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Emanzipation und Vampirismus als Motive in Elfriede Jelineks "Krankheit oder Moderne Frauen"

Titel: Emanzipation und Vampirismus als Motive in Elfriede Jelineks "Krankheit oder Moderne Frauen"

Seminararbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 2

Autor:in: Mag.a Melanie Binder (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine Krankenschwester, die sich vom Blut der Patienten ernährt, ein Mann, der den nahenden Tod seiner gebärenden Frau nicht einmal wahrnimmt und eine Vampirin, die ihre eigenen Kinder zur Nahrungsquelle werden lässt; nur drei von einer Unzahl an schaurig phantastischen Erzählelementen von Elfriede Jelineks „Krankheit oder Moderne Frauen“. Jelinek verdeutlicht mit ihren Werken oftmals einen sprachlichen Widerstand gegen Unterhaltungskultur oder klassenbedingte Ungerechtigkeit, auch geschlechtliche Unterdrückung, weibliche Sexualität beziehungsweise Geschlechterkampf. All das bringt Jelinek vor allem mit einem sehr sarkastischen, provokanten, obszönen und meist vulgären Stil zum Ausdruck. In diesem Drama verbindet sie eine Vielzahl dieser Motive, wodurch es zu einem „typisch“ Jelinek´schen Theatertext wird.

In meiner Seminararbeit möchte ich untersuchen, welche Persönlichkeitszüge, Handlungsmuster und Umgebungsinszenierungen die beiden weiblichen Hauptprotagonistinnen zu Figuren machen, die in der Tradition des Vampirmythos stehen. Die zweite wichtige Frage beschäftigt sich damit, in welchem Zusammenhang die Vampirinnen und das im Drama entworfene feministische Emanzipationsmodell stehen und ob man wirklich von einer verlorenen Emanzipationsgeschichte sprechen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Elfriede Jelineks Leben und Schaffen

3. Krankheit oder Moderne Frauen: ein Umriss

3.1. Der Inhalt

3.2. Rund um das Werk: Uraufführung, Kritik, Bühnenbild

3.3. Die Protagonisten: eine kurze Personenbeschreibung

4. Die Intertextualität des Dramas

5. Der Vampirmythos: vom Volksaberglauben zum literarischen Motiv

6. Ein Auseinandersetzung mit den Vampirinnen des Dramas

7. Die Versuchsanordnung: ein feministisches Emanzipationsmodell?

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die beiden weiblichen Hauptfiguren des Dramas "Krankheit oder Moderne Frauen" von Elfriede Jelinek im Kontext des Vampirmythos und analysiert, inwiefern diese Figuren ein feministisches Emanzipationsmodell repräsentieren oder dessen Scheitern verdeutlichen.

  • Analyse der Charaktere Emily und Carmilla und deren vampirische Wesenszüge.
  • Untersuchung des historischen und literarischen Vampirmythos.
  • Reflektion über die Intertextualität des Dramas.
  • Kritische Auseinandersetzung mit feministischen Emanzipationsbestrebungen in Jelineks Werk.
  • Diskussion der Frage, ob Jelinek ein erfolgreiches Emanzipationsmodell entwirft oder dieses bewusst untergräbt.

Auszug aus dem Buch

Die Versuchsanordnung: ein feministisches Emanzipationsmodell?

Die Vampirinnen verkörpern für Elfriede Jelinek die Situation der Frau in einer vom männlichen Standard bestimmten Kultur, in der sie keinen festen Ort habe, an dem sie Subjekt werden könne, sondern als das andere des Mannes definiert werde und dadurch zu einem dem vampirischen Dasein vergleichbare Existenz das des Dazwischen und der Unvollständigkeit gezwungen sei. Nur die Krankheit bleibe ihr als letzte Möglichkeit, Subjekt zu sein und Widerstand gegen die Männliche Norm des Weiblichen und Gesunden zu leisten. Für Jelinek zeigt sich darin die „Kreativität der Frau“, sie versteht es als ein „bewusstes Sich-der-Gesundheit-Entziehen“.

Stauß weist daraufhin, dass Jelinek in ihren Werken „das Scheitern feministischer Programme“ immer wieder thematisiert und unterschiedlich verarbeitet. Daraus hat sich mittlerweile ein sehr reiches Schaffen ergeben, welches wie folgt unterteil werden kann: (1) die symmetrische Geschlechterkonkurrenz (Beispiel: Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaft), (2) das symmetrische Beharren auf geschlechtliche Asymmetrie (Beispiel: Clara S. musikalische Tragödie), (3) das Konzept des Separatismus (Beispiel: Krankheit oder Moderne Frauen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Thematik und Formulierung der Forschungsfragen zu den Vampirinnen und dem Emanzipationsmodell.

2. Elfriede Jelineks Leben und Schaffen: Ein biografischer Abriss der Autorin, der ihre familiäre Prägung und ihren Weg als innovative Kraft im Theaterbetrieb beleuchtet.

3. Krankheit oder Moderne Frauen: ein Umriss: Vorstellung des Dramas, seiner Handlung, der zentralen Protagonisten sowie der Hintergründe zur Uraufführung und zum Bühnenbild.

4. Die Intertextualität des Dramas: Analyse der literarischen Bezüge des Werkes, insbesondere zu Emily Brontë und Sheridan Le Fanu.

5. Der Vampirmythos: vom Volksaberglauben zum literarischen Motiv: Historische Herleitung des Vampirmythos und dessen Wandel vom Volksglauben zum literarischen Sujet.

6. Ein Auseinandersetzung mit den Vampirinnen des Dramas: Vertiefende Charakterstudie von Emily und Carmilla und ihrem Streben nach Selbstbestimmung durch den Vampirismus.

7. Die Versuchsanordnung: ein feministisches Emanzipationsmodell?: Kritische Diskussion darüber, ob Jelinek Emanzipation vorführt oder deren Unmöglichkeit im patriarchalen Raum demonstriert.

8. Zusammenfassung: Resümee der Arbeitsergebnisse und Synthese der Erkenntnisse zu Jelineks künstlerischer Intention.

Schlüsselwörter

Elfriede Jelinek, Krankheit oder Moderne Frauen, Vampirismus, Emanzipation, Feminismus, Intertextualität, Geschlechterkampf, Patriarchat, Weiblichkeit, Literaturanalyse, Theaterstück, Identität, Körperlichkeit, Rollenbilder, Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Seminararbeit analysiert Elfriede Jelineks Theaterstück „Krankheit oder Moderne Frauen“ im Hinblick auf die Darstellung weiblicher Emanzipationsversuche durch die Metapher des Vampirismus.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Themen umfassen die literarische Konstruktion des Vampirs, die Intertextualität des Dramas, die Rollenbilder der Frau im Patriarchat und die feministische Theorie im Kontext von Jelineks Werk.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die Protagonistinnen durch ihr vampirisches Dasein ein echtes Emanzipationsmodell verwirklichen oder ob Jelinek das Scheitern dieser Bestrebungen von Anfang an in das Drama einschreibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den Inhalt und die Figurenkonstruktion als auch den Vergleich mit intertextuellen Vorbildern und der Sekundärliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Werkes, eine historische Einordnung des Vampirmythos sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Vampirinnen und der feministischen Versuchsanordnung des Stückes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Elfriede Jelinek, Vampirismus, Feminismus, Geschlechterkampf, Emanzipation und Intertextualität charakterisieren.

In welchem Zusammenhang stehen Emily und Carmilla?

Sie bilden im Stück ein lesbisches Vampirpaar, das versucht, sich durch das vampirische Dasein von den traditionellen Rollen als Mutter und Gehilfin zu befreien, jedoch letztlich scheitert.

Warum spielt der Aspekt der "Krankheit" eine zentrale Rolle?

Die Autorin argumentiert, dass für Jelinek die Krankheit das "Frausein an sich" repräsentiert und die einzige verbleibende Form von Widerstand gegen die männlich dominierte gesellschaftliche Ordnung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emanzipation und Vampirismus als Motive in Elfriede Jelineks "Krankheit oder Moderne Frauen"
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Mag.a Melanie Binder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V320955
ISBN (eBook)
9783668203105
ISBN (Buch)
9783668203112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
emanzipation vampirismus motive elfriede jelineks krankheit moderne frauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag.a Melanie Binder (Autor:in), 2014, Emanzipation und Vampirismus als Motive in Elfriede Jelineks "Krankheit oder Moderne Frauen", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/320955
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Leseprobe aus  27  Seiten
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