Das vorliegende Dokument enthält ein Handout und den Referatstext zum Thema "Krise der Tarifbeziehungen - Erosion des Flächentarifs"
Aus dem Inhalt:
1. Aktuelle Situation
2. Unterschied Fläche-, FirmenTV und Einzelverhandlung
3. Ursachen sinkender Flächentarifbindung
4. Erosion des Flächen-TVs
5. Tarifkonkurrenz
6. Allgemeinverbindlichkeitserklärungen
Inhaltsverzeichnis
1. Aktuelle Situation
2. Unterschied Flächen-, FirmenTV und Einzelverhandlung
3. Ursachen sinkender Flächen-Tarifbindung
4. Erosion des Flächen-TVs
4.1 Differenzierung
4.2 Öffnungsklauseln
4.3 Betriebliche Bündnisse für Arbeit
5. Tarifkonkurrenz
6. Allgemeinverbindlichkeitserklärungen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Krise der industriellen Beziehungen in Deutschland mit einem Fokus auf die Erosion des Flächentarifvertrages. Ziel ist es, die strukturellen Ursachen für den Rückgang der Tarifbindung sowie die Auswirkungen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu analysieren und die verschiedenen Formen der Tarifkonkurrenz sowie arbeitsrechtliche Anpassungsmechanismen kritisch zu beleuchten.
- Entwicklung der Tarifbindung in West- und Ostdeutschland (1996-2010).
- Funktionsweise und Differenzierung zwischen Flächen-, Firmen- und Haustarifverträgen.
- Die Rolle von Öffnungsklauseln und betrieblichen Bündnissen für Arbeit als Instrumente der Tarifunterlaufung.
- Auswirkungen der Tarifkonkurrenz durch Sparten- und Berufsgewerkschaften auf das traditionelle Industrieverbandsprinzip.
- Bedeutung und Hürden von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen (AVE) im aktuellen tarifpolitischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
Die Wirkung des Flächentarifvertrags
Die Wirkung des Flächentarifvertrags verglich der BDI-Chef mit der eines Rasenmähers: "Mit diesem Rasenmäher wird alles gestutzt - - auch die schönen Blumen und trotzdem wird man das Unkraut nicht los". (...)
"Egal, ob es sich um ein Computerunternehmen handelt, dem es besonders gut geht, oder um einen Druckmaschinenbetrieb, dem es schlecht geht - als Angehörige der Metallindustrie müssen alle dieselben Löhne bezahlen. Egal ob in der Hardware oder in der Software - im Metallbereich gibt es die 35 Stunden-Woche für alle", kritisierte der BDI-Chef. In Ostdeutschland, so Henkel, seien nur noch 30 Prozent der Arbeitgeber in Arbeitgeberverbänden. Längst sei dort "massiver Tarif- und Gesetzesbruch an der Tagesordnung, weil jeder toleriert, dass man sich auf betrieblicher Ebene auf vernünftige Regelungen einigt" (...)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aktuelle Situation: Dieses Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme der sinkenden Tarifbindung in Deutschland zwischen 1996 und 2010 unter Verwendung von IAB-Daten.
2. Unterschied Flächen-, FirmenTV und Einzelverhandlung: Hier werden die verschiedenen Tariftypen erläutert und ihre unterschiedliche Bedeutung für Unternehmen und Gewerkschaften herausgearbeitet.
3. Ursachen sinkender Flächen-Tarifbindung: Das Kapitel analysiert den Austritt von Unternehmen aus Arbeitgeberverbänden sowie die Rolle von OT-Mitgliedschaften und tariflosen Zuständen.
4. Erosion des Flächen-TVs: Dieser Abschnitt behandelt Mechanismen wie Öffnungsklauseln und betriebliche Bündnisse, die zur faktischen Unterlaufung tariflicher Standards führen.
5. Tarifkonkurrenz: Hier wird die Herausforderung durch konkurrierende Gewerkschaften und der Wandel des Grundsatzes der Tarifeinheit thematisiert.
6. Allgemeinverbindlichkeitserklärungen: Das letzte Kapitel befasst sich mit den Voraussetzungen und praktischen Problemen der staatlichen Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen.
Schlüsselwörter
Flächentarifvertrag, Tarifbindung, Erosion, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Öffnungsklauseln, Betriebliche Bündnisse, Tarifkonkurrenz, Industriebeziehungen, Allgemeinverbindlichkeit, Firmentarifvertrag, Entgeltstrukturen, OT-Mitgliedschaft, Sozialpartnerschaft, Arbeitsrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erosion des Flächentarifvertrags in Deutschland und der damit einhergehenden Krise der traditionellen industriellen Beziehungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die sinkende Tarifbindung, die Instrumente der Tarifunterlaufung in Betrieben und die Auswirkungen neuer Konkurrenzmodelle unter Gewerkschaften.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, die Ursachen für das Schwinden der Bedeutung des Flächentarifs und die daraus resultierenden Verschiebungen der Verhandlungsmacht zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung soziologischer Grundlagen und empirischer Daten des IAB, um aktuelle tarifpolitische Entwicklungen einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Tariftypen, der spezifischen Ursachen für Austritte aus Verbänden, der Erosion durch betriebliche Bündnisse sowie der Konkurrenz durch Spartengewerkschaften.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Flächentarifvertrag, Erosion, OT-Mitgliedschaft, Betriebliche Bündnisse und Tarifkonkurrenz geprägt.
Wie bewertet der Autor die Rolle von Öffnungsklauseln für die betriebliche Praxis?
Öffnungsklauseln werden als Instrumente beschrieben, die Betrieben zwar Flexibilität bieten, aber oft zu einer Verbetrieblichung der Interessenvertretung und einer Schwächung der Standards führen.
Warum wird das Industrieverbandsprinzip durch Berufsgewerkschaften in Frage gestellt?
Berufsgewerkschaften verdrängen durch spezifische Hausverträge die Flächentarife und widersprechen dem Prinzip der berufsübergreifenden Solidarität, da sie Partikularinteressen privilegierter Beschäftigtengruppen vertreten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Die Erosion des Flächentarifs. Eine Krise der Tarifbeziehungen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/315183