Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Ausarbeitung einer wirkungsvollen und teilnehmerorientierten Präsentation im geschäftlichen Umfeld. Zu Beginn der Arbeit werden vier häufig begangene Fehler im Rahmen einer Präsentation aufgezeigt. Anschließend wird auf den Präsentationstil des Autors Reynolds, „nackt präsentieren“, kurz eingegangen.
Das zentrale Thema der Arbeit ist jedoch die treffende Zielgruppenanalyse und deren Auswirkung auf die Ausarbeitung und Argumentation. Dafür bedient sich der Präsentator zweierlei Tools. Das erste Tool (das System der Limbischen Instruktionen) erlaubt dem Präsentator die Werte seiner zukünftigen Teilnehmer zu antizipieren. Das zweite Tool (HBDI™) hilft ihm, die Denkstile seiner Zuhörer im Voraus zu erahnen.
Mithilfe des Limbischen Kommunikationsmodell wird dem Präsentator die Verwendung multidimensionaler Rhetorik ermöglicht. Dieses Modell, welches den Menschen in vier unterschiedliche Typen unterteilt (logisch, strukturiert, gefühlvoll, experimentell), erlaubt ihm, von jedem Teilnehmer richtig verstanden zu werden. Gleichzeitig wird aufgeführt, wie eine Präsentation in sieben Schritten perfekt ausgearbeitet werden kann. Während der Ausarbeitung wird zudem ersichtlich, wieso die Zielgruppenanalyse so wichtig ist. Denn diese stellt das Fundament, auf welcher die Augmentation und deren Belegung aufbauen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung Präsentation
3. Häufige Fehler
3.1 Zwei unverkennbare Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration
3.2 Die Frage nach dem Warum?
3.3 Informationsmenge
4. Die Kunst, nackt zu präsentieren
5. Das Limbische Kommunikationsmodell
5.1 Limbische Instruktionen und das HBDI™
5.2 Das Limbische Kommunikationsmodell
6. Mit sieben Schritten zur teilnehmerorientierten Präsentation
6.1 Oase der Ruhe kreieren
6.2 Das eigene Präsentationsziel festlegen
6.3 Teilnehmer analysieren
6.4 Kernbotschaften bestimmen
6.5 Kernbotschaften belegen
6.6 Gliederung erstellen
6.7 Digitale Ausarbeitung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie eine wirkungsvolle und teilnehmerorientierte Präsentation im geschäftlichen Umfeld durch die Anwendung des Limbischen Kommunikationsmodells nach Hermann-Ruess und des Konzepts „nackt präsentieren“ von Reynolds methodisch fundiert erstellt werden kann.
- Analyse häufiger Fehler in heutigen Präsentationen
- Einsatz des Systems der Limbischen Instruktionen zur Werteidentifikation
- Anwendung des Herrmann-Brain-Dominanz-Instruments (HBDI™) zur Denkstilbestimmung
- Multidimensionale Rhetorik zur zielgruppengerechten Kommunikation
- Strukturierung des Präsentationsaufbaus in sieben Schritten
Auszug aus dem Buch
3.1 Zwei unverkennbare Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration
In der heutigen Berufswelt herrschen harte Konditionen für Akquise-Präsentationen. Nicht selten geschieht es, dass Präsentatoren keine Erfolge verbuchen können, obwohl sie professionell vorbereitet waren. Woran liegt das? Die Autorin Hermann-Ruess (2009, S. 7f.) zeigt zwei typische Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration auf. Der erste Irrtum ist ein Glaube an die Vorherrschaft durch PowerPoint. Zwar ist PowerPoint technisch betrachtet ein sehr hilfreiches und effektives Werkzeug in punkto Visualisierung, jedoch pflegen viele Präsentatoren nicht den richtigen und erfolgreichen Umgang mit dieser Software. Ein grober Fehler im Umgang damit besteht darin, die Technik in den Vordergrund zu stellen.
Der Präsentator rückt hiermit in den Hintergrund und wird weitestgehend unwichtig, da er nur noch mit dem Ablesen der Folien beschäftigt ist. Somit bricht jegliche Verbindung zum Publikum ab und was folgt ist im schlimmsten Falle eine Kommunikationsbarriere. Nach wie vor gilt: „Es sind immer noch die Menschen, die uns überzeugen und nicht die Technik“, wie Hermann-Ruess (2011, S. 8) treffend beschreibt, egal wie genial diese auch sein mag. Der zweite Irrtum liegt bei der Verwendung eindimensionaler Rhetorik. Die Ursache hierfür ist eine fehlende oder gar mangelhafte Zielgruppenanalyse. Zur Folge hat dies, dass der Präsentator auf sprachlicher Ebene die wenigsten seiner Zuhörer erreichen kann. Einige ermüden bereits nach kurzer Zeit, andere äußern sich skeptisch und wieder andere blocken einfach ab. Das alles kann der Präsentator durch eine treffende Zielgruppenanalyse und einer multidimensionalen Rhetorik weitestgehend vermeiden. Wie dies erfolgreich gelingt, wird in den folgenden Kapiteln genauer erläutert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz moderner Präsentationen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der methodischen Ausarbeitung wirkungsvoller Vorträge im geschäftlichen Kontext.
2. Begriffsklärung Präsentation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Präsentation und unterscheidet zwischen Darbietungen mit und ohne visuelle Hilfsmittel.
3. Häufige Fehler: Hier werden typische Stolpersteine wie die Überbetonung von Technik, fehlende inhaltliche Relevanz („Warum?“) und eine Überlastung des Arbeitsgedächtnisses analysiert.
4. Die Kunst, nackt zu präsentieren: Das Kapitel führt das Konzept des „nackt präsentierens“ ein, welches den Fokus auf Natürlichkeit und das Weglassen Überflüssigen legt.
5. Das Limbische Kommunikationsmodell: Es werden die theoretischen Grundlagen (Limbische Instruktionen, HBDI™) erläutert, die das Fundament für die typgerechte Ansprache von Zuhörern bilden.
6. Mit sieben Schritten zur teilnehmerorientierten Präsentation: Dieser Hauptteil beschreibt den konkreten Prozess der Erstellung, von der Vorbereitung über die Analyse bis hin zur Gliederung und digitalen Ausgestaltung.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Zielgruppenanalyse und multidimensionaler Rhetorik für eine erfolgreiche, teilnehmerorientierte Präsentationsgestaltung zusammen.
Schlüsselwörter
Präsentation, Geschäftliches Umfeld, Limbisches Kommunikationsmodell, Hermann-Ruess, Zielgruppenanalyse, Limbische Instruktionen, HBDI, Teilnehmerorientierung, Multidimensionale Rhetorik, Kernbotschaften, Präsentationsstil, Arbeitsgedächtnis, Überzeugungsstrategie, Kommunikation, Nackt präsentieren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Ausarbeitung effektiver und teilnehmerorientierter Präsentationen im geschäftlichen Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Zielgruppenanalyse, die Anwendung des Limbischen Kommunikationsmodells sowie Strategien zur Steigerung der Präsentationswirkung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Zielgruppenanalyse und den Einsatz limbischer Rhetorik eine Präsentation für jeden Zuhörertyp optimiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachspezifischer Literatur zur Kommunikationspsychologie und Präsentationstechnik basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden häufige Präsentationsfehler analysiert und ein konkreter 7-Schritte-Leitfaden für eine erfolgreiche Ausarbeitung vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Limbisches Kommunikationsmodell, Zielgruppenanalyse, HBDI, Teilnehmerorientierung und Rhetorik.
Welche Rolle spielt die „Limbic Map“ in diesem Dokument?
Sie dient dem Präsentator als Werkzeug, um die Werte seiner Zielgruppe zu identifizieren und die Botschaften entsprechend anzupassen.
Warum betont der Autor die Notwendigkeit von „nacktem Präsentieren“?
Um die Technik (wie PowerPoint) nicht in den Vordergrund zu stellen und stattdessen eine echte, ehrliche Verbindung zum Publikum aufzubauen.
Wie definiert der Autor das „Modem“ der Limbischen Rhetorik?
Es fungiert als Übersetzungstool, um die eigene Kernbotschaft in den Sprach- und Denk-Code des jeweiligen Empfängertyps zu übersetzen.
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- Thomas Bergdoll (Author), 2014, Das Limbische Kommunikationsmodell nach Hermann-Ruess. Ausarbeitung einer wirkungsvollen Präsentation im geschäftlichen Umfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319404