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Islam, Islamismus oder politischer Terrorismus? Der Diskurs über Al Quaida

Titel: Islam, Islamismus oder politischer Terrorismus? Der Diskurs über Al Quaida

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Köberich (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Darf man eine Religion aufgrund einzelner Terrorakte unter Generalverdacht stellen? Könnte es sein, dass dies eine völlig unzutreffende, undifferenzierte Ansicht ist, welche ein pauschales Bild von den Muslimen weltweit zeichnet? Vielleicht Ist es sogar völlig unmöglich, alle Muslime buchstäblich über einen Kamm zu scheren, weil der Islam viel facettenreicher und vielfältiger ist, als dass man ihn über die Taten einiger weniger definieren könnte. Oder es stellt sich die Frage, ob diejenigen Recht haben, die den Islam grundsätzlich für friedfertig halten, einzelne Terrorakte als eigentlich unislamisch kategorisieren und jede Warnung vor dem Islam als Islamophobie und latente Tendenz zur Fremdenfeindlichkeit enttarnt haben wollen.

Um diese Fragen zu beantworten, ist es notwendig, sich mit den Grundbegriffen "Islam", "Islamismus" und "politischer (islamistischer) Terrorismus" zu beschäftigen. Ebenso mit der Frage, welcher Unterschied - sofern es überhaupt einen gibt - zwischen den genannten Begriffen besteht.

Es geht zunächst darum, den Islam als religiösen Glauben zu betrachten. Auf welche Entstehungsgeschichte kann er
zurückblicken, was sind die Glaubensinhalte und wie sollen sie eingehalten werden? Anschließend wird der Begriff des Islamismus auf seine Inhalte hin beleuchtet. Was will der Islamismus, wodurch zeichnet er sich aus, und wie kann er vom
Islam abgegrenzt werden, wenn er sich doch schon vom reinen Wortstamm her so augenfällig auf genau diesen zu beziehen scheint.

Abschließend soll es um die Beschäftigung mit dem politisch geprägten Terrorismus gehen. In dieser Abhandlung geht es ausschließlich um den islamisch geprägten politischen Terrorismus und nicht um eine Beschäftigung mit dem politischen Terrorismus an sich, wie er sich etwa in der Bundesrepublik Deutschland in den siebziger Jahren in Gestalt der RAF manifestiert hat. Zu guter Letzt soll eine Bilanz gezogen werden, um zu sehen ob sich aus der Beschäftigung mit den genannten Themengebieten eine deutliche
Differenzierung voneinander ergibt, oder ob es letztlich doch nur unterschiedliche Begriffe für ein und dieselben Inhalte sind, die sich voneinander so marginal unterscheiden, wie die verschiedenen Dialekte einer Sprache.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Islam – eine Weltreligion

2.1 Entstehung und Verbreitung

2.2 Inhalte der Offenbarung

2.3 Die Scharia – Islamisches Recht

2.4 Der Jihad - die Pflicht zum „Heiligen Krieg“?

3. Der Islamismus – eine extreme politische Ideologie

3.1 Begriff und Entstehung

3.2 Die Protagonisten

4. Der politische Terrorismus – Hintergründe der Gewalt

4.1 Eine neue Form

5. Bilanz und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die begrifflichen und inhaltlichen Unterschiede zwischen dem Islam als Weltreligion, dem Islamismus als politischer Ideologie und dem islamisch geprägten politischen Terrorismus, um ein differenziertes Verständnis dieser Phänomene vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten zu fördern.

  • Grundlagen des Islam: Entstehung, Glaubensinhalte und das islamische Recht (Scharia).
  • Charakterisierung des Islamismus als extreme politische Protestbewegung mit universellem Herrschaftsanspruch.
  • Analyse prägender Vordenker des modernen Islamismus wie Hasan al-Banna, Sayyid Qutb, Abdallah Azzam und Muhammad Ábdassalam Faraj.
  • Untersuchung des „neuen“ politischen Terrorismus, insbesondere der Organisation Al Qaida, als transnationales Phänomen.
  • Diskussion über Integrationsherausforderungen und die Notwendigkeit eines differenzierten Dialogs.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Protagonisten

Die islamistische Ideologie beruft sich auf eine ganze Reihe von Vordenkern, bis weit in die Geschichte des Islam hinein, auf Philosophen, Rechtsgelehrte, Reformer und Mystiker. Im Interesse der Übersichtlichkeit soll im Folgenden nur auf die geistig politischen Väter des Islamismus im 20. Jahrhundert eingegangen werden.

Hasan al-Banna: war der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft. Aufgrund seiner organisatorischen und rhetorischen Fähigkeiten entwickelte sich seine Organisation zu einer Massenbewegung. Das Bestreben Hasan al-Bannas und seiner Gefolgsleute war eine politische Interpretation des Islam, mit der Scharia als Kernelement, mit dem Ziel der Einigung und zur Stärkung der ägyptischen Gesellschaft gegen westliche Einflüsse. „Neben der Aufhebung aller Gesetze, die der Scharia widersprachen, verlangte al-Banna die Abschaffung des Parteiensystems, welches seiner Ansicht nach eher zur Spaltung der Nation statt zu ihrer Einigung beitrug.“ Die Muslimbrüder lehnten die Gewalt nicht prinzipiell ab. Sie wurde als letztes legitimes Mittel betrachtet, obwohl man nicht explizit auf den bewaffneten Kampf setzte. Hasan al-Banna interpretierte die Pflicht zum Jihad ausschließlich im militanten Sinne. Seine Interpretation, die bis heute nachwirkt, gilt als Ausgangspunkt des modernen Islamismus.

Sayyid Qutb: gilt als begabter Intellektueller und einer der einflussreichsten Vordenker der radikalen Muslime. Seine Strenggläubigkeit entwickelte er nach einem Aufenthalt in den USA, der seine Ablehnung gegenüber dem Westen verstärkt hatte. Er wird „auch von manchen Muslime als Prototyp eines radikalen, extremistischen islamischen Denkers betrachtet, der jeder Form von Moderne ablehnend gegenübersteht.“ Qutb war auch Mitglied der Muslimbruderschaft. Für ihn hatte die Religion die Funktion, durch den Koran den Weg zu weisen, die wahren menschlichen Möglichkeiten zu entdecken. Die westliche Welt hätte die Menschen von Gott und von sich selbst entfremdet. Im Islam sah Qutb eine Revolution gegen alle Ungerechtigkeiten, Unwissenheiten, Barbareien und die Ansprüche „gottloser“ Herrscher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Generalverdacht gegen den Islam nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und führt in die Notwendigkeit ein, Islam, Islamismus und politischen Terrorismus begrifflich zu differenzieren.

2. Der Islam – eine Weltreligion: Dieses Kapitel behandelt die historischen Grundlagen des Islam, einschließlich der Entstehung durch Mohammed, der Bedeutung des Korans, der Scharia als Rechtssystem und der vielschichtigen Interpretation des Jihad.

3. Der Islamismus – eine extreme politische Ideologie: Das Kapitel definiert den Islamismus als politische Instrumentalisierung der Religion und porträtiert einflussreiche Vordenker, die das Fundament für die Radikalisierung legten.

4. Der politische Terrorismus – Hintergründe der Gewalt: Es wird die Entwicklung des sogenannten „neuen“ oder transnationalen Terrorismus analysiert, wobei Al Qaida als Prototyp für die Abkehr von klassischen terroristischen Strukturen dient.

5. Bilanz und Ausblick: Das Fazit fasst die Unterschiede zwischen Islam und Islamismus zusammen, warnt vor undifferenzierten Pauschalisierungen und plädiert für einen produktiven gesellschaftlichen Dialog.

Schlüsselwörter

Islam, Islamismus, Politischer Terrorismus, Al Qaida, Scharia, Jihad, Mohammed, Muslimbruderschaft, Sayyid Qutb, Transnationaler Terrorismus, Fundamentalismus, Integration, Religion, Weltreligion, Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Abgrenzung der Begriffe Islam, Islamismus und politischer Terrorismus, um ein besseres Verständnis für die Unterschiede innerhalb dieser Themenfelder zu schaffen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Abhandlung bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der religiösen Grundlage des Islam, der politischen Ideologie des Islamismus, den theoretischen Vordenkern dieser Bewegung sowie der Entwicklung des modernen, transnationalen Terrorismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Gegenüberstellung zu klären, ob es sich bei Islam, Islamismus und Terrorismus um unterschiedliche Konzepte handelt oder lediglich um synonyme Begriffe für denselben Kern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Gegenüberstellung von Fachliteratur, um die historische Entwicklung und die ideologischen Hintergründe der behandelten Phänomene systematisch zu erläutern.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der islamischen Grundlagen, eine Analyse der islamistischen Ideologie und ihrer wichtigsten Protagonisten sowie eine Untersuchung der Strukturveränderungen im modernen politischen Terrorismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ideologie, Jihad, Scharia, Transnationalität und die Abgrenzung von Religion und politischem Extremismus definiert.

Warum unterscheidet der Autor explizit zwischen dem „nahen“ und dem „fernen“ Feind?

Die Unterscheidung reflektiert die strategischen Debatten innerhalb islamistischer Gruppen, ob der Fokus auf dem Sturz lokaler „unislamischer“ Regierungen oder dem Kampf gegen den Westen (insbesondere die USA) liegen sollte.

Welche Rolle spielt die Scharia in der Argumentation der Islamisten laut dieser Arbeit?

Die Scharia wird von Islamisten als Idealbild eines göttlichen Gesetzes instrumentalisiert, das auf alle Lebensbereiche anzuwenden sei und mit westlichen demokratischen Werten und Rechtsnormen unvereinbar ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Islam, Islamismus oder politischer Terrorismus? Der Diskurs über Al Quaida
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Militanter Islamismus
Note
1,0
Autor
Oliver Köberich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V314192
ISBN (eBook)
9783668133990
ISBN (Buch)
9783668134003
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam Islamismus Terrorismus Osama bin Laden Religion Jihad Glaube
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Köberich (Autor:in), 2012, Islam, Islamismus oder politischer Terrorismus? Der Diskurs über Al Quaida, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/314192
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