Die öffentliche Hand hat in den letzten Jahren ein steigendes Interesse an der Umsetzung von Projekten mit dem Ansatz von Public Private Partnership (PPP). Die öffentliche Hand versucht durch die Umsetzungen von PPP-Projekten öffentliche Aufgaben an einen privaten Partner abzugeben. In der nachfolgenden Arbeit wird die optimale Risikoallokation zwischen dem öffentlichen und privaten Partner untersucht. Die Aufteilung soll am Ende für die Parteien einen Näherungswert für den optimalen Nutzen darstellen. Die Allokation sollte unter bestimmten Bedingungen erfolgen, damit das Know-how und das vom Vertragspartner einzugehende Risiko ideal berücksichtigt wird.
Die desolate Finanzsituation in den Kommunen treibt zu effizienteren und kostengünstigeren Alternativen zur Umsetzung von öffentlichen Projekten. Beispiele dafür sind die notwendigen Straßenbau- oder Hochbauprojekte von öffentlichen Einrichtungen. Mit einer öffentlichen-privaten Partnerschaft können gezielt Risiken ganz oder zumindest teilweise an den privaten Partner weitergegeben werden.
Bei der Durchführung eines PPP-Projektes ist es von zentraler Bedeutung, wie das Risiko über die gesamte Laufzeit von jedem Vertragspartner gewichtet oder aufgeteilt ist. Die öffentliche Hand hat ein Interesse daran, die eigenen Risiken bei einer Auslagerung der Leistungserbringungsmaßnahmen an ein privates Unternehmen minimiert werden. Das private Unternehmen soll dadurch motiviert werden, eine kosteneffiziente Umsetzung des Projektes zu gewährleisten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit und Gang der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen des Public-Private Partnership
2.1 Historie und Begriffsbestimmung
2.2 Modellvarianten von Public-Private Partnership
2.3 Möglichkeiten der Finanzierungsart
2.4 Risiken bei Public-Private Partnership
3. Kritische Analyse der Risikoallokation bei Public-Private Partnership
3.1 Aufteilung der Risiken auf die Vertragspartner
3.2 Kritische Würdigung und Handlungsempfehlung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die optimale Risikoallokation zwischen öffentlichen und privaten Partnern bei Public-Private Partnership-Projekten (PPP). Ziel ist es, einen Näherungswert für eine gerechte Risikoverteilung zu ermitteln, der eine effiziente Projektrealisierung unter Berücksichtigung der spezifischen Kompetenzen und Risikotragfähigkeiten der Vertragspartner ermöglicht.
- Historische Entwicklung und Begriffsdefinitionen von PPP
- Analyse gängiger PPP-Modellvarianten und Finanzierungsstrukturen
- Systematisierung von globalen und projektspezifischen Risiken
- Kritische Untersuchung der Risikoallokationsmechanismen
- Handlungsempfehlungen für eine effiziente Projektumsetzung
Auszug aus dem Buch
2.4 Risiken bei Public-Private Partnership
Als nächstes werden die diversen Risikogesichtspunkte bei einem PPP durchleuchtet und aufgelistet. Es gibt ein großes Bündel an Risiken bei einem PPP. Auf dieser Grundlage wird diese Arbeit sich nur mit ausgewählten Risikoarten auseinander setzten. Bei den Risiken wird in zwei Kategorien unterteilt. Zum einem das globale Risiko und zum anderen in das lokale projektspezifische Risiko. Das projektbezogene Risiko, ist ein beeinflussbares und in großen Teilen kalkulierbares Risiko. Bei globalem Risiko handelt es sich um ein unkontrollierbares und nicht unbedingt vorhersehbares Ereignis, welches von Außen das PPP-Projekt negativ beeinflussen kann. Im Allgemeinen sind Risiken einen negativen vom Sollzustand abweichenden Istzustand, welcher evtl. Kosten erhöht oder das gesamte Projekt gefährdet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz von Public-Private Partnerships zur Bewältigung öffentlicher Investitionsdefizite ein und benennt die Problemstellung der Risikoallokation.
2. Theoretische Grundlagen des Public-Private Partnership: Das Kapitel erläutert die Historie, Begriffsbestimmungen, Modellvarianten sowie verschiedene Finanzierungsarten und Risikokategorien im PPP-Kontext.
3. Kritische Analyse der Risikoallokation bei Public-Private Partnership: Dieser Abschnitt analysiert die gezielte Aufteilung von Risiken auf die Vertragspartner und enthält eine kritische Würdigung sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine ausgewogene Risikoallokation für das bilaterale Interesse einer effizienten Projektrealisierung und Motivation der Partner essenziell ist.
Schlüsselwörter
Public-Private Partnership, PPP, Risikoallokation, Projektfinanzierung, Unternehmensfinanzierung, Infrastrukturprojekte, Risikomanagement, Öffentliche Hand, Effizienzsteigerung, Vertragsgestaltung, Projektrisiken, Globale Risiken, Baurisiko, Betriebsrisiko
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse von Public-Private Partnership-Projekten (PPP) in Europa, mit einem besonderen Fokus auf die Verteilung von Projektrisiken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von PPPs, die verschiedenen Finanzierungsmodelle und die systematische Einordnung sowie Aufteilung von Risiken zwischen öffentlichem und privatem Partner.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Ansätze für eine optimale Risikoallokation zu finden, die zu einem effizienten Ressourceneinsatz und einer erfolgreichen Projektumsetzung führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung der Fachliteratur und der Systematisierung von PPP-Modellen und Risikokategorien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der PPP-Konzepte (Modelle, Finanzierung) und eine kritische Analyse der Risikoallokation, bei der konkrete Risikoarten untersucht und bewertet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie PPP, Risikoallokation, Projektfinanzierung, Effizienzsteigerung und Vertragsgestaltung charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Unternehmens- und Projektfinanzierung so wichtig?
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie bestimmt, ob die Finanzierung in das Unternehmen integriert wird oder über eine gesonderte Gesellschaft erfolgt, was direkte Auswirkungen auf die Haftung und die Finanzierungskosten hat.
Was unterscheidet globale Risiken von projektspezifischen Risiken?
Projektbezogene Risiken sind kalkulierbar und durch die Partner beeinflussbar, während globale Risiken unkontrollierbare Ereignisse von außen darstellen, die nicht direkt beeinflussbar sind.
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- Sebastian Palm (Author), 2016, Eine kritische Analyse von Public Private Partnership in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319811