Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Tristan und Tantris. Der Name als Identitätsstifter in "Tristan und Isolde"

Titel: Tristan und Tantris. Der Name als Identitätsstifter in "Tristan und Isolde"

Hausarbeit , 2012 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anne-Marie Holze (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Werk „Tristan“ von Gottfried von Straßburg, 1210 entstanden, ist ein Zeugnis mittelalterlicher Literatur. Zu dieser gibt es, wie bei Modernerer, verschiedene Zugänge der Interpretation. Einer ist die Frage nach der Identität des oder der Hauptprotagonisten. Diese lässt sich wiederum an verschiedenen Aspekten belegen und deuten. Der Name kann den Charakter der Figur zeichnen. Namen stellen somit eine „Form von ergänzender Identifizierung“ dar. Im Falle des Tristan in Gottfrieds von Straßburg Roman fällt auch dessen Namensgebung auf und gibt Anstoß zum Nachdenken. Ist der Name beziehungsweise sind die Namen dieser Romanfigur identitätsstiftend?

Um diese Frage zu untersuchen, möchte ich zum Einen die im Namen innewohnende Traurigkeit Tristans belegen. Hierzu betrachte ich genealogische Aspekte, die Erziehung des Hauptprotagonisten durch Rual li Foitenant, verschiedene weitere Ereignisse im Leben Tristans und vor allem die unglückliche Liebe zu Isolde, welche im Tod beider endet. Zum Anderen ist die Bedeutung des Namens „Tantris“ in Verbindung zu Tristans Erlebnissen, anzuschauen. Sowohl die höfische Identität an sich und die erste Begegnung mit Isolde sind als Beispiele dafür angebracht. Weiterhin kann die Brautwerbung Tristans für Marke im Bezug auf die Fröhlichkeit und Verspieltheit, welche mit dem Namen „Tantris“ verbunden sind, gesehen werden.

Als weiterer Nachweis folgt die Betrachtung weiterer Stationen im Leben Tristans. Schließlich sind „Namensgebung und Namensgebrauch“ der jeweiligen Formen in Bezug zu den Geschehnissen im Leben Tristans gesetzt und Rückschlüsse auf die Identität gezogen. Um den Namen als Faktor der Identitätsstiftung zu untersuchen, wird abschließend eine Deutung vorgenommen, welche sich auf den Grund Gottfrieds in der Verwendung bezieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0) Bestimmung der Identität

1) Die Traurigkeit Tristans

1.1) Genealogische Voraussetzungen

1.2) Erziehung

1.3) Stationen im Leben

1.4) Liebesbeziehung und Tod

2) Die Fröhlichkeit Tantris‘

2.1) Höfische Identität

2.2) Erstes Zusammentreffen mit Isolde

2.3) Brautwerbung

2.4) Stationen im Leben

3) Bedeutung der Namen Tristan und Tantris in Gottfrieds von Straßburg Werk

4) Namen als Identitätsstifter

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die identitätsstiftende Funktion der Namen „Tristan“ und „Tantris“ in Gottfrieds von Straßburg Werk, um aufzuzeigen, wie diese Bezeichnungen die Zwiespältigkeit zwischen Leid und Freude sowie zwischen Bestimmung und Selbstgestaltung des Protagonisten widerspiegeln.

  • Analyse der Namensherkunft und der darin verborgenen Traurigkeit
  • Untersuchung der Rolle der Erziehung für die Identitätsbildung
  • Betrachtung von Tristan als Spielmann und der Bedeutung des Namens Tantris
  • Zusammenhang zwischen Identitätswechsel und lebensgeschichtlichen Wendepunkten
  • Reflexion über die Dialektik von Freude und Leid als zentrale Konstante

Auszug aus dem Buch

1.1) Genealogische Voraussetzungen

Die Namensgebung Tristans erfolgte nicht wie üblich von Mutter oder Vater, sondern von seinem Ziehvater Rual li Fointenant. Die Mutter Blancheflur war bei der Geburt des Jungen gestorben, der Vater Riwalin wurde im Kampf tödlich verletzt. Auch er starb vor der Geburt des Kindes. „Der Name des Kindes liegt bei der Taufe nicht vor“. Rual war der Marschall am Hofe Riwalins und somit enger Vertrauter der beiden Verstorbenen. So entschloss er sich, den kleinen Jungen aufzunehmen und ihn als sein eigenes Kind mit seiner Frau Floraete großzuziehen. Durch diese Entscheidung kam auch ihm die Wahl des Namens für das Kind zu. Er stützte sich auf die Umstände der Geburt und der Liebesgeschichte der Eltern.

Die unglückliche Liebe Riwalins und Blancheflurs war ein Aspekt, welchen Rual bedachte. Beide zeugten Tristan in unehelicher Vereinigung. Anfangs durften sie sich nicht in der Öffentlichkeit zusammen zeigen, bis es schließlich zur Heirat kam. Dann wurden sie durch den Krieg gegen Morgan, und dem Einsatz Riwalins im ihm, getrennt. Mit der tödlichen Verletzung ihres Mannes, bricht auch Blancheflurs Herz und sie übersteht die Niederkunft ihres Kindes nicht. So scheint Tristans Weg schon vor seiner Geburt durch traurige Umstände gekennzeichnet. „Mit der Liebe der Eltern bereitet sich etwas vor, das auf den jungen Tristan pränatal und in Form des Namens übertragen […] wird“.

Nennt Rual nun also den Jungen „Tristan“, versucht er dessen Vorgeschichte in diesen Namen zu legen. „Er betrachte das Kind von seiner ‚inneren‘ Biographie her und flicht in dessen Namen seine Geschichte ein“. Die genealogischen Voraussetzungen des Kindes bilden die Traurigkeit, welche sich im Namen wiederspiegelt.

Zusammenfassung der Kapitel

0) Bestimmung der Identität: Einleitung in die Interpretation des Tristan-Romans unter dem Aspekt der Namensgebungen als identitätsstiftende Faktoren.

1) Die Traurigkeit Tristans: Untersuchung der verschiedenen Lebensabschnitte, die durch den Namen Tristan als Ausdruck von Leid, Trauer und pränataler Vorbelastung charakterisiert werden.

2) Die Fröhlichkeit Tantris‘: Analyse des Namens Tantris und seiner Bedeutung als Spielmann, der für Musik, Kunst und die positiven Momente in Tristans Leben steht.

3) Bedeutung der Namen Tristan und Tantris in Gottfrieds von Straßburg Werk: Synthese der Erkenntnisse über die Verbindung zwischen der Namensgebung und der tragischen bzw. fröhlichen Grundausrichtung des Helden.

4) Namen als Identitätsstifter: Abschließende Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit die Namensgebung als Symbol für die Lebensgeschichte und Identität des Protagonisten fungiert.

Schlüsselwörter

Tristan, Tantris, Gottfried von Straßburg, Identität, Namensgebung, Traurigkeit, Spielmann, höfische Identität, Mittelalterliche Literatur, Identitätsstifter, Leid, Freude, Biographie, Minne, Schicksal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die beiden Namen Tristan und Tantris die Identität und den Lebensweg des Protagonisten im Tristan-Roman von Gottfried von Straßburg maßgeblich mitgestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die symbolische Bedeutung von Namen, die Dialektik von Freude und Leid, die Rolle der Erziehung und der Einfluss der Biografie auf die Identitätsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Namen keine willkürlichen Bezeichnungen sind, sondern die essenzielle Zwiespältigkeit zwischen dem traurigen Schicksal (Tristan) und dem künstlerischen, lebensbejahenden Potenzial (Tantris) spiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor stützt sich auf literaturwissenschaftliche Analyse, die Interpretation von Quellentexten (Verse aus dem Roman) sowie den Einbezug der Forschungsliteratur zur mittelalterlichen Namenkunde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die genealogischen Voraussetzungen, die Erziehung, das Wirken Tristans als Spielmann (Tantris) sowie prägende Stationen wie die Entführung, der Kampf gegen Morold und die Liebesbeziehung zu Isolde detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identitätsstifter, Tristan, Tantris, Leid, Freude und Mittelalterliche Literatur definiert.

Welche Bedeutung hat die Rolle des Spielmanns für Tristans Identität?

Die Rolle als Spielmann ist eng mit dem Namen Tantris verknüpft und dient Tristan als Mittel, um in schwierigen Situationen Vorteile zu erlangen, gesellschaftliche Mauern zu überwinden und seinem Leid eine künstlerische Ausdrucksform entgegenzusetzen.

Inwiefern beeinflussen die Eltern Tristans Schicksal?

Die unglückliche Lebens- und Liebesgeschichte der Eltern (Blancheflur und Riwalin) legt laut der Arbeit bereits vor der Geburt Tristans eine „soziale Identität“ fest, die sich in seinem Namen und der damit verbundenen Trauer niederschlägt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tristan und Tantris. Der Name als Identitätsstifter in "Tristan und Isolde"
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Germanistik)
Veranstaltung
Deutsche Literatur des Mittelalters
Note
1,3
Autor
Anne-Marie Holze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V311643
ISBN (eBook)
9783668103344
ISBN (Buch)
9783668103351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tristan tantris name identitätsstifter isolde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne-Marie Holze (Autor:in), 2012, Tristan und Tantris. Der Name als Identitätsstifter in "Tristan und Isolde", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311643
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum