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Luthers Bedeutung für die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache

Title: Luthers Bedeutung für die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Oliver Bock (Author)

German Studies - Linguistics

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In dieser Hausarbeit soll Luthers Bedeutung für die Entwicklung der Neuhochdeutschen Schriftsprache untersucht werden. Um eine Einschätzung abgeben zu können, wie groß Luthers Einfluss auf die Gestaltung der neuhochdeutschen Schriftsprache war, scheint es allerdings unerlässlich auf zwei Punkte zuvor zu sprechen zu kommen. Zum einen ist es die Ausgangssituation, in der sich Luther befand, als er die Bibelübersetzung und andere Schriften veröffentlichte. Es stellt sich die Frage, wie Sprache zu Luthers Zeit organisiert war und wie einheitlich sie im deutschsprachigen Raum realisiert wurde.

Zum anderen muss die Luthersprache, wie sie sich in den verschiedenen Schriften auffinden lässt, näher betrachtet werden. Hierfür werden die Bereiche Wortschatz und Syntax genauer untersucht, um an einigen charakteristischen Merkmalen Luthers Sprachmächtigkeit exemplarisch aufzuzeigen. Anhand dieser Beobachtungen kann dann abschließend geschlussfolgert werden, wie und in welchem Umfang Luther zur Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache beigetragen hat. Zur Verdeutlichung einzelner Beispiel wird an einigen Stellen Luthers „Sendbrief vom Dolmetschen“ angeführt werden. Eine Kopie dieses Briefs, der 1530 entstand, findet sich im Anhang dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE AUSGANGSSITUATION

3. LUTHERS SPRACHMÄCHTIGKEIT

3.1 EINWIRKEN VERSCHIEDENER SPRACHVARIETÄTEN AUF LUTHER

3.2 LUTHERS WORTSCHATZ

3.3 LUTHERS SYNTAX

4. LUTHERS EINFLUSS AUF DIE NEUHOCHDEUTSCHE SCHRIFTSPRACHE

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Martin Luther für die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der sprachlichen Ausgangssituation und einer Analyse von Luthers Wortschatz sowie seiner Syntax zu klären, inwieweit Luther als prägende Kraft oder gar Schöpfer dieser Schriftsprache betrachtet werden kann.

  • Die sprachliche Ausgangssituation zu Luthers Zeit
  • Die diatopischen und diastratischen Einflüsse auf Luthers Sprachschaffen
  • Charakteristika von Luthers Wortschatz und seiner Sprachmächtigkeit
  • Syntaktische Besonderheiten und deren Wandel in Luthers Schriften
  • Die Rolle der Bibelübersetzung und des Buchdrucks für die Sprachnormierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Einwirken verschiedener Sprachvarietäten auf Luther

Vergleicht man die Sprache Luthers mit anderen Schreibern seiner Zeit und seinen Vorgängern, wird schnell offensichtlich, dass Luther in seinen Schriften die Sprache nicht neu erfunden hat, und somit auf schon Vorhandenes zurückgegriffen hat. Das Neue in der Luthersprache ist unter anderem die Kombinatorik aus verschiedenen Sprachvarietäten, die seine Schriften so einzigartig machen. Selbst Druckerzeugnisse, die nicht mit seinem Namen gekennzeichnet waren, konnten schnell von den damaligen Gelehrten auf Luther zurückgeführt werden. Doch woher besaß Luther diesen enormen Wortschatz und die Gabe der Kombinatorik? Zum Teil lässt sich diese Frage biografisch beantworten.

Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle Luthers Herkunftsort und seine späteren Aufenthaltsorte. Diese liegen nämlich alle direkt an der Sprachgrenze zwischen dem Niederdeutschen (Eisleben, Mansfeld, Magdeburg und Wittenberg) und dem Ostmitteldeutschen (Eisenach und Erfurt). Luthers Eltern stammten gebürtig aus Möhra, das dem Ostmitteldeutschen angehörte. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie nach Eisleben und später nach Mansfeld, wobei Luther simultan durch das Ostmitteldeutsch der Eltern und das Niederdeutsch seiner Umgebung beeinflusst wurde. Die Lage, zwischen diesen eben angesprochenen Sprachgrenzen, und der generellen Mittellage des Ostmitteldeutschen, war wichtig für Luthers Spracherfahrung und sein späteres Einwirken auf die Deutsche Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Bedeutung Luthers für die neuhochdeutsche Schriftsprache anhand der Analyse von Wortschatz und Syntax zu untersuchen.

2. DIE AUSGANGSSITUATION: Analyse der sprachlichen Zersplitterung im deutschsprachigen Raum zu Luthers Zeiten und der verschiedenen sozialen sowie regionalen Ebenen der Sprache.

3. LUTHERS SPRACHMÄCHTIGKEIT: Untersuchung von Luthers Herkunft und Bildungsweg als Basis für seine Sprachkompetenz sowie eine detaillierte Analyse seiner Wortwahl und syntaktischen Strukturen.

3.1 EINWIRKEN VERSCHIEDENER SPRACHVARIETÄTEN AUF LUTHER: Erörterung der biografischen Hintergründe, die Luthers einzigartige Kombinationsgabe aus verschiedenen Sprachvarietäten ermöglichten.

3.2 LUTHERS WORTSCHATZ: Analyse der Wortneubildungen, des Einflusses der Mystik sowie der Bildhaftigkeit von Luthers Sprache und deren Verbreitung.

3.3 LUTHERS SYNTAX: Erläuterung des syntaktischen Wandels zwischen Hörersyntax und Lesersyntax sowie die Rolle Luthers bei der Etablierung komplexerer Satzgefüge.

4. LUTHERS EINFLUSS AUF DIE NEUHOCHDEUTSCHE SCHRIFTSPRACHE: Bewertung der Bedeutung der Lutherbibel und des Buchdrucks für die überregionale Einigung der Schriftsprache.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Neuhochdeutsch, Schriftsprache, Sprachgeschichte, Sprachvarietäten, Syntax, Wortschatz, Bibelübersetzung, Buchdruck, Sprachnormierung, Frühneuhochdeutsch, Sprachmächtigkeit, Sprachwandel, Kanzleisprache, Mystik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Martin Luthers bei der Entwicklung und Vereinheitlichung der neuhochdeutschen Schriftsprache im 16. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind die sprachliche Ausgangslage vor der Reformation, die Analyse von Luthers Wortschatz und Syntax sowie die Verbreitung seines Stils durch die Bibelübersetzung und den Buchdruck.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob Luther tatsächlich als "Schöpfer" der deutschen Schriftsprache bezeichnet werden kann oder ob er eher ein begabter Stilkünstler war, der vorhandene sprachliche Innovationen seiner Zeit geschickt kombinierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung stützt sich auf eine Literaturanalyse, die verschiedene germanistische Forschungspositionen (wie z.B. von Werner Besch oder Peter von Polenz) vergleicht und Luthers Werk exemplarisch analysiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Luthers Herkunft und Sprachkontakte, seine Wortneubildungen, seine rhetorische Bildhaftigkeit, den Wandel in der Syntax sowie die enorme Reichweite seiner Schriften durch den Buchdruck.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sprachgeschichte, Sprachvarietäten, Lutherbibel, Syntax, Schriftsprache und Sprachnormierung charakterisieren.

Warum war Luthers Herkunft für seine Sprachverwendung entscheidend?

Da Luther an der Sprachgrenze zwischen Niederdeutsch und Ostmitteldeutsch aufwuchs, konnte er Elemente beider Sprachregionen kombinieren, was seiner Sprache eine überregionale Akzeptanz verlieh.

Welche Rolle spielten die Mystiker bei der Entwicklung von Luthers Wortschatz?

Die Mystiker beeinflussten Luther durch ihren Bedarf an neuen Wörtern für sakrale Erfahrungen, was zur vermehrten Substantivierung und Wortbildung beitrug, die Luther in seinen eigenen Schriften aufgriff und popularisierte.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Lutherbibel für die Schriftsprache?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Lutherbibel aufgrund ihrer weiten Verbreitung ein zentrales Medium für die Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache war, Luther jedoch nicht als alleiniger Schöpfer zu sehen ist, sondern als ein Stilkünstler im Kontext seiner Zeit.

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Details

Title
Luthers Bedeutung für die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache
College
Technical University of Braunschweig  (Seminar für Deutsche Sprache und Literatur)
Course
Historische Sprachstufen
Grade
1,0
Author
Oliver Bock (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V31098
ISBN (eBook)
9783638322089
Language
German
Tags
Luthers Bedeutung Entwicklung Schriftsprache Historische Sprachstufen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Bock (Author), 2004, Luthers Bedeutung für die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/31098
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