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Förderung transkultureller Lernkulturen als Beitrag zur Integration schwer erreichbarer Zielgruppen in Vorhaben der Erwachsenenbildung in der Entwicklungszusammenarbeit

Title: Förderung transkultureller Lernkulturen als Beitrag zur Integration schwer erreichbarer Zielgruppen in Vorhaben der Erwachsenenbildung in der Entwicklungszusammenarbeit

Term Paper , 2015 , 46 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Inka Hiltmann (Author)

Pedagogy - Adult Education

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Summary Excerpt Details

Erwachsenenbildung ist „[…] ein fundamentaler Aspekt des Rechts auf Bildung […]“.
Trotzdem gibt es unter Erwachsenen (ab 15 Jahren) weltweit 757 Millionen Analphabeten. Viele junge Erwachsene sind zudem nicht ausreichend für den modernen Arbeitsmarkt qualifiziert.
Auf der Ebene der konkreten Durchführung der Bildungsangebote für Erwachsene durch die internationale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat sich gezeigt, dass in vielen Maßnahmen vor allem solche Personen regelmäßig und bis zum Ende teilnehmen, die bereits über Bildungsmotivation, Eigenständigkeit sowie eine gewisse Vorbildung verfügen. Personen aus besonders marginalisierten Gebieten bzw. Bevölkerungsgruppen werden oft nicht erreicht oder sie können aufgrund der täglichen Überlebenssicherung nur unregelmäßig teilnehmen.
Die vorliegende Hausarbeit geht folgender Forschungsfrage nach:
Welchen Beitrag könnte eine stärkere Berücksichtigung milieutypischer Lernkulturen sowie die Förderung transkultureller institutioneller und informeller Lernkulturen leisten, damit stark marginalisierte und bildungsferne Personengruppen besser an Vorhaben der Erwachsenenbildung in der EZ partizipieren?
Die Bearbeitung der Forschungsfrage erfolgt systematisch in aufeinander aufbauenden Schritten. Dabei wird relevante wissenschaftliche Literatur zur Zielgruppenentwicklung, zu sozialen Milieus sowie zum Konzept der Transkulturalität berücksichtigt. Zu Beginn jedes Kapitels des Hauptteils werden wesentliche Begriffe geklärt. Ausgehend von einer kritischen Reflektion des Zielgruppenansatzes in der EZ erfolgt eine Betrachtung der Potenziale der Milieuforschung hinsichtlich einer lebensweltorientierten Zielgruppendifferenzierung. Dabei wird das Modell der Sinus Milieus, insbesondere der Sinus-Meta-Milieus, des Heidelberger Marktforschungsinstituts Sinus Sociovision zugrundegelegt. Anschließend wird auf lernkulturelle Merkmale sozialer Milieus am Beispiel Deutschlands eigegangen. Anhand des Konzepts der Transkulturalität, wird die Übertragbarkeit der für Deutschland gewonnen Erkenntnisse auf Lernkulturen in Milieus der Akteure der Erwachsenenbildung der EZ überprüft. Möglichkeiten für transkulturelles Lernen und die gleichberechtigte Partizipation aller Beteiligten an Erwachsenenbildung werden beleuchtet. Abschließend erfolgen eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, eine kritische Bewertung sowie die Formulierung von Anregungen für die Erwachsenenbildung der EZ.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Einführung in das Forschungsthema

1.1 Relevanz der Erwachsenenbildung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

1.2 Darstellung und Eingrenzung des Forschungsgegenstandes

1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau

2. Kritische Reflektion der Zielgruppenorientierung in Erwachsenenbildungsvorhaben der Entwicklungszusammenarbeit

2.1 Zielgruppenorientierung und Zielgruppen in der Erwachsenenbildung

2.2 Zielgruppenorientierung in der Erwachsenenbildung der EZ – Vorteile und Herausforderungen

3. Chancen einer stärkeren Einbeziehung der Milieuforschung und milieutypischer Lernkulturen in die Zielgruppenentwicklung

3.1 Soziale Milieus und das Sinus-Milieumodell

3.2 Soziale Milieus und Lernkulturen

4. Soziale Milieus und Lernkulturen aus transkultureller Perspektive

4.1 Das Konzept der Transkulturalität

4.2 Lernen durch Erweiterung der Driftzonen zwischen transkulturellen institutionellen und informellen Lernkulturen

5. Zusammenfassung, Bewertung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, wie durch eine stärkere Berücksichtigung milieutypischer Lernkulturen und die Förderung transkultureller Lernprozesse die Partizipation von marginalisierten und bildungsfernen Bevölkerungsgruppen an Erwachsenenbildungsvorhaben in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit verbessert werden kann.

  • Kritische Analyse der Zielgruppenorientierung in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Potenziale der Milieuforschung für eine lebensweltorientierte Differenzierung
  • Anwendung des Sinus-Milieumodells auf Lernkulturen
  • Transfer des Konzepts der Transkulturalität auf Lernprozesse
  • Strategien zur Überbrückung von Hemmschwellen durch "Driftzonen"

Auszug aus dem Buch

Lernen durch Erweiterung der Driftzonen zwischen transkulturellen institutionellen und informellen Lernkulturen

Das Modell der Sinus-Meta-Milieus und das Konzept der Transkulturalität gehen davon aus, dass soziale Milieus mit ähnlichen kulturellen Merkmalen über Ländergrenzen hinweg existieren. Diese Meta-Milieus entwickeln sich im Rahmen von Prozessen der transkulturellen Durchdringung von Gesellschaften, Bevölkerungsgruppen und Individuen weltweit. Die Milieuzugehörigkeit ist demnach verbindender als die Zugehörigkeit zu einer Nation, Ethnie oder zu einem Geschlecht. Bezogen auf Lernkulturen bedeutet dies, dass Bildungsplaner und Durchführungsakteure aus gleichen sozialen Milieus in Industrie- und Schwellenländern (meist aus den Milieus der Intellektuellen, des oberen Mainstreams oder des oberen traditionellen Milieus, vgl. Abb. 1 und 3), untereinander mehr lernkulturelle Ähnlichkeiten aufweisen, als Bildungsplaner bzw. -anbieter und Zielgruppen der Erwachsenenbildung aus unterschiedlichen Milieus im gleichen Land.

Es gibt jedoch „Spielräume“ (Siebert 1999: 10) innerhalb derer sich Menschen in ihren Milieus bewegen und auf andere Milieus zubewegen können. Dieser Vorgang wird auch als „strukturelles Driften“ bezeichnet (vgl. Ebda). Menschen besitzen meist Merkmale mehrerer Milieus und driften in dem Maße, dass ihnen im Rahmen ihrer kognitiven und emotionalen Strukturdeterminiertheit möglich ist. Es kommt zu Überschneidungen sowie Begegnungs- und „Interaktions-Räumen“ (Kösel 1993, zitiert nach Siebert: 10), in denen Angehörige unterschiedlicher Milieus Anschluss aneinander finden sowie Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen. In diesem gemeinsamen Driftzonen ist gegenseitiges Lernen möglich. „Lernen ist eine Erweiterung von Driftzonen“ (Siebert 1999: 14) und somit von Perspektiven, Verstehens- und Handlungsmöglichkeiten. Dieser Prozess kann im Rahmen von Erwachsenenbildung in der EZ gefördert werden, z. B. durch unterschiedliche didaktische und methodische Herangehensweisen, die stärkere Beachtung und Aufwertung informeller Lernformen und die Verbindung vielfältiger informeller und institutionalisierter Lernformen bzw. die Förderung von Übergängen. Dadurch können Grenzen und Hemmschwellen zwischen Bildungsverantwortlichen und Zielgruppen, vor allem aus marginalisierten, „bildungsfernen“ Milieus, überwunden werden und neue transkulturelle Lernkulturen entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Einführung in das Forschungsthema: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz der Erwachsenenbildung im Kontext internationaler Entwicklungsziele und führt in die Problematik ein, dass Bildungsmaßnahmen oft an den tatsächlichen Bedürfnissen marginalisierter Gruppen vorbeigehen.

2. Kritische Reflektion der Zielgruppenorientierung in Erwachsenenbildungsvorhaben der Entwicklungszusammenarbeit: Hier wird der traditionelle Zielgruppenansatz kritisch hinterfragt und aufgezeigt, dass eine rein soziodemografische Einteilung oft nicht ausreicht, um die komplexen Lebensrealitäten und Lernhindernisse der Zielgruppen zu erfassen.

3. Chancen einer stärkeren Einbeziehung der Milieuforschung und milieutypischer Lernkulturen in die Zielgruppenentwicklung: Das Kapitel stellt das Sinus-Milieumodell als Instrument vor, um Zielgruppen anhand ihrer subjektiven Lebenswelten und Lernkulturen differenzierter zu betrachten und besser zu erreichen.

4. Soziale Milieus und Lernkulturen aus transkultureller Perspektive: Durch die Verknüpfung von Milieumodell und Transkulturalitätskonzept wird aufgezeigt, wie Lernende über Ländergrenzen hinweg ähnliche kulturelle Orientierungen teilen und wie "Driftzonen" als Begegnungsräume für inklusives Lernen genutzt werden können.

5. Zusammenfassung, Bewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Einbeziehung subjektiver Lebensweltperspektiven ein wesentlicher Baustein ist, um die Wirksamkeit von Erwachsenenbildungsmaßnahmen in der Entwicklungszusammenarbeit zu steigern.

Schlüsselwörter

Erwachsenenbildung, Entwicklungszusammenarbeit, soziale Milieus, Sinus-Milieumodell, Transkulturalität, lebenslanges Lernen, Zielgruppenentwicklung, informelles Lernen, marginalisierte Gruppen, Lernkulturen, Bildungsbarrieren, Lebensweltorientierung, Partizipation, Driftzonen, nachhaltige Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich mit der Herausforderung auseinander, wie Bildungsangebote für Erwachsene in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit so gestaltet werden können, dass auch schwer erreichbare, bildungsferne Bevölkerungsgruppen erfolgreich partizipieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Zielgruppenanalyse, der Milieuforschung, dem Konzept der Transkulturalität sowie der Verknüpfung von institutionalisierten und informellen Lernformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, welchen Beitrag eine milieusensible und transkulturelle Perspektive dazu leisten kann, die Teilhabechancen von marginalisierten Gruppen an Bildungsprojekten zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung einer Studie der GIZ über non-formale Bildung, ergänzt durch einen Literaturvergleich relevanter Theorien zu Milieus, Bildung und Kultur, um daraus praxisnahe Orientierungspunkte für die Bildungsplanung abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil reflektiert den klassischen Zielgruppenansatz, führt das Sinus-Modell zur Differenzierung ein, analysiert Lernkulturen aus transkultureller Sicht und entwickelt Konzepte für den Umgang mit "Driftzonen" im Lernprozess.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind soziale Milieus, Transkulturalität, lebensweltorientierte Erwachsenenbildung und die Überwindung von Bildungsbarrieren durch die gezielte Nutzung informeller Lernkontexte.

Wie unterscheidet sich der hier vorgeschlagene Ansatz von bisherigen Methoden?

Der Ansatz geht über rein äußere soziodemografische Merkmale hinaus und nutzt subjektorientierte Milieumodelle, um die Einstellungen und Werte der Lernenden tiefergehend zu verstehen.

Was ist unter "Driftzonen" in diesem Kontext zu verstehen?

Driftzonen sind Interaktionsräume, in denen sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus begegnen können, um durch gegenseitigen Austausch Hemmschwellen abzubauen und gemeinsam neue Lernformen zu entwickeln.

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Details

Title
Förderung transkultureller Lernkulturen als Beitrag zur Integration schwer erreichbarer Zielgruppen in Vorhaben der Erwachsenenbildung in der Entwicklungszusammenarbeit
College
University of Kaiserslautern  (Distance & Independent Studies Center)
Course
Fernstudium Erwachsenenbildung
Grade
1,3
Author
Inka Hiltmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
46
Catalog Number
V309661
ISBN (eBook)
9783668098350
ISBN (Book)
9783668098367
Language
German
Tags
Non-formales Lernen informelles Lernen Lebenswelt Lernkulturen Zielgruppen soziale Milieus Transkulturalität Entwicklungszusammenarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inka Hiltmann (Author), 2015, Förderung transkultureller Lernkulturen als Beitrag zur Integration schwer erreichbarer Zielgruppen in Vorhaben der Erwachsenenbildung in der Entwicklungszusammenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/309661
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