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Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin

Unter besonderer Berücksichtigung der Schriften »Summa contra gentiles« und »De rationibus fidei«

Title: Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Meyer (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, einen Blick auf die Überlegungen zu werfen, die Thomas hinsichtlich der Frage formuliert, ob und inwiefern sich die göttliche Vorsehung mit der menschlichen Freiheit in Einklang bringen lassen. Diese Frage scheint für einen Theologen deshalb besonders wichtig zu sein, weil der christliche Glaube im Grunde die freie Willensentscheidung voraussetzt, schließlich ist der Mensch dazu aufgefordert, sich frei, das heißt bewusst, für oder gegen den Glauben beziehungsweise Gott zu entscheiden.

Hierzu soll in einem ersten Schritt das zehnte Kapitel der kleinen Schrift De rationibus fidei analysiert werden, wodurch sich zeigen soll, dass göttliches Vorauswissen und menschliche Freiheit sich nicht per se ausschließen. Dies wird von Thomas – wie sich zeigen wird – u.a. durch die spezifische Weise der göttlichen Erkenntnis bzw. göttlichen Weisheit begründet.

Anschließend soll in einem zweiten Schritt aufgezeigt werden, wie Thomas die universale göttliche Vorsehung in der Summa contra gentiles konzipiert. Durch diese Analyse soll deutlich werden, dass Thomas die göttliche Vorsehung als eine Möglichkeit versteht, durch welche Gott den Menschen zum Guten hin lenkt und leitet. Hierbei bedient sich Gott offensichtlich der Zweitursachen, die zwar unter der Herrschaft der Erstursache Gott stehen, aber – wie gezeigt werden soll – auch über einen gewissen Spielraum verfügen, d.h. Zweitursachen wirken im Sinne von Thomas nicht notwendigerweise.

Nach diesen skizzierten Überlegungen zur göttlichen Vorsehung wird abschließend das Verhältnis von Vorsehung und menschlicher Freiheit thematisiert. Hierzu sollen einige Argumente von Thomas dargestellt werden, u.a. das Argument, dass der Wille dadurch ausgezeichnet ist, dass er trotz Vorsehung selbstständig Wirkungen hervorbringen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin

2. Hauptteil

2.1. Göttliches Vorauswissen und Willensfreiheit in De rationibus fidei

2.2. Die göttliche Vorsehung in der Summa contra gentiles III

2.3. Göttliche Vorsehung und menschliche Freiheit in der Summa contra gentiles III

3. Schluss: Relative Willensfreiheit bei Thomas von Aquin

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von göttlicher Vorsehung und menschlicher Willensfreiheit im Denken des Thomas von Aquin. Dabei wird analysiert, wie göttliches Vorauswissen, konzipiert als zeitlose Erkenntnis, mit der menschlichen Handlungsfreiheit koexistieren kann, ohne diese durch Notwendigkeit oder Zwang aufzuheben.

  • Theologische Problematik des göttlichen Vorauswissens und der menschlichen Freiheit
  • Analyse des zehnten Kapitels der Schrift De rationibus fidei
  • Konzeption der universalen göttlichen Vorsehung in der Summa contra gentiles III
  • Verhältnis von Erstursache (Gott) und Zweitursachen (menschlicher Wille)
  • Bestimmung der menschlichen Freiheit als "relative Willensfreiheit" innerhalb der göttlichen Ordnung

Auszug aus dem Buch

Göttliches Vorauswissen und Willensfreiheit in De rationibus fidei

In seinem 1264 verfassten Opusculum De rationibus fidei contra Saracenos, Graecos et Armenos ad Cantorem Antiochenum eilt Thomas einem namenlosen Glaubensbruder zu Hilfe. Dieser sah sich im Orient hilflos den islamischen Einwänden gegen den katholisch-christlichen Glauben ausgesetzt und fragte deshalb den großen christlichen Glaubenslehrer Thomas um Rat, was er dem Spott der Sarazenen entgegen solle. Die letzte der zehn Fragen des Kantors nimmt hierbei die Kontroverse hinsichtlich des göttlichen Vorherwissens und der Willensfreiheit des Menschen in den Blick. Diese Frage versucht Thomas in seinem situationsbezogenen Antwortschreiben zu beantworten, also die Frage, ob die göttliche Vorherbestimmung, d.h. u.a. das göttliche Vorauswissen, den menschlichen Handlungen eine Notwendigkeit auferlegt.

Das zehnte Kapitel „Daß die göttliche Vorherbestimmung den menschlichen Handlungen keine Notwendigkeit auferlegt, und wie in dieser Frage vorzugehen ist“ soll nun zur Sprache kommen und der Gedankengang nachgezeichnet werden. Dadurch wird sich zeigen, ob und inwiefern sich für Thomas die göttliche Vorherbestimmung mit der menschlichen Freiheit vereinbaren lässt.

Ausgangspunkt dieses Kapitels bildet die Frage, ob „durch die göttliche Vorausordnung oder Vorherbestimmung [Prädestination] den menschlichen Handlungen Notwendigkeit auferlegt wird“. Hierbei wird von Thomas sofort betont, dass man von zwei Dingen nicht ausgehen darf. Erstens: Man darf nicht sagen, dass menschliche Handlungen und Entscheidungen dem Wissen Gottes und seiner Ordnung nicht unterliegen, schließlich ist Gott u.a. durch seine Allwissenheit ausgezeichnet. Zweitens: Man darf deshalb aber noch lange nicht annehmen, dass Gott durch sein Vorherwissen den menschlichen Handlungen etwas wie Zwang oder Notwendigkeit (durch seine Vorsehung) auferlegt, schließlich gilt die menschliche Willensfreiheit als „unverzichtbares Postulat der praktischen Vernunft“, auch für Thomas.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin: Die Einleitung führt in die theologische Grundproblematik ein, wie Gottes Allwissenheit mit der menschlichen Willensfreiheit vereinbar ist, und umreißt das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die sowohl die Schrift De rationibus fidei als auch das dritte Buch der Summa contra gentiles analysieren, um das Verhältnis von göttlicher Ordnung und menschlichem Willen zu beleuchten.

2.1. Göttliches Vorauswissen und Willensfreiheit in De rationibus fidei: Dieser Abschnitt untersucht Thomas' Argumentation zur Vereinbarkeit von göttlichem Vorauswissen und menschlicher Freiheit durch die Ewigkeitscharakteristik göttlicher Erkenntnis.

2.2. Die göttliche Vorsehung in der Summa contra gentiles III: Hier wird der Gottesbegriff und das Verständnis der allgemeinen Vorsehung als ordnendes Prinzip der Welt dargestellt, welches Gott als Erstursache und Ziel aller Dinge begreift.

2.3. Göttliche Vorsehung und menschliche Freiheit in der Summa contra gentiles III: Dieser Teil legt dar, wie der Mensch als vernünftiges Wesen durch Zweitursächlichkeit und Tugendkraft trotz der göttlichen Lenkung eine relative Freiheit bewahrt.

3. Schluss: Relative Willensfreiheit bei Thomas von Aquin: Das Fazit fasst zusammen, dass die thomistische Freiheitslehre von einer relativen Willensfreiheit innerhalb der göttlichen Vorsehung ausgeht, da der Wille auf das Gute ausgerichtet ist.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, göttliche Vorsehung, menschliche Freiheit, Willensfreiheit, Summa contra gentiles, De rationibus fidei, Vorauswissen, Prädestination, Erstursache, Zweitursache, Gotteslehre, Vernunft, Tugendkraft, Zielorientierung, relative Willensfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie das christliche Gottesbild – speziell das göttliche Vorauswissen und die göttliche Vorsehung – mit der menschlichen Willensfreiheit in Einklang gebracht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theologie des Thomas von Aquin, die Konzeption der göttlichen Ewigkeit, die Metaphysik der Kausalität (Erst- und Zweitursachen) sowie die ethische Bedeutung der menschlichen Entscheidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuweisen, dass für Thomas von Aquin die göttliche Lenkung der Welt die menschliche Freiheit nicht notwendigerweise ausschließt, sondern den Rahmen für ein tugendhaftes, freies Handeln des Menschen schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die hermeneutische Textanalyse. Es werden zentrale Kapitel aus Thomas von Aquins Schriften De rationibus fidei und der Summa contra gentiles rekonstruiert und unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Argumente aus De rationibus fidei zur Zeitlichkeit und zum göttlichen Wissen dargelegt, gefolgt von einer tiefgreifenden Untersuchung des Vorsehungsbegriffs und der Rangordnung der Ursachen im dritten Buch der Summa contra gentiles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Akteur Thomas von Aquin prägen Begriffe wie Vorsehung, Freiheit, Kausalität, Erstursache, Zweitursache und relative Willensfreiheit die Untersuchung.

Wie löst Thomas das Problem des göttlichen Vorauswissens?

Thomas verwendet eine Analogie: Gott steht "jenseits des Zeitablaufs" wie ein Beobachter auf einem erhöhten Standpunkt, der den gesamten zeitlichen Ablauf gleichzeitig überschaut, ohne jedoch in den zeitlichen Prozess kausal einzugreifen oder Zwang auszuüben.

Warum spricht der Autor von einer "relativen" Willensfreiheit?

Da der Wille des Menschen nach thomasischem Verständnis substanziell auf das Gute und auf Gott als Ziel ausgerichtet ist, ist er nicht absolut frei in dem Sinne, dass er diese Grundausrichtung beliebig aufheben könnte. Innerhalb dieser Zielorientierung besitzt der Mensch jedoch die Freiheit, seine Handlungen selbst zu bestimmen.

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Details

Title
Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin
Subtitle
Unter besonderer Berücksichtigung der Schriften »Summa contra gentiles« und »De rationibus fidei«
College
University of Freiburg  (Philosophisches Seminar)
Course
Die Anthropologie des Thomas von Aquin: Persönliche Identität und materielle Kontinuität
Grade
1,0
Author
Alexander Meyer (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V309753
ISBN (eBook)
9783668080508
ISBN (Book)
9783668080515
Language
German
Tags
frage freiheit thomas aquin unter berücksichtigung schriften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Meyer (Author), 2014, Die Frage der menschlichen Freiheit bei Thomas von Aquin, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/309753
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