In der Hausarbeit zum Thema sportpsychologische Trainingstechniken wird die Planung und Durchführung einer Maßnahme zur Optimierung der Wettkampfleistung am Beispiel eines 24-jährigen Basketballers beschrieben. Die zu optimierende Leistung stellt hierbei die Trefferquote beim Freiwurf dar (Verhältnis geworfene Freiwürfe/getroffene Freiwürfe).
Als Ausgangsposition wird die Freiwurftrefferquote (im Folgenden FTQ) der ersten zwei Saisonspiele genommen und als Referenz wird zusätzlich die durchschnittliche FTQ im Training herangezogen. Der Erhebungszeitraum der Trainingsdaten (FTQ-Training) beträgt vier Wochen (06.10.14 – 02.11.14) bei zweimaligem, 90-minütigem Training pro Woche.
Durchschnittlich werden pro Training 30 Freiwürfe/Spieler geworfen.
Zunächst wird die Ausgangssituation des Klienten und seine Selbsteinschätzung analysiert, im Anschluss daran werden die Maßnahmen vorgestellt, mittels derer der Spieler sein Ziel erreichen soll.
Inhaltsverzeichnis
1 SPORTPSYCHOLOGISCHE MASSNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER WETTKAMPFLEISTUNG
1.1 Thema: Freiwurftrefferquote beim Basketball
1.2 Spielerbeschreibung
1.3 Ausgangssituation
1.4 (Selbst)einschätzung des Klienten
1.5 Problembezogene Diagnose
1.5.1 Auswertung WAI-T
1.6 Zielsetzung
2 MASSNAHMENPLANUNG
2.1 Struktur des Maßnahmenplans
2.2 Erläuterung/ Begründung der Maßnahmen
2.3 Beschreibung der Trainingseinheiten
2.3.1 TE 1: Selbstgesprächsregulation 1
2.3.2 TE 2: Selbstgesprächsregulation 2
2.3.3 TE 3: Selbstgesprächsregulation 3
2.3.4 TE 4: Prognosetraining 1
2.3.5 TE 5: Prognosetraining 2
2.3.6 TE 6: Prognosetraining 3
2.3.7 TE 7: Testspiel
2.3.8 TE 8: Prognosetraining 4
2.3.9 Saisonspiel (Erfolgsmessung)
3 DISKUSSION
3.1 Meinungen des Trainers und des Klienten
3.2 Resümee
3.3 Verbesserungsvorschläge
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Planung und praktischen Erprobung sportpsychologischer Interventionen, um die Freiwurftrefferquote eines Basketballers im Wettkampf unter Druckbedingungen zu stabilisieren und zu steigern.
- Analyse von Wettkampfängstlichkeit mittels WAI-T Fragebogen
- Einsatz von Selbstgesprächsregulation zur Konzentrationsfokussierung
- Durchführung von Prognosetraining zur Stärkung der Kompetenzerwartung
- Integration sportpsychologischer Methoden in den regulären Trainingsbetrieb
- Evaluierung der Leistungsentwicklung anhand einer Erfolgsmessung im Saisonspiel
Auszug aus dem Buch
1.3 Ausgangssituation
In den vier Wochen der Datenerfassung im Training weist der Spieler eine FTQ von ca. 74 % auf ( 178 Treffer bei 240 Versuchen). Über den Zeitraum der Datenerfassung hinaus kann diese Quote (nach subjektivem Empfinden) als realistischer Durchschnitt seitens des Trainers und der Teamkameraden bestätigt werden. In den zwei Spielen, die die Ausgangsposition für die anschließende Maßnahme bilden, liegt seine FTQ mit ca. 41 % (7 Treffer bei 17 Versuchen; Spiel 1: 3/8 Spiel 2: 4/9) deutlich unter der FTQ die im Training erreicht wurde. Die Problematik der schwächeren FTQ beim Wettkampf/ Spiel zeigt sich bei diesem Spieler über mehrere Saisons hinweg. Laut eigener Beschreibung des Spieler ist seine Nervosität bei Wettkämpfen und die dadurch entstehende Konzentrationsschwäche die Hauptursache für seine schlechte Chancenverwertung an der Freiwurflinie.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SPORTPSYCHOLOGISCHE MASSNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER WETTKAMPFLEISTUNG: Dieses Kapitel beschreibt die Ausgangslage, die Zielsetzung sowie die diagnostische Einordnung der Wettkampfängstlichkeit eines Basketballspielers.
2 MASSNAHMENPLANUNG: Hier wird der konkrete Ablauf des vierwöchigen Trainingsprogramms, bestehend aus Selbstgesprächsregulation und verschiedenen Formen des Prognosetrainings, detailliert dargelegt.
3 DISKUSSION: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse des Projekts aus, reflektiert die Rückmeldungen von Trainer und Klient und zieht ein Resümee über die Wirksamkeit sowie zukünftige Potenziale der Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Sportpsychologie, Basketball, Freiwurftrefferquote, Wettkampfängstlichkeit, Selbstgesprächsregulation, Prognosetraining, Konzentrationsstörungen, WAI-T, Leistungsoptimierung, Mentales Training, Wettkampfbedingungen, Sportpsychologische Intervention, Kompetenzerwartung, Trainingsplanung, Athletenbetreuung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung sportpsychologischer Methoden, um die Leistung eines Basketballspielers bei Freiwürfen im Wettkampf zu verbessern.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel war die Steigerung der Freiwurftrefferquote des Klienten im nächsten Pflichtspiel auf mindestens 60 % durch gezieltes mentales Training.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Diagnostik von Wettkampfängstlichkeit, der Regulation von negativen Gedanken durch Selbstgespräche und der Simulation von Wettkampfdruck im Training.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben der Diagnose durch den WAI-T Fragebogen werden kognitive Strategien wie der Gedankenstopp sowie sportpraktisches Prognosetraining nach Eberspächer eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine diagnostische Phase, eine detaillierte Auflistung der acht Trainingseinheiten und deren Auswirkungen auf den Klienten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Sportpsychologie, Freiwurftrefferquote, Selbstgesprächsregulation, Wettkampfängstlichkeit und Leistungsoptimierung.
Warum wurde ein spezielles Freiwurfritual entwickelt?
Das Ritual dient dazu, die Konzentration des Spielers vor dem Wurf zu fokussieren und Automatismen zu schaffen, die auch unter hoher psychischer Anspannung abrufbar sind.
Wie reagierte der Klient auf das Training?
Der Klient bewertete das Training als sehr hilfreich für seine Konzentration und fand die praktische Umsetzbarkeit im Verein gut und motivierend.
Was waren die Hauptergebnisse der Evaluation?
Das kurzfristige Ziel wurde mit einer Trefferquote von 69 % im Saisonspiel erreicht, wobei eine abschließende wissenschaftliche Generalisierung aufgrund der geringen Stichprobengröße (n=1) nicht möglich ist.
- Quote paper
- Philipp Thielebein (Author), 2014, Planung und Umsetzung eines sportpsychologischen Coaching-Prozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319983