Anton Makarenkos Lehre irritiert als pädagogisch umstrittenes Konzept in einem Kontinuum zwischen anerkannter Reformpädagogik und autoritärer Erziehung unter staatlicher Ideologie. Zwischen Schwarz und Weiß aber liegen bekanntlich unzählige Grautöne. Diesen Bereich auf Potentiale zu untersuchen, die für den Bereich „Interventionen bei Jugenddelinquenz“ erschlossen werden könnten, erscheint äußerst interessant und soll in diesem Essay unternommen werden.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Jugenddelinquenz im 21. Jahrhundert
- Entwicklungen und Begrifflichkeiten
- Sowjetpädagogik für straffällige Jugendliche
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Dieser Essay befasst sich mit der Problematik von Jugenddelinquenz und den Herausforderungen, die sich aus der Zunahme von Gewalt und delinquentem Verhalten von Kindern und Jugendlichen ergeben. Er beleuchtet die historische Entwicklung des Verständnisses von Jugenddelinquenz und problematischem Verhalten in der Erziehungswissenschaft und Sonderpädagogik, wobei der Fokus insbesondere auf die Rolle der Sowjetpädagogik im 21. Jahrhundert gelegt wird.
- Jugenddelinquenz als soziales Problem
- Historische Entwicklungen des Verständnisses von Jugenddelinquenz
- Die Rolle der Sowjetpädagogik in der Behandlung von straffälligen Jugendlichen
- Migration und Jugenddelinquenz
- Kritik an der öffentlichen Diskussion und pauschalisierenden Urteilen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Jugenddelinquenz im 21. Jahrhundert: Dieser Abschnitt beleuchtet die aktuelle Situation von Jugenddelinquenz in Deutschland, insbesondere in Berlin. Dabei werden Statistiken und Daten zur Häufigkeit und Art von Straftaten von Kindern und Jugendlichen sowie die Rolle von Intensivtätern und Migration in diesem Kontext beleuchtet.
- Entwicklungen und Begrifflichkeiten: Dieser Abschnitt befasst sich mit der historischen Entwicklung des Verständnisses von Jugenddelinquenz und problematischem Verhalten in der Erziehungswissenschaft und Sonderpädagogik. Verschiedene Epochen und die dazugehörigen Begrifflichkeiten, die zum Verständnis von „verhaltensauffälligen“ Kindern und Jugendlichen verwendet wurden, werden vorgestellt.
Schlüsselwörter (Keywords)
Jugenddelinquenz, Gewaltverhalten, Erziehungswissenschaft, Sonderpädagogik, Sowjetpädagogik, Migration, Intensivtäter, Schwellentäter, Kiezorientierte Mehrfachtäter, delinquentes Verhalten, verhaltensauffällige Kinder, psychiatrische Betrachtung, Psychopathie, Behindertenpädagogik, NS-Heilpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Anton Makarenko?
Makarenko war ein sowjetischer Pädagoge, dessen Konzepte zwischen Reformpädagogik und autoritärer staatlicher Erziehung angesiedelt sind, insbesondere in der Arbeit mit straffälligen Jugendlichen.
Sind Makarenkos Methoden heute noch relevant?
Der Essay untersucht, ob seine Ansätze Potenziale für moderne Interventionen bei Jugenddelinquenz im 21. Jahrhundert bieten könnten.
Was ist das Besondere an der Sowjetpädagogik für Delinquente?
Sie betonte oft das Kollektiv, produktive Arbeit und eine klare Struktur als Mittel zur Resozialisierung von "verhaltensauffälligen" Jugendlichen.
Wie wird Jugenddelinquenz heute begrifflich gefasst?
Es werden Begriffe wie Intensivtäter, Schwellentäter oder kiezorientierte Mehrfachtäter verwendet, wobei auch der Einfluss von Migration diskutiert wird.
Welche Rolle spielt die öffentliche Diskussion über Jugendgewalt?
Der Text kritisiert pauschalisierende Urteile in der öffentlichen Debatte und fordert eine differenziertere, wissenschaftlich fundierte Betrachtung der Ursachen.
Was ist das Ziel dieses Essays?
Das Ziel ist eine unvoreingenommene Untersuchung der Pädagogik Makarenkos auf ihre Brauchbarkeit für heutige sonderpädagogische Herausforderungen.
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- Anna Em (Author), 2015, Sowjetpädagogik für straffällige Jugendliche des 21. Jahrhunderts? Versuch einer unvoreingenommenen Betrachtung der Pädagogik Anton Makarenkos, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313867