In dieser Seminararbeit wird das Ziel verfolgt, wesentliche Aspekte der Lieferantenbewertung darzustellen und auf verschiedene Instrumente einzugehen. Da es hierfür zahlreiche Ansatzpunkte gibt, werden lediglich fünf der gängigsten bzw. bekanntesten Verfahren näher betrachtet. Die Arbeit soll aufzeigen, dass eine erfolgreiche Lieferantenbewertung maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt und somit in der betrieblichen Praxis unumgänglich ist.
Die Seminararbeit gliedert sich in insgesamt vier Kapitel. Um den Leser an das Thema Lieferantenbewertung heranzuführen, wird in Kapitel zwei zunächst auf Begriffsklärungen und die Einordnung in das Lieferantenmanagement eingegangen sowie die Bedeutung und Ziele der Lieferantenbewertung erläutert. Des Weiteren werden die Anforderungen an die Lieferantenbewertung beschrieben und einige exemplarische Bewertungskriterien aufgeführt.
Um der Zielsetzung zu entsprechen, werden im dritten Kapitel verschiedene Instrumente der Lieferantenbewertung dargestellt, die sich in quantitative und qualitative Verfahren gliedern. Hierbei werden neben einem beispielhaften Kennzahlenverfahren und die Preis-Entscheidungsanalyse ebenfalls die Portfolio-Methode sowie Notensysteme erläutert und auf verschiedene Ausprägungen von Punktbewertungsverfahren eingegangen. Diese Instrumente werden anschließend in Kapitel 3.4 kritisch beurteilt. Den Abschluss der Seminararbeit bildet eine zusammenfassende Schlussbetrachtung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Vorgehensweise
2 Grundlagen der Lieferantenbewertung
2.1 Begriffsklärungen und Einordnung in das Lieferantenmanagement
2.2 Bedeutung und Ziele der Lieferantenbewertung
2.3 Anforderungen an die Lieferantenbewertung
2.4 Bewertungskriterien
3 Instrumente der Lieferantenbewertung
3.1 Übersicht der Instrumente
3.2 Quantitative Verfahren
3.2.1 Kennzahlenverfahren
3.2.2 Preis-Entscheidungsanalyse
3.3 Qualitative Verfahren
3.3.1 Portfolio-Methode
3.3.2 Notensysteme
3.3.3 Punktbewertungsverfahren
3.4 Zusammenfassende Beurteilung der Instrumente
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die wesentlichen Aspekte der Lieferantenbewertung darzustellen und die gängigsten Instrumente zur Beurteilung von Lieferanten kritisch zu analysieren, um ihre Bedeutung für den Unternehmenserfolg aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen des Lieferantenmanagements
- Bedeutung und Anforderungen an die Lieferantenbewertung
- Klassifizierung von Bewertungskriterien (Allgemein, K.O., unternehmensspezifisch)
- Methodik quantitativer Verfahren (z.B. Kennzahlen, Preis-Entscheidungsanalyse)
- Methodik qualitativer Verfahren (z.B. Portfolio-Methoden, Scoring-Modelle)
- Kritische Würdigung und Vergleich der vorgestellten Instrumente
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Portfolio-Methode
Anhand der Portfolio-Methode werden einerseits unternehmensbezogene Marktschwächen sowie -stärken und andererseits umweltbezogene Risiken identifiziert, diagnostiziert oder prognostiziert. Dadurch sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet bzw. geeignete Beschaffungsstrategien entworfen werden.
Drei der bekanntesten Portfolios sind:
• Marktmacht-Portfolio
Die Marktmacht des Lieferanten und die des Abnehmers bestimmen die Beschaffungsstrategie und die Kriterien zur Lieferantenauswahl.
• Risiko-Portfolio
Hier werden die vom Beschaffungsmarkt ausgehenden Risiken (extern) und die Anfälligkeit des Unternehmens gegenüber Versorgungsstörungen (intern) betrachtet.
• Versorgungsrisiko-ABC-Portfolio
Diese Methode kombiniert Versorgungsrisiken und Einkaufsvolumina, so dass verschiedene Produktklassen entstehen (Schlüssel-, Hebel-, Engpassprodukte und unproblematische Produkte).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Vorgehensweise: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung des Lieferantenmanagements ein und definiert den Aufbau sowie die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.
2 Grundlagen der Lieferantenbewertung: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt, die strategische Bedeutung der Lieferantenbewertung erläutert und Anforderungen sowie Kriterien für den Bewertungsprozess beschrieben.
3 Instrumente der Lieferantenbewertung: Das Hauptkapitel bietet eine Übersicht verschiedener quantitativer und qualitativer Verfahren und analysiert diese im Detail hinsichtlich ihrer Anwendung.
4 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Nutzen sowie den Aufwand systematischer Lieferantenbewertung in der Praxis.
Schlüsselwörter
Lieferantenmanagement, Lieferantenbewertung, Lieferantenauswahl, Beschaffungsstrategie, Lieferantenbeziehung, Kennzahlenverfahren, Preis-Entscheidungsanalyse, Portfolio-Methode, Punktbewertungsverfahren, Scoring-Modell, Beschaffungsmarketing, Marktmacht, K.O.-Kriterien, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Bewertung von Lieferanten als wesentlichen Bestandteil eines modernen Lieferantenmanagements zur Sicherung des Unternehmenserfolgs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition strategischer Ziele, die Festlegung von Bewertungskriterien sowie die Analyse quantitativer und qualitativer Bewertungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung wesentlicher Aspekte der Lieferantenbewertung und die Aufzeigung, dass eine erfolgreiche Bewertung für die betriebliche Praxis unumgänglich ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden methodische Ansätze wie Kennzahlenverfahren, Preis-Entscheidungsanalysen, Portfolio-Methoden, Notensysteme und verschiedene Scoring-Modelle analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der Instrumente sowie die detaillierte Beschreibung und kritische Würdigung der ausgewählten quantitativen und qualitativen Verfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Lieferantenbewertung, Lieferantenmanagement, Beschaffungsstrategie und verschiedene Verfahren zur Performancemessung.
Wie unterscheidet sich die Portfolio-Methode von anderen Ansätzen?
Die Portfolio-Methode zeichnet sich durch ihre zweidimensionale Betrachtung (z.B. Marktmacht oder Risiko) aus, wodurch sie anschauliche, aber grobe Strategieempfehlungen ableitet.
Warum ist die Wahl der richtigen Bewertungskriterien so wichtig?
Kriterien bilden die Grundlage für eine objektive Vergleichbarkeit; sie müssen sowohl allgemeine als auch unternehmensspezifische Aspekte abdecken, um Fehlentscheidungen zu minimieren.
Welche Rolle spielt die Gewichtung bei Punktbewertungsverfahren?
Die Gewichtung ermöglicht es, die unterschiedliche Bedeutung einzelner Kriterien für das Unternehmen abzubilden, was zu einem genaueren und aussagekräftigeren Scoring-Ergebnis führt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2014, Instrumente der Lieferantenbewertung. Darstellung qualitativer und quantitativer Methoden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313175