Die folgende Auseinandersetzung mit der Thematik „Sinn-los Fernsehen“ handelt nicht von der Sinnhaftig oder Sinnlosigkeit des Fernsehschauens, sondern der Auswirkung des Fernsehens auf die menschlichen Sinne. Die Formulierung „sinn-los“ verweist vielmehr auf die sinneseindrucks-arme Tätigkeit des Fernsehens.
Fernsehen hat nicht, wie man denken könnte, nur Auswirkungen auf den Seh-Sinn, sondern auch auf alle anderen Sinne. Zu allen zwölf Sinnen, den fünf klassischen aristotelischen sowie den sieben weiteren, die Rudolf Steiner ergänzte, werden Definition, Bedeutung des Sinnes und eventuelle Symptome erklärt. Zur besseren Übersicht sind die zwölf Sinne unterteilt in solche, die durch exzessiven Fernsehkonsum „nur“ vernachlässigt werden (Kategorie 1), und solche, die massiv manipuliert und degeneriert werden (Kategorie 2). An die Analyse schließt sich die Auswertung an, die in einem Fazit mündet.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Was bedeutet
2.1 Fernsehen?
2.2 Sinn?
3 Die zwölf Sinne – Definition, Bedeutung, Wirkungen des Fernsehens
3.1 Kategorie 1 – vernachlässigte Sinne
3.1.1 Tastsinn
3.1.2 Wärmesinn
3.1.2 Geruchssinn
3.1.3 Geschmackssinn
3.1.4 Eigenbewegungsinn
3.1.5 Gleichgewichtssinn
3.2 Kategorie 2 – manipulierte und degenerierte Sinne
3.2.1 Hörsinn
3.2.2 Sehsinn
3.2.3 Ich-Sinn
3.2.4 Gedankensinn
3.2.5 Sprachsinn
3.2.6 Lebenssinn
4 Konsequenzen
4.1 Erklärung
4.2 Tabellarische Übersicht
5 Fazit
6 Quellen
6.1 Buchquellen
6.2 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Fernsehkonsums auf die menschliche Sinnesentwicklung im Kindesalter. Dabei wird hinterfragt, inwiefern der passive Medienkonsum physiologische und psychologische Entwicklungsprozesse hemmt, vernachlässigt oder durch eine permanente Reizüberflutung negativ beeinflusst.
- Die wissenschaftliche Fundierung der zwölf Sinne nach Rudolf Steiner und Aristoteles.
- Differenzierung der Sinne in vernachlässigte (Kategorie 1) und manipulierte/degenerierte (Kategorie 2) Sinne.
- Analyse der physischen, sozialen und emotionalen Folgen exzessiven Fernsehkonsums.
- Pädagogische Perspektiven zur Förderung der Sinnesschulung und bewussten Mediennutzung.
Auszug aus dem Buch
Tastsinn
Über den Tastsinn nimmt der Mensch den physischen Kontakt zu etwas wahr. Jedoch ertastet man bei einer Berührung nicht bloß das andere, sondern sich selbst. Die Finger fühlen sich bei Berührung einer Spitzendecke eher kribbelig an, während sie beim Anfassen eines Edelstahl-Löffels kalt werden.
Der Tastsinn ist der wirklichkeits-konstruierende Sinn, durch ihn entwickeln Kinder ein sogenanntes Form- & Hüllengefühl. Er dient nicht nur der Annäherung, sonder auch Abgrenzung – sowohl im physischen als auch übertragenen Sinne.
Zudem wird der Tastsinn als Zärtlichkeitssinn bezeichnet, da er existenzielle Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit bedient. Der Tastsinn hat enormen Einfluss auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins und der Sozialität. Über das Tasten entwickeln wir ein Gespür für uns und unseren eigenen Körper, aber auch ein Gespür für andere.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort: Einführung in die Thematik der Auswirkung des Fernsehens auf die Sinne sowie Erläuterung der theoretischen Grundlage durch Autoren wie Rainer Patzlaff und Rudolf Steiner.
2 Was bedeutet: Definition der zentralen Begriffe „Fernsehen“ als irreführende Bezeichnung für eine aktivitätsarme Tätigkeit und „Sinn“ als physiologische Fähigkeit zur Reizwahrnehmung.
3 Die zwölf Sinne – Definition, Bedeutung, Wirkungen des Fernsehens: Detaillierte Untersuchung der zwölf Sinne, unterteilt in solche, die vernachlässigt werden, und solche, die massiv manipuliert und degeneriert werden.
4 Konsequenzen: Zusammenfassende Betrachtung der negativen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung, ergänzt durch eine tabellarische Übersicht der physischen, sozialen und emotionalen Folgen.
5 Fazit: Kritische Schlussbetrachtung mit pädagogischen Empfehlungen für einen bewussten Umgang mit Bildschirmmedien im Alltag.
6 Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Sinnesentwicklung, Fernsehen, Kindheit, Tastsinn, Wahrnehmung, Medienkonsum, Rudolf Steiner, Pädagogik, Reizüberflutung, Sinnesschulung, psychosomatische Symptome, Sozialverhalten, Degeneration, Bildschirmmedien, salutogenetische Wirkung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Fernsehkonsums auf die zwölf Sinne des Menschen und die kindliche Entwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die physiologische Definition der zwölf Sinne sowie die kritische Untersuchung der Folgen von Bildschirmmedien auf die Sinneswahrnehmung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fernsehen die natürliche Sinnesbildung blockiert und welche negativen Konsequenzen für die Entwicklung des Kindes entstehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse anthropologischer Erkenntnisse von Rudolf Steiner und kritischen Medienanalysen von Autoren wie Rainer Patzlaff.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden alle zwölf Sinne einzeln definiert und die spezifischen Auswirkungen des Fernsehens auf diese Sinne analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sinnesentwicklung, Kindheit, Medienkonsum, Reizüberflutung und Sinnesschulung.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen den verschiedenen Sinnen beim Fernsehen?
Die Sinne werden in zwei Kategorien unterteilt: solche, die durch Fernsehen eher vernachlässigt werden, und solche, die massiv manipuliert oder degeneriert werden.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für Pädagogen und Eltern?
Der Autor empfiehlt eine kritische Distanz zum Fernsehen, kindgerechte Inhalte und vor allem das Schaffen von Ausgleichen durch Bewegung und kreative Tätigkeiten.
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- Bachelor Käthe Schaeffer (Author), 2014, Sinn-los fernsehen. Wirkung vom Medium Fernsehen auf die Sinnesentwicklung im infantilen Stadium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311252