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Gibt es einen neuen Positivismusstreit?

Titel: Gibt es einen neuen Positivismusstreit?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 9 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Norman Groth (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gibt es einen neuen Positivismusstreit, wie er bereits in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts aufflammte? Hat dieses Thema in der heutigen Zeit des einundzwanzigsten Jahrhunderts überhaupt Relevanz? Zumal der Positivismusstreit im letzten Jahrhundert ausgetragen wurde. Der junge Adorno kritisierte im 20. Jahrhundert die Konzeption der reinen Logik des Wiener Kreises. Adorno wie auch Habermas, um zwei wichtige zu nennen, vertraten die Seite der Frankfurter Schule und der damit in Verbindung stehenden kritischen Theorie. Auf der anderen Seite waren die Vertreter des Positivismus, unter anderem Popper und Albert, welche den kritischen Rationalismus repräsentieren. Auf deren Argumentationen werde ich bei der Begriffsklärung im nächsten Kapitel näher erläutern.

Dazu ist zu sagen, dass dieser Streit nicht zu einem gemeinsamen Konsens geführt hat. Es war eher eine Offenlegung der Argumentation, was wissenschaftlich ist und was nicht. Was spricht für den kritischen Rationalismus und was für die kritische Theorie. Seitdem ist der Streit beigelegt worden, aber auch heute gibt es Anlässe an denen es sich lohnt anzuknüpfen. Ein Beispiel, an dem ich versuche beide Positionen des Positivismusstreites in heutiger Sicht darzustellen, wird die Pisa-Studie sein. Ist der Reduktionismus ausreichend, um wissenschaftlich verifizierbare Aussagen zu erhalten? Hat des Szientismus gesiegt? Ist ein neuer Positivismusstreit fällig? Diese Fragen werden im Folgenden Gegenstand meiner Hausarbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung in die Thematik

II. Kritischer Rationalismus und kritische Pädagogik

1. Reduktionismus und Wertzuschreibung

2. Methodik: Objektivität und Subjektivität

III. Neuer Positivismusstreit?

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die anhaltende Relevanz des Positivismusstreits im 21. Jahrhundert und hinterfragt, ob die im kritischen Rationalismus und der kritischen Pädagogik entwickelten Positionen eine adäquate Grundlage für aktuelle bildungspolitische Analysen, wie beispielsweise die PISA-Studie, bilden.

  • Gegenüberstellung von kritischem Rationalismus und kritischer Pädagogik
  • Analyse der wissenschaftstheoretischen Differenzen in Bezug auf Wertneutralität
  • Diskussion des Szientismus und der Regierungsweise mittels statistischer Daten
  • Kritische Reflexion der PISA-Studie aus erkenntnistheoretischer Perspektive
  • Untersuchung der Bedeutung eines herrschaftsfreien Diskurses

Auszug aus dem Buch

2. Methodik: Objektivität und Subjektivität

Der kritische Rationalismus überprüft die Hypothesen nach dem Falsifikationsprinzip. „In der Wissenschaftstheorie bezeichnet Falsifikation speziell die Widerlegung einer allgemeinen Aussage (Alle ungeraden Zahlen sind Primzahlen) durch (mindestens) ein Gegenbeispiel (etwa die 9). Da induktiv gewonnene allgemeine Aussagen mit begrenztem Gültigkeitsbereich (Alle Raben sind schwarz) nicht verifiziert werden können, wurde von K. Popper vorgeschlagen, in deren Falsifizierbarkeit das Kriterium für Wissenschaftlichkeit zu sehen: Wissenschaftliche Sätze sind nur solche Sätze, die falsifiziert werden können. Ein Satz der mehreren Widerlegungsversuchen widerstanden hat, heißt bewährt“ 5

Als Instrumente, wie Bernhard Claußen dies darstellt, sind Beobachtungen und Befragungen. Die daraufhin geäußerten Schlussfolgerungen basieren auf der Logik. Dabei sind diese intersubjektiv transparent und nachprüfbar. Die Forscher bewahren, wie im vorigen Abschnitt beschrieben, ein distanziertes Verhältnis zum Forschungsgegenstand. Dabei werden nach Popper die wahren Aussagen herauskristallisiert und können, wenn diese nicht mehr falsifizierbar sind, verifiziert werden und entsprechen dann der Validität, also der Allgemeingültigkeit.

Bei der kritischen Pädagogik hingegen wird das dialektische Dreieck, welches aus These, Antithese und Synthese besteht, als eine Form der Herangehensweise an wissenschaftliche Aussagen verstanden.

Die These beinhaltet das Selbstverständnis der aufgeklärten bürgerlichen Gesellschaft, zum Beispiel durch Freiheiten in allen Lebenslagen, seien sie ökonomisch, sozial oder politisch oder dem Gerechtigkeitsempfindungen in der Gesellschaft. Diese These ist verallgemeinert definiert und ist durch den gesellschaftlichen Wandel mit den impliziten subjektiven Empfindungen verknüpft.6

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung in die Thematik: Die Einleitung führt in den historischen Positivismusstreit ein und begründet die Aktualität des Themas durch eine kritische Betrachtung aktueller bildungspolitischer Studien wie der PISA-Studie.

II. Kritischer Rationalismus und kritische Pädagogik: Dieses Kapitel arbeitet die grundlegenden Unterschiede zwischen beiden Strömungen in Bezug auf den Reduktionismus, die Wertneutralität des Forschers und die methodischen Herangehensweisen heraus.

III. Neuer Positivismusstreit?: Anhand der Thesen von Richard Münch wird diskutiert, ob eine heutige Tendenz zur Steuerung durch Statistiken und Expertenwissen einen neuen Positivismusstreit rechtfertigt.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Kontroverse zusammen und plädiert dafür, dass reine kausale statistische Ableitungen ohne Einbezug subjektiver Erfahrungen für komplexe gesellschaftliche Phänomene nicht ausreichen.

Schlüsselwörter

Positivismusstreit, kritischer Rationalismus, kritische Pädagogik, PISA-Studie, Szientismus, Wertneutralität, Falsifizierbarkeit, Erkenntnistheorie, Sozialwissenschaften, Dialektik, Bildungsforschung, Herrschaftsfreier Diskurs, Reduktionismus, Statistik, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gegensätzlichen wissenschaftstheoretischen Positionen des kritischen Rationalismus und der kritischen Pädagogik und prüft deren Relevanz für aktuelle bildungspolitische Debatten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Frage nach der Wertneutralität in der Wissenschaft, die Rolle von Statistik und Szientismus sowie die methodischen Ansätze bei der Untersuchung komplexer gesellschaftlicher Probleme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Kontroverse zwischen den beiden Strömungen aufzuzeigen und zu erörtern, ob heutige Ansätze wie die PISA-Studie hinterfragt werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die durch den Vergleich philosophisch-moralischer Prämissen und methodischer Ansätze beide Seiten des Positivismusstreits gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Reduktionismus, das Falsifikationsprinzip, das dialektische Dreieck sowie die Kritik von Richard Münch am Regieren mit Zahlen ausführlich dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Positivismusstreit, kritischer Rationalismus, kritische Pädagogik und Szientismus beschreiben.

Inwiefern spielt die PISA-Studie für die Argumentation eine Rolle?

Die PISA-Studie dient als konkretes Fallbeispiel, um die theoretischen Differenzen zwischen einem rein auf Objektivität setzenden Ansatz und einem die Subjektivität einbeziehenden Ansatz praktisch zu veranschaulichen.

Was versteht man in diesem Kontext unter einem herrschaftsfreien Diskurs?

Ein herrschaftsfreier Diskurs ist ein Konzept der kritischen Pädagogik, bei dem die betroffenen Subjekte und ihre subjektiven Erfahrungen in den wissenschaftlichen Interpretationsprozess einbezogen werden.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gibt es einen neuen Positivismusstreit?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Wissenschaftstheorie und Methodologie: Pfade durch den „Methodenwald“
Note
2,7
Autor
Norman Groth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V315740
ISBN (eBook)
9783668152540
ISBN (Buch)
9783668152557
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gibt positivismusstreit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Norman Groth (Autor:in), 2013, Gibt es einen neuen Positivismusstreit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/315740
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Leseprobe aus  9  Seiten
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