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Die große Antagonistin? Die Rolle der Juno in Vergils "Aeneis" und ihr reduziertes Auftreten in Heinrich von Veldekes Eneasroman

Titel: Die große Antagonistin? Die Rolle der Juno in Vergils "Aeneis" und ihr reduziertes Auftreten in Heinrich von Veldekes Eneasroman

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 30 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kaja Bradtmöller (Autor:in)

Latinistik - Mittel- und Neulatein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach Ernst Schmidt ist das Handeln der Juno in der Aeneis „[…] von so grundlegender Bedeutung, daß es die Gesamthandlung vom Anfang von Buch 1 bis zum Ende von Buch 12 begründet […]“. Eine Überschätzung ihrer Bedeutung scheint seines Erachtens nicht möglich. Der mittelalterliche Eneasroman von Heinrich von Veldeke verzichtet demgegenüber größtenteils auf die Figur der Göttin.

Es ergibt sich die Frage, wie der Roman Junos Rolle derart reduzieren kann, wenn sie tatsächlich die treibende Kraft des Epos und Grundstein der Handlung ist. Eine genauere Betrachtung der Juno in der Aeneis scheint notwendig. Wer ist diese Göttin? Wie vollzieht sich diese Juno-Handlung und welche Motive bedingen sie? Weitergehend stellt sich die Frage, warum die höchste Göttin der römischen Kultur die Rolle der Antagonistin in der Aeneis einnimmt und damit die Gründung des römischen Volkes zu verhindern sucht? Diesen Aspekten soll in der vorliegenden Ausarbeitung nachgegangen werden. Dazu wird die Göttin Juno zunächst in der historischen Entwicklung ihres Kultes betrachtet. Es folgt die Untersuchung ihrer Position und Funktion in der Aeneis, die den Schwerpunkt dieser Ausarbeitung bildet, woran sich eine kurzgefasste Betrachtung von Junos Rolle im Eneasroman anschließt. Zuletzt wird noch der Versuch einer Ergründung der Darstellung Junos in beiden literarischen Werken unternommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Göttin Juno in Kultur und Religion

3. Junos Auftreten und Funktion in der Aeneis

3.1 Die Einführung Junos (I,1-33)

3.2 Junos erster Monolog (I, 34-49)

3.3 Junos zweiter Monolog (VII, 286-322)

3.4 Juno und Allecto (VII, 323-345, 540-560)

3.5 Die Götterversammlung (X, 1-117)

3.6 Das Verhältnis zwischen Juno und Jupiter

3.6.1 Allgemeine Bestimmungen

3.6.2 Jupiters Ermahnung der Juno (X, 606-644)

3.6.3 Das letzte Gespräch zwischen Juno und Jupiter (XII, 791-886)

3.7 Zusammenfassung der Textbetrachtung

4. Die vergilische Juno und ihre Rezeption in Heinrich von Veldekes Eneasroman

5. Ergründung der unterschiedlichen Verwendung Junos in der Aeneis und dem Eneasroman

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Göttin Juno als Antagonistin in Vergils Aeneis sowie deren im Vergleich dazu deutlich reduzierte Darstellung im Eneasroman von Heinrich von Veldeke. Ziel ist es, die Beweggründe für Junos antagonistisches Verhalten im Epos zu analysieren, ihre komplexe Beziehung zu Jupiter zu durchleuchten und zu ergründen, warum die mittelalterliche Rezeption des Stoffes auf diese göttliche Instanz weitgehend verzichtet.

  • Historische Entwicklung des Juno-Kultes und ihre Wesensart als römische Göttin
  • Analyse von Junos rhetorischen Monologen und ihrem Wirken als "saeva Iuno"
  • Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen Juno, Jupiter und dem Fatum
  • Vergleichende Betrachtung der Juno-Rezeption im mittelhochdeutschen Eneasroman

Auszug aus dem Buch

3.6.2 Jupiters Ermahnung der Juno (X, 606-644)

Einen wichtigen Einblick in die Beziehung des Götterpaares und das Wesen der Juno geben die Gespräche zwischen den beiden Ehegatten. Einige Hundert Verse nachdem sie in der Götterversammlung noch aneinander vorbeigeredet haben, wendet sich Jupiter nun von sich aus (X, 606: ultro) direkt an Juno. Er nimmt Bezug auf Junos Worte in der Götterversammlung und macht durch seine ironische Bemerkung von Venus‘ Eingreifen im Kampf deutlich, dass er seine Gattin gut kennt und ihre Gedanken durchschaut hat (X, 607-610). Von Junos Leidenschaft und aufbrausendem Gemüt ist nun nichts mehr zu merken, stattdessen wird sie als summissa (X, 611) beschrieben. An dieser Stelle kann Juno sich nicht mehr hinter den Anschuldigungen ihrer Kontrahentin Venus verstecken. Sie steht dem rex aetherii […] Olympi (X, 621) allein gegenüber, sodass alle Ränke und Tücke deplatziert erscheinen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz von Junos Handeln für die Aeneis und stellt die Forschungsfrage nach den Motiven ihres antagonistischen Verhaltens sowie der Reduktion dieser Figur im Eneasroman.

2. Entwicklung der Göttin Juno in Kultur und Religion: Dieses Kapitel gibt einen verkürzten Überblick über die historische Kultentwicklung der Juno und ihre verschiedenen Zuständigkeitsbereiche als Frauengöttin und städtische Beschützerin.

3. Junos Auftreten und Funktion in der Aeneis: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der junonischen Auftritte, von der Einführung über die Monologe und das Verhältnis zu Jupiter bis hin zur Schlussbetrachtung ihrer Rolle als Antagonistin.

4. Die vergilische Juno und ihre Rezeption in Heinrich von Veldekes Eneasroman: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie Heinrich von Veldeke die Figur der Juno in seinem Eneasroman reduziert und warum das antike Götterbild im christlichen Mittelalter eine andere Gewichtung erfährt.

5. Ergründung der unterschiedlichen Verwendung Junos in der Aeneis und dem Eneasroman: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Intentionen und Rahmenbedingungen der beiden Autoren bei der Darstellung der Juno.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Junos Handeln aus Stolz, Fürsorge und Existenzangst motiviert ist und ihre Rolle als Antagonistin wesentlich zur Würde des Epos beiträgt, während im Eneasroman eine bewusste Textglättung stattfand.

Schlüsselwörter

Juno, Aeneis, Eneasroman, Heinrich von Veldeke, Vergil, Antagonistin, Jupiter, Fatum, Mythologie, Antike, Mittelalter, Götter, Karthago, Troja, Rezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Figur der Juno in Vergils Aeneis und analysiert, warum und wie ihre Rolle als Gegenspielerin in Heinrich von Veldekes Eneasroman reduziert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Kultentwicklung der Göttin, ihrer psychologischen Motivation in der Aeneis, ihrer Beziehung zu Jupiter sowie den literarischen Unterschieden zwischen dem antiken Epos und der mittelalterlichen Romanform.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche Motive Junos Handeln in der Aeneis antreiben und warum ihre zentrale Rolle im Eneasroman weitgehend ausgespart oder umgestaltet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtextstellen, ergänzt durch den Abgleich mit fachspezifischer Sekundärliteratur zur antiken Mythologie und mittelalterlichen Epik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Szenenanalyse von Junos Auftritten in der Aeneis, die Untersuchung ihres Verhältnisses zu Jupiter und einen Vergleich mit der Rezeption im Eneasroman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Juno, Antagonistin, Aeneis, Eneasroman, Fatum, Götterbild und literarische Rezeption geprägt.

Warum wird Juno oft als "Antagonistin" bezeichnet?

Juno wird als Antagonistin gesehen, weil sie sich den Plänen des Schicksals (fata) und dem Protagonisten Aeneas entgegenstellt, um ihre eigenen Interessen und die ihrer Lieblingsstadt Karthago zu schützen.

Spielt Juno im Eneasroman von Heinrich von Veldeke überhaupt eine Rolle?

Ja, sie wird erwähnt, tritt aber nur selten auf. Der Autor des Mittelalters reduziert die Götterauftritte zugunsten des menschlichen Verhaltens und der höfischen Thematik.

Wie verändert sich Junos Charakter im Verlauf der Aeneis?

Von einer leidenschaftlich zürnenden Göttin wandelt sie sich durch die Konfrontation mit der Unabänderlichkeit des Schicksals hin zu einer Frau, die ihre Ziele zwar nicht erreicht, aber schließlich mit dem Fatum (und Jupiter) ihren Frieden schließt.

Ist die Feindschaft zwischen Juno und Jupiter in der Aeneis real?

Nach Analyse der Arbeit ist eine echte Feindschaft zwischen den Göttern unwahrscheinlich; vielmehr zeigen ihre Interaktionen gegenseitige Anerkennung und ein gemeinsames Verständnis für die Größe ihrer Aufgabe.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die große Antagonistin? Die Rolle der Juno in Vergils "Aeneis" und ihr reduziertes Auftreten in Heinrich von Veldekes Eneasroman
Hochschule
Universität Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut)
Veranstaltung
Mythos und Geschichte. Vergils Aeneis und der Eneasroman von Heinrich von Veldeke
Note
2,3
Autor
Kaja Bradtmöller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
30
Katalognummer
V317990
ISBN (eBook)
9783668172302
ISBN (Buch)
9783668172319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Juno Antagonistin Vergil Aeneis Heinrich von Veldekes Eneasroman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kaja Bradtmöller (Autor:in), 2015, Die große Antagonistin? Die Rolle der Juno in Vergils "Aeneis" und ihr reduziertes Auftreten in Heinrich von Veldekes Eneasroman, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/317990
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Leseprobe aus  30  Seiten
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