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Das mentale Lexikon. Wortschatzerwerb im frühkindlichen Sprachgebrauch

Title: Das mentale Lexikon. Wortschatzerwerb im frühkindlichen Sprachgebrauch

Term Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Julia O. (Author)

German Studies - Linguistics

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„Das A und O des neuen Lebens“ hieß unlängst der Artikel einer Ausgabe des Geo-Wissen-Magazins, in dem es herauszufinden galt, wie das Kind zur Sprache kommt. Bereits im Vorwort der Ausgabe bezeichnet Germanistikprofessor Claus P. Simon die Sprache als „bedeutendste Errungenschaft der Menschheit“, die die menschliche Spezies von allen anderen Lebewesen abgrenzt. Eine Kulturtechnik, die sich über Jahrtausende entwickelt und sich im Laufe der Evolution als unverzichtbar herausgestellt hat. Die Sprache ist von überragender Bedeutung für den Alltag des Einzelnen, was sich an der Mannigfaltigkeit ihrer Funktionen und Aufgaben zeigt. Während die Kommunikationsfunktion, welche sich auf den bewussten, partnerorientierten Austausch informationsliefernder Sachverhalte bezieht, der wohl wichtigste Aufgabenbereich der Sprache ist, wird diese außerdem als Denk- und Handlungsinstanz eingesetzt. Von besonderer Wichtigkeit ist diese Funktion beispielsweise bei Annäherungsversuchen zu anderen Menschen oder dem Ausdrücken von Gefühlen auf der verbalen Ebene.

„Für keine geistige Aufgabe sind Kinder von Natur aus besser ausgestattet als für den Spracherwerb“ (Mens 2007: 37), so die Autorin des oben genannten Artikels. Besonders gegenwärtig setzen sich viele Forscher mit dem Thema des Erstspracherwerbs auseinander, das noch immer viele Rätsel und ungeklärte Fragen aufwirft. Der unermüdliche Forschungsdrang mag seinen Ursprung neben weiteren Aspekten darin haben, dass nahezu alle Kinder ihre Muttersprache ungeachtet intellektueller, kultureller und sozialer Unterschiede gewissermaßen mühelos erlernen. Dennoch ist der Erstspracherwerb „die komplexeste aller Aufgaben, mit denen das Kind im Laufe seiner Entwicklung konfrontiert wird“ (Dittmann 2006: 9), da es nicht nur die einzelnen Komponenten der Sprache zu erlernen und abzuspeichern gilt, sondern diese auch logisch und regelkonform miteinander zu verbinden. Auf diese Weise entsteht parallel zur Entwicklung des Kindes ein Netz sprachlicher Teilkomponenten, das zusammengefügt ein Ganzes ergibt – den Wortschatz. Eine Schlüsselposition nimmt in diesem Rahmen das mentale Lexikon ein, da zuerst ein mehr oder weniger umfangreicher Wortschatz vorhanden sein muss, bevor das entstehende Sprachsystem komplettiert werden kann. Dieses Komplettieren erfolgt schließlich durch den Erwerb von Grammatikkompetenzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spracherwerbstheorien

3. Das mentale Lexikon

3.1 Aufbau und Organisation

3.2 Bedeutungserwerb

3.3 Erwerb von Wörtern

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den Prozess des kindlichen Wortschatzerwerbs sowie die zentrale Rolle des mentalen Lexikons im Verlauf der Sprachentwicklung darzustellen. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie Kinder die Bedeutung von Wörtern erlernen, wie sie diese im mentalen Lexikon organisieren und welche theoretischen sowie kognitiven Voraussetzungen diesem komplexen Spracherwerbsprozess zugrunde liegen.

  • Theoretische Ansätze und Kontroversen zum Erstspracherwerb
  • Struktur und Organisation des mentalen Lexikons
  • Kognitive Meilensteine und der Bedeutungserwerb
  • Phänomene der frühkindlichen Wortschatzentwicklung (z. B. Protowörter, Vokabelspurt)
  • Differenzierung zwischen referenziellen und expressiven Erwerbsstilen

Auszug aus dem Buch

3. DAS MENTALE LEXIKON

Eine der am häufigsten für den menschlichen Wortschatz verwendeten Metaphern ist die des ‚Lexikons‘ oder des ‚mentalen Lexikons‘. Diese Metapher impliziert zum einen, dass der menschliche Wortschatz Zugriff auf eine große Datenmenge ermöglicht. Zum anderen zeigt sie, dass diese Datenmenge in einer bestimmten Art und Weise organisiert ist.

Ist man nun gewillt, den Begriff des mentalen Lexikons zu deuten, begibt man sich auf umfangreiches und tiefgründiges Terrain. Zerlegt man den Ausdruck in seine Einzelteile, so würde man mental als „den Bereich des Verstandes betreffend“ (Kunkel-Razum 2007: 1135) erklären. Das Lexikon hingegen definiere man als „nach Stichwörtern alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk für alle Wissensgebiete od. für ein bestimmtes Sachgebiet“ (Kunkel-Razum 2007: 1075), welches auch synonym, jedoch veraltet, als Wörterbuch gebraucht wird (vgl. Kunkel-Razum 2007: 1075). Betrachtet man jedoch die Wortbedeutung beider Begriffe in Kombination, versteht man unter dem mentalen Lexikon allgemein die aktive Speicherung lexikalischer Einheiten im Kopf, genauer gesagt, das Langzeitgedächtnis (vgl. Meibauer, Rothweiler 1999: 10).

Ist ein Wort erst einmal an einem bestimmten Platz im Gehirn gespeichert, kann es durch kontextbezogene Aktivierung dieses Bereiches im Hirn an die Oberfläche befördert und reproduziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Sprache als menschliche Kulturtechnik und führt in die Thematik des Erstspracherwerbs als komplexen, aber meist mühelosen Prozess ein.

2. Spracherwerbstheorien: Dieses Kapitel vergleicht klassische Ansätze wie Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus und Interaktionismus, um die biologischen und umweltbedingten Faktoren des Spracherwerbs zu beleuchten.

3. Das mentale Lexikon: Hier wird die Struktur und Speicherung von Wörtern im Gedächtnis sowie die semantische Organisation des Wortschatzes detailliert analysiert.

3.1 Aufbau und Organisation: Dieser Abschnitt untersucht, wie das mentale Lexikon systematisch strukturiert ist, um den schnellen Zugriff auf zehntausende Wörter zu gewährleisten.

3.2 Bedeutungserwerb: Hier stehen die kognitiven Voraussetzungen, wie die Objektpermanenz und der Symbolerwerb, im Zentrum, die es Kindern ermöglichen, Wortbedeutungen zu erschließen.

3.3 Erwerb von Wörtern: Dieser Teil befasst sich mit der rasanten Wortschatzentwicklung im Kleinkindalter, dem sogenannten Vokabelspurt sowie den Unterschieden zwischen referenziellen und expressiven Erwerbsstilen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Komplexität des Spracherwerbs sowie die Notwendigkeit, verschiedene theoretische Perspektiven zu kombinieren.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Erstspracherwerb, Mentales Lexikon, Wortschatzentwicklung, Bedeutungserwerb, Objektpermanenz, Symbolfunktion, Protowörter, Vokabelspurt, Behaviorismus, Nativismus, Kognitivismus, Interaktionismus, Referenzieller Stil, Expressiver Stil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem frühkindlichen Erstspracherwerb, insbesondere mit der Entwicklung des Wortschatzes und der Organisation des Wissens im sogenannten mentalen Lexikon.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsmodellen zum Spracherwerb, der kognitiven Basis für das Verstehen von Wörtern und der Dynamik der Wortschatzentwicklung in den ersten Lebensjahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Prozess der Sprachaneignung und die Bedeutung des mentalen Lexikons darzustellen, unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Theorien und Erkenntnisse aus der Kindesentwicklung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Gegenüberstellung unterschiedlicher sprachwissenschaftlicher und psychologischer Ansätze basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Beschreibung der Struktur des mentalen Lexikons sowie eine detaillierte Analyse der Schritte beim Erwerb von Wortbedeutungen und Wörtern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Erstspracherwerb, Mentales Lexikon, Wortschatzwachstum, kognitive Entwicklung sowie die verschiedenen Lerntheorien wie Nativismus und Interaktionismus.

Was genau ist unter dem sogenannten „Vokabelspurt“ zu verstehen?

Der Vokabelspurt beschreibt eine Phase, meist nach Erreichen der 50-Wörter-Schwelle, in der Kinder eine rasante Zunahme ihres aktiven Wortschatzes zeigen, häufig begleitet von der sogenannten Benenneinsicht.

Was ist der Unterschied zwischen referenziellen und expressiven Kindern?

Referenzielle Kinder gehen eher analytisch vor und erlernen bevorzugt Gattungsbezeichnungen für Objekte, während expressive Kinder einen ganzheitlicheren Stil pflegen und verstärkt personal-soziale Ausdrücke für Interaktionen nutzen.

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Details

Title
Das mentale Lexikon. Wortschatzerwerb im frühkindlichen Sprachgebrauch
College
Free University of Berlin  (Deutsche Philologie)
Course
Sprachstruktur und Sprachverwendung
Grade
2,5
Author
Julia O. (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V319918
ISBN (eBook)
9783668192188
ISBN (Book)
9783668192195
Language
German
Tags
Frühkindlicher Wortschatzerwerb Sprachstruktur Sprachverwendung mentales Lexikon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia O. (Author), 2012, Das mentale Lexikon. Wortschatzerwerb im frühkindlichen Sprachgebrauch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319918
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