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Klage vor Gericht. Vergleich der Minnelieder Hugs von Werbenwang und Heinrichs von Breslau

Title: Klage vor Gericht. Vergleich der Minnelieder Hugs von Werbenwang und Heinrichs von Breslau

Term Paper , 2014 , 17 Pages

Autor:in: Constanze Böck (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die unerfüllte Liebe ist ein wichtiges Thema, welches in den Minne- oder Werbeliedern besungen wird. Viele der Minnesänger und Dichter beklagen und beschreiben in ihren Werken ihr Leid und ihren Schmerz, den sie aufgrund einer unerfüllten Liebe empfinden. Dieses Phänomen ist jedoch keines, das nur in den Zeiten des Mittelalters auftrat. Es ist auch auf die heutige Zeit übertragbar und somit auf die Lebenswirklichkeit eines jeden Menschen. Denn auch heutzutage erfahren die Menschen Schmerz und Leid in der Liebe und suchen folglich nach Möglichkeiten ihren Schmerz auszudrücken. Das geschieht nicht mehr in der Form eines Werbeliedes, doch sind auch einige Züge der damaligen Minnelieder auf die heutige Zeit übertragbar.

In dieser Arbeit sollen nun die Minnelieder Hugs von Werbenwag sowie Heinrichs von Breslau näher betrachtet und verglichen werden. Hierbei soll auf die Entwicklungen und die Tendenzen des Minnesangs im 13. Jahrhundert eingegangen und zusätzlich angewandte Strategien der Aufwertung der Minnethematik gezeigt werden. Zur Abrundung der Arbeit soll zudem ein lebensweltlicher Ausblick mit Bezug zur heutigen Zeit geschaffen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Heranführung

2. Einordnung: Hug von Werbenwag

3. Einordnung: Heinrich von Breslau

4. Tendenzen in der Entwicklung des hohen Minnesangs im 13. Jahrhundert

5. Vergleich der beiden Minnelieder

5.1 Klagesituation

5.2 Phantasie

5.3 Strategien der Aufwertung konventioneller Thematik

6. Fazit und Ausblick mit Bezug zur heutigen Zeit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht und vergleicht die Minnelieder von Hug von Werbenwag und Heinrich von Breslau, mit einem besonderen Fokus auf die Darstellung von Minneklage und gerichtlichen Inszenierungen. Dabei wird analysiert, wie beide Dichter konventionelle Themen des Minnesangs durch den Einsatz von Phantasie und Allegorien aufwerten, um ihre unerfüllte Liebe und den damit verbundenen Schmerz zu verarbeiten.

  • Vergleichende Analyse zweier Minnelieder des 13. Jahrhunderts
  • Untersuchung der fiktiven "Gerichtsszenen" als Mittel der Klage
  • Bedeutung von Konkretisierung und Allegorisierung im Minnesang
  • Die Rolle der Phantasie als psychologische Entlastung bei Liebesleid
  • Übertragbarkeit mittelalterlicher Motive auf moderne Lebenswirklichkeiten

Auszug aus dem Buch

5.1 Klagesituation

Das Wort „Klage“ bzw. „klagen“ hat in Bezug auf die beiden Minnelieder eine vielschichtige Bedeutung. In ihrer Polyvalenz wird es in diesen beiden Fällen eher als „Anklage“ betrachtet. Die Klage wird somit erweitert und „klagt“ die Situation an, in der sich das Sänger-Ich jeweils befindet.

Im Minnelied Hugs von Werbenwag wird das Geschehen abstrahiert. Die mögliche Gerichtsszene wird als eine Art Zweikampf zwischen dem Ich und der Geliebten beschrieben. Zusätzlich werden mögliche Folgen für die Beiden durch den Zweikampf ausgemalt. Das unglückliche Verhältnis der beiden in der Minneliebe wird auf eine Kampfszene übertragen. Das Sänger-Ich ruft als Kläger alle weltlichen Instanzen wie Kaiser, König, Gegenkönig und sogar den Papst auf, es zu unterstützen und hofft, dass diese über die Angeklagte, die Geliebte, die seine Liebe nicht erwidert, richten. Am Ende des Liedes wird jedoch die Anklage durch die Geliebte selbst relativiert, da sie sich unabhängig von den Instanzen oder von einem Urteil zu dem Sänger-Ich bekennt und ihm ihre Zuneigung ausspricht.

Ebenso ist im Lied Heinrichs von Breslau eine fingierte Gerichtsverhandlung dargestellt und rhetorisch inszeniert. Das Sänger-Ich trägt seine Anklage gegen seine Minnedame vor, da sie seine Dienste nicht belohnt. Die Instanzen, denen das Sänger-Ich sein Leid klagt sind die personifizierten Instanzen des sommerlichen Liebesglückes. Im Zuge seiner Klage schafft es das Ich meie, sumerwunne, liehtiu heide, kle, gruenen walt, sunne und Venus und somit die sommerliche Gerichtsbarkeit auf seine Seite zu ziehen. Am Ende der Klage widerspricht das Sänger-Ich jedoch aus Mitleid um die Minnedame und aufgrund der angedrohten Rache den Instanzen und bittet darum, die Geliebte zu verschonen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Heranführung: Einführung in das Phänomen der unerfüllten Liebe im Minnesang und die Übertragbarkeit auf heutige menschliche Erfahrungen.

2. Einordnung: Hug von Werbenwag: Vorstellung des Dichters sowie Analyse der ersten Strophen seines Minneliedes, die eine konventionelle Minneklage einleiten.

3. Einordnung: Heinrich von Breslau: Porträt des Dichters und Einleitung in sein Minnelied, das durch eine ungewöhnliche Dialogstruktur zwischen Sänger und Instanzen besticht.

4. Tendenzen in der Entwicklung des hohen Minnesangs im 13. Jahrhundert: Erläuterung der Tendenzen Schematisierung, Didaktisierung und Konkretisierung, die für das Verständnis des Minnesangs im 13. Jahrhundert zentral sind.

5. Vergleich der beiden Minnelieder: Detaillierte Gegenüberstellung der Klagesituationen, der Rolle der Phantasie und der literarischen Strategien beider Dichter.

6. Fazit und Ausblick mit Bezug zur heutigen Zeit: Synthese der Ergebnisse sowie Reflexion darüber, inwiefern die Bewältigungsstrategien des Minnesangs heute noch relevant sind.

Schlüsselwörter

Minnesang, Hohe Minne, Minneklage, Hug von Werbenwag, Heinrich von Breslau, Gerichtsszene, Allegorie, Konkretisierung, Phantasie, Liebesleid, Mittelhochdeutsch, Literaturgeschichte, 13. Jahrhundert, Dialog, Liebeslyrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Minnelieder von Hug von Werbenwag und Heinrich von Breslau, um zu verstehen, wie diese Dichter das Motiv der unerfüllten Liebe in eine rechtliche oder gerichtliche Form der "Anklage" überführen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die poetologischen Strategien des Minnesangs im 13. Jahrhundert, insbesondere die Allegorisierung, die Konkretisierung von Rollenbildern und die psychologische Funktion der Phantasie beim Umgang mit Liebesleid.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die fingierte Gerichts- oder Klagesituation das konventionelle Liebeslied des 13. Jahrhunderts durch neue, realitätsnahe oder groteske Züge aufgewertet und für das Publikum interessanter gestaltet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primäre Quellentexte aus der Manesseschen Liederhandschrift und anderen Quellen mit fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Entwicklung des Minnesangs verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Dichter, die theoretische Einordnung der Tendenzen des 13. Jahrhunderts sowie den direkten Vergleich der beiden Lieder hinsichtlich ihrer Klagesituationen, der Bedeutung von Phantasie und rhetorischer Aufwertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Minnesang, Klagesituation, Allegorie, Konkretisierung und der spezifische historische Kontext des 13. Jahrhunderts.

Wie unterscheiden sich die Instanzen, vor denen die Sänger in den Liedern klagen?

Während das Sänger-Ich bei Hug von Werbenwag weltliche Instanzen wie Kaiser, König und den Papst anruft, appelliert das Sänger-Ich bei Heinrich von Breslau an allegorische Naturinstanzen des Sommers, wie den Mai, die Sonne oder die Liebesgöttin Venus.

Welche Rolle spielt die Phantasie bei der Verarbeitung von Liebesleid in den untersuchten Texten?

Die Phantasie dient den Sängern als Fluchtort vor der Realität, um sich in einer imaginierten, fiktiven Gerichtssituation gegenüber der Geliebten zu behaupten und ihre Souveränität zu bewahren, da ihnen in der Realität keine Erwiderung ihrer Liebe zuteilwird.

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Details

Title
Klage vor Gericht. Vergleich der Minnelieder Hugs von Werbenwang und Heinrichs von Breslau
College
University of Würzburg
Author
Constanze Böck (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V313142
ISBN (eBook)
9783668122802
ISBN (Book)
9783668122819
Language
German
Tags
klage gericht vergleich minnelieder hugs werbenwang heinrichs breslau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Constanze Böck (Author), 2014, Klage vor Gericht. Vergleich der Minnelieder Hugs von Werbenwang und Heinrichs von Breslau, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313142
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