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Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Ist der Ansatz von Peter Berger und Hansfried Kellner immer noch aktuell?

Title: Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Ist der Ansatz von Peter Berger und Hansfried Kellner immer noch aktuell?

Term Paper , 2014 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kamila Cyrulik (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit ist der sozialen Konstruktion des Wissens gewidmet. Sie setzt sich mit einem speziellen Fall von Wirklichkeit auseinander, nämlich derjenigen, die in einer Ehe zwischen zwei Menschen entsteht. Mit diesem Thema beschäftigen sich Peter Berger und Hansfried Kellner.

Der von den beiden Autoren stammende mikrosoziologische Absatz „Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Abhandlung zur Mikrosoziologie des Wissens“ wurde im Jahr 1965 veröffentlicht. In diesem gehen sie der Frage nach, welchen Einfluss die Eheschließung auf die Wirklichkeitskonstruktion der Ehepartner ausübt und welche gesellschaftlichen Prozesse mit einer Heirat einhergehen. Wie aktuell ist aber dieses wissenssoziologische Werk angesichts der heute zu beobachtenden Pluralisierung von Lebensformen und damit einhergehenden wachsenden Lebensansprüchen von Menschen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Phänomenologische Grundlagen für Wirklichkeitskonstruktionen

3 Ehe und Familie heute und im Kontext von Berger und Kellner

3.1 Ehe als „Fundament“ der Familie

3.2 Ehe als nomischer Bruch und nomosbildendes Instrument

3.2.1 Ehe als „dramatischer Vorgang“

3.2.2 Der identitätsbildende und stabilisierende Charakter des ehelichen Gesprächs

3.3 Liebe als „Steuerungsinstanz“ der Institution Ehe

4 Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Aktualität des soziologischen Ansatzes von Peter Berger und Hansfried Kellner zur Konstruktion der Wirklichkeit innerhalb der Ehe. Dabei wird analysiert, inwieweit die mikrosoziologische Theorie von 1965 angesichts der heutigen Pluralisierung von Lebensformen und veränderter Heiratsmuster weiterhin Bestand hat oder ob sie durch den modernen gesellschaftlichen Wandel an Gültigkeit verloren hat.

  • Phänomenologische Grundlagen der sozialen Wirklichkeitskonstruktion
  • Die Ehe als nomosbildendes Instrument und Schutz vor Anomie
  • Die Rolle der Kommunikation und des ehelichen Gesprächs für die Identitätsbildung
  • Der Wandel von der romantischen zur partnerschaftlichen Liebe
  • Familiensoziologische Perspektiven auf Eheschließung und soziale Stabilität

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Ehe als „dramatischer Vorgang“

Laut Berger und Kellner ist die Ehe „ein dramatischer Vorgang, bei dem zwei Fremde aufeinander treffen und sich neu definieren.“ Die Herausforderung jeder Ehe besteht somit darin, das Leben zweier verschiedener Menschen und den von ihnen im bisherigen Leben gesammelten „Erfahrungsschatz“ aneinander anzupassen und eine gemeinsame Wirklichkeit aufzubauen. Die Schwierigkeit hierbei resultiert aus der Tatsache, dass die Partner aus zwei unterschiedlichen Face-to-Face - Bereichen kommen und es einer so genannten „dramatischen Re-Definition“ bedarf, um daraus eine gemeinsame Welt zu erschaffen. Die Ehe wird so zu einer Hauptinstanz für die soziale Konstruktion der Wirklichkeit, in der sich die Partner gegenseitig in ständigen Interaktionen re-definieren. Mit den Worten von Elisabeth Beck-Gernsheim: „Im Zusammenleben von Mann und Frau wird ein gemeinsames Universum aus Interpretationen, Urteilen, Erwartungen aufgebaut, das von den trivialen Geschehnissen des Alltags bis zu den großen Ereignissen der Weltpolitik reicht.“

Die Ehepartner nehmen obendrein mit der Zeit die Rolle des sogenannten „signifikanten anderen par excellence“ füreinander ein, sie werden also zu der wichtigsten Person der gegenwärtigen Wirklichkeit des Anderen. Dementsprechend müssen in dem gemeinsamen Leben alle Vorgänge, die vollzogen werden, auf den Partner ausgerichtet werden. Dies bestätigen die folgenden Worte: „In der Ehe müssen alle Handlungen des einen Partners im Bezug zu denen des anderen entworfen werden. Die Definition der Wirklichkeit durch den einen müssen fortwährend in Korrelation zu denen des anderen gesetzt werden. Der andere ist in fast allen Sinnhorizonten des Alltagslebens gegenwärtig.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die wissenssoziologischen Grundlagen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Aktualität des Berger-Kellner-Ansatzes zur Ehe.

2 Phänomenologische Grundlagen für Wirklichkeitskonstruktionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Basisannahmen zur Konstruktion des Alltags, der Intersubjektivität und der gesellschaftlichen Typisierungssysteme.

3 Ehe und Familie heute und im Kontext von Berger und Kellner: Dieser Hauptteil beleuchtet den historischen Wandel von Ehe und Familie unter Berücksichtigung moderner Individualisierungsprozesse.

3.1 Ehe als „Fundament“ der Familie: Hier wird der Rückgang der Eheschließungsraten kritisch beleuchtet und dem Berger-Kellner-Konzept der „Frühehe“ gegenübergestellt.

3.2 Ehe als nomischer Bruch und nomosbildendes Instrument: Dieses Kapitel untersucht die ordnungsstiftende Funktion der Ehe als Schutzschild gegen soziale Anomie.

3.2.1 Ehe als „dramatischer Vorgang“: Fokus auf der wechselseitigen Definition der Partner und der gemeinsamen Schaffung einer neuen Wirklichkeit.

3.2.2 Der identitätsbildende und stabilisierende Charakter des ehelichen Gesprächs: Analyse der Kommunikation als zentrales Instrument zur Objektivierung und Reparatur der gemeinsamen ehelichen Welt.

3.3 Liebe als „Steuerungsinstanz“ der Institution Ehe: Untersuchung der romantischen Liebe als treibende Kraft und deren Wandel in der modernen Gesellschaft.

4 Schlussfolgerung: Das Fazit bestätigt die anhaltende Relevanz des Ansatzes von Berger und Kellner, da ihr Modell der Wirklichkeitskonstruktion auch auf alternative Partnerschaftsformen übertragbar ist.

Schlüsselwörter

Ehe, Wirklichkeitskonstruktion, Wissenssoziologie, Berger und Kellner, soziale Institution, Nomos, Identitätsbildung, Alltagswirklichkeit, Romantische Liebe, Sozialisation, Intersubjektivität, Familiensoziologie, Typisierung, Partnerschaft, Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das 1965 von Peter Berger und Hansfried Kellner entwickelte Modell der ehelichen Wirklichkeitskonstruktion im Kontext heutiger, pluralistischer Lebensformen noch als soziologischer Erklärungsrahmen dienen kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Phänomenologie der Alltagswirklichkeit, die institutionelle Funktion der Ehe zur Ordnungsschaffung (Nomos) sowie die Bedeutung von Kommunikation und Liebe für moderne Paarbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Prüfung der Aktualität der Berger-Kellner-Thesen durch den Abgleich mit aktuellen statistischen Daten und modernen soziologischen Definitionen von Familie und Partnerschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine wissenssoziologische Theoriearbeit, die den klassischen Ansatz von Berger und Kellner durch Literaturanalyse und den Vergleich mit zeitgenössischen Diskursen (z.B. von Beck oder Nave-Herz) kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ehe als ordnungsbildendes Instrument, die Dynamik der partnerschaftlichen Identitätsbildung durch Kommunikation („eheliches Gespräch“) sowie den Spannungsbogen zwischen romantischem Ideal und den Anforderungen des Alltags.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirklichkeitskonstruktion, nomischer Bruch, Dramatischer Vorgang, Intersubjektivität und der Wandel zur partnerschaftlichen Liebe.

Inwiefern hat sich die Rolle der Ehe laut der Autorin verändert?

Die Autorin stellt fest, dass die Ehe zwar ihre exklusive Stellung als „Fundament“ der Familie verloren hat und seltener eingegangen wird, dennoch als idealtypisches Konstrukt und für die Identitätsbildung der Partner weiterhin eine signifikante Rolle spielt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Kindern in der modernen Ehe?

Basierend auf Berger und Kellner fungieren Kinder als Stabilisatoren, die in den elterlichen Typisierungsapparat integriert werden und zur Festigung der von den Partnern konstruierten Wirklichkeit beitragen.

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Details

Title
Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Ist der Ansatz von Peter Berger und Hansfried Kellner immer noch aktuell?
College
University of Trier
Course
Wissensoziologie
Grade
1,3
Author
Kamila Cyrulik (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V319399
ISBN (eBook)
9783668184886
ISBN (Book)
9783668184893
Language
German
Tags
konstruktion wirklichkeit ansatz peter berger hansfried kellner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kamila Cyrulik (Author), 2014, Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Ist der Ansatz von Peter Berger und Hansfried Kellner immer noch aktuell?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319399
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