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Resilienz. Ein zu hinterfragendes Konzept

Title: Resilienz. Ein zu hinterfragendes Konzept

Term Paper , 2014 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Dworschak (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology

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Die Resilienztheorie ist seit Jahren ein intensiv diskutiertes Thema, dass multidisziplinär große Beachtung findet und starken Einfluss auf die Praxen der einzelnen Disziplinen aufweist.

Das Ziel der Pädagogik im Allgemein ist, Menschen zu stabilen und gesunden Persönlichkeiten zu erziehen, um ihnen so eine gute und gelingende Lebensführung im Kontext einer erfolgreichen gesellschaftlichen Integration zu ermöglichen. Die Resilienztheorie stellt hierbei einen Baustein dar, der für die Verwirklichung dieses Zieles angewandt wird. Aufgrund der Schutzfaktoren und Risikofaktoren ist es möglich Entwicklungsstimuli zu identifizieren und mögliche Entwicklungsrisiken aufgrund von äußeren Gegebenheiten und personalen Faktoren zu bestimmen – oder nicht?

Im Folgenden wird ein Überblick über die Bedeutung des Resilienzbegriffs für die Pädagogik mit den aktuellen Fragen des Forschungsstandes gegeben. Dieser Überblick dient als Grundlage für mögliche (gedankliche) Stolpersteine und soll einen Anstoß geben, das Resilienzkonzept aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das vieldiskutierte Thema der Bildung soll in diesem Zusammenhang, als mögliche Resilienzförderung und Chance für eine gelingende Lebensführung dargestellt werden und welche Schwierigkeiten sich in Bezug auf die Bildungsthematik hieraus ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Praxisbezug und weiterführende Fragestellungen

2.1 Zentrale Bedeutung des Resilienzbegriffs für die Pädagogik

2.2 Forschungsstand

2.2.1 Anlage oder Umwelt - Resilienz als Prozess

2.2.2 Die Langzeitperspektive

2.2.3 Offene Forschungsfragen

3. Mögliche Stolpersteine

3.1 Resilienz als Garant für ein geglücktes Leben?

3.2 Normalitätsvorstellungen

4. Bildung als Chance – für wen und wofür?

4.1 Zusammenhang von gelingender Lebensführung und Bildung

4.2 Die ursprüngliche Idee der Bildung

4.3 Ähnlichkeiten der Konzepte „Bildung“ und „Resilienz“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Resilienz im pädagogischen Kontext, insbesondere dessen Rolle für eine gelingende Lebensführung. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit das Resilienzkonzept als pädagogisches Zielinstrument dient und welche Zusammenhänge zur Bildungsthematik bestehen.

  • Multidisziplinäre Bedeutung der Resilienztheorie
  • Prozesshafter Charakter der Resilienz zwischen Anlage und Umwelt
  • Kritische Analyse von Normalitätsvorstellungen
  • Bildung als Chance für eine gelingende Lebensführung
  • Vergleich der Konzepte von Bildung und Resilienz

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Anlage oder Umwelt - Resilienz als Prozess

Die zentrale These der Resilienztheorie ist nach Fried (2003, S.69) und Petermann (1999), dass die an der menschlichen Entwicklung beteiligten Einflüsse ein Konglomerat bilden, dass sich mit jedem neuen Faktor verändert. Die Position jedes Faktors verändert daher fortlaufend seine Position und kann so unterschiedliche Funktionen besitzen. Je nach Wirkungsweise des Faktors und dessen Position, kann es sich um einen Schutz- oder Risikofaktor handeln, wobei die Wirkungsweise nur aus Sicht des Individuums bestimmt werden kann. Jeder Mensch verarbeitet und reagiert individuell auf Einwirkungen der Umwelt, daher sind Vorausbestimmungen der einzelnen Kontexte und deren Wirkung auf das Individuum sehr schwer zu bestimmen (Urieta, 2011, S.31).

Aufgrund dieses dynamischen Prozesses zwischen Mensch und Umwelt ist nach Wustmann (2005, S.194), Resilienz nicht als ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal zu sehen, sondern meint eine Befähigung, die im Kontext der Mensch– Umwelt – Interaktion erarbeitet wird und einem ständigen Wandel unterliegt (Urieta, 2011, S.35). Die Resilienz stellt sich daher im Ergebnis eines Interaktionsprozesses dar, wobei der Mensch immer im Kontext seiner Lebensverhältnisse und Entwicklungsbedingungen zu sehen ist (Zander, 2008, S.18 n. Lösel/Bender, in Opp/Fingerle/Freytag 1999).

Wenn man daher von Resilienz als Prozess ausgeht, hat dies für die Einschätzung resilienter Eigenschaften weitreichende Folgen – was heute als resilient angesehen und eingeschätzt wird, kann sich morgen als Risikofaktor herausstellen z.B. kann Familienkohäsion junge Kinder schützen, sie aber behindern, wenn es um die Ablösung geht (Hildenbrand, 2012, S.25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Resilienztheorie als multidisziplinär diskutiertes Thema und dessen Zielsetzung in der Pädagogik.

2. Praxisbezug und weiterführende Fragestellungen: Analyse des Forschungsstandes, des prozesshaften Charakters von Resilienz sowie Erörterung offener Fragen wie Geschlechterunterschiede und biologische Aspekte.

3. Mögliche Stolpersteine: Kritische Reflexion des Resilienzbegriffs als mögliches Garant für ein „geglücktes Leben“ und die Problematik gesellschaftlicher Normalitätsvorstellungen.

4. Bildung als Chance – für wen und wofür?: Diskussion der Verbindung zwischen Bildung und gelingender Lebensführung sowie der konzeptionellen Nähe von Bildung und Resilienz.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Autorin, die eine nicht-deterministische Sichtweise auf pädagogische Fördermaßnahmen betont und die Bedeutung individueller Lebenswege hervorhebt.

Schlüsselwörter

Resilienz, Pädagogik, Entwicklungsrisiken, Schutzfaktoren, Bildung, Lebensführung, Sozialisation, Kauai-Studie, Normalitätsvorstellungen, Interaktionsprozess, Entwicklungspsychologie, biogenetische Disposition, Widerstandsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Konzept der Resilienz aus einer pädagogischen Perspektive und hinterfragt dessen Anwendungsmöglichkeiten sowie theoretische Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Resilienzforschung als dynamischer Prozess, die Bedeutung von Bildung als Chance für die Lebensführung und die Kritik an einer deterministischen pädagogischen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Resilienzkonzept kritisch zu betrachten und zu prüfen, wie Fachkräfte Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen unterstützen können, ohne sie einseitigen Normalitätsvorstellungen zu unterwerfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur und Ergebnissen aus Langzeitstudien (z.B. der Kauai-Studie), um den pädagogischen Diskurs zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Forschungsstandes, eine kritische Analyse potenzieller "Stolpersteine" des Konzepts sowie eine vertiefende Betrachtung des Bildungsbegriffs im Verhältnis zur Resilienz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Resilienz, Pädagogik, Schutzfaktoren, Bildung, Normalitätsvorstellungen und lebenslange Entwicklung.

Inwiefern spielt die Kauai-Studie eine Rolle für die Argumentation?

Die Kauai-Studie dient als empirische Grundlage, um zu verdeutlichen, dass Entwicklung nicht linear verläuft und Bildung ein entscheidender Faktor für positive Veränderungsprozesse im Lebenslauf ist.

Warum warnt die Autorin vor einer „deterministischen Grundeinstellung“?

Weil die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren immer individuell zu bewerten ist und eine feste Zuschreibung der Entwicklungsfähigkeit dem komplexen, dynamischen Prozess der menschlichen Entwicklung nicht gerecht wird.

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Details

Title
Resilienz. Ein zu hinterfragendes Konzept
College
Karlsruhe University of Education  (Frühe Bildung)
Course
Resilienz
Grade
1,0
Author
Franziska Dworschak (Author)
Publication Year
2014
Pages
14
Catalog Number
V312615
ISBN (eBook)
9783668116399
ISBN (Book)
9783668116405
Language
German
Tags
Resilienz Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Dworschak (Author), 2014, Resilienz. Ein zu hinterfragendes Konzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/312615
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