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Einsatz und Akzeptanz der ICF in der psychiatrischen Rehabilitation

Titel: Einsatz und Akzeptanz der ICF in der psychiatrischen Rehabilitation

Forschungsarbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bernd Palmen (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) wurde im Mai 2001 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabschiedet. Die WHO richtet damit einen erweiterten Blick auf Probleme der Gesundheit und Einschränkungen der Teilhabe. Die WHO verfolgt mit der ICF unter anderem Ziele, wie das Schaffen einer wissenschaftlichen Grundlage für das Verstehen und das Studium des Gesundheitszustandes und den Aufbau einer Basis zur Umsetzung von rehabilitativen Interventionsmodellen.

Grundsätzlich soll die ICF einen Rahmen für die Beseitigung oder den Abbau von gesellschaftsbedingten Hindernissen bieten und die soziale Unterstützung verbessern. Durch die Wahrnehmung und Beachtung von Partizipationsmöglichkeiten sowie Umwelt- und personenbezogener Faktoren soll der sozialen Dimension des Menschen stärker Rechnung getragen werden.

Mit der Einführung der ICF in die Praxis der psychiatrischen Eingliederungshilfe im Wohnverbund und Betreuten Wohnen der A B GmbH vor etwa 2 Jahren steht den Mitarbeitern/Innen ein Instrument zur Verfügung, das eine umfassendere Orientierung zur individuellen Teilhabeplanung ermöglichen soll. Insbesondere die Teilhabeperspektive mit einem Verständnis von Behinderung als bio-psycho-soziales Gesundheitsproblem unter Einbeziehung beruflicher und sozialer Ressourcen sowie förderlicher und hemmender Kontextfaktoren spielt in der Betreuung der Klienten eine zentrale Rolle.

Wie können Mitarbeiter/Innen in der Praxis die ICF nutzen und davon profitieren? Mit etwa 1400 Kategorien und 30 Kapiteln weist die ICF eine komplexe Struktur und eine Vielzahl von Anwendungsgebieten auf, die die Handhabung im praktischen Alltag erschwert.

In der vorliegenden Arbeit wird der Transfer der ICF in der psychiatrischen Rehabilitation am Beispiel des Wohnverbunds und Betreuten Wohnens der AB GmbH untersucht. Dazu wurden vier Sozialarbeiterinnen, ein Sozialarbeiter und ein Gesundheits- und Krankenpfleger befragt. Das vorrangige Forschungsinteresse bestand darin, durch Befragungen von Experten (Experteninterviews) herauszufinden, wie der Kenntnisstand und die Grundeinstellungen zur ICF sind und welche Chancen das Modell bietet bzw. wo die Schwierigkeiten im Umgang damit liegen. Die Erhebung des Status Quo seit der Einführung der ICF sollte der Auseinandersetzung im Rahmen der Professionalitäten der Teammitglieder und der Reflexion und Weiterentwicklung der Anwendungsmöglichkeiten des Instruments dienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Thema und Zielsetzung der Studie

2. Methodisches Vorgehen

3. Darstellung der Ergebnisse

3.1 Kenntnisse zur ICF

3.2 Handhabung und Verwendbarkeit des Instruments

3.3 Bewertung des Modells

3.4 Verbesserungs-/Veränderungswünsche

4. Interpretation und Bewertung der Ergebnisse

5. Literatur

Zielsetzung & Themen der Studie

Die vorliegende explorative Pilotstudie untersucht den Transfer und die Akzeptanz der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der psychiatrischen Rehabilitation am Beispiel eines Wohnverbunds. Ziel ist es, den Kenntnisstand der Mitarbeiter, deren Grundeinstellungen zum Modell sowie praktische Chancen und Schwierigkeiten bei der Anwendung im Arbeitsalltag zu identifizieren.

  • Implementierung der ICF in der psychiatrischen Eingliederungshilfe
  • Expertenerhebung zu Fachwissen und Anwendungserfahrungen
  • Bio-psycho-soziales Modell als Grundlage für die Teilhabeplanung
  • Herausforderungen durch Komplexität und Differenzierung des Instruments
  • Bedeutung der ICF für das professionelle Selbstverständnis

Auszug aus dem Buch

Handhabung und Verwendbarkeit des Instruments

Aus der zweiten Hauptkategorie entstanden zwei weitere Unterkategorien. Es wurde häufig darauf hingewiesen, dass durch die Nutzung des Modells bzw. durch die damit verbundene Betrachtungsweise des Menschen berufliche Kompetenzen gefestigt werden können (Subkategorie 1: "Verankerung beruflicher Kompetenzen").

Dazu erklärte ein Interviewpartner: "Für uns Sozialarbeiter kann die ICF von Bedeutung sein, dass wir zeigen können, dass durch sie diagnostische Einschätzungen gegeben werden können, die validierbar sind, Allgemeingültigkeit haben und wissenschaftlichen Standards entsprechen (...)"

Durch die Verwendung des Klassifikationsmodells wurde ebenfalls eine Chance darin gesehen, Grundsätze der Sozialarbeit, die mit zentralen Elemente des Modells übereinstimmen, aufzeigen zu können, um dem stellenweise existierenden fragilen Selbstverständnis der Sozialarbeiter/Innen entgegenzuwirken. Es wurde weiterhin angemerkt, dass durch die Anwendung des Instruments das eigene Denken und Handeln stärker reflektiert werde. Wenn eine Formulierung im Zusammenhang mit der Möglichkeit, durch das Instrument, die eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern oder festigen zu können, stand, wurde diese der Unterkategorie "Verankerung beruflicher Kompetenzen" zugeordnet.

Vier der Befragten gaben an, dass sie die ICF beim Schreiben des individuellen Hilfeplans als nützlichen Leitfaden ansehen. Die ICF wird als Orientierungshilfe und Erleichterung für die Erarbeitung und das Schreiben des Hilfeplans erachtet. Aus Aussagen, die in enger Verbindung zur Verwendbarkeit des Instruments für das Schreiben der Hilfepläne standen, wurde die zweite Subkategorie "Wegweiser für den Individuellen Hilfeplan" gebildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema und Zielsetzung der Studie: Einführung in die ICF als WHO-Klassifikation und Darlegung der Forschungsabsicht, deren Anwendbarkeit in der psychiatrischen Eingliederungshilfe zu prüfen.

2. Methodisches Vorgehen: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels leitfadengestützter Experteninterviews und der angewandten inhaltsanalytischen Auswertungsmethodik.

3. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten, unterteilt in Kenntnisstand, praktische Anwendung, Modellbewertung und Veränderungsbedarfe der Fachkräfte.

3.1 Kenntnisse zur ICF: Zusammenfassung der wahrgenommenen Konzepte wie Umweltfaktoren, bio-psycho-soziales Modell und funktionale Gesundheit durch die befragten Experten.

3.2 Handhabung und Verwendbarkeit des Instruments: Analyse der Rolle der ICF bei der Hilfeplanung und der Stärkung des professionellen Selbstverständnisses der Mitarbeiter.

3.3 Bewertung des Modells: Darstellung der kritischen Reflexion bezüglich der Komplexität, des Nutzens und der Gefahr einer rein monetären Verwendung des Modells.

3.4 Verbesserungs-/Veränderungswünsche: Identifikation konkreter Bedarfe für Fortbildungen, Einarbeitungskonzepte und interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten.

4. Interpretation und Bewertung der Ergebnisse: Synthese der Einzelergebnisse zu einem Gesamtbild der ICF-Implementierung und Diskussion der Theorie-Praxis-Verknüpfung.

5. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Materialien zur Studie.

Schlüsselwörter

ICF, psychiatrische Rehabilitation, Teilhabeplanung, Wohnverbund, Experteninterview, bio-psycho-soziales Modell, soziale Arbeit, funktionale Gesundheit, Eingliederungshilfe, Implementierung, Professionalität, Kontextfaktoren, Hilfeplan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das internationale Klassifikationssystem ICF in der psychiatrischen Eingliederungshilfe durch Mitarbeiter praktisch genutzt wird und wie diese die Anwendung bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentral sind der Wissenstand der Fachkräfte über die ICF, die Anwendung des Modells im Alltag der Hilfeplanung sowie die Auseinandersetzung mit der Komplexität und den Chancen dieses Instruments für die soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Status Quo der ICF-Anwendung in einem spezifischen Wohnverbund zu erheben, um durch Reflexion und Expertenbefragungen Potenziale für die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Arbeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Einzelfallanalyse in Form einer qualitativen Evaluation durchgeführt, bei der leitfadengestützte Experteninterviews mit Sozialarbeitern und einer Pflegekraft inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ergebnisse (Kenntnisse, Anwendung, Bewertung, Veränderungswünsche) und deren anschließende Interpretation im Hinblick auf das professionelle Selbstverständnis und die Praxisrelevanz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind ICF, psychiatrische Rehabilitation, Teilhabeplanung, bio-psycho-soziales Modell und die qualitative Evaluation der Praxisanwendung.

Warum ist die Komplexität der ICF für die Praxis laut den Befragten ein Problem?

Die Befragten gaben an, dass die ICF mit über 1400 Kategorien zu weitschweifig und unübersichtlich ist, was den Zeitaufwand erhöht und die Identifikation wesentlicher Elemente für den individuellen Hilfeplan erschwert.

Welche Rolle spielt die ICF laut den befragten Sozialarbeitern für ihr Selbstverständnis?

Das Instrument wird als Chance gesehen, die eigene Arbeit durch validierbare Standards stärker im Gesundheitswesen zu verankern und den Menschen ganzheitlich statt nur über Defizite wahrzunehmen.

Welche Forderungen stellen die Experten bezüglich der Einführung der ICF?

Die Experten fordern eine systematische, reflektierte Einführung durch gezielte Fortbildungen und eine strukturierte Anleitung neuer Mitarbeiter, um eine oberflächliche oder ineffektive Nutzung zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einsatz und Akzeptanz der ICF in der psychiatrischen Rehabilitation
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Veranstaltung
Forschungsprojekt
Note
1,3
Autor
Bernd Palmen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V319249
ISBN (eBook)
9783668201408
ISBN (Buch)
9783668201415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz akzeptanz rehabilitation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernd Palmen (Autor:in), 2012, Einsatz und Akzeptanz der ICF in der psychiatrischen Rehabilitation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/319249
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Leseprobe aus  15  Seiten
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