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Das Labyrinth als Symbol in der bildenden Kunst des Manierismus

Titel: Das Labyrinth als Symbol in der bildenden Kunst des Manierismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Agara Schymocha (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit dem Labyrinth als Metapher innerer, seelischer Ver- und Entwicklungszustände des Menschen. Den Kunsthistorikern Hocke und Curtius folgend wird die Epoche des Manierismus dabei exemplarisch herangezogen, um aus ihr ein 'manieristisches' Lebensgefühl abzuleiten. Dieses gibt sich als zyklisch wiederkehrendes Bewusstseinsmuster zu erkennen, welches insbesondere bei epochalen Übergangsprozessen – gesellschaftlich wie auch biografisch – als Indikator sowie als Katalysator dieser Übergänge dient.

Die Lektüre gewährt aus der Perspektive der Malerei einen klaren Einblick in die Epoche des Manierismus – dem Übergang der Hochrenaissance zum Barock. Dabei wird der Zusammenhang zwischen gesellschaftspolitischem Kontext und der Rolle der Künstler sowie der Entwicklung der Kunst mit ihren typischen 'manieristischen' Stilmerkmalen auf verständliche Weise dargelegt.

Leseprobe


Gliederung

Einleitung

I.) Herkunft und Formen von Labyrinthen und Irrgärten

II.) Manierismus im 16. Jahrhundert: Historischer Kontext

III.) Manierismus im 16. Jahrhundert: Ausdrucksformen

IV.) Manierismus als gegenklassischer Stil

V.) Das Labyrinth als manieristische Selbstdarstellung

Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Labyrinth als Sinnbild für innere menschliche Entwicklungszustände in enger Verknüpfung mit dem Manierismus. Dabei wird analysiert, inwiefern das Labyrinth über die Epoche des 16. Jahrhunderts hinaus als zeitloses Symbol für ein „labyrinthisches“ Lebensgefühl und als Ausdrucksmittel in der bildenden Kunst fungiert.

  • Historischer Kontext und Krisenstimmung des 16. Jahrhunderts
  • Die Entwicklung vom klassischen Labyrinth zum Irrgarten
  • Stilmerkmale des Manierismus in der bildenden Kunst
  • Die Rolle des Künstlers und die Ablösung der "imitatio" durch die "inventio"
  • Das Labyrinth als architektonische und künstlerische Manifestation von Transformation

Auszug aus dem Buch

V.) Das Labyrinth als manieristische Selbstdarstellung

Wenn sich also das Manieristische innerhalb einer Kultur manifestiert, kann man gewiss sein, dass etwas grundlegend Neues in Begriff ist, geboren zu werden. Das Labyrinth ist in diesem Kontext der Raum, in dem neues Bewusstsein und neue Erkenntnisse initiiert werden, ein Ort, der zur Umkehr zwingt, ist man in der Mitte angekommen. Das ursprüngliche Labyrinth führt ins Unbekannte und schließlich unweigerlich zu sich selbst.

Im Jahre 1649 des bereits aufstrebenden Barock fertigt Claude Mellan eine Radierung an, bestehend aus nur einer Linie. Sie bildet das Antlitz Jesu auf dem Schweißtuch der Veronika ab [Abb. 10]. Mellan setzt die Radiernadel im Zentrum des Bildes an, auf der Nasenspitze Jesu. Von dort aus zieht er eine spiralartige Linie, mit der er durch unterschiedliche Druckstärken Hell-Dunkel-Tonwerte entstehen lässt. Heinrich Schulze Altclappenburg, Direktor des Kupferstichkabinetts Berlin, konstatiert, die Aussage der Bildinschrift: „FORMATUR UNICUS UNA – NON ALTER“, die sich übersetzen lässt als: "DER EINZIGE [Christus] GESTALTET AUS EINER [Linie]. – OHNE SEINESGLEICHEN" bilde eine einfache und zugleich kongeniale Verknüpfung von Bildtheorie und künstlerischer Technik.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt das Labyrinth als uraltes Symbol für den Prozess des Erkennens ein und verknüpft es mit dem manirierten Lebensgefühl, das in der bildenden Kunst veranschaulicht werden soll.

I.) Herkunft und Formen von Labyrinthen und Irrgärten: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des klassischen Labyrinths und kontrastiert es mit dem in der Renaissance aufkommenden Irrgarten als Ort der Konfusion und subjektiven Wahlmöglichkeit.

II.) Manierismus im 16. Jahrhundert: Historischer Kontext: Es werden die politisch-gesellschaftlichen Krisen und der Wandel des Künstlerstatus beleuchtet, die den Übergang von der Hochrenaissance zum Manierismus begründeten.

III.) Manierismus im 16. Jahrhundert: Ausdrucksformen: Der Fokus liegt auf der veränderten Formensprache der Kunst, inklusive der Figura serpentinata und dem Verlust harmonischer Raumkonzeptionen.

IV.) Manierismus als gegenklassischer Stil: Das Kapitel definiert den Manierismus als zeitlosen, antiklassischen Kunststil, der in Umbruchszeiten als heilsame Gegenkraft und Ausdrucksgebärde auftritt.

V.) Das Labyrinth als manieristische Selbstdarstellung: Hier wird das Labyrinth als Ort der Transformation und der persönlichen Suche im Kontext künstlerischer Manifestationen bis in die Moderne gedeutet.

Schlussgedanke: Der Schluss fasst das Labyrinth als zeitlose Ganzheitsfigur zusammen, die vor allem in Krisenzeiten als geschützter Raum für die Selbsterkenntnis dient.

Schlüsselwörter

Manierismus, Labyrinth, Irrgarten, Kunstgeschichte, Hochrenaissance, Figura serpentinata, Selbstdarstellung, Transformation, Sacro Bosco, Existenz, Krise, Bildende Kunst, Subjektivität, Bewusstseinswandel, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Labyrinth als Symbol für menschliche Entwicklung und Selbsterkenntnis, eingebettet in die kunsthistorische Epoche des Manierismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte von Labyrinthen, den gesellschaftlichen und künstlerischen Wandel im 16. Jahrhundert sowie die Deutung des Labyrinthischen als zeitloses Lebensgefühl.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das "labyrinthische" Lebensgefühl als eine durchgängige Ausdrucksgebärde in Krisenzeiten der Kunstgeschichte zu identifizieren und dessen Manifestation in der bildenden Kunst aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Analysen und ikonographische Interpretationen, um anhand von Werken und gartengeschichtlichen Beispielen eine Verbindung zwischen dem Labyrinth und manieristischen Tendenzen herzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Abgrenzung von Labyrinth und Irrgarten, dem historischen Kontext des 16. Jahrhunderts, den stilistischen Merkmalen des Manierismus sowie spezifischen Beispielen wie dem Sacro Bosco oder dem Werk von Claude Mellan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Manierismus, Labyrinth, Transformation, Krise, Subjektivität, Figura serpentinata und Selbsterkenntnis sind die zentralen Begriffe.

Inwiefern spielt die "Figura serpentinata" für die Argumentation eine Rolle?

Sie dient als exemplarisches Stilmerkmal des Manierismus, das den Bruch mit der harmonischen Statik der Renaissance verdeutlicht und die künstlerische Abkehr von der bloßen Naturnachahmung (Imitatio) unterstreicht.

Was unterscheidet das klassische Labyrinth vom manieristischen Irrgarten laut der Autorin?

Das klassische Labyrinth führt zwangsläufig zum Ziel und dient der Initiation, während der Irrgarten des 16. Jahrhunderts durch Kreuzungen und Sackgassen den Verlust der Orientierung und die Wahlmöglichkeit des Individuums thematisiert.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Labyrinth als Symbol in der bildenden Kunst des Manierismus
Hochschule
Kunstakademie Münster Hochschule für Bildende Künste
Note
1,0
Autor
Agara Schymocha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V320097
ISBN (eBook)
9783668192928
ISBN (Buch)
9783668192935
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Manierismus Renaissance Hochrenaissance Moderne Gustav René Hocke Gartenkunst Labyrinth Irrgärten italienische Kunst antiklassische Kunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Agara Schymocha (Autor:in), 2013, Das Labyrinth als Symbol in der bildenden Kunst des Manierismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/320097
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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