Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Die Theodizee-Frage in der Grundschule

Titel: Die Theodizee-Frage in der Grundschule

Seminararbeit , 2015 , 76 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Laura Smith (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Erdbeben – Tsunamis – Kriege, es gibt viele Geschehnisse und Schicksale auf der Welt, welche die Frage aufwerfen, warum es so viel ungerechtes Leid auf der Welt geben muss. Der Auszug aus dem Theaterstück „Draußen vor der Tür“ des früh verstorbenen Dichters und Kriegsheimkehrers Wolfgang Borchert klagt für das Leid konkret Gott an. Ist Gott für das Leid der Menschen verantwortlich? Sind die Menschen selber daran schuld?

Die Hausarbeit stellt einen Versuch dar, die wesentlichen Aspekte der zu klären mit dem Ziel, eine Unterrichtseinheit für die Grundschule zu entwerfen, welche durchgeführt und reflektiert wird.

Zu Beginn der Arbeit werden einige Facetten des theologisch-philosophischen Diskurses über das Theodizee-Problem aufgerollt. In einem nächsten Schritt werden relevante soziologische und entwicklungspsychologische Aspekte angeführt, welche für die Vorstellung von Theodizee bei Kindern von Relevanz sind. Darauf folgt ein Blick in pädagogische Entwürfe, welche als theoretischer Überbau der Unterrichtseinheit dienen sollen. Dem werden didaktisch-methodische Konzeptionen hinzugefügt. Anhand dieser fundierten Grundlage wird ein Unterrichtsentwurf zum Thema Leid und Gott erstellt, empirisch erprobt, ausgewertet und reflektiert.

Leseprobe


Gliederung

1. Die Frage nach Leid und Gott im Religionsunterricht

2. Das Theodizee-Problem

2.1 Phänomenologie der Theodizee

2.2 Biblische Grundlage

2.2.1 Das Buch Ijob

2.2.2 Die Theologie des Buches Ijob

2.3 Lösungsversuche

2.3.1 Neuinterpretation des Übels

2.3.1.1 Funktionalisierungen des Leids

2.3.1.2 Gott als ein mitleidender Gott

2.3.2 Modifikation der Eigenschaften Gottes

2.3.2.1 Güte

2.3.2.2 Allwissenheit

2.3.2.3 Allmacht

2.3.3 Unmöglichkeit der Verbesserung der Naturgesetze

2.3.4 Willensfreiheit

2.3.4.1 Erkenntnisse aus der Hirnforschung

2.3.4.2 Konsequenzen für die Theodizee

2.4 Zwischenfazit

3. Soziologisch-Entwicklungspsychologische Verortung

3.1 Eckdaten aus Kinder- und Jugendstudien

3.1.1 Gottesbild

3.1.2 Religion in verschiedenen Milieus

3.1.2.1 Kirchennahe Milieus

3.1.2.2 Kirchendistanzierte Milieus

3.1.2.3 Kirchenkritische Milieus

3.2 Entwicklungspsychologischer Blickwinkel

3.3 Gottesverständnis und Gottesvorstellungen

3.4 Todesvorstellungen von Kindern

3.5 Theodizee-Konzepte von Kindern

4. Pädagogischer Blickwinkel

4.1 Verdrängen von Tod und Leid oder differenziert über Gott reden

4.2 Präzise Beantwortung der Theodizeefrage oder Fördern der Kompetenz der Kinder beim Stellen und Beantworten von Fragen

4.3 Verkürzt oder differenziert von Gott reden

4.4 Unzeitgemäßes Zerreden oder Pünktlichkeit im Handeln und Reden

5. Didaktisch-methodische Aspekte

5.1 Theologisieren mit Kindern

5.2 Didaktik der Theodizee-Frage

6. Unterrichtspraktische Überlegungen

6.1 Verortung im Lehrplan

6.2 Elementarisierung

6.2.1 Elementare Strukturen

6.2.2 Elementare Erfahrungen

6.2.3 Elementare Zugänge

6.2.4 Elementare Wahrheiten

6.2.5 Elementare Lernwege

6.3 Kompetenzerwartungen

6.4 Verlaufsplan der Unterrichtseinheit

6.5 Didaktisch-methodische Begründungen

7. Reflexion der Unterrichtseinheit

7.1 Auswertung der Unterrichtsmaterialien

7.2 Bewertung der Methoden

7.3 Analyse der Ergebnisse der Kinder

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Theodizee-Problem im Kontext der Grundschule mit dem Ziel, eine didaktisch fundierte Unterrichtseinheit zu entwickeln, in der Schülerinnen und Schüler lernen, sich altersgemäß mit Leid, Tod und der Gottesfrage auseinanderzusetzen.

  • Theologisch-philosophische Grundlagen der Theodizee-Problematik.
  • Entwicklungspsychologische und soziologische Aspekte des Glaubens bei Kindern.
  • Pädagogische Handlungsstrategien im Umgang mit Leidfragen im Unterricht.
  • Didaktische Konzepte zur Unterrichtsgestaltung (Elementarisierung).
  • Empirische Auswertung und Reflexion eines Unterrichtsentwurfs.

Auszug aus dem Buch

2.1 Phänomenologie der Theodizee

Der Begriff Theodizee setzt sich aus den beiden griechischen Begriffen theos (Gott) und dikos (Gerechtigkeit) zusammen. Dieses Kunstwort geht auf den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibnitz zurück. In seinem Werk Essais de Théodicée sur la Bonté de Dieu, la Liberté de l’Homme et l’Origine du Mal versucht Leibnitz, einen guten und gerechten Gott angesichts des Leids in der Welt zu erklären. Dieser Gedankengang ist allerdings schon älter und findet sich bereits bei dem griechischen Philosophen Epikur, welcher das Problem folgendermaßen formuliert:

„Der Gott will entweder die Übel nicht beseitigen und kann es nicht, oder er kann und will es nicht, oder er will und kann es nicht, oder er will und kann. Wenn er will und nicht kann, ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, ist er neidisch, was dem Gott gleichermaßen fremd ist. Wenn er weder will noch kann, ist er neidisch und schwach, also auch kein Gott. Wenn er aber will und kann, was allein dem Gott zukommt, woher stammen dann die Übel und warum schafft er sie nicht ab?“

Hierbei wäre es jedoch falsch, wenn man Gott lediglich als Angeklagten betrachtet, der sich zu rechtfertigen hätte, sondern es geht nach dem gegenwärtigen Verständnis um die Rechtfertigung des Glaubens an Gott.

Aufgrund verschiedener Prämissen und logischer Schlussfolgerungen daraus, kann das Theodizee-Problem und seine explizite Fragestellung genauer umrissen werden. Es werden Prämissen über die Welt und Gott aufgestellt, diese führen dann zu einer Schlussfolgerung, die in einem Widerspruch zur Wirklichkeit steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Frage nach Leid und Gott im Religionsunterricht: Einführung in die Theodizee-Problematik anhand von Literatur und Darlegung des Ziels der Hausarbeit.

2. Das Theodizee-Problem: Philosophische und biblische Fundierung der Gottesfrage angesichts von Leid, inklusive einer Analyse verschiedener Lösungsansätze.

3. Soziologisch-Entwicklungspsychologische Verortung: Untersuchung der Gottesbilder von Kindern und Jugendlichen sowie deren Umgang mit Tod und Leiden unter Berücksichtigung empirischer Studien.

4. Pädagogischer Blickwinkel: Analyse pädagogischer Strategien zum Umgang mit Leidfragen, insbesondere im Hinblick auf die Ernstnahme kindlicher Fragen und die Vermeidung von Belehrung.

5. Didaktisch-methodische Aspekte: Kritische Analyse methodischer Ansätze, insbesondere der Methode des Theologisierens mit Kindern, zur Thematisierung der Theodizee.

6. Unterrichtspraktische Überlegungen: Konkretisierung eines Unterrichtsentwurfs durch Elementarisierung, inklusive Lehrplanverortung und Kompetenzbeschreibung.

7. Reflexion der Unterrichtseinheit: Auswertung und methodische Bewertung der erprobten Unterrichtseinheit sowie Analyse der von den Kindern erarbeiteten Ergebnisse.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Durchführbarkeit eines Unterrichts über die Theodizee in der Grundschule und Bedeutung der Reflexion.

Schlüsselwörter

Theodizee, Leid, Gott, Religionsunterricht, Grundschule, Elementarisierung, Theologisieren mit Kindern, Gottesbild, Tod, Willensfreiheit, Naturgesetze, Unterrichtsentwurf, Kindertheologie, Schicksal, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das komplexe theologische Thema der Theodizee – also die Vereinbarkeit von Gott und dem Leid in der Welt – im Grundschulunterricht altersgerecht thematisiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der theologisch-philosophische Diskurs über das Leid, die entwicklungspsychologische Untersuchung kindlicher Gottesbilder sowie die pädagogische und didaktische Umsetzung in einem konkreten Unterrichtsentwurf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Entwurf, die Durchführung und die Reflexion einer Unterrichtseinheit, die Kindern hilft, sich strukturiert und individuell mit der Sinnfrage des Leids auseinanderzusetzen, ohne dabei überfordernde oder belehrende Antworten zu forcieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche (theoretischer Diskurs), der Auswertung empirischer Studien zur Religiosität von Kindern sowie eine praxisbezogene Aktionsforschung durch Erprobung und Reflexion eines Unterrichtsentwurfs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung, eine soziologisch-entwicklungspsychologische Verortung der Kinderperspektive, eine pädagogische Einordnung und einen umfangreichen unterrichtspraktischen Teil mit Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Theodizee, Leidfrage, Kindertheologie, Elementarisierung, Unterrichtsreflexion und Gottesbild charakterisiert.

Warum spielt das Buch Ijob eine besondere Rolle?

Das Buch Ijob dient als biblische Grundlage, um verschiedene Erklärungsmodelle für Leid aufzuzeigen, wobei die Sinnlosigkeit des Leids als offene Frage gewahrt bleibt.

Welche Bedeutung hat das persönliche Portfolio in der Unterrichtseinheit?

Das Portfolio ermöglicht es den Schülern, individuelle Lernwege zu dokumentieren, verschiedene Antwortversuche zu reflektieren und eine persönliche Auseinandersetzung mit Gott und dem Leid festzuhalten.

Warum wird das "Theologisieren mit Kindern" kritisch beleuchtet?

Es wird betont, dass die Lehrkraft bei dieser Methode nicht als allwissender Experte auftreten darf, sondern den Kindern einen Freiraum für ihre eigenen theologischen und philosophischen Gedanken geben muss.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Theodizee-Frage in der Grundschule
Hochschule
Universität Passau
Note
1,0
Autor
Laura Smith (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
76
Katalognummer
V311604
ISBN (eBook)
9783668113169
ISBN (Buch)
9783668113176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theodizee-frage grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Smith (Autor:in), 2015, Die Theodizee-Frage in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311604
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  76  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum