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Slowenen in Kärnten. Die Folgen auf sprachpolitischer und dialektaler Ebene

Diskriminierung, Bilinguales Schulwesen, Ortstafelkonflikt

Title: Slowenen in Kärnten. Die Folgen auf sprachpolitischer und dialektaler Ebene

Term Paper , 2015 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tamara Terbul (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Diese Proseminararbeit gibt einen Überblick über den Sprachkontakt zwischen den Slowenen und den Kärntnern im österreichischen Bundesland Kärnten. Dabei wird vor allem auf drei Bereiche näher eingegangen: auf den geschichtlichen Hintergrund, die Folgen in sprachpolitischer Hinsicht und die Folgen in dialektaler Hinsicht. Im ersten Kapitel werden die Anfänge des Sprachkontaktes bis hin zur Unterzeichnung des Staatsvertrages im Jahr 1955 illustriert.

Darauf folgen die Folgen auf der sprachpolitischen Ebene, welche die Diskriminierung der Slowenen bei Volkszählungen, das bilinguale Schulwesen und den Ortstafelkonflikt näher veranschaulichen. Anschließend wird genauer auf die Folgen auf dialektaler Ebene eingegangen. Hier erfolgt eine Übersicht über die slowenischen Dialekte mit besonderem Bezug auf die slowenischen Dialekte, die in Kärnten gesprochen werden. Des Weiteren werden in diesem Kapitel einige Lehnwörter aus dem Slowenischen in den Kärntner Dialekten vorgestellt.

Nicht exakt wird in dieser Proseminarbeit auf die einzelnen Untergruppierungen der Kärntner Slowenisch-Dialekte, wie beispielsweise auf den Jauntaler Dialekt, Bezug genommen, da zu wenig Literatur mit linguistischem Schwerpunkt vorhanden ist. Die Ergebnisse der Arbeit werden zum Abschluss im Fazit behandelt. Diese Proseminararbeit stützt sich hauptsächlich auf das Werk von Gero Fischer – Das Slowenische in Kärnten: Bedingungen der sprachlichen Sozialisation – Eine Studie zur Sprachenpolitik.

Das Thema Slowenen in Kärnten wurde gewählt, da von meiner Seite ein persönlicher Bezug zu dieser Materie besteht. Aufgrund der Tatsache, dass ich in Kärnten aufgewachsen bin, entwickelte sich Neugierde und Interesse für dieses sprachpolitische Thema. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Erforschung auf dem Gebiet der einzelnen Kärntner Dialekte mit slowenischem Einfluss voranzutreiben und den Ausbau der Minderheitenrechte anzukurbeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Geschichtlicher Hintergrund

4 Die Folgen auf sprachpolitischer Ebene

4.1 Diskriminierung der Slowenen bei Volkszählungen

4.2 Bilinguales Schulwesen

4.3 Ortstafelkonflikt

5 Die Folgen auf dialektaler Ebene

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über den Sprachkontakt zwischen Slowenen und Kärntnern zu geben, wobei insbesondere die historischen Hintergründe, die sprachpolitischen Konsequenzen sowie die dialektalen Auswirkungen beleuchtet werden. Die Forschungsfrage konzentriert sich dabei auf die Entwicklung des Minderheitenstatus und die dialektalen Einflüsse, um so einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung des slowenischen Einflusses in Kärnten zu leisten.

  • Historische Entwicklung des Sprachkontakts und des Fürstentums Karantanien
  • Sprachpolitische Herausforderungen: Volkszählungen und Diskriminierung
  • Bildungssituation: Das bilinguale Schulwesen in Kärnten
  • Konfliktlinien: Der Kärntner Ortstafelstreit
  • Linguistische Analyse: Kärntner Slowenisch-Dialekte und Lehnwörter

Auszug aus dem Buch

4.1 Diskriminierung der Slowenen bei Volkszählungen

Schon zu Beginn der Volkszählungen in Kärnten wurden diese durch die Monarchie beeinflusst. Tatsächliche ethnische Zustände wurden missachtet und stattdessen nach Meinung der mächtigsten Völkergruppen modifiziert. Vor allem die slowenische Minderheit in Kärnten litt stark darunter. Beispielsweise wurden im Jahr 1846 103.236 Slowenen in Kärnten gezählt. Dies waren ungefähr 91 Prozent der Wohnbevölkerung. Dagegen wurde 1910 ein Rückgang auf 65.661 Slowenen verzeichnet. Wiederum dreizehn Jahre später betrug die Zahl der Kärntner Slowenen nur noch 26.796. Durch die offensichtliche Diskriminierung legten zahlreiche Kärntner Slowenen Beschwerde beim Völkerbund ein (vgl. Rat der Kärntner Slowenen, o.A., S. 8). Im Jahre 1939 wurde erstmals eine Volkszählung mit der Unterscheidung zwischen Slowenisch und Windisch durchgeführt. Die Zahl der slowenischsprachigen Bevölkerung umfasste 43.179 Personen. Die Volkszählungen von 1951, 1961 und 1971 wurden unter denselben Kriterien organisiert. Hier wurde die Umgangssprache der Personen angegeben. Bei der Volkszählung von 1961 stellte sich heraus, dass in 23 Gemeinden unkorrekte Zählungen vorgenommen wurden (vgl. Fischer, 1980, S. 119f.). Eine ‚Volkszählung besonderer Art‘ fand 1976 statt. Der Bund und das Land versuchten die Minderheitenfeststellung zu ignorieren und sämtliche Plakate diesbezüglich zu meiden. Eine Sprachenerhebung war geplant, welche die slowenische Minderheit ausgrenzen sollte. Offizielle Ergebnisse der Sprachenerhebung wurden nie veröffentlicht. Die Zählung aus dem Raum Zell/Sele mit einer hohen slowenischen Bevölkerungszahl wurde verbrannt (vgl. ebd., 1980, S. 123ff.). Bis zum Jahr 2001 nahm die Anzahl der slowenischen Muttersprachler in Kärnten stetig ab, welches die folgende Abbildung demonstriert (Malle/Entner, o.A., S. 6f.):

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Sprachkontakts zwischen Slowenen und Kärntnern ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die persönliche Motivation der Arbeit.

3 Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Ursprünge der Alpenslawen, die Entstehung des Fürstentums Karantanien und die komplexen politischen Entwicklungen bis zum 20. Jahrhundert.

4 Die Folgen auf sprachpolitischer Ebene: Dieser Abschnitt analysiert die Diskriminierung bei Volkszählungen, das bilinguale Schulwesen und den langjährigen, konfliktreichen Kampf um zweisprachige Ortstafeln.

5 Die Folgen auf dialektaler Ebene: Dieses Kapitel untersucht die Klassifizierung slowenischer Dialektgruppen und beleuchtet den Einfluss des Slowenischen auf den Kärntner Dialekt anhand konkreter Lehnwörter.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Akzeptanz und zum Erhalt der Minderheitenrechte sowie der damit verbundenen Dialektforschung.

Schlüsselwörter

Sprachkontakt, Kärntner Slowenen, Volkszählung, Diskriminierung, bilinguales Schulwesen, Ortstafelkonflikt, Staatsvertrag, Minderheitenrechte, Kärntner Dialekte, Lehnwörter, Sprachpolitik, Assimilierung, Karantanien, Jauntaler Dialekt, Gailtaler Dialekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Sprachkontakt zwischen Slowenen und der Kärntner Bevölkerung unter Berücksichtigung historischer, sprachpolitischer und dialektaler Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Geschichte Karantaniens, die sprachpolitische Ausgrenzung, das Bildungssystem für Minderheiten und die linguistische Entwicklung der Kärntner Slowenisch-Dialekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Situation der slowenischen Minderheit in Kärnten zu geben und die Forschung auf dem Gebiet der Kärntner Dialekte mit slowenischem Einfluss voranzutreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Werken von Gero Fischer, sowie der Auswertung historischer Daten und Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Untersuchung sprachpolitischer Konflikte (Volkszählungen, Schulen, Ortstafeln) und eine linguistische Übersicht der Dialektgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachkontakt, Minderheitenrechte, Ortstafelkonflikt, Assimilierung und Kärntner Slowenisch-Dialekte charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt dem Ortstafelkonflikt zu?

Der Ortstafelkonflikt wird als zentrales Element der politischen Auseinandersetzung um die Sichtbarkeit und Anerkennung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten dargestellt.

Warum spielt die Unterscheidung "Slowenisch" und "Windisch" eine Rolle?

Die Unterscheidung diente historisch oft der statistischen Manipulation und der gezielten Aufspaltung der slowenischsprachigen Bevölkerung, um deren tatsächliche Anzahl zu verschleiern.

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Details

Title
Slowenen in Kärnten. Die Folgen auf sprachpolitischer und dialektaler Ebene
Subtitle
Diskriminierung, Bilinguales Schulwesen, Ortstafelkonflikt
College
University of Innsbruck
Grade
1,0
Author
Tamara Terbul (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V317614
ISBN (eBook)
9783668168893
ISBN (Book)
9783668168909
Language
German
Tags
Soziolinguistik Minderheitensprache Slowenen Kärnten Sprachpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Terbul (Author), 2015, Slowenen in Kärnten. Die Folgen auf sprachpolitischer und dialektaler Ebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/317614
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