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Schlüsselqualifikationen und formale Allgemeinbildung nach Humboldt: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Titel: Schlüsselqualifikationen und formale Allgemeinbildung nach Humboldt: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 38 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Rump (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Problemstellung

Betrachtet man die berufs- und wirtschaftspädagogische Diskussion um die Schlüsselqualifikationen, so wird oftmals darauf verwiesen, dass das Konzept der Schlüsselqualifikationen auf einer formalen Bildungstheorie basiere und die formale Allgemeinbildung1 eine Renaissance erlebe. So schreibt beispielsweise Beck: „Die geschichtliche Tradition der Schlüsselqualifikationen liegt eindeutig in den formalen Bildungstheorien.“ (Beck 2001, S.38). Dörig meint: „Der Anspruch der Schlüsselqualifikationsvertreter, Bildung und Erziehung auf wenig konzentrierte, situationsgerecht immer wieder neu generierbare und kombinierbare Fähigkeiten und Fertigkeiten zu reduzieren, beruht auf einem Verständnis von Formalbildung.“ (Dörig 1996, S.81). Arnold und Müller gehen davon aus, „dass das Konzept der Schlüsselqualifikationen sich aufgrund seiner formalen Struktur direkt zu der seit dem 18.-Jahrhundert geführten bildungstheoretischen Diskussion um die Theorie der formalen Bildung in Beziehung setzen lässt.“ (Arnold/Müller 2002, S.7). In ihrem „Handbuch der Berufsbildung“ schreiben Arnold und Lipsmeier schließlich, der Ansatz der Schlüsselqualifikationen sei „in gewisser Weise eine neue Variante von ‚Allgemeinbildung’, insofern zwar auf die berufliche Bildung [...] keineswegs verzichtet wird, aber darüber hinaus weitere Fähigkeiten, Orientierungs- und Sozialkompetenzen vermittelt werden sollen, die über die spezifische Arbeitsplatzbedingen hinaus und sogar in der sozialen Lebenswelt ganz allgemein von Bedeutung sind.“ (Arnold/Lipsmeier 1995, S.22). Sucht man jedoch nach Begründungen und weiterführenden Erläuterungen für die These, das Schlüsselqualifikationskonzept basiere auf einer formalen Bildungstheorie und sei letztlich klassische formale Allgemeinbildung in modernen Gewande, so wird man nicht oder nur unzufriedenstellend fündig. Diese These wird in der Literatur meist einleitend in den Raum gestellt, jedoch nicht weiter ausgeführt. Somit drängt sich ein direkter Vergleich des Konzeptes einer formalen Allgemeinbildung und der Schlüsselqualifikation geradezu auf, Zum einen wird die formale Bildung von der materialen Bildung abgegrenzt: Unter „materialer“ Bildung wird die Aneignung bestimmter Bildungsinhalte, also Sach- oder Wissensbildung verstanden. „Formale“ Bildung hingegen meint, dass den Inhalten die Aufgabe zukommt, die geistigen Fähigkeiten der Bildenden herauszufordern und abzubilden...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen

2. Formale Allgemeinbildung

2.1 Genese des Konzeptes und historische Einordnung

2.2 Analyse der „Theorie der Bildung des Menschen“ von W. v. Humboldt (1794)

2.2.1 Definition/Begriffsverständnis

2.2.2 Begründungszusammenhänge

2.2.3 Lehr- und Lernformen

2.3 Zusammenfassung

3. Schlüsselqualifikationen

3.1 Genese des Konzeptes und historische Einordnung

3.2 Analyse des Schlüsselqualifikationskonzeptes von D. Mertens (1974)

3.2.1 Definition/Begriffsverständnis

3.2.2 Begründungszusammenhänge

3.2.3 Lehr- und Lernformen

3.3 Analyse des Schlüsselqualifikationskonzeptes von L. Reetz (1990)

3.3.1 Definition/Begriffsverständnis

3.3.2 Begründungszusammenhänge

3.3.3 Lehr- und Lernformen

3.4 Analyse des Schlüsselqualifikationskonzeptes von U. Laur-Ernst (1990)

3.4.1 Definition/Begriffsverständnis

3.4.2 Begründungszusammenhänge

3.4.3 Lehr- und Lernformen

3.5 Zusammenfassung

4. Gegenüberstellung und Vergleich

5. Fazit und Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass das Konzept der Schlüsselqualifikationen auf formalen Bildungstheorien basiert und eine zeitgemäße Form der klassischen formalen Allgemeinbildung darstellt. Ziel der Arbeit ist eine vergleichende Analyse des Konzepts der formalen Allgemeinbildung nach Wilhelm von Humboldt mit dem Konzept der Schlüsselqualifikationen, repräsentiert durch die Ansätze von Dieter Mertens, Lothar Reetz und Ute Laur-Ernst.

  • Historische Herleitung und Begründung formaler Allgemeinbildung nach Humboldt.
  • Analyse der Entstehung und Entwicklung des Schlüsselqualifikationskonzepts.
  • Gegenüberstellung von Begründungszusammenhängen und Bildungsverständnissen.
  • Vergleich der vorgeschlagenen Lehr- und Lernformen.
  • Synthese zur Frage nach strukturellen Analogien zwischen den beiden Bildungsansätzen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Definition/Begriffsverständnis

Der ehemalige Leiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit Dieter Mertens versteht unter Schlüsselqualifikationen „Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche nicht unmittelbaren und begrenzten Bezug zu bestimmten, disparaten praktischen Tätigkeiten erbringen, sondern vielmehr a) die Eignung für eine große Zahl an Positionen und Funktionen als alternative Optionen zum gleichen Zeitpunkt, und b) die Eignung für die Bewältigung einer Sequenz von (meist unvorhersehbaren) Änderungen von Anforderungen im Laufe des Lebens“ (Mertens, 1974, S.40 [Hervorh. im Orig.]).

Schlüsselqualifikationen seien demnach übergeordnete Bildungsziele und –elemente, die „den Schlüssel zur raschen und reibungslosen Erschließung von wechselnden Spezialwissen bilden“ (a.a.O., S.36). Das dahinterstehende Bildungsverständnis bezeichnet Mertens mit „Befähigung zur Problembewältigung, Schulung ist Denkschulung (ebd.)“, und zwar „zur „Bewältigung und Entfaltung der Persönlichkeit, „zur Fundierung der beruflichen Existenz“ und „zu gesellschaftlichen Verhalten“ (a.a.O., S.37).

Mertens unterscheidet innerhalb des Konzeptes der Schlüsselqualifikationen zwischen vier Typen von Bildungselementen, die sich in formale und materiale Bildungselemente unterteilen lassen. Die formalen Bildungselemente werden von Mertens zur Übersetzung in Lehrpläne konkretisiert und mögliche entsprechende Lehrgegenstände genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und methodisches Vorgehen bei der Analyse der Konzepte.

2. Formale Allgemeinbildung: Untersuchung des Konzepts von Wilhelm von Humboldt und dessen Einordnung in den Neuhumanismus.

3. Schlüsselqualifikationen: Analyse der Entstehung und Weiterentwicklung des Konzepts durch Mertens, Reetz und Laur-Ernst.

4. Gegenüberstellung und Vergleich: Synthese und methodischer Vergleich der untersuchten Bildungsansätze.

5. Fazit und Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung der strukturellen Analogien und kritische Reflexion der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Schlüsselqualifikationen, Formale Allgemeinbildung, Wilhelm von Humboldt, Dieter Mertens, Lothar Reetz, Ute Laur-Ernst, Pädagogik, Weiterbildung, Persönlichkeitsbildung, Handlungsorientierung, Bildungsökonomie, Begründungszusammenhänge, Lehr-Lernformen, Berufsbildung, Qualifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Verbindungen zwischen dem modernen Konzept der Schlüsselqualifikationen und der klassischen formalen Bildungstheorie nach Wilhelm von Humboldt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Begriffe der formalen Allgemeinbildung und der Schlüsselqualifikationen, deren Entstehungsgeschichte, Begründungszusammenhänge sowie didaktische Vermittlungsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll geprüft werden, ob das Schlüsselqualifikationskonzept tatsächlich als eine moderne Variante der formalen Allgemeinbildung betrachtet werden kann oder ob es sich primär um ein arbeitsmarktpolitisches Instrument handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine bildungstheoretische Inhaltsanalyse prominenter Ansätze, um die Konzepte exemplarisch gegenüberzustellen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bildungsansätze von Humboldt sowie die Schlüsselqualifikationskonzepte von Mertens, Reetz und Laur-Ernst unter den Kriterien Definition, Begründungszusammenhänge und Lehr-Lernformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schlüsselqualifikationen, formale Allgemeinbildung, Persönlichkeitsbildung, Handlungsorientierung und Bildungsökonomie charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Schlüsselqualifikationen" im Vergleich zu Humboldt?

Der Autor ordnet Schlüsselqualifikationen eher als ein Qualifikationskonzept ein, das ökonomische Verwertungsinteressen in den Vordergrund stellt, während bei Humboldt die Zweckfreiheit der Persönlichkeitsentwicklung im Zentrum steht.

Welche Rolle spielen Reetz und Laur-Ernst bei der Entwicklung des Schlüsselqualifikationsbegriffs?

Reetz und Laur-Ernst werden als wichtige Vertreter angeführt, die das ursprüngliche, eher bildungsökonomisch geprägte Mertens-Konzept durch eine stärkere Orientierung an der ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung und Handlungsorientierung pädagogisch weiterentwickelt haben.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schlüsselqualifikationen und formale Allgemeinbildung nach Humboldt: Alter Wein in neuen Schläuchen?
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Theorien beruflicher Bildung
Note
2,0
Autor
Michael Rump (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
38
Katalognummer
V31002
ISBN (eBook)
9783638321419
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schlüsselqualifikationen Allgemeinbildung Humboldt Alter Wein Schläuchen Theorien Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Rump (Autor:in), 2004, Schlüsselqualifikationen und formale Allgemeinbildung nach Humboldt: Alter Wein in neuen Schläuchen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/31002
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Leseprobe aus  38  Seiten
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