Vor dem Hintergrund der aktuellen innen- und außenpolitischen Situation in Deutschland, verschiedener Konzepte zu sozialer Ungleichheit und Geschlechterdiversität begründet sich folgende Fragestellung: wie stark beeinflusst ein Migrationshintergrund die Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen?
Zunächst werden in Kapitel zwei die zwei großen theoretischen Grundlagen dargelegt, um dem Leser eine Wissensbasis zu verleihen, auf der anschließend die empirische Fragestellung begründet und untersucht wird. Kapitel 2.1 geht auf verschiedene Aspekte von Einkommensunterschieden ein, daran knüpft Kapitel 2.2 an und stellt theoretische Erkenntnisse über Migration dar. In Kapitel drei folgt die Erläuterung der Fragestellung der Arbeit sowie die Forschungshypothesen. Kapitel zwei und drei bilden die Grundlage dieser empirischen Arbeit.
Mit einer Darstellung des zugrundeliegenden Datensatzes in Kapitel vier wird der empirische Teil eingeleitet und Kapitel fünf beinhaltet die Arbeit am Datensatz. Diese teilt sich in drei Bereiche auf, univariate Statistik, bivariate Statistik und multivariate Statistik. Hier werden die in Kapitel drei aufgestellten Hypothesen überprüft sowie die Hauptfragestellung dieser Arbeit empirisch bearbeitet. Die in Kapitel fünf gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend in Kapitel sechs zusammenfassend ausgewertet, in einen Kontext zu den theoretischen Grundlagen gebracht und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Einkommensunterschiede
2.2 Migration
3. Forschungsfrage und Hypothesen
4. Vorstellung des Datensatzes SOEP
5. Arbeit mit dem Datensatz
5.1 Univariate Statistik
5.2 Bivariate Statistik
5.3 Multivariate Statistik
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Migrationshintergrund und Geschlecht auf Einkommensunterschiede in Deutschland unter Einbeziehung sozio-ökonomischer Faktoren. Ziel ist es, durch die Analyse des SOEP-Datensatzes zu klären, inwieweit diese Merkmale das Erwerbseinkommen beeinflussen und ob theoretische Modelle wie die Humankapitaltheorie oder das ökonomische Sequenzmodell hierfür Erklärungsansätze bieten.
- Analyse von Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen
- Einfluss des Migrationshintergrunds auf Beschäftigungsformen und Einkommen
- Theoretische Grundlagen zu Migration und Arbeitsmarktintegration
- Empirische Anwendung des sozio-ökonomischen Panels (SOEP)
- Multivariate Regressionsanalyse sozio-ökonomischer Determinanten
Auszug aus dem Buch
2.1 Einkommensunterschiede
Nach dem Soziologen Johannes Berger lassen sich Einkommensunterschiede mit Hilfe zweier Ansätze beschreiben (Berger, 2004, S.365-368). Im Rahmen des individuellen Ansatzes sind Einkommensunterschiede abhängig von den Eigenschaften derjenigen Person, die ihr Einkommen erwirbt (vgl. ebd. S.366). Zu diesen Eigenschaften zählt Berger unter anderem „[…] angeborene Fähigkeiten und Talente, durch Ausbildung erworbene Fähigkeiten (Qualifikationen) und die soziale Herkunft“ (vgl. ebd. S.366). Aus der Perspektive des strukturellen Ansatzes hingegen sind Faktoren, die von außen auf eine Person einwirken, verantwortlich für die Entstehung von Einkommensunterschieden (Hirschel, 2004a, S.105). Der einstige Chef-Ökonom des deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Dierk Hirschel, untergliedert die Faktoren in Bereiche, die die Arbeitsstruktur prägen, wozu beispielsweise Gewerkschaften und Arbeitgeber, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts einer Person, die Segmentierung des Arbeitsmarkes und die Beschäftigungsstruktur zählen (Hirschel, 2004b, S.92).
Die im Folgenden beschriebenen theoretischen Perspektiven, die ihren Schwerpunkt auf das Individuum richten, gehören zu einem Teilabschnitt der ökonomischen Verteilungstheorie (Gabler Wirtschaftslexikon, 2016). Der Abschnitt umfasst die Theorien der personellen Einkommensverteilung, wozu unter anderem die Stochastische Theorie und die Lebenszyklustheorie zählt. Diese besagen, dass Einkommensunterschiede willkürlich entstehen oder bereits festgelegt sind (vgl. ebd.). Einen weiterer theoretischer Ansatz ist die Humankapitaltheorie (Gabler Wirtschaftslexikon, 2016), da als allgemeines Humankapital diejenigen Qualifikationen bezeichnet werden, die ein Mitarbeiter sowohl während seiner Ausbildung, als auch im Berufslebens durch Weiterbildungen erwirbt (Lazear, 2009, S.50-52).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung von Einkommensunterschieden bei Familien mit Migrationshintergrund ein und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert individuelle und strukturelle Ansätze zur Entstehung von Einkommensunterschieden sowie verschiedene Modelle zur Erklärung von Migration und Anpassungsprozessen.
3. Forschungsfrage und Hypothesen: Hier werden auf Basis der theoretischen Konzepte sechs konkrete Hypothesen über den Einfluss von Bildung, Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund auf das Einkommen formuliert.
4. Vorstellung des Datensatzes SOEP: Dieses Kapitel stellt das sozio-ökonomische Panel (SOEP) als repräsentative Längsschnittdatenbasis für die empirische Analyse vor.
5. Arbeit mit dem Datensatz: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem durch univariate, bivariate und multivariate statistische Verfahren die aufgestellten Hypothesen überprüft werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, bewertet die Bestätigung bzw. Ablehnung der Hypothesen und ordnet diese in den theoretischen Kontext ein.
Schlüsselwörter
Einkommensunterschiede, Migration, Migrationshintergrund, SOEP, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarkt, Geschlechterdiversität, multivariate Regression, Beschäftigungsstruktur, Lebenszyklustheorie, Lohndiskriminierung, soziale Ungleichheit, Statistik, Erwerbsbeteiligung, Längsschnittanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Migrationshintergrunds und des Geschlechts auf das Einkommen in Deutschland unter Nutzung sozio-ökonomischer Daten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den zentralen Themen gehören Einkommensunterschiede, Migrationsforschung, Arbeitsmarktpartizipation und soziale Ungleichheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist zu analysieren, wie stark ein Migrationshintergrund die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine quantitative Datenanalyse durchgeführt, die deskriptive Statistik, Kreuztabellen und eine multiple lineare Regression umfasst.
Was wird im Hauptteil bearbeitet?
Der Hauptteil befasst sich mit der Aufbereitung des SOEP-Datensatzes sowie der statistischen Prüfung von Hypothesen zu Einkommen, Bildung und Erwerbsform.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem SOEP, Migrationshintergrund, Humankapitaltheorie und Einkommensungleichheit.
Was zeigt die multivariate Analyse bezüglich des Migrationshintergrunds?
Die Analyse belegt, dass insbesondere ein Migrationshintergrund ersten Grades einen starken, signifikant negativen Einfluss auf das Einkommen ausübt.
Wie unterscheidet sich der Einfluss des Geschlechts auf das Einkommen?
Das Modell weist einen statistisch signifikanten Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen auf, was die allgemeine Annahme geringerer Verdienste bei Frauen stützt.
- Quote paper
- Matthias Rutkowski (Author), Katharina Kleinrahm (Author), 2016, Wie beeinflusst ein Migrationshintergrund die Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen? Eine Datenanalyse anhand des SOEP 2012, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/321404