Diese Hausarbeit richtet ihren Fokus auf mögliche digitale Zukunftsvisionen im Bildungskontext (überwiegend im Bereich Hochschullehre) und geht u. a. der Frage nach, was hier künftig technologisch vorstellbar wäre.
Um uns die Zukunft vorstellen zu können, darf man sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit nie außer Acht lassen. Diese stellen den Ausgangspunkt unserer Überlegungen dar, indem sie die bisherige historische Entwicklung aufzeigen. Die Betrachtung von (medialer) Bildung macht hierbei keine Ausnahme, denn diese ist sowohl verwoben mit den Anforderungen und Auflagen der formellen Bildungsinstitutionen, der allgemeinen gesellschaftlichen Erwartungen, als auch mit den ganz individuellen Zielen eines jeden Lernenden und Lehrenden.
Welche Auswirkungen haben nun neuartige Technologien im Bereich digitaler Medien auf Bildungskontexte? Diese Forschungsfrage impliziert bereits, dass die Weiterentwicklung an technischen Möglichkeiten Auswirkungen auf den Bildungsbereich hat. Die Nennung von Beispielen allein im Bildungskontext wäre zahlreich. Aus diesem Grund beschränkt sich das Themengebiet dieser Hausarbeit auf die Betrachtung möglicher zukünftiger digitaler Rahmenbedingungen für Lern- und Lehrprozesse aus bildungstheoretischer Perspektive. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf ‚Augmented Reality (AR)‘ und ‚Massive Open Online Course (MOOC)‘ gelegt. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern Wolfgang Klafkis bildungstheoretische Prämissen seiner kritisch-konstruktiven Didaktik in der Gegenwart immer noch Gültigkeit besitzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Bildung – eine Begriffserklärung
2.2 Von der kritisch-konstruktiven Didaktik Wolfgang Klafkis – früher
2.3 Bis zur Medienbildung und Medienkommunikation – heute
3. Digitale Medien – Notwendigkeit der Medienbildung und Möglichkeiten im Bildungsbereich
3.1 Definition
3.2 Technische Errungenschaft – AR
3.3 Der Unterricht von morgen – eine Zukunftsvision
4. Didaktische Einordnung
4.1 MOOC – eine neue Unterrichtsart
4.2 Vorteile für die Medienbildung
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle digitaler Medien und technologischer Zukunftsvisionen im Bildungskontext. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie neuartige Technologien, insbesondere Augmented Reality (AR) und Massive Open Online Courses (MOOC), das Lernen und Lehren nachhaltig verändern und welche Relevanz die bildungstheoretischen Ansätze von Wolfgang Klafki in dieser digital geprägten Zeit noch besitzen.
- Bildungstheoretische Fundierung nach Wolfgang Klafki
- Notwendigkeit und Definition von Medienbildung
- Potenziale von Augmented Reality im Bildungsbereich
- Strukturen und didaktische Einordnung von MOOCs
- Herausforderungen und Chancen des Lernens mit digitalen Medien
Auszug aus dem Buch
3.3 Der Unterricht von morgen – eine Zukunftsvision
Um zukünftige Möglichkeiten von digitalen Medien im Bildungskontext aufzeigen zu können, wurde das anschließende (Zukunfts-)Szenario entworfen. Ein denkbares Unterrichts- und Fortbildungskonzept, wie es zur möglichen Unterrichtung von Studenten in der Zukunft sowie zur Fortbildung von Lehrenden bzgl. ihrer Medienkompetenz entworfen werden könnte, bildet hierfür den Rahmen. Da es sich hierbei um ein fiktives Szenario handelt, welches zwar in der Realität von morgen denkbar wäre aber eben noch keine Erfahrungen damit gesammelt wurden, kann nicht auf alle annehmbaren Probleme oder dabei entstehenden Fragen eingegangen werden.
Man stelle sich vor, ein Lehrender von morgen schlendert an einem Samstagvormittag durch Berlin. Nach einem kurzen Einkaufsbummel am Alexanderplatz entdeckt er das ‚Rote Rathaus‘. Als Hochschullehrer für Geschichte oder Architektur ist dieses Gebäude für ihn eine wahre Fundgrube. Aus diesem Grund holt er aus seiner Brusttasche seine digitale Brille (ähnlich der ‚Google Glass‘) und setzt diese auf. Verbunden mit seinem Handy (und somit auch mit dem Internet) fängt er an, sich Daten vom Gebäude herunterzuladen, welche ihm durch die Brille visuell angezeigt und/oder per Ton wiedergegeben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und führt in die Thematik der digitalen Zukunftsvisionen sowie die Relevanz der Medienbildung ein.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel verankert die Arbeit in der pädagogischen Theorie, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff und der kritisch-konstruktiven Didaktik von Wolfgang Klafki.
3. Digitale Medien – Notwendigkeit der Medienbildung und Möglichkeiten im Bildungsbereich: Hier wird die Definition digitaler Medien erarbeitet, der Stellenwert der Medienkompetenz beleuchtet und das Potenzial von Augmented Reality sowie Zukunftsvisionen des Unterrichts diskutiert.
4. Didaktische Einordnung: Dieses Kapitel analysiert Massive Open Online Courses (MOOCs) als moderne Unterrichtsform und erörtert deren Vorteile für die Medienbildung.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die notwendigen Schritte für die Bildungspolitik und Bildungsinstitutionen in einer digitalisierten Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Augmented Reality, MOOC, Medienbildung, Medienkompetenz, Wolfgang Klafki, kritisch-konstruktive Didaktik, digitaler Unterricht, Bildungswissenschaft, Hochschullehre, technologische Errungenschaften, Konnektivismus, Selbstbestimmtes Lernen, Zukunftsvisionen, Bildungsauftrag, Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen digitaler Technologien auf den Bildungskontext und wie diese zukünftige Lehr- und Lernprozesse beeinflussen könnten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die bildungstheoretische Einordnung von Medien, die praktische Anwendung von Augmented Reality und die didaktische Gestaltung von MOOCs.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Autorin geht der Frage nach, welche Auswirkungen neuartige Technologien auf Bildungskontexte haben und wie bildungstheoretische Ansätze, wie die von Klafki, heute noch Bestand haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie der Konzeption eines fiktiven Zukunftsszenarios zur Veranschaulichung der technologischen Möglichkeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der digitalen Medien und deren Notwendigkeit im Bildungsbereich sowie eine didaktische Einordnung von Online-Kursstrukturen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Augmented Reality, Medienbildung, Medienkompetenz, MOOCs und kritisch-konstruktive Didaktik charakterisiert.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen xMOOCs und cMOOCs?
xMOOCs werden eher als Video-Vorlesungen beschrieben, während cMOOCs auf dem Konnektivismus basieren und wie Workshops den interaktiven Austausch und die Netzwerkerstellung in den Vordergrund stellen.
Welche Kritik äußert die Arbeit bezüglich der Nutzung von Online-Kursen?
Ein zentraler Kritikpunkt ist der Datenschutz bei MOOC-Anbietern, insbesondere bei der Zusammenarbeit deutscher Universitäten mit US-Firmen und dem damit verbundenen Zugriff durch US-Behörden.
Wie kann laut Autorin die Medienbildung an Schulen verbessert werden?
Die Arbeit betont, dass nicht nur die technische Ausstattung, sondern vor allem die Fortbildung der Lehrenden und eine positive Einstellung der Institutionen gegenüber digitalen Medien essenziell für einen Kompetenzaufbau ist.
Was bedeutet der Begriff „offen“ im Kontext der beschriebenen MOOCs?
Offenheit bezieht sich auf den Zugang für jeden Interessierten, den freien Austausch unter den Teilnehmern und die weitgehenden Nutzungsrechte der Kursinhalte.
- Arbeit zitieren
- Monique Geisler (Autor:in), 2016, Augmented Reality (AR) und Massive Open Online Course (MOOC). Zukunftsvisionen im Bildungskontext?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/318618