In der vorliegenden Hausarbeit wird zum einen untersucht, wie sich die durchschnittliche Wachstumsrate der Anzahl der tätigen Personen 1997/1998 und 1998/1999 zwischen den niedersächsischen Industriebetrieben unterscheidet. Zum anderen wird die Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für die Anzahl der tätigen Personen zwischen den Jahren 1997 und 1998 bzw. 1998 und 1999 getestet. Es wird überprüft, ob man die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragen kann und ob somit eine signifikante Aussage über die oben erwähnten Sachverhalte möglich ist. Als Grundlage werden anonymisierte Betriebsdaten für niedersächsische Industriebetriebe mit 100 Erhebungen für die Jahre 1995 bis 1999 verwendet. Dieser Datensatz ist beim „European Data Watch Projekt“ zu erhalten und liegt dieser Hausarbeit auf der CD-ROM bei. Die Untersuchung wird mit dem SHAZAM Statistik Programm in der Version 7.0 durchgeführt. Dieses Programm liegt dieser Ausarbeitung ebenfalls als CD-ROM bei.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Durchschnittliche Wachstumsrate der Beschäftigtenzahl für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999
2.1 Einlesen und Selektion der Daten
2.2 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse nach Größe im jeweiligen Basisjahr
2.3 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse anhand der durchschnittlichen Anzahl den tätigen Personen im Anfangs- und Endjahr
2.4 Gegenüberstellung der Ergebnisse
3 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999
3.1 Schätzverfahren und statistische Annahmen
3.2 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für 1997 und 1998
3.2.1 Annahme ß0 = 0 für 1997 und 1998
3.2.2 Annahme ß1 = 1 für 1997 und 1998
3.2.3 Annahmen an die Störgröße für 1997 und 1998
3.2.4 Annahme der korrekten funktionalen Form für 1997 und 1998
3.2.5 Ausreißerproblematik für die Jahre 1997 und 1998
3.3 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für 1998 und 1999
3.3.1 Annahme ß0 = 0 für 1998 und 1999
3.3.2 Annahme ß1 = 1 für 1998 und 1999
3.3.3 Annahmen an die Störgröße für 1998 und 1999
3.3.4 Annahme der Korrekten funktionalen Form für 1998 und 1999
3.3.5 Ausreißerproblematik für die Jahre 1998 und 1999
4 Fazit
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die Arbeit untersucht die Arbeitsplatzdynamik niedersächsischer Industriebetriebe zwischen 1997 und 1999. Im Fokus steht die empirische Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat-Gesetzes unter Berücksichtigung statistischer Annahmen wie Normalverteilung, Homoskedastie und korrekter funktionaler Form.
- Analyse der durchschnittlichen Wachstumsraten nach Betriebsgrößenklassen.
- Empirische Testung des Gibrat-Gesetzes für zwei aufeinanderfolgende Perioden.
- Methodische Prüfung der OLS-Regression mittels spezifischer Statistik-Tests.
- Untersuchung der Auswirkung von Ausreißern auf die Stabilität der Schätzergebnisse.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Annahme ß0 = 0 für 1997 und 1998
Die Annahme H1 besagt, dass das Gibrat Gesetz gilt, wenn die Konstante ß0 = 0 ist. Schätzt man nach der Methode der kleinsten Quadrate erhält man folgendes Ergebnis:
lnBES98 = -0,23715 + 1,0460 ? lnBES97 + e
Der P-Value für ß0 liegt bei 0,00. Das bedeutet, dass man mit einer Fehlerwahrscheinlichkeit von 0,00% einen Fehler macht, wenn man die Annahme H1: ß0 = 0 ablehnt. Die Annahme H1 ist daraufhin abzulehnen, ß0 ist also ungleich 0. Daraus ist zu entnehmen, dass jedes Unternehmen automatisch mit 0,24% schrumpft und es ist ein erster Hinweis, dass der theoretische Ansatz des Gibrat Gesetzes nicht gilt.
Kapitelübersichten
1 Einleitung: Kurze Darlegung des Forschungsgegenstandes, der Datengrundlage und der eingesetzten statistischen Software.
2 Durchschnittliche Wachstumsrate der Beschäftigtenzahl für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999: Analyse der Wachstumsunterschiede zwischen Betrieben verschiedener Größenklassen unter Anwendung unterschiedlicher Zuordnungsmethoden.
3 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999: Detaillierte statistische Analyse und Testung des Gibrat-Gesetzes inklusive der Prüfung von Ausreißerproblematiken.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse bezüglich der Arbeitsplatzdynamik und der Gültigkeit des Gibrat-Gesetzes über die untersuchten Zeiträume.
Schlüsselwörter
Arbeitsplatzdynamik, Gibrat-Gesetz, Beschäftigtenzahl, Industriebetriebe, Wachstumsrate, OLS-Schätzung, Normalverteilung, Homoskedastie, Ausreißer, Statistik, Betriebswachstum, Niedersachsen, SHAZAM, Firmengröße, Signifikanztest
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in niedersächsischen Industriebetrieben in den Jahren 1997 bis 1999.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Arbeitsplatzdynamik, die Bedeutung von Größenklassen bei Betrieben und die empirische Überprüfung des Gibrat-Gesetzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gültigkeit des Gibrat-Gesetzes für die genannten Zeiträume zu testen und zu beurteilen, ob die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden statistische Analysen mittels der OLS-Regression durchgeführt, ergänzt durch diverse Tests auf Normalverteilung, Homoskedastie und funktionale Korrektheit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Berechnung von Wachstumsraten für unterschiedliche Größenklassen sowie die umfassende statistische Überprüfung und Interpretation der Gibrat-Hypothesen unter Berücksichtigung von Ausreißern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Arbeitsplatzdynamik, Gibrat-Gesetz, Industriebetriebe, OLS-Schätzung und statistische Signifikanz.
Warum wurden Ausreißer aus den Daten entfernt?
Es wurde vermutet, dass einige wenige sehr große Betriebe die Gesamtergebnisse verzerren könnten, weshalb deren Wirkung auf die Gültigkeit der Schätzung isoliert geprüft wurde.
Bestätigt das Fazit die Gültigkeit des Gibrat-Gesetzes?
Nein, das Fazit kommt zu dem Schluss, dass das Gibrat-Gesetz nicht pauschal angenommen werden kann, da die Ergebnisse je nach Untersuchungszeitraum variieren.
- Quote paper
- Michael Mazaschyk (Author), 2004, Arbeitsplatzdynamik und Gibrat-Gesetz für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/31357