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Die Wirksamkeit von smarten Flash Mobs als Instrument der öffentlichen Meinungsäußerung

Eine Medienanalyse eines populärkulturellen Phänomens

Titel: Die Wirksamkeit von smarten Flash Mobs als Instrument der öffentlichen Meinungsäußerung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 48 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dörte Jacobi (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht das Phänomen „smarter“ Flash Mobs, ihre Wirksamkeit und deren Fähigkeit Wissen und soziales Kapital zu generieren sowie die Selbstbestimmtheit Einzelner durch Partizipation zu stärken.

Das Auftreten von Flash Mobs, verursacht durch die zunehmende globale Vernetzung und computergestützte Kommunikation, erweiterte die traditionellen Wege der individuellen Einflussnahme und Handlungsmöglichkeiten in der Gesellschaft. Seit Howard Rheingold, vor mehr als zehn Jahren, das Phänomen Smart Mobs bzw. „smarte“ Flashmobs identifizierte, erfreut sich diese Art der öffentlichen Meinungsäußerung zunehmender Popularität und wuchs zu einer Maßnahme mit starkem Einfluss auf soziale, politische und wirtschaftliche Bereiche heran.

Aber was ist es, das einen smarten Flash Mob so wirksam macht? In den letzten zehn Jahren haben Forscher mehr oder weniger erfolgreich versucht, die wichtigsten Einflussfaktoren zu identifizieren. Klar ist bisher, dass es das Zusammenspiel folgender Eigenschaften ist, welches das Phänomen Flash Mob so populär und effektiv macht: der Wunsch nach öffentlichen Diskursen, kostengünstige (immer kleiner (scheinbar spontaner) Zeitrahmen.

Die Arbeit beschreibt Flash Mobs als ein populärkulturelles Phänomen eines kulturellen Kreislaufes, welches durch die kreative Autorität der Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, angetrieben wird. Darüber hinaus wird ein Modell für die Kategorisierung der unterschiedlichen Flash Mob Aktionen, in ihrer Ausrichtung und Erscheinungsform, vorgeschlagen, welches eine Grundlage für die Bestimmung ihrer Wirksamkeit bilden könnte. Denn die Vergangenheit hat deutlich gemacht, dass diese Form der öffentlichen Meinungsäußerung, vor allem mit politischer Ausrichtung, durchaus die Macht besitzt, Regierungen dazu zu zwingen, ebenso blitzartig auf die Stimme der „smarten Meute“ zu reagieren und ihre Rolle in der Gesellschaft neu zu definieren, wie die Meute selbst in Erscheinung trat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung – Echo des digitalen Zeitalters

„smarter Flash Mob“ – Kreation eines kulturellen Kreislaufs

„ONE BILLION RISING“– Dance-Flash Mob in Magdeburg

Die Macht der Masse

Zusammenfassende Schlussgedanken

Anlage 1 – Videoclipanalyse

1. Kontextwissen zum Videoclip

2. Äußere Daten zum Videoclip

3. Angaben zur Form

4. Filmische Gestaltungselemente

5. Verhältnis Bild-Ton

6. Inhaltliche Elemente

7. Wirkung und Wertung

Anlage 2 – Filmprotokoll (Schnittfolge)

Anlage 3 – Das Flash Mob Manifest

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen „smarter“ Flash Mobs, ihre Wirksamkeit als Instrument der öffentlichen Meinungsäußerung sowie ihre Fähigkeit, Wissen und soziales Kapital durch Partizipation zu generieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Abgrenzung zwischen unpolitischen Flash Mobs und politisch motivierten Smart Mobs sowie die Kategorisierung ihrer Wirksamkeit.

  • Phänomenologische Analyse von Flash Mobs im digitalen Zeitalter
  • Kategorisierung von Flash Mob Aktionen anhand des "Smartness-Faktors"
  • Einfluss der computergestützten Kommunikation auf gesellschaftliche Teilhabe
  • Fallstudie: "ONE BILLION RISING" – Dance-Flash Mob in Magdeburg
  • Wechselwirkung zwischen medialer Dokumentation und politischer Wirksamkeit

Auszug aus dem Buch

Die Macht der Masse

Nach Beat Wyss lautet die Regel des Pops: „Die Gleichheit im Recht, fremd sein zu dürfen“ – ist dies nur eine Utopie des Pragmatismus, oder eher ein Symptom einer ins Extreme geführten Individualisierung zivilgesellschaftlichen Mitmachstruktur, welche ersucht das Bedürfnis nach Nähe in der Masse zu stillen? Geborgenheit in Mitten einer Meute Unbekannter: „Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. [...] [Doch ist es] die Masse allein, in der der Mensch von dieser Berührungsfurcht erlöst werden kann. Sie ist die einzige Situation, in der die Furcht in ihr Gegenteil umschlägt.“ Die Masse ist seit jeher ein schwieriges Phänomen. Sie gilt als amorph, gesichtslos oder gar gefährlich. Dennoch sehnt sich der Mensch immer wieder danach, ein Teil derselben zu sein. In Form des Flash Mobs hat die Masse eine neue Ausprägung gefunden.

Bei dieser Art des „Massen-Events“ drängt sich „der Eindruck der Ich-Auflösung einseitig in den Vordergrund, während die Formen der Selbst-Gestaltung und die kulturellen Praktiken individueller Aneignung gar nicht ins Blickfeld geraten können.“ Jedoch publikumswirksam ist solch eine Massenerscheinung alle Mal. Howard Rheingold erklärt, dass das Phänomen Smart Mob, bzw. gilt das für Flash Mobs generell, nur die Summe aus Teilen ist, die schon lange da waren und jetzt zusammen kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung – Echo des digitalen Zeitalters: Einführung in die Entstehung von Flash Mobs durch soziale Medien und die Verknüpfung von digitaler und realer Welt als Form der jugendkulturellen Identitätsbildung.

„smarter Flash Mob“ – Kreation eines kulturellen Kreislaufs: Theoretische Einordnung des Flash Mobs als populärkulturelles Phänomen im Kontext kultureller Zirkularität und der Differenzierung zwischen Unterhaltungsformaten und politisch motivierten Aktionen.

„ONE BILLION RISING“– Dance-Flash Mob in Magdeburg: Detaillierte Fallstudie einer spezifischen Flash Mob Aktion, die als performativer Agitation-Mob analysiert und kategorisiert wird.

Die Macht der Masse: Analyse des kollektiven Verhaltens in Flash Mobs, wobei der Fokus auf dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und der instrumentellen Nutzung der Masse für gesellschaftliche Botschaften liegt.

Zusammenfassende Schlussgedanken: Fazit über die dauerhafte Relevanz von Flash Mobs als Werkzeug für zivilen Ungehorsam und Partizipation im digitalen Zeitalter.

Anlage 1 – Videoclipanalyse: Methodische Aufarbeitung und inhaltliche Untersuchung des videobasierten Ausgangsmaterials der Fallstudie.

Anlage 2 – Filmprotokoll (Schnittfolge): Dokumentation der technischen Analyse der Kameraeinstellungen und Schnittsequenzen des Videoclips.

Anlage 3 – Das Flash Mob Manifest: Wiedergabe der ursprünglichen Leitlinien, die den organisatorischen Rahmen von Flash Mobs definieren.

Schlüsselwörter

Flash Mob, Smart Mob, Macht der Masse, ziviler Ungehorsam, öffentliche politische Meinungsäußerung, Wirksamkeit, Ökonomie der Aufmerksamkeit, kreative Autorität, Popkultur, populärkulturelles Phänomen, kulturelle Zirkularität, Selbstermächtigung, Partizipation, soziale Netzwerke, globale Vernetzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Flash Mobs als ein popkulturelles Phänomen des 21. Jahrhunderts und analysiert deren Potenzial als wirksames Instrument der öffentlichen politischen Meinungsäußerung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Flash Mobs durch digitale Vernetzung, der soziologischen Einordnung von Masse und Individualität sowie der Kategorisierung verschiedener Flash Mob Arten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu bestimmen, wie sich unpolitische "Just for Fun"-Flash Mobs von politisch motivierten "smarten Flash Mobs" unterscheiden und welche Faktoren deren Wirksamkeit in der Gesellschaft beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Neben einer theoretischen Literaturanalyse nutzt die Arbeit eine medienwissenschaftliche Videoclip-Analyse, um die Wirksamkeit und Ästhetik eines konkreten Praxisbeispiels (ONE BILLION RISING) zu evaluieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen und technologischen Hintergründe, eine neue Kategorisierung der Erscheinungsformen sowie eine detaillierte Fallstudie zur Kampagne "ONE BILLION RISING" in Magdeburg erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie "digitale Partizipation", "Aufmerksamkeitsökonomie", "Smart Mob" und "kulturelle Zirkularität" beschreiben.

Warum wird gerade der "ONE BILLION RISING" Dance-Flash Mob als Fallbeispiel gewählt?

Dieses Beispiel dient als Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement, da es sich um eine globale, politisch motivierte Kampagne handelt, die eine choreografische Performanz nutzt, um Aufmerksamkeit für ein ernstes soziales Thema zu erregen.

Welche Bedeutung hat das "Flash Mob Manifest" für die Untersuchung?

Das Manifest dient als theoretischer Referenzpunkt, um die "ursprünglichen" Regeln von Flash Mobs zu definieren und diese mit den tatsächlichen, oft veränderten Praktiken der heutigen Zeit zu vergleichen.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wirksamkeit von smarten Flash Mobs als Instrument der öffentlichen Meinungsäußerung
Untertitel
Eine Medienanalyse eines populärkulturellen Phänomens
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltung
Erschließung und Analyse signifikanter Inhalte, Themen und Formen symbolischer Zeitkommentierung (Popular Culture)
Note
1,0
Autor
Dörte Jacobi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
48
Katalognummer
V313424
ISBN (eBook)
9783668121911
ISBN (Buch)
9783668121928
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flash Mob Smart Mob Macht der Masse ziviler Ungehorsam öffentliche politische Meinungsäußerung Wirksamkeit Ökonomie der Aufmerksamkeit kreative Autorität Popkultur populärkulturelles Phänomen kulturelle Zirkularität Selbstermächtigung Partizipation soziale Netzwerke Reproduktionszeitalter digitales Echo One Billion Rising computergestützte Kommunikation globale Vernetzung Intervention im öffentlichen Raum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dörte Jacobi (Autor:in), 2015, Die Wirksamkeit von smarten Flash Mobs als Instrument der öffentlichen Meinungsäußerung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313424
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  48  Seiten
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