It is a widespread belief that the acquisition of a foreign language is much easier for children rather than for adults. It is said that the younger the learner, the better the outcome will be. The same applies for the assumption that an adult learner of a foreign language cannot reach native-like competence, no matter how long the process of acquisition will take, whereas a child indeed can acquire a perfect language without even the hint of a foreign accent. Furthermore, there is a common notion that the age of onset of the acquisition of a second language plays a role in it's further development. Indeed, the acquisition of a foreign language can be a frustrating and very tough experience for adults in, whereas it seems to be a facile and fast proceeding process for children or adolescents.
A possible answer to these beliefs may be found in the Critical Period Hypothesis, which states that the age is a major factor for second language acquisition (henceforth SLA) and that there is a time span, where the acquisition of a language functions best. On the other hand, there are studies which want to make clear that in fact, the contrary is true or as well that age has no influence at all when it comes to SLA.
This paper aims to find out if there indeed is a connection between the learner's age and his level of proficiency in the L2.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. The Critical Period Hypothesis
3. Studies on the Critical Period Hypothesis in Second Language Acquisition
3.1 Johnson and Newport
3.2 Snow and Hoefnagel-Höhle
3.3 Asher and Price
4. Innatism and the Age Factor
5. Thoughts about a Sensitive Period for Second Language Acquisition
6. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Debatte um die Hypothese der kritischen Periode (Critical Period Hypothesis) und deren Einfluss auf den Zweitspracherwerb. Das primäre Ziel besteht darin, festzustellen, ob ein tatsächlicher Zusammenhang zwischen dem Alter eines Lernenden und seinem erreichten Sprachniveau in einer Zweitsprache besteht, wobei verschiedene theoretische Ansätze und empirische Studien gegenübergestellt werden.
- Die neurologischen Grundlagen der Hypothese der kritischen Periode (CPH).
- Die Rolle der Universalgrammatik (UG) im Kontext des Alterseinflusses.
- Empirische Untersuchungsergebnisse zu Altersunterschieden beim Zweitspracherwerb.
- Der Vergleich von grammatikbasierten und aussprachebasierten Lernleistungen.
- Die Abgrenzung zwischen kritischen und sensitiven Perioden im Spracherwerb.
Auszug aus dem Buch
3.1 Johnson and Newport
One of the studies was carried out by Jacqueline S. Johnson and Elissa L. Newport in 1989, presented in the article “Critical Period Effects in Second Language Learning: The Influence of Maturational State on the Acquisition of English as a Second Language” with the preliminary thought, that if there indeed is a critical period for language learning, “it should be the case that young children are better second language learners than adults and should consequently reach higher levels of final proficiency in the second language.” (Johnson / Newport, 1989: 60) Johnson and Newport have stated “The maturational state hypothesis”, which implies, that “[e]arly in life, humans have a superior capacity for acquiring languages. This capacity disappears or declines with maturation.”(Johnson / Newport, 1989: 64) Furthermore, it is indifferent, which language is acquired and it is not important, what kind of prior linguistic experience there already is.
Johnson and Newport compared the knowledge of English of 46 native speakers of Korean or Chinese, who both had lived in the U.S. between 3 and 26 years and who had arrived to the U.S. at the age from 3 to 39 by testing them on grammatical structures of English. According to White (cf. VanPatten, 2007: 44f), grammatically judgment tasks are the most common method in order to investigate on the L2 knowledge, because they show up the state of interlanguage, a learner occupies at a particular time. Johnson and Newport opted for Asian native speakers, because there are little or no similarities between those languages and English. The participants of the study were asked to evaluate whether different spoken English sentences were grammatical, in order to test their individual proficiency in English syntax and morphology. Furthermore, the sentences were on the level of competence of 6- or 7-year old native speakers.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Diese Einleitung stellt die gängige Annahme vor, dass Kinder Sprachen leichter als Erwachsene erlernen, und führt die Hypothese der kritischen Periode als zentralen Forschungsgegenstand ein.
2. The Critical Period Hypothesis: Dieses Kapitel erläutert die von Eric Lenneberg formulierte Hypothese, die den Spracherwerb an neurologische Reifungsprozesse und Hirnplastizität bindet.
3. Studies on the Critical Period Hypothesis in Second Language Acquisition: Hier werden verschiedene empirische Studien diskutiert, die prüfen, ob der Spracherwerb tatsächlich mit dem Alter abnimmt oder ob andere Faktoren eine Rolle spielen.
3.1 Johnson and Newport: Der Fokus liegt auf der Studie zur "Maturational State Hypothesis", die eine Korrelation zwischen dem Ankunftsalter und der grammatikalischen Kompetenz in einer Zweitsprache untersuchte.
3.2 Snow and Hoefnagel-Höhle: Dieses Kapitel stellt eine Longitudinalstudie vor, deren Ergebnisse die Hypothese einer kritischen Periode in Frage stellen und aufzeigen, dass ältere Lernende in bestimmten Bereichen schneller Fortschritte machen können.
3.3 Asher and Price: Es wird die Studie zum "Total Physical Response"-Ansatz präsentiert, in der Erwachsene in kurzfristigen Tests deutliche Vorteile gegenüber jüngeren Lernenden zeigten.
4. Innatism and the Age Factor: Dieses Kapitel beleuchtet die nativistische Perspektive und die Rolle der Universalgrammatik bei der Debatte um das Alter beim Zweitspracherwerb.
5. Thoughts about a Sensitive Period for Second Language Acquisition: Hier werden Ansätze von Long diskutiert, der zwischen unterschiedlichen sensitiven Phasen für verschiedene linguistische Bereiche wie Phonologie und Syntax unterscheidet.
6. Conclusion: Das Fazit fasst zusammen, dass die Studienlage ambivalent ist und keine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem Einfluss des Alters auf den Zweitspracherwerb liefert.
Schlüsselwörter
Kritische Periode, Zweitspracherwerb, SLA, Alterseinfluss, Maturational State Hypothesis, Universalgrammatik, Nativismus, Sprachlernfähigkeit, Grammatikalische Kompetenz, Phonologie, Syntax, Morphologie, Hirnplastizität, Johnson und Newport, Snow und Hoefnagel-Höhle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Kontroverse darüber, ob Kinder beim Erlernen einer Zweitsprache biologisch bedingte Vorteile gegenüber Erwachsenen haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Hypothese der kritischen Periode, neurologische Reifungsprozesse, die Rolle der Universalgrammatik und die Auswertung empirischer Studien zum Spracherwerb.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu klären, ob ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Alter des Lernenden und seinem erreichten Proficiency-Niveau in der L2 besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, in der verschiedene empirische Studien (z. B. Johnson & Newport, Snow & Hoefnagel-Höhle) gegenübergestellt und kritisch diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der kritischen Periode, präsentiert spezifische Fallstudien und beleuchtet die Rolle des Nativismus sowie sensitiver Perioden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Critical Period Hypothesis (CPH), Zweitspracherwerb, Maturational State Hypothesis und Universalgrammatik charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Studienergebnisse von Johnson/Newport und Snow/Hoefnagel-Höhle?
Während Johnson und Newport eine lineare Abnahme der Sprachleistung nach der Pubertät belegen, kommen Snow und Hoefnagel-Höhle zu dem Schluss, dass ältere Lernende in bestimmten Kontexten bessere und schnellere Fortschritte erzielen können.
Warum wird zwischen einer kritischen und einer sensitiven Periode differenziert?
Die Unterscheidung dient dazu, zu verdeutlichen, dass Spracherwerb keinem Alles-oder-Nichts-Prinzip unterliegt, sondern für unterschiedliche sprachliche Domänen wie Phonologie oder Syntax eigene zeitliche Fenster bestehen können.
- Arbeit zitieren
- Jule Dorin (Autor:in), 2015, Age Effects on Second Language Acquisition, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/310015