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Der neuronale Fingerabdruck. Wie die Neuropsychologie die Polizeiarbeit verändern könnte

Titel: Der neuronale Fingerabdruck. Wie die Neuropsychologie die Polizeiarbeit verändern könnte

Hausarbeit , 2013 , 46 Seiten

Autor:in: Ewa Bedkowski (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bislang war die Kriminalätiologie bemüht, auf Grundlage von wissenschaftlichen Theorien (wie die der Psychologie oder den Sozialwissenschaften) Ursachen für Straftaten zu ermitteln. Im Rahmen der Kriminalpsychologie rückt die Persönlichkeit des Täters in den Mittelpunkt. Tatrelevante seelische Prozesse werden untersucht, um pathologische Auffälligkeiten als Ursache für delinquentes Handeln verantwortlich zu machen.

Allein im Jahr 2011 registrierte die polizeiliche Kriminalstatistik deutschlandweit 197030 Gewaltdelikte. Die Polizei ist bestrebt, Straftaten zu verhüten und zu verfolgen. Die Gewissheit darüber, dass vor Gericht Beweise höherwertig sind als Indizien, treibt die Polizei an, besonders materielle Spuren nachweisen zu können. So wie die Feststellung der DNA oder der gesicherte Fingerabdruck einen Täter überführen können, wäre es doch von Vorteil, wenn das Gehirn von Tätern Aussagen zur möglichen Delinquenz machen könnte, wie ein neuronaler Fingerabdruck.

Könnte auf diese Art und Weise die polizeiliche Arbeit, sowohl präventiv als auch strafverfolgend, nicht nur revolutioniert, sondern auch effektiver gemacht werden? Bislang handelt es sich bei dieser Vorstellung nur um Wunschdenken. Jedoch erlangt die Suche nach dem Sitz des Bösen im Menschen durch die bildgebenden Verfahren der Neuropsychologie eine ganz neue Betrachtungsweise.

Damit wächst die Hoffnung, dass nicht nur die Ursachenfindung delinquenten Handelns und deren Therapiemöglichkeiten sich verändern, sondern auch, dass die polizeiliche Arbeit durch dieses Wissen revolutioniert werden könnte. Vielleicht kann auf diesem Wege die Neuropsychologie Auskünfte über die Funktionsweisen des Gehirns von Gewaltverbrechern geben und so eine Grundlage für eine effektivere Verbrechensbekämpfung schaffen.

Zunächst soll der Begriff der Neuropsychologie, der bildgebenden Verfahren und der Gewaltkriminalität erläutert werden. Anschleißend wird erörtert, wie psychische Vorgänge mit körperlichen Vorgängen in Verbindung gebracht werden können. Das vierte Kapitel befasst sich dann gezielt mit Delinquenz und einem objektiv messbaren Nachweis. Dazu soll auf Studien zu Pädophilie und Psychopathie im Rahmen der Gewaltdelinquenz Bezug genommen werden. Zuletzt soll ein polizeiliches Zukunftsszenario erstellt werden, welches den Einsatz von bildgebenden Verfahren für eine effiziente Verbrechensbekämpfung implizieren könnte, um dieses dann kritisch zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Gewaltkriminalität

2.2. Neuropsychologie

2.3. Bildgebende Verfahren

3. Vom Seelischen zum Materiellem – Auf der Suche nach objektiven Beweisen für psychische Vorgänge

3.1. Zur Geschichte der Neuropsychologie und des Leib-Seele Problems

3.2. Freuds Verständnis von Körper und Seele

3.3. Digitale Demenz als Nachweis für psychische Vorgänge

4. Kriminalität als objektiv messbare Größe im menschlichen Gehirn

4.1. Die historische Suche nach dem geborenen Verbrecher

4.2. Das menschliche Gehirn als Betrachtungsgegenstand der Neuropsychologie

4.3. Gewalt als Merkmal psychischer Krankheiten

4.4. Neuropsychologische Studien zur Gewaltkriminalität

4.5. Pädophilie als sichtbare psychische Krankheit im Gehirn

5. Verbrechensbekämpfung im Zukunftsszenario

5.1. Gehirnscan als Möglichkeit für eine effektive polizeiliche Verbrechensbekämpfung

5.1.1. I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans

5.1.2. II. Szenario: mögliche Vorteile

5.2. kritische Auseinandersetzungen

5.2.1. II. Szenario: mögliche Vorteile

5.2.2. I. Szenario: Eine Ermächtigungsgrundlage der Polizei für den Einsatz eines Gehirnscans

5.3. Ein Merkmalkatalog als Grundlage für eine polizeilich präventive Gesetzesvorlage

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Potenzial der Neuropsychologie und bildgebender Verfahren, um durch die Identifikation von Hirnanomalien eine effektivere, präventive Verbrechensbekämpfung zu ermöglichen, wobei die rechtliche und ethische Umsetzbarkeit kritisch hinterfragt wird.

  • Grundlagen der Neuropsychologie und bildgebender Verfahren.
  • Historische und moderne Ansätze zur Identifikation von Kriminalität im Gehirn.
  • Analyse von Studien zu Gewaltkriminalität, Psychopathie und Pädophilie.
  • Entwicklung und kritische Bewertung eines polizeilichen Zukunftsszenarios (Gehirnscan).
  • Rechtliche Prüfung von Ermächtigungsgrundlagen für präventive Gehirnscans.

Auszug aus dem Buch

4.2 Das menschliche Gehirn als Betrachtungsgegenstand der Neuropsychologie

Der Betrachtungsgegenstand der Neuropsychologie ist das menschliche Gehirn. Ein Rechensystem mit 100 Milliarden Nervenzellen und einer Anzahl der Nervenverbindungen die sogar noch 1000-ach höher ist. Diese Neuronen steuern durch elektrische Impulse einen Strom an Informationen untereinander. Das Gehirn ist wie ein Computer der alle Vorgänge im Körper steuert und mit dem Rückenmark zusammen das Zentralnervensystem bildet.

Das Gehirn verarbeitet Informationen die von der Umwelt aufgenommen werden und kann diese durch Neurotransmitter an andere Zellen weitergeben. Dabei hat jede einzelne Region des Gehirns spezielle Aufgaben zu erfüllen, deren ausführliche Aufzählung und Erklärung weit über das hier benötigte Verständnis reichen würden. Festgehalten werden kann, dass das Gehirn unter anderem Leistungen im Bereich kognitiver, affektiver und motorischer Art erfüllt. Psychische Erkrankungen beruhen auf einer dysfunktionalen Veränderung der Neuronennetzwerke.

Man beobachtet das Zentralnervensystem aber nicht als isolierte biologische Größe, die für psychisches Erleben und Verhalten verantwortlich ist. Das Gehirn wird als ein dynamisches System betrachtet, dass im ständigen Austausch mit den Umweltgegebenheiten und den übrigen Körpersystemen steht. Psyche, Körper und Umwelt sind somit im ständigen Austausch und keine getrennt voneinander betrachteten Kräfte. Zudem sind menschliche Handlungen oder Gedanken nicht das Produkt eines bestimmten Hirnbereiches, sondern das Ergebnis verschiedener Systeme des Gehirns. Vor allem ist jedes einzelne Gehirn, trotz der identischen Anatomie, ein Individuelles, das durch Gene und eigene Erfahrungen geprägt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das Interesse der Polizei an materiellen Beweisen im Gehirn von Tätern, um die Verbrechensbekämpfung präventiv und strafverfolgend zu optimieren.

2. Begriffsbestimmungen: Es werden die zentralen Begriffe Gewaltkriminalität, Neuropsychologie und bildgebende Verfahren definiert, um eine Grundlage für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Vom Seelischen zum Materiellem – Auf der Suche nach objektiven Beweisen für psychische Vorgänge: Das Kapitel bietet einen geschichtlichen Exkurs in das Leib-Seele-Problem und die Entwicklung des Verständnisses von körperlichen Korrelaten psychischer Prozesse.

4. Kriminalität als objektiv messbare Größe im menschlichen Gehirn: Es wird analysiert, inwieweit delinquentes Verhalten neuropsychologisch messbar ist, unter Bezugnahme auf Studien zu Psychopathie und Pädophilie.

5. Verbrechensbekämpfung im Zukunftsszenario: Das Kapitel erörtert ein polizeiliches Szenario des flächendeckenden Gehirnscans, prüft dessen rechtliche Grundlagen und entwickelt kritisch einen Merkmalkatalog.

6. Fazit: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz von Gehirnscans zur präventiven Verbrechensbekämpfung rechtlich nicht umsetzbar ist und hohe ethische Risiken birgt.

Schlüsselwörter

Neuropsychologie, Gewaltkriminalität, bildgebende Verfahren, Gehirnscan, Kriminalprävention, antisoziale Persönlichkeitsstörung, Pädophilie, Rechtsgrundlage, Stigmatisierung, Strafvollzug, Neuroimaging, Hirnanomalien, Polizeiarbeit, Ethik, Schuldfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Erkenntnisse der Neuropsychologie und der Einsatz bildgebender Verfahren der Polizei als neues Mittel zur präventiven Bekämpfung und Verfolgung von Gewaltverbrechen dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die neuropsychologische Grundlagenforschung, die Geschichte der Identifikation von Verbrecherpersönlichkeiten, die forensische Anwendung bildgebender Verfahren und die ethisch-rechtliche Einordnung dieser Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Gehirnscans als objektive materielle Beweise oder präventive Instrumente polizeilich genutzt werden können, um Delinquenzrisiken zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zu Neuropsychologie, Kriminologie und forensischer Psychiatrie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Möglichkeiten, psychische Vorgänge und Hirnveränderungen objektiv sichtbar zu machen, und diskutiert die Anwendbarkeit dieser Daten auf die polizeiliche Arbeit anhand konkreter Zukunftsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neuropsychologie, Gewaltkriminalität, Gehirnscan, Kriminalprävention und die rechtliche Grenze der Stigmatisierung.

Warum ist das von Ponseti diskutierte Szenario so umstritten?

Das Szenario eines flächendeckenden Pädophiliescreenings ist umstritten, da es eine stigmatisierende Wirkung hat und massive Grundrechtseingriffe sowie Verstöße gegen Menschenrechte impliziert.

Können Gehirnscans vor Gericht als materielle Beweise genutzt werden?

Nach aktueller deutscher Rechtslage ist dies undenkbar, da das Strafgesetzbuch Handlungen bestraft und nicht ein potenzielles Risiko oder eine Neigung aufgrund von Gehirnanomalien.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der neuronale Fingerabdruck. Wie die Neuropsychologie die Polizeiarbeit verändern könnte
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Köln
Autor
Ewa Bedkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
46
Katalognummer
V308953
ISBN (eBook)
9783668072435
ISBN (Buch)
9783668072442
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fingerabdruck neuropsychologie polizeiarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ewa Bedkowski (Autor:in), 2013, Der neuronale Fingerabdruck. Wie die Neuropsychologie die Polizeiarbeit verändern könnte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308953
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