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Wie gelangten überseeische Kostbarkeiten im 16. und 17. Jahrhundert in den Besitz von Königen und Fürsten?

Ein Kunstwerk des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden: "Der Mohr mit der Smaragdstufe"

Titel: Wie gelangten überseeische Kostbarkeiten im 16. und 17. Jahrhundert in den Besitz von Königen und Fürsten?

Prüfungsvorbereitung , 2012 , 11 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Claudia Stosik (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Überseeische Kostbarkeiten und Kuriositäten gelangten ab dem 16. Jahrhundert in den Besitz europäischer Könige und Fürsten. Wie kam es dazu?

In dieser Ausarbeitung wird das Prestigeobjekt "Der Mohr mit der Smaragdstufe" aus den Dresdner Kunstsammlungen vorgestellt. Am Beispiel dieses Kunstwerkes kann nachvollzogen werden, wie kompakt und vielfältig die verschiedenen Erdteile der Welt bzw. Europa und die Welt Anfang des 18. Jahrhunderts miteinander verbunden waren. Welche Gründe veranlasste europäische Mächte, die außereuropäische Welt zu erforschen und für ihre Zwecke zu nutzen? Diese und andere Fragen werden in diesem Exposé für eine mündliche Prüfung erörtert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kulturelle Entwicklungen auf Grund der überseeischen Kontakte

2.1. Entwicklung für beide Seiten, die die Welt facettenreicher gestalteten

2.2. Nutzen für Europa auf Grund der ökonomischen Durchdringung d. außereuropäischen Welt

2.3. Modernisierung Europas hinsichtlich des Austausches mit der überseeischen Welt

3. Beispiele für eine kulturelle Entwicklung im 16./17. Jahrhundert

3.1. Interesse für exotische Kulturgüter

3.2. Nutzen für Europa – spezielles Interesse für Exotik am sächsisch-kurfürstlichen Hof

4. Das Kunstwerk „Der Mohr mit der Smaragdstufe“ von Balthasar Permoser und Hofjuwelier Dinglinger

4.1. Geschenk an den sächsischen Kurfürsten August (nicht „August der Starke“)

4.2. Museales Exponat – Prestige für die eigene Herrschaft?

4.3. Materialien aus Lateinamerika – künstlerische Verarbeitung

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung überseeischer Kostbarkeiten und Exponate für die europäische Herrschaftsrepräsentation im 16. und 17. Jahrhundert. Anhand des Kunstwerkes „Der Mohr mit der Smaragdstufe“ aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden wird analysiert, wie exotische Rohstoffe als Prestigemittel in höfische Kunstwerke transformiert wurden und welches Selbstverständnis europäischer Macht sich darin widerspiegelte.

  • Europäische Expansion und globaler Kulturaustausch
  • Kulturelle Entwicklung und Transformation exotischer Importe
  • Machtrepräsentation an europäischen Fürstenhöfen
  • Die Rolle der Kunstkammer und die Entwicklung zum Museum
  • Materialgeschichte und künstlerische Verarbeitung außereuropäischer Rohstoffe

Auszug aus dem Buch

4.3. Materialien aus Lateinamerika – künstlerische Verarbeitung

Wie gesagt, die Stufe mit den 16 Smaragdkristallen aus limonitischem Gestein stammte aus der wenige Jahre zuvor erschlossenen Smaragdmine in Chivor-Somondoco (Kolumbien) Diese Stufe wurde immer zu den Hauptstücken der Kunstkammer gezählt. Kaum jemals wieder wurde eine solche Zahl großer Smaragde in einem faustgroßen Gesteinsbrocken gefunden. August der Starke (Regierungszeit 1693-1733), sächsischer Kurfürst und König von Polen, ließ dieses Naturwunder nicht dem wissenschaftlichen Mineralienkabinett zuordnen, sondern erhob diese einmalige Stufe in einen künstlerischen Status. Die Emanzipation der Künste, die er in Dresden vollzog, erbrachte den Vorrang der Künste. Deshalb ließ er das außergewöhnliche Naturprodukt in ein ästhetisches umwandeln.

Ca. 1724 schnitzte Balthasar Permoser, ein bedeutender Bildhauer der Barockzeit, einen Mohren. Die Figur des jungen Mannes, aus Birnholz gefertigt, ist kein Afrikaner, was man im ersten Augenblick denken würde. Es stellt einen Indianer dar. Die Körpertätowierungen weisen ihn ethnologisch als einen Ureinwohner Floridas aus. Ebenso wie Schmuck und Federkrone. Sicherlich bezweckte die Figur, die Herkunft der Steine anzudeuten. Der bekannte Hoflackierer Martin Schnell gab die glänzende braune, tätowierte Haut. Der Hofjuwelier Melchior Dinglinger schmückte den Mohren mit Silber und Edelsteinen und Wilhelm Krüger furnierte die Schale, den Baumstamm und das Postament mit Schildpatt. Das Zusammenwirken der verschiedenen berühmten Künstler jener Zeit schuf ein einmaliges Kunstwerk, welches noch heute die Attraktion im Historischen Grünen Gewölbe darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der europäischen Expansion der frühen Neuzeit und definiert die Smaragdstufe als zentrales Objekt zur Untersuchung der Globalisierungsgeschichte.

2. Kulturelle Entwicklungen auf Grund der überseeischen Kontakte: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen des Kulturkontakts, den ökonomischen Nutzen der Expansion für Europa und die Modernisierungsprozesse, die durch den Austausch mit der außereuropäischen Welt in Gang gesetzt wurden.

3. Beispiele für eine kulturelle Entwicklung im 16./17. Jahrhundert: Hier wird das Interesse an exotischen Gütern als Spiegelbild der gesellschaftlichen Grundstimmung und der absolutistischen Herrschaftsansprüche analysiert.

4. Das Kunstwerk „Der Mohr mit der Smaragdstufe“ von Balthasar Permoser und Hofjuwelier Dinglinger: Dieser Teil widmet sich detailliert der Provenienz, der musealen Einordnung und der künstlerischen Fertigung des spezifischen Kunstwerks unter August dem Starken.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das Kunstwerk als Symbol für Macht und die Verbindung der Kontinente dient und bestätigt das Vorhandensein eines europäischen Überlegenheitsgefühls gegenüber anderen Kulturen.

Schlüsselwörter

Europa, Übersee, Expansion, Globalisierung, Smaragdstufe, Kunstkammer, Grünes Gewölbe, August der Starke, Balthasar Permoser, Exotik, Kulturtransfer, Absolutismus, Prestige, Kolonialismus, Materialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der europäischen Expansion in der frühen Neuzeit auf die Kultur und Kunst des europäischen Adels, illustriert am Beispiel eines Dresdner Kunstschatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die frühneuzeitliche Globalisierung, der ökonomische Nutzen der Entdeckungen, die höfische Repräsentationskultur sowie die Transformation von Rohstoffen in Kunstobjekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz der europäischen Sicht auf die Erdteile zu beleuchten und zu hinterfragen, inwieweit das Sammeln exotischer Kostbarkeiten als Machtdemonstration zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Analyse, die historische Quellen und die Objektgeschichte eines spezifischen Kunstwerks kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen der Expansion, das Interesse an Exotik am sächsischen Hof sowie die detaillierte Entstehungsgeschichte des "Mohren mit der Smaragdstufe".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Globalisierung, Absolutismus, Kunstkammer, Exotik und Kulturtransfer beschreiben.

Warum wird der "Mohr" als Indianer und nicht als Afrikaner dargestellt?

Die Körpertätowierungen, der Schmuck und die Federkrone der Figur weisen ihn ethnologisch als Ureinwohner Floridas aus, was die Herkunft der verwendeten Materialien aus Amerika betonen soll.

Welche Rolle spielte August der Starke bei der Entstehung des Werks?

August der Starke erhob die Smaragdstufe durch die Beauftragung renommierter Künstler wie Permoser und Dinglinger aus ihrem wissenschaftlichen Kontext der Mineraliensammlung in den Status eines künstlerischen Prestigeobjekts für sein neues Museum.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie gelangten überseeische Kostbarkeiten im 16. und 17. Jahrhundert in den Besitz von Königen und Fürsten?
Untertitel
Ein Kunstwerk des Historischen Grünen Gewölbes in Dresden: "Der Mohr mit der Smaragdstufe"
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Lehrgebiet Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte)
Veranstaltung
mündliche Prüfung
Note
2,3
Autor
Claudia Stosik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V320159
ISBN (eBook)
9783668198128
ISBN (Buch)
9783668198135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
überseeische kostbarkeiten jahrhundert besitz königen fürsten kunstwerks historischen grünen gewölbes dresden mohr smaragdstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Stosik (Autor:in), 2012, Wie gelangten überseeische Kostbarkeiten im 16. und 17. Jahrhundert in den Besitz von Königen und Fürsten?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/320159
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Leseprobe aus  11  Seiten
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