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Gerechtigkeit, Institution und Freiheit. Vergleichende Analyse moderner Gerechtigkeitstheorien

Title: Gerechtigkeit, Institution und Freiheit. Vergleichende Analyse moderner Gerechtigkeitstheorien

Term Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Benno Valentin Villwock (Author)

Politics - Basics and General

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Auch heute sind wir noch immer auf der Suche nach der „wohlgeordneten Gesellschaft“ (Rawls 1998) und der ihr zugrundeliegenden Prinzipien. Moderne, westliche Demokratien beziehen sich auf ein durch die Aufklärung und den Humanismus bestimmtes Menschenbild. Der Mensch ist Zweck an sich selbst und nicht Mittel zum Zweck. Man darf ihn nicht ohne sein Einverständnis für andere Ziele opfern (Kant 1968).

Jeder Mensch habe eine Menschenwürde. Dieser Kantische Grundsatz impliziert die Notwendigkeit von Rechten, die ihn in seiner Würde schützen und ihm die Freiheit ermöglichen seine Existenz als Selbstzweck zu gestalten. Dem nicht zu umgehenden Grundprinzip der unverletzlichen Wertigkeit und Würde des Einzelnen trägt auch die Suche nach Gerechtigkeit und der Form des richtigen Zusammenlebens Rechnung. Hierzu schreibt Honneth: „In der gesellschaftlichen Moderne ist die Forderung nach Gerechtigkeit öffentlich nur zu legitimieren, wenn in der einen oder anderen Weise auf die Autonomie des Einzelnen bezug genommen wird; nicht der Wille der Gemeinschaft, nicht die natürliche Ordnung, sondern die individuelle Freiheit bilden den normativen Grundstein aller Gerechtigkeitsvorstellung.“ (Honneth 2011)

Gerechtigkeitstheorien befinden sich jedoch im Prozess und auch simultan gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit und damit auch Ansätze zur Ausgestaltung der menschlichen Gemeinwesen. Da nun aber, gemäß Honneth, die individuelle Freiheit den „normativen Grundstein“ aller Gerechtigkeitstheorien bildet, folgt logisch, dass die Vorstellung von Freiheit oder deren Verknüpfung mit den anderen, inherenten Gerechtigkeitsprinzipien divergiert. Es ergeben sich folgende, aus diesen Hypothesen resultierende Fragestellungen:

(1) Wie sind moderne Gerechtigkeitstheorien aufgebaut und welche normativ-institutionelle Konsequenz haben sie?
(2) Wie wird Freiheit interpretiert und wird ihr eine Vorrangstellung eingeräumt?
(3) In welcher Verbindung steht Freiheit mit den anderen gerechtigkeitsimmanenten
Prinzipien?

Die Arbeit untersucht die Theorien von John Rawls, Robert Nozick, Philippe van Parijs und Axel Honneth hinsichtlich dieser Fragestellungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Herleitung und Vorstellung der Arbeitsthese

II John Rawls und „A Theory of Justice“

1. Gerechtigkeit

2. Institution

3. Freiheit

3.1.

3.2.

III Robert Nozick. „Anarchie, State and Utopia.“

1. Gerechtigkeit

2. Institution

3. Freiheit

3.1.

3.2.

IV Phillippe van Parijs: „what (if anything) can justify capitalism?“

1. Gerechtigkeit

2. Institution

3. Freiheit

3.1.

3.2.

V Zwischenbetrachtung

VI Axel Honneth. „Kampf um Anerkennung“

1. Gerechtigkeit

2. Institution

3. Freiheit

3.1.

3.2.

VII Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, moderne Gerechtigkeitstheorien im Hinblick auf ihren normativ-institutionellen Aufbau und ihre Interpretation von Freiheit sowie deren Vorrangstellung zu untersuchen und zu vergleichen.

  • Analyse und Vergleich der Gerechtigkeitskonzeptionen von John Rawls, Robert Nozick, Philippe van Parijs und Axel Honneth.
  • Untersuchung der normativen Grundlagen und der institutionellen Konsequenzen der betrachteten Theorien.
  • Herausarbeitung der jeweiligen Freiheitskonzeptionen und der Verknüpfung von Freiheit mit Gerechtigkeitsprinzipien.
  • Komparative Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansätze zur Gestaltung menschlicher Gemeinwesen.

Auszug aus dem Buch

III Robert Nozick. „Anarchie, State and Utopia.“

Im Gegensatz zu egalitaristischen Gerechtigkeitheorien verteidigen die Radikalliberalen oder Freiheitsliberalen (engl. libertarians) den freien Markt als soziale Koordinationsinstanz gegenüber staatlichen Eingriffen. Ihr Ziel ist die Maximierung individueller Freiheitsrechte, wobei diese im Kern an die Unverletzlichkeit der Privateigentums gekoppelt sind (vgl.: Niesen 2002: 70-80). Bezüglich einer rechts-links Skala der Güterverteilung bilden sie den rechten Gegenpol zum Sozialismus/Egalitarismus (in radikaler Form), wobei das liberale Konzept sich um Balance zwischen Freiheiten und Gleichheit bemüht (Vgl. Kymlycka 1997: 8f.). An dieser Stelle wird nun Robert Nozick als Vertreter dieser Strömung vorgestellt, da er unter den libertarians, oder Freiheitsliberalen, die denkbar radikalste Position vertritt.

1. Gerechtigkeit

Nozick sieht sich in der Tadition von John Locke und bezieht sich in der Herleitung seiner Gesellschaftskonzeption auf dessen Grundgüter im Urzustand des Naturrechts: „The bounds of the law of nature require that „no one ought to harm another in his life, health, liberty, or posessions““ (Nozick 1974: 10). Da sich nicht jeder an die Naturrechte halte, werde zu dessen Schutz in gegenseitigem Einverständnis und zu allseitigem Nutzen eine politische Ordnung eingeführt (ebd. 10f.). Im Gegensatz zu Locke, dessen Legitimation der Naturrechte die Beziehung des Menschen zu Gott ist, beruft sich Nozick auf den Kantischen Grundsatz, dass die Menschen ein Zweck an sich selbst seien und nicht als Mittel für andere Ziele gebraucht werden dürfen (ebd: 30). Hieraus leitet er den Grundsatz des „Eigentums an der eigenen Person“ (Kymlicka 1997: 107) des selfownerships ab. Eigentumsrechte, im Sinne von John Locke, sind die einzigen (unveräußerlichen) Rechte des Individuums, die auch nicht gegeneinander aufgewogen werden können (Nozick 1974: 33). Wie der Erwerb und Transfer dieses Eigentums gerechterweise geregelt ist beschreibt seine entitlement theory, die praktisch die gesamte positive Gerechtigkeitstheorie Nozicks (also nicht jene Teile, die sich der Abgrenzung von konkurrierenden Vorstellungen widmen) umfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

I Herleitung und Vorstellung der Arbeitsthese: Einführung in die normative Staatsphilosophie und die grundlegende Fragestellung zur Rolle von Freiheit und Gerechtigkeit.

II John Rawls und „A Theory of Justice“: Analyse von Rawls' liberal-egalitaristischem Ansatz, der Gerechtigkeit als soziale Kooperation versteht.

III Robert Nozick. „Anarchie, State and Utopia.“: Untersuchung der radikalliberalen Position, die das Privateigentum und die individuelle Freiheit in den Mittelpunkt stellt.

IV Phillippe van Parijs: „what (if anything) can justify capitalism?“: Betrachtung des Ressourcenegalitarismus und der Forderung nach bedingungslosem Grundeinkommen zur Sicherung realer Freiheit.

V Zwischenbetrachtung: Vergleich der bisher behandelten Autoren hinsichtlich ihrer gemeinsamen Annahmen und Unterschiede bezüglich Freiheit und staatlicher Regulierung.

VI Axel Honneth. „Kampf um Anerkennung“: Analyse der anerkennungstheoretischen Perspektive auf Gerechtigkeit und soziale Autonomie.

VII Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Fazit über die Entwicklung der Gerechtigkeitstheorien hin zum Ideal der individuellen Autonomie.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Freiheit, Institutionen, John Rawls, Robert Nozick, Philippe van Parijs, Axel Honneth, Eigentum, Chancengleichheit, Anerkennung, Autonomie, Liberalismus, Egalitarismus, Soziale Gerechtigkeit, Staatsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht moderne Gerechtigkeitstheorien und analysiert deren Verständnis von Gerechtigkeit, Institutionen und Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Gerechtigkeitsprinzipien, die Rolle individueller Freiheit, institutionelle Ausgestaltungen von Gesellschaften sowie unterschiedliche philosophische Ansätze des Egalitarismus und Non-Egalitarismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, verschiedene moderne Theorien daraufhin zu untersuchen, wie Freiheit interpretiert wird, ob ihr Vorrang eingeräumt wird und wie sie mit anderen Gerechtigkeitsprinzipien verknüpft ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine komparative politikwissenschaftliche Analyse bedeutender Gerechtigkeitstheorien, die diese chronologisch darstellt und auf ihre normativ-institutionellen Konsequenzen hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien von John Rawls, Robert Nozick, Philippe van Parijs und Axel Honneth detailliert in Bezug auf ihre Konzepte von Gerechtigkeit, Institutionen und Freiheit dargestellt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gerechtigkeit, Freiheit, Institutionen, Autonomie, Anerkennung, Chancengleichheit und Eigentumsrechte.

Wie bewertet Rawls das Verhältnis von Freiheit und Gleichheit?

Rawls räumt der Freiheit Vorrang vor anderen Gerechtigkeitsprinzipien ein, während er soziale und ökonomische Ungleichheiten nur zulässt, wenn sie den am wenigsten Begünstigten zugutekommen.

Welche Rolle spielt die Anerkennung bei Honneth?

Für Honneth ist Anerkennung das definitorische Merkmal menschlichen Personseins und die notwendige Voraussetzung für eine ungestörte Selbstbeziehung und individuelle Freiheit.

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Details

Title
Gerechtigkeit, Institution und Freiheit. Vergleichende Analyse moderner Gerechtigkeitstheorien
College
University of Freiburg  (Seminar für Wissenschaftliche Politik)
Course
Gerechtigkeitstheorien
Grade
1,0
Author
Benno Valentin Villwock (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V312173
ISBN (eBook)
9783668109704
ISBN (Book)
9783668109711
Language
German
Tags
gerechtigkeit institution freiheit vergleichende analyse gerechtigkeitstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benno Valentin Villwock (Author), 2011, Gerechtigkeit, Institution und Freiheit. Vergleichende Analyse moderner Gerechtigkeitstheorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/312173
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