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Von der Diskriminierung zur Massenvernichtung. Stundenentwurf zur NS-Judenpolitik Klasse 9 Gymnasium

Title: Von der Diskriminierung zur Massenvernichtung.
Stundenentwurf zur NS-Judenpolitik Klasse 9 Gymnasium

Term Paper , 2013 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sascha Weidenbach (Author)

Didactics - History

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Summary Excerpt Details

Das Thema meiner Stunde ist in die Unterrichtsreihe „Das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ einzuordnen. Genau genommen in das Themengebiet „Umsetzung der NS-Rassenideologie.

Die Unterrichtsreihe ist mehrdimensional aufgebaut, d.h. es werden verschiedene Bereiche der Geschichte angesprochen: Politik-, Alltags- und Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, etc. Um den SuS eine zeitliche und räumliche Orientierung zu geben und die Bedeutung einer Diktatur im Vergleich zu einer Demokratie sichtbar zu machen, wurde die NS-Machtergreifung an den Anfang der Unterrichtsreihe gestellt. Den SuS wurde bewusst gemacht, mit welchen legalen, aber auch illegalen Maßnahmen die Nationalsozialisten die Weimarer Republik innerhalb kürzester Zeit zugrunde richteten. Es hatte den Vorteil noch einmal das Scheitern der Weimarer Republik mit den SuS zu diskutieren und zu reflektieren. Es kamen im Verlauf der Stunden immer wieder Fragen auf. Insbesondere nach der Schuldfrage der Bevölkerung in der NS-Zeit. Daher wird die NS-Propaganda der NS-Machtergreifung direkt nachgestellt.

Meine Stunde ist in den Bereich „Alltags- und Sozialgeschichte“ einzuordnen. In der vorangegangen Stunde haben die SchülerInnen bereits verschiedene Personengruppen (Frauen, Jugend, Kinder) und deren Alltag im Nationalsozialismus kennen gelernt. Diese Stunde wurde ebenfalls von mir gehalten. Es war eine Mischung aus einem Schülervortrag und Einzelarbeit in Form eines Lernbuffets. Durch das Kennenlernen von verschiedenen Personengruppen im Nationalsozialismus wurden die SuS darauf aufmerksam, dass jede dieser anders von dem NS-Regime behandelt wurde. Daran anknüpfend wurden sie in meiner Stunde erstmalig auf die Gruppierung der Juden und deren Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus aufmerksam gemacht.

Man könnte die Stunde auch später im Verlauf der Unterrichtsreihe halten. Bei der Thematik Vernichtungskrieg kann diese Thematik mit aufgegriffen werden, da diese direkt im Zusammenhang damit steht. Mir war jedoch wichtig, dass die SuS sich früher mit der Thematik auseinandersetzen, da die systematische Verfolgung der jüdischen Bevölkerung direkt nach der Machtergreifung Hitlers ihren Anfang hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Thema der Stunde und Stoffeinheit

1.1 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit

1.2 Tabellarische Einordnung der Stunde

2. Unterrichtsziele

2.1 Sachkompetenz

2.2 Methodenkompetenz

3. Unterrichtsvoraussetzungen

3.1 Bedingungsanalyse

3.2 Fachwissenschaftliche Analyse

3.3 Didaktisch – Methodisches Konzept der Stunde

5. Reflexion der gehaltenen Stunde

6. Literatur

7. Anhang

Bildquellen

Textquellen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Unterrichtseinheit ist es, den Schülern die systematische Entwicklung der NS-Judenpolitik zu vermitteln und ein Bewusstsein für den progressiven Anstieg der Gewaltbereitschaft während des Nationalsozialismus zu schaffen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie aus anfänglicher Diskriminierung und Ausgrenzung ein systematischer Vernichtungsprozess entstehen konnte.

  • Phasierung der NS-Judenpolitik (von 1933 bis 1945)
  • Anstieg der Gewaltbereitschaft und Radikalisierung
  • Quellenanalyse als historisch-methodisches Instrument
  • Visualisierung historischer Prozesse durch Zeitstrahlen
  • Zusammenhang zwischen NS-Ideologie und staatlichen Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.2 Fachwissenschaftliche Analyse

Der Umgang mit der deutschen jüdischen Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus wird im Wesentlichen in vier Phasen untergliedert. Die Bezeichnung der Phasen ist unterschiedlich, einig ist man sich aber weitgehend in deren zeitlichen Unterteilung: So wird mehrheitlich für die Zeit von 1933-1935 von einer 1. Phase des „friedlichen Terrors“, der „schleichenden Ausschaltung“ oder der Diskriminierung und Ausgrenzung gesprochen. Unmittelbar nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler inszenierten NSDAP Funktionäre spontane Proteste und „Juden unerwünscht“-Aktionen und riefen die deutsche Bevölkerung zum Boykott jüdischer Geschäfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen auf. Am 7. April 1933 trat das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ in Kraft. Es ermöglichte den Nationalsozialisten, jüdische Beamte aus dem Staatsdienst zu entlassen und ihnen somit die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Von dieser Regelung blieben ehemaligen jüdische Soldaten oder deren Familienverwandte zunächst ausgeschlossen (Frontkämpferprivileg).

Mit dem Erlass der „Nürnberger Gesetze“ am 15. September 1935 begann eine 2. Phase der nationalsozialistischen Judenpolitik. Diese wird auch als Phase der „systematischen Entrechtung der Juden“ oder der „Entjudung“ bezeichnet. Im „Reichsbürgergesetz“ wurde erstmals definiert, wer als „Jude“ oder „jüdischer Mischling“ galt. Mit dem Gesetz konnten nun auch die ehemaligen jüdischen Frontkämpfer aus dem Staatsdienst entlassen und den Juden jegliche politische Rechte abgesprochen werden. Im „Blutschutzgesetz“ wurden Eheschließungen zwischen Deutschen und Juden verboten und bereits geschlossen Ehen geschieden. Zudem hatten Juden dem Staat gegenüber ihr gesamtes Vermögen anzumelden und mussten sich in ihren Reisepässen als „Juden“ ausweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema der Stunde und Stoffeinheit: Einordnung der Unterrichtsstunde in die Reihe zum Nationalsozialismus sowie Erläuterung der Bedeutung für den Geschichtsunterricht.

2. Unterrichtsziele: Definition der angestrebten Sach- und Methodenkompetenzen für die Lernenden.

3. Unterrichtsvoraussetzungen: Analyse der Rahmenbedingungen der Klasse 9a sowie der fachwissenschaftlichen Grundlagen der NS-Judenpolitik.

5. Reflexion der gehaltenen Stunde: Kritische Auseinandersetzung mit dem didaktischen Vorgehen und dem tatsächlichen Verlauf der Lehrprobe.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Lehrpläne und Internetquellen.

7. Anhang: Bereitstellung der für den Unterricht genutzten Bild- und Textquellen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Judenpolitik, Diskriminierung, Entrechtung, Holocaust, NS-Ideologie, Geschichtsdidaktik, Quellenanalyse, Unterrichtsvorbereitung, Zeitstrahl, Reichskristallnacht, Nürnberger Gesetze, Massenvernichtung, Antisemitismus, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine geplante und durchgeführte Geschichtsstunde an einem Gymnasium zum Thema der nationalsozialistischen Judenpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Phasen der Ausgrenzung, Entrechtung, systematischen Verfolgung und die letztliche Massenvernichtung der europäischen Juden.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Schüler sollen die Entwicklung der Judenpolitik als einen fortschreitenden Prozess zunehmender Gewaltbereitschaft begreifen, der nicht abrupt, sondern in Phasen stattfand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zum Einsatz kommen eine fachwissenschaftliche Analyse der vier Phasen der Judenpolitik sowie didaktische Methoden wie die Quellenanalyse, Bildinterpretation und die Arbeit mit einem Zeitstrahl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Judenpolitik dargelegt sowie das methodische Konzept der Stunde, inklusive des Einstiegs über Bildimpulse und der anschließenden Auswertungsphase, erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Judenpolitik, Entrechtung, Holocaust, Quellenanalyse und Didaktik charakterisiert.

Warum wurde für den Einstieg auf Bilder verzichtet, die Konzentrationslager zeigen?

Der Autor wollte die Schüler aufgrund der hohen emotionalen Belastung nicht mit expliziten Darstellungen von Deportationen und Vernichtung konfrontieren, sondern wählte Bilder, die den Prozess nur andeuten.

Welche Bedeutung hat die "Partnerarbeit" in diesem Konzept?

Die Partnerarbeit dient als Mittel zur Differenzierung, damit auch leistungsschwächere Schüler durch den direkten Austausch in der Lage sind, Quellentexte und Bilder korrekt zuzuordnen.

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Details

Title
Von der Diskriminierung zur Massenvernichtung. Stundenentwurf zur NS-Judenpolitik Klasse 9 Gymnasium
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,7
Author
Sascha Weidenbach (Author)
Publication Year
2013
Pages
23
Catalog Number
V318832
ISBN (eBook)
9783668328983
ISBN (Book)
9783668328990
Language
German
Tags
diskriminierung massenvernichtung stundenentwurf ns-judenpolitik klasse gymnasium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Weidenbach (Author), 2013, Von der Diskriminierung zur Massenvernichtung. Stundenentwurf zur NS-Judenpolitik Klasse 9 Gymnasium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/318832
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