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Verschiedene Perspektiven auf Lernauffälligkeiten

Title: Verschiedene Perspektiven auf Lernauffälligkeiten

Internship Report , 2015 , 22 Pages , Grade: Unbenotet

Autor:in: Christoph Bachmann (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics

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Summary Excerpt Details

In einer Zeit, in der immer mehr Kinder immer früher und immer häufiger wegen schulischer Probleme auffällig werden, wobei auch die Arten der Auffälligkeiten immer stärker Variieren, sei es in ihren Ausprägungen oder in ihrer Intensität, scheint es sinnvoll, die Kindern nicht nur als Schüler, Patienten, Klienten oder schlicht als dysfunktional zu betrachten, als störend und anzupassen, sondern vielmehr als Symptomträger, respektive deren Auffälligkeit als Symptom tiefer sitzender Störungen, denen es sorgfältig auf den Grund zu gehen gilt.

Als problematisch empfinde ich hierbei, dass eben diese Ursachen nicht ohne Weiteres erkennbar sind, wohl aber die Symptome. Und in dem Wunsch, möglichst schnell wieder eine Funktionalität herzustellen, wird all zu schnell diagnostiziert, mediziniert, medikamentiert oder therapiert. Betroffene Kinder werden nicht selten regelrecht von Therapieform zu Therapieform geschleppt. Von der Ergo zur Logo, von der Nachhilfe zur Krankengymnastik, nur, damit bei ausbleibendem oder zu geringem Erfolg jemand ADHS ruft. Ein Arzt mit Diagnosebereitschaft ist dann schnell gefunden und schon wird „medikamentös eingestellt“. Das ist natürlich Schwarzmalerei, soll aber hier und da vorgekommen sein…

In dieser Arbeit werde ich den Versuch unternehmen, die unterschiedlichen Sichtweisen auf betroffene Kinder offen zu legen, Symptome und Ursachen in Verbindung zu bringen und so eine mögliche Verbesserung für alle Beteiligten aufzuzeigen. Und natürlich in der Folge die Situation für das Kind zu optimieren...und nicht umgekehrt. Was nicht gleichbedeutend mit Untätigkeit dem Kind gegenüber sein soll, natürlich sind die verschiedene n Behandlungsformen nicht per se sinnlos, nur sollten sie indiziert sein und gegebenenfalls sinnvoll kombiniert werden.

Dies zu ermöglichen bedeutet für mich neben ausreichender Kommunikation untereinander in erster Linie die Wahrnehmungen der verschiedenen Beteiligten, deren Aufklärung, und das Wissen um jeweils die Position des Anderen.

In einem Wort : die Perspektiven.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Womit sich diese Arbeit auseinandersetzen will

2. Definitionen

3. Störungen der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche

4. Die kindliche Perspektive

5. Die elterliche Perspektive

6. Die schulische Perspektive

7. Die „klassische“, außerschulische Hilfe

8. Behandelnde Perspektiven

9. Ein Lösungsansatz

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Perspektiven auf lernauffällige Kinder, um Symptome und Ursachen besser zu verstehen und eine zielführende Unterstützung zu ermöglichen. Dabei liegt der Fokus auf der interdisziplinären Betrachtung und der Kritik an einer zu schnellen medikamentösen oder oberflächlichen Behandlung.

  • Analyse der Wahrnehmungsstörungen als Grundlage für Lernauffälligkeiten.
  • Darstellung der unterschiedlichen Erlebenswelten von Kindern, Eltern und Lehrkräften.
  • Kritische Reflexion klassischer Nachhilfeangebote und medizinischer Diagnosepraxen.
  • Vorstellung der integrativen Lerntherapie als ganzheitlicher Lösungsansatz.

Auszug aus dem Buch

4. Die kindliche Perspektive

Um die kindliche Perspektive im Bereich der Schule verständliche zu machen , möchte ich an dieser Stelle eine Passage aus Joachim Hacklers Buch „Lernblockaden überwinden“ zitieren, in der er in meinen Augen äusserst plausibel darstellt, wie sich beispielhaft eine Störung der visuellen Wahrnehmung auswirken kann.

„Lernblockaden sind komplexe Gefüge; ähnlich wie bei Eisbergen ist aber der Größte Teil unsichtbar. Sie entwickeln sich schleichend und über lange Zeit hinweg unbemerkt. Anhand des Beispiels Lese - Rechtschreibschwäche soll dieser Prozess beispielhaft aufgezeigt werden, um die Zusammenhänge erkennen und verstehen zu lernen.

(…)

Zunächst einmal müssen kleine Kinder sich in unserer gegenständlichen Welt zurechtfinden. Sie erfahre die Namen von Personen und Dingen und können diese zuordnen; sie lernen, dass eine Tasse immer eine Tasse ist, auch wenn sie mal auf dem Kopf steht. Zu diesem sehr, sehr vielfältigen Prozess gehören auch Fähigkeiten wie: Reihenfolgen wahrnehmen und bilden, Mengen und deren Veränderung erfassen, eine Orientierung im Raum entwickeln.

Irgendwann wird Kindern neben der gegenständlichen Welt der Tassen eine zweite Welt bewusst, die der Symbole. Hier gelten nun aber Besonderheiten, die Kinder sich erst erwerben müssen. In der Welt der Tassen spielt es keine Rolle, ob der Henkel nach oben oder unten, links oder rechts weist - eine Tasse bleibt immer eine Tasse. Doch in der Welt der Symbole sieht es plötzlich ganz anders aus. Hier heißt es : Achte genau auf kleinste Abweichungen, denn im Nu bedeutet das Symbol etwas anderes. Dies ist für das Lernen in der Schule äußerst wichtig.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Womit sich diese Arbeit auseinandersetzen will: Einführung in die Problematik, dass Kinder oft vorschnell als dysfunktional abgestempelt werden, anstatt nach tiefer liegenden Ursachen ihrer Auffälligkeiten zu suchen.

2. Definitionen: Klärung zentraler Fachbegriffe wie Lernstörung, Leistungsstörung, Legasthenie und Dyskalkulie sowie Bedeutung der basalen Wahrnehmung.

3. Störungen der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche: Detailbeschreibung von Störungen der Tast-, Bewegungs-, Gleichgewichts-, Seh- und Hörwahrnehmung und deren Auswirkungen auf das schulische Lernen.

4. Die kindliche Perspektive: Veranschaulichung der Überforderung betroffener Kinder durch ein Gedankenexperiment zum Schriftspracherwerb.

5. Die elterliche Perspektive: Beschreibung des Leidensdrucks und der Hilflosigkeit von Eltern, die zwischen schulischen Forderungen und der intuitiven Wahrnehmung der Problematik ihres Kindes stehen.

6. Die schulische Perspektive: Analyse der Überforderung von Lehrkräften, die oft ohne ausreichende Ausbildung mit vielfältigen Lernauffälligkeiten konfrontiert sind.

7. Die „klassische“, außerschulische Hilfe: Kritische Betrachtung herkömmlicher Nachhilfe, die oft an den tieferliegenden Störungsursachen vorbeigeht.

8. Behandelnde Perspektiven: Diskussion über die Risiken von Fehldiagnosen (insbesondere ADS/ADHS) und der damit einhergehenden voreiligen Medikation.

9. Ein Lösungsansatz: Plädoyer für die integrative Lerntherapie als interdisziplinäre und ganzheitliche Form der Unterstützung.

Schlüsselwörter

Lernauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen, Sensorische Integration, integrative Lerntherapie, Schulerfolg, Leistungsstörungen, Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, ADHS, pädagogische Perspektive, Frühförderung, interdisziplinäre Hilfe, Schriftspracherwerb, Entwicklungsstörungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Lernauffälligkeiten bei Kindern und plädiert dafür, diese nicht nur als Defizit, sondern als Symptom tieferliegender Störungen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Wahrnehmungsprozesse, die verschiedenen Sichtweisen von Kindern, Eltern und Lehrkräften sowie die Kritik an rein symptomorientierten Therapieansätzen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen von Lernstörungen zu schaffen, um für das Kind optimierte und effektive Hilfsmaßnahmen zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung pädagogischer und psychologischer Grundlagen sowie einer qualitativen Analyse verschiedener Sichtweisen (Perspektiven) auf das Phänomen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche (Tast-, Bewegungs-, Gleichgewichts-, Seh- und Hörsinn) sowie die verschiedenen sozialen Rollen (Kind, Eltern, Lehrer) bei schulischen Problemen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Lernauffälligkeiten, Sensorische Integration, integrative Lerntherapie und interdisziplinäre Hilfe.

Welche Gefahr sieht der Autor bei der Diagnose von ADS/ADHS?

Der Autor warnt vor der hohen Wahrscheinlichkeit von Fehldiagnosen aufgrund mangelnder klinischer Diagnostik und weist auf die problematische Zunahme von medikamentösen Einstellungen bei Kindern hin.

Was unterscheidet die integrative Lerntherapie von klassischer Nachhilfe?

Während klassische Nachhilfe oft nur inhaltliche Wissenslücken füllen will, setzt die integrative Lerntherapie an den ursächlichen Wahrnehmungs- und Entwicklungsdefiziten an und arbeitet interdisziplinär.

Warum wird das „Beispiel des Humpelns“ verwendet?

Das Beispiel dient als Analogie: Wie es unsinnig wäre, ein humpeln-des Kind zum „schnelleren Laufen“ zu drängen, statt die orthopädische Ursache zu heilen, ist es ineffektiv, lernauffällige Kinder ohne Behebung der Ursache unter Leistungsdruck zu setzen.

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Details

Title
Verschiedene Perspektiven auf Lernauffälligkeiten
College
University of Flensburg  (Erwachsenenbildung)
Grade
Unbenotet
Author
Christoph Bachmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V310724
ISBN (eBook)
9783668094574
ISBN (Book)
9783668094581
Language
German
Tags
verschiedene perspektiven lernauffälligkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Bachmann (Author), 2015, Verschiedene Perspektiven auf Lernauffälligkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/310724
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