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Ist die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt weiblich? Zum Wiedereinstieg nach der Karenz

Titel: Ist die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt weiblich? Zum Wiedereinstieg nach der Karenz

Seminararbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1

Autor:in: Marta Agnieszka Drelichowski (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt und stellt in diesem Zusammenhang die Frage, ob diese Vereinbarkeit ein spezifisch weibliches Phänomen ist.

Viele Variablen beeinflussen die Problematik der Vereinbarkeit, aber zwei Determinanten scheinen für die Lösung dieser Fragen ausschlaggebend: post-patriarchale-egalitäre Geschlechterverhältnisse in Beruf und Familie sowie ganztagsorientierte und vorschulische Bereuungsinfrastrukturen flexibler Art.

Der Staat sowie Unternehmen sind gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die dazu beitragen, die Balance zwischen Beruf und Familie zu ermöglichen. Ländervergleichende Studien zeigen, dass es keine „one-best-way“ dafür gibt. Vielmehr müssen sich die Regelungen an den Interessen der Arbeitnehmer UND Unternehmen orientieren sowie lokal/regional dem Bedarf angepasst werden.

Ein Bewusstseinswandel auf gesellschaftlicher Ebene erscheint unabdingbar (Scarr 1988), um einerseits berufstätige Mütter (vor allem jene mit kleinen Kindern unter 3 Jahren) zu entstigmatisieren als auch Männern die Anspruchnahme der Karenzzeit quasi „schmackhaft“ und somit salonfähig zu machen.

Zu aller erst müsste sich aber die finanzielle Leistung während der Karenz auf jeden Fall am Einkommen orientieren (neben weiteren Maßnahmen wie z.B. dem Elternurlaub oder steuerlichen Maßnahmen), zumal es vor dem Hintergrund der Maximierung des Haushaltseinkommens durchwegs rational erscheint, dass Mütter und nicht Väter ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen (Schweitzer, 2000). Gerade in der Phase der Familiengründung kommen die negativen Aspekte der Einkommensschere am stärksten zum Tragen.

Die faktische Gleichstellung von Mann und Frau sowohl im Berufs- als auch im Familienleben führt (paradoxerweise) nachweislich zu einer höheren Geburtenrate (Gender Gap Report 2007). Etwas überspitzt formuliert könnte somit der nächste Wahlkampfspruch lauten:

„Männer, an den Herd und zu den Kindern! Frauen zurück ins Büro!“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Familie und Arbeitswelt – ist die Vereinbarkeit weiblich?

2. Die Mutterrolle und ihre Einflussfaktoren

3. Psychische Belastungen

3.1 Erwerbsarbeit / Hausfrauenarbeit

3.2 Innerfamiliäre Arbeitsteilung

3.3 Psychisches Befinden / Zeit für Freunde/sich/Partner / Belastungsempfinden

3.4 Ehezufriedenheit / Partnerschaft

3.5 Konklusion

4. Lösungsansätze im Vergleich

4.1 Österreich – Lösung in Sicht oder kommt der nächste Flop?

4.2 Andere industrialisierte Länder

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und psychischen Belastungen von Müttern im Kontext der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Normen, Rollenbilder und ökonomische Rahmenbedingungen die Situation beeinflussen und welche Lösungsansätze in Österreich sowie anderen industrialisierten Ländern zur Verbesserung der Chancengleichheit und Zufriedenheit existieren.

  • Historische und gesellschaftliche Determinanten der Mutterrolle
  • Analyse psychischer Belastungen bei berufstätigen Müttern
  • Innerfamiliäre Arbeitsteilung und Geschlechterrollen
  • Vergleichende Analyse politischer Lösungsansätze in Österreich und dem Ausland
  • Bedeutung von Gleichstellung für Geburtenraten und Lebenszufriedenheit

Auszug aus dem Buch

3.1 Erwerbsarbeit / Hausfrauenarbeit

Viele Frauen, welche zu Hause bleiben und sich dem Erwerbsleben entziehen, leiden zunehmend an einem mangelndem Selbstbewusstsein (Schulz 2000). Definierten sich früher viele Frauen über ihren sozialen Status, der zumeist durch ihren Ehemann bedingt war (Paetzold 1996, Roland-Schellack 1994, Fellner 1992), sind Frauen heute rein theoretisch keine Grenzen mehr gesetzt, wenn sie beruflich erfolgreich sein wollen; die Praxis sieht naturgemäß anders aus (Stichwort: gläserne Decke).

Der Beruf der „Hausfrau“ und die Hausfrauentätigkeit per se besitzen ein sehr geringes soziales Prestige (Klugger 1996). Obwohl diese Arbeit enorm wichtige Aufgaben für die Gesellschaft erfüllt, wird sie nicht entlohnt, nicht respektiert und auch nicht anerkannt. Soziale Isolation sowie ein eingeschränkter finanzieller Handlungsspielraum sind weitere negative Aspekte. Die positiven Seiten, wie freie Zeiteinteilung, Zeit für die Kinder und soziale Kontakte wiegen die oben erwähnten Nachteile nicht unbedingt auf. Kein Wunder also, dass kaum Männer in Karenz gehen.

Bezüglich der Anzahl der Kinder zeigte Klugger (Klugger 1996), dass erwerbstätige Frauen signifikant seltener zwei oder mehr Kinder haben. Diese wollen auch nach der Karenzzeit (diese betrug während der Durchführung der Studie gesetzlich 12 Monate) wieder berufstätig sein, denn sie schätzen die Anerkennung im Beruf und den Kontakt zu Arbeitskollegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Familie und Arbeitswelt – ist die Vereinbarkeit weiblich?: Einführung in die steigende Bildungsbeteiligung von Frauen und die damit einhergehende Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

2. Die Mutterrolle und ihre Einflussfaktoren: Analyse der prägenden Faktoren wie Religion, Gesellschaft und historisches Kinderbild, die das heutige Rollenverständnis von Müttern formen.

3. Psychische Belastungen: Untersuchung der psychischen Auswirkungen auf Mütter durch gesellschaftliche Anforderungen, unterteilt in Teilaspekte wie Arbeitsteilung, Wohlbefinden und Partnerschaft.

4. Lösungsansätze im Vergleich: Kritische Betrachtung der politischen Maßnahmen in Österreich im Vergleich zu anderen Industrienationen hinsichtlich ihrer Effektivität.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über die Notwendigkeit post-patriarchaler Strukturen und der Appell an Staat und Unternehmen zur Gestaltung familienfreundlicher Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Mutterrolle, psychische Belastung, Geschlechterrollen, Erwerbstätigkeit, Hausfrauentätigkeit, Kinderbetreuung, Gleichstellung, Karenzzeit, soziale Isolation, Arbeitsklimaindex, Geburtenrate, Rollenbilder, Burn-out.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Problematik, wie Mütter den Spagat zwischen Erwerbstätigkeit und familiären Verpflichtungen in der heutigen Gesellschaft bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Mutterrolle, den psychischen Belastungen durch Rollenkonflikte sowie den Auswirkungen politischer Rahmenbedingungen auf die Vereinbarkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Einflüsse und mangelnde Infrastruktur die Mütter belasten und welche strukturellen Veränderungen für eine echte Gleichstellung notwendig wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Studien und statistischer Daten, um ein fundiertes Bild der Situation berufstätiger und nicht-berufstätiger Mütter zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren der Mutterrolle, die psychischen Folgen wie Burn-out oder mangelndes Selbstwertgefühl und vergleicht die politischen Strategien verschiedener Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Vereinbarkeit, Mutterrolle, Erwerbsbeteiligung, Geschlechtergerechtigkeit und psychisches Befinden definieren.

Warum spielt die Bildung der Frau eine zentrale Rolle für die innerfamiliäre Arbeitsteilung?

Die Studie zeigt, dass das Ausmaß der Mithilfe von Männern im Haushalt positiv mit dem Bildungsniveau der Frau korreliert, was auf einen Zusammenhang zwischen Bildung und einer egalitäreren Rollenverteilung hindeutet.

Wie bewertet die Autorin die bisherigen Maßnahmen in Österreich?

Die bisherigen Maßnahmen wie das Kinderbetreuungsgeld werden als weitgehend unzureichend und wenig bedürfnisorientiert bewertet, was sich in der Schwierigkeit des Wiedereinstiegs für hochqualifizierte Frauen widerspiegelt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt weiblich? Zum Wiedereinstieg nach der Karenz
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Angewandte Psychologie: Gesundheit, Entwicklung und Förderung)
Veranstaltung
Lebenslanges Lernen im familialen Kontext
Note
1
Autor
Marta Agnieszka Drelichowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V319859
ISBN (eBook)
9783668232761
ISBN (Buch)
9783668232778
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wiedereinstieg Karenz; Vereinbarkeit Beruf - Familie; Gleichstellung Mann - Frau Zufriedenheits Hausarbeit Mutterrolle Zufriedenheit in der Karenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marta Agnieszka Drelichowski (Autor:in), 2008, Ist die Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt weiblich? Zum Wiedereinstieg nach der Karenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319859
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Leseprobe aus  15  Seiten
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