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Verdinglichung und schulischer Leistungsprozess. Einführung in die Sozialphilosophie

Title: Verdinglichung und schulischer Leistungsprozess. Einführung in die Sozialphilosophie

Seminar Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 13 Punkte

Autor:in: Malte Gerhardt (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology

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Dieser Essay entstand im Rahmen des Seminars „Einführung in die Sozialphilosophie“, veranstaltet von Dr. Daniel Loick im Wintersemester 2014/15.

Zweck dieses Essay ist es, den Begriff der Verdinglichung in Bezugnahme auf Georg Lukács und Axel Honneth zu rekonstruieren. Im ersten Teil wird die klassische Verdinglichungsphänomenologie, wie von Lukács beschrieben skizziert. In Bezugnahme auf Honneth wird anschließend gezeigt, unter welchen Bedeutungshorizonten der Begriff der Verdinglichung Verwendung finden kann. Der letzte Teil des Essays versucht eine Analyse verdinglichender Phänomene in Schule und Ausbildung zu geben. Dieser Analyse geht eine kurze Beschreibung der sogennanten Washback Theory voraus, welche in der anglistischen Didaktik diskutiert wird.

Das Einbinden dieser Theory soll ein Hinweis darauf sein, dass verdinglichende Phänomene in der Schule nicht in erster Linie aus der Gegenständlichkeitsform der Ware erwachsen, sondern aus der praktischen Anwendung von mündlichen und schriftlichen Lernstandsüberprüfungen, die eine abschließende Beurteilung des Lerners und seines Lernprozesses in Form der Note zu konkretisieren versuchen. Im Zuge der Analyse der verdingender Phänomene in der schulischen Ausbildung, soll insbesondere das Material, sowie die Einstellungen des Lehrers und des Schülers betrachtet werden, auf eine gesonderte Betrachtung einer verdingende Perspektive auf das Kind aus der Perspektive der Eltern wurde verzichtet. Die für die Bearbeitung des Themas verwendete Literatur ist dem Essay nachgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Zum Begriff der Verdinglichung

2. Verdinglichung – Eine Rekonstruktion

2.1 Verdinglichung – Eine anerkennungstheoretische Studie (Honneth)

2.2 Verdinglichung - Kategorienbildung nach Lukács

2.3 Drei Bedeutungshorizonte von Verdinglichung

3. Verdinglichung und Anerkennung

3.1 Begriffliche Neudeutung durch Honneth

3.2 Einwand gegen diese Neudeutung Honneths

4. Verdinglichung in der Schule / Lehrer /Material / Schüler

4.1 Was ist washback?

4.2 Auswirkungen von Testverfahren

4.3 Heydorns Weltsicht

4.4 Verdinglichung des Stoffes/Materials

4.5 Verdinglichung des Lehrers

4.6 Verdinglichung des Schülers

5. Reflexion zum Thema Verdinglichung

6. Meta-Reflexion des Verdinglichungsbegriffs und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den philosophischen Begriff der Verdinglichung im Kontext schulischer Leistungsprozesse. Dabei wird analysiert, wie moderne Bewertungsformen und die Struktur des Schulsystems dazu beitragen, dass Bildungsinhalte, Lehrende und Lernende als warenförmige Gegenstände innerhalb eines ökonomischen Verwertungszusammenhangs wahrgenommen werden.

  • Rekonstruktion des Verdinglichungsbegriffs nach Lukács und Honneth
  • Kritische Auseinandersetzung mit der anerkennungstheoretischen Neudeutung
  • Analyse des Washback-Effekts in Bezug auf schulisches Handeln
  • Untersuchung von Verdinglichungsphänomenen bei Lehrern und Schülern
  • Die Rolle von Leistungsbewertung und Notengebung als Disziplinierungsinstrumente

Auszug aus dem Buch

4.4 Verdinglichung des Stoffes/Materials

Das Lernmaterial wird in der Schule zum Material an dem sich die Schülerinnen und Schüler beweisen sollen. Kenntnisse, Fertigkeiten und Wissen, welches der Schüler in einer bestimmten schulischen Fachdisziplin vermittelt bekommt, gelten nicht von sich aus als wertvoll oder wissenswert, gerade weil es auch der Erwachsenenwelt entstammt. Erst im Test zeigt sich, welches Wissen tatsächlich als relevantes oder richtiges Wissen über die Sache vom Lehrer als gültig anerkannt wird. So wird das Wissen zur Währung, welches Schülerinnen und Schüler durch das Testverfahren in die Währung der Note einlösen kann. Im Schüler wird ein taktisches Verhalten zum Lernen und zu dem Lerngegenstand eingenommen; lernenswert ist aus der Perspektive des Getesteten nur das Wissen, welches honoriert wird.

Bereits bei der Information des Unterrichtsmaterials in der Lernphase präsentieren Lehrkräfte den Lerngegenstand oft in einer verdingenden Weise. Die Zielperspektive der Lehrkräfte und die Zielvorstellungen der Schülerinnen und Schüler sind bisweilen nicht deckungsgleich. Der „Stoff“ ist didaktisch reduziert und methodisch aufbereitet, so dass er zur jeweiligen Altersstufe der Klasse passt und möglichst anschaulich dargestellt werden kann. Eine Reduktion des Textes stellt in einem gewissen Sinne immer eine textliche Zensur dar, dies gilt auch für alle weiteren Medien. Der didaktisch aufbereitete Text kürzt und dekontextualisiert Textpassagen, die dann das ganze Werk in ihrer Bedeutung verschieben können. Ferner wird der Lerngegenstand zum Material an dem die Schüler kategorisiert werden. Festzuhalten ist, dass gerade der Test oft als Abschluss einer Lerneinheit gesehen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und Darlegung des Ziels, den Verdinglichungsbegriff für den schulischen Kontext zu rekonstruieren.

2. Verdinglichung – Eine Rekonstruktion: Wissenschaftliche Einordnung der Verdinglichung durch Rückgriff auf die Arbeiten von Georg Lukács und Axel Honneth.

3. Verdinglichung und Anerkennung: Kritische Diskussion von Honneths anerkennungstheoretischer Neudeutung im Vergleich zum ursprünglichen sozial-kritischen Ansatz.

4. Verdinglichung in der Schule / Lehrer /Material / Schüler: Anwendung des Begriffs auf den Schulalltag unter Einbeziehung der Washback-Theorie und Machtstrukturen.

5. Reflexion zum Thema Verdinglichung: Zusammenfassende kritische Betrachtung der im Text vorgenommenen Einwände gegenüber Honneth.

6. Meta-Reflexion des Verdinglichungsbegriffs und Ausblick: Abschließende Einordnung der schulischen Produktionsprozesse in den gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Verdinglichung, Entfremdung, Anerkennungstheorie, Georg Lukács, Axel Honneth, Washback, Leistungsbewertung, Schule, Didaktik, Warenstruktur, Bildungspolitik, Subjekt-Objekt-Trennung, Notengebung, Schülerrolle, Lehrerdasein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den philosophischen Begriff der Verdinglichung und überträgt ihn auf die Verhältnisse in der modernen Schule, insbesondere auf Leistungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Bildung und Herrschaft, die Auswirkungen von Testverfahren und die Entfremdung von Subjekten im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schulische Leistungsprozesse dazu führen, dass Lehrer, Schüler und Lerninhalte verdinglicht und als bloße Tauschobjekte betrachtet werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine sozialphilosophische Rekonstruktion und Analyse auf Basis der kritischen Theorie und bildungstheoretischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Herleitung, der Kritik an Anerkennungskonzepten und der konkreten Analyse verdinglichender Praktiken in der Schule.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Verdinglichung, Entfremdung, Washback-Effekt, Leistungsbewertung und kritische Bildungstheorie geprägt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise des Autors von Axel Honneth?

Der Autor kritisiert, dass eine Rückführung der Verdinglichung auf rein psychologische Anerkennungskategorien die sozial-kritische Dimension des ursprünglichen Begriffs bei Lukács schwächt.

Warum spielt das Thema Notengebung eine so zentrale Rolle?

Noten fungieren als Instrument der Klassifikation und Disziplinierung, das den Lernprozess ökonomisiert und Schüler dazu zwingt, Wissen taktisch als Währung für Erfolgschancen zu begreifen.

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Details

Title
Verdinglichung und schulischer Leistungsprozess. Einführung in die Sozialphilosophie
College
University of Frankfurt (Main)  (FB Philosophie)
Course
Einführung in die Sozialphilosophie
Grade
13 Punkte
Author
Malte Gerhardt (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V313316
ISBN (eBook)
9783668120297
ISBN (Book)
9783668120303
Language
German
Tags
washback testverfahren Klausur Klassenarbeiten Noten Leistungsbewertung verdinglichung Entfremdung Marx Heydorn Honneth Postadoleszenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malte Gerhardt (Author), 2015, Verdinglichung und schulischer Leistungsprozess. Einführung in die Sozialphilosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313316
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