (philosophische) Verbindung von Salutogenese und Gesellschaft: Dieses Kapitel reflektiert die Problematik, das salutogenetische Subjekt in ein rein systemtheoretisch organisiertes Gesundheitssystem zu integrieren.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass weniger der kranke Mensch das Problem darstellt, sondern die „gesunde“ Welt, und plädiert für einen bewussteren Umgang mit der Würde des Menschen.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Gesundheitssystem, Altenpflege, Pathogenese, Kohärenzgefühl, Systemtheorie, Subjektivität, Heterostase, Lebensqualität, Defizitmodell, Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Menschenbild, Medizinkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Transfer des Salutogenese-Konzepts in das gesellschaftliche Gesundheitssystem und dessen spezifische Auswirkungen auf die Altenpflege.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Systemtheorie, die medizinische Pathogenese, das salutogenetische Modell von Antonovsky sowie die philosophische Reflexion menschlichen Leidens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die salutogenetische Sichtweise eine echte, systemrelevante Veränderung in der Altenpflege bewirken kann oder ob sie nur ein theoretisches Schlagwort bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die philosophische Ansätze mit systemtheoretischen Überlegungen verknüpft, um das Verhältnis von Individuum und Gesundheitssystem zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Gesundheitsverständnis von Systemen, führt in die Grundlagen der Salutogenese ein und reflektiert die Verbindung zwischen menschlicher Identität und den Anforderungen des Gesundheitssystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Salutogenese, Altenpflege, Systemtheorie, Kohärenzgefühl, Subjektivität und Widerstandskraft.

Warum spielt die Systemtheorie eine so große Rolle?

Die Arbeit nutzt die Systemtheorie nach Luhmann, um zu verdeutlichen, warum moderne Gesundheitssysteme den Menschen oft als „Objekt“ betrachten, was dem salutogenetischen Subjektverständnis widerspricht.

Was bedeutet der Begriff „Heterostase“ in diesem Kontext?

Heterostase beschreibt das Modell, dass der Mensch sich dauerhaft in einem dynamischen Ungleichgewicht bewegt und Gesundheit die ständige Fähigkeit ist, dieses Ungleichgewicht neu auszubalancieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der (philosophische) Bezug des Salutogenese-Konzepts auf das gesellschaftliche Gesundheitssystem
Untertitel
Mit Beispielen aus der Altenpflege
Hochschule
Katholische Hochschule Freiburg, ehem. Katholische Fachhochschule Freiburg im Breisgau
Veranstaltung
Pflege / Therapie und Gesellschaft
Note
1,7
Autor
Dieter Löffler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V321583
ISBN (eBook)
9783668209619
ISBN (Buch)
9783668209626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Salutogenese Aaron Antonowsky
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dieter Löffler (Autor:in), 2012, Der (philosophische) Bezug des Salutogenese-Konzepts auf das gesellschaftliche Gesundheitssystem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321583
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Leseprobe aus  20  Seiten
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