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Die Vereinigung von Philosophie, Religion und exakter Wissenschaft. Pythagoras zwischen Wissenschaft und Mystik?

Titel: Die Vereinigung von Philosophie, Religion und exakter Wissenschaft. Pythagoras zwischen Wissenschaft und Mystik?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anne-Katrin Frenzel (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Woraus legitimierte sich Pythagoras' Ansehen und wie erreichte er eine so enorme Anziehungskraft, dass er massenhaft Schüler und Gelehrte um sich versammelte, obwohl er bereits bei einigen Denkern seiner Zeit als Scharlatan und Pseudowissenschaftler verrufen wurde? Neben diesen Aspekten versucht diese Hausarbeit zu klären, wie Pythagoras es geschafft hat, Philosophie, Religion und zumindest im Ansatz exakte Wissenschaft zu vereinen.

Um auf diese Fragestellung eingehen zu können, ist es notwendig die Lehren des Pythagoras genauer zu beleuchten. Besonders die Lehre der Seelenwanderung und die Akusmata, welche das Leben im Pythagoreeischen Kult bestimmte, werden dabei die wichtigsten Inhalte, die zur Beantwortung der Fragen nötig sind. In dem Kapitel „Akusmata“ wird der Zusammenhang der Seelenlehre im Vordergrund stehen. Des weiteren sollen auch die Sichtweisen anderer Gelehrter und zeitlich nahestehenden Personen über Pythagoras und dessen Lehren an Hand verschiedener Quellen erläutert werden, damit die Gespaltenheit um seine Person verdeutlicht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Seelenlehre des Pythagoras

2.1 Quellenlage zu Pythagoras

2.2 Seelenlehre

3 Die gesellschaftliche Wirkungskraft und Darstellung des Pythagoras

4 Der Kult um Pythagoras

4.1 „Αὐτὸς ἔφα“: Pythagoras und seine Anhänger

4.2 Das Leben im pythagoreischen Kult: Die Akusmata

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Gestalt des Pythagoras von Samos im Spannungsfeld zwischen seiner Rolle als vorsokratischer Philosoph, Wissenschaftler und religiös-schamanistischer Kultführer. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie es Pythagoras gelang, Philosophie, Religion und erste Ansätze rationaler Wissenschaft zu vereinen und welche Faktoren seine enorme gesellschaftliche Anziehungskraft sowie die gleichzeitig bestehende Kritik an seiner Person begründeten.

  • Historische und quellenkritische Analyse der Biografie des Pythagoras.
  • Untersuchung der Lehre der Seelenwanderung und ihrer Bedeutung im Pythagoreismus.
  • Analyse des pythagoreischen Kults und der damit verbundenen Akusmata.
  • Bewertung der gesellschaftlichen Wahrnehmung zwischen Verehrung und Spott.
  • Diskussion des Einflusses des Pythagoreismus auf das antike Geistesleben.

Auszug aus dem Buch

2.2 Seelenlehre

Man geht davon aus, dass Pythagoras eine Lehre der Seelenwanderung unterrichtete. Dies gilt im allgemeinen als die sicherste Tatsache in der Geschichte des Altpythagoreismus. Die bekannten Verse des Xenophanes, welche das älteste Zeugnis über Pythagoras darstellen, spielen auf die Seelenlehre an:

καί ποτέ μιν στυφελιζομένου σκύλακος παριόντα φασὶν ἐποικτῖραι και τόδε φάσθαι ἔπος. παῦσαι μηδὲ ῥάπιζ` , ὲπεὶ ἦ φίλου ἀνέρος ἐστὶν ψυχή, τὴν ἔγνων φθεγξαμέρος ἀίων.

Obwohl der Name Pythagoras nicht genannt wird, bezieht sich Diogenes Laertios auf diesen; es ist der Beginn der ganzen Elegie. In dieser Quelle wird bereits deutlich, dass nicht alle Zeitgenossen den „Großmeister“ Pythagoras so ernst genommen haben wie die Schüler seines Geheimbundes: Diese Art der Lehre, der Seelenwanderung, schien den Griechen sehr fremd. Das kann man an der oben angeführten, fast spöttischen Anekdote erkennen.

Was genau lehrte aber nun Pythagoras über die Seele? In der pythagoreischen Seelenlehre steht der Glaube an die Seelenwanderung an primärer Stelle. Der Gedanke, dass ein beständiges „Etwas“ in allem Leben steckt, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, war zu dieser Zeit völlig neu. Von dieser Grundannahme ausgehend kam es auch zu einem völlig neuartigen Verständnis für den Begriff „Lebewesen“: „empsychon“, das bedeutet soviel wie „darin ist eine psyche“. Und diese Psyche ist bei Pythagoras „anathos“, das heißt: Ohne Tod.

„Dass diese Bezeichnung, die seit Homer die Götter charakterisiert, nun mehr zum Wesensmerkmal der menschlichen Person wird, ist in der Tat eine Revolution“, so Walter Burkert.

Diogenes Laertius berichtet, Pythagoras habe gelehrt: „Die Seele sei unsterblich, da auch das, wovon sie losgerissen ist, unsterblich ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Quellenlage und der ambivalente Status von Pythagoras als Philosoph und Schamane.

2 Die Seelenlehre des Pythagoras: Untersuchung der Seelenwanderungslehre als zentrales Element und ihre Bedeutung für das pythagoreische Weltbild.

3 Die gesellschaftliche Wirkungskraft und Darstellung des Pythagoras: Analyse der zeitgenössischen Kritik und der Legendenbildung um die Person Pythagoras.

4 Der Kult um Pythagoras: Beleuchtung der Struktur der Anhängerschaft und der Lebensregeln durch die sogenannten Akusmata.

5 Schluss: Zusammenfassende Bewertung von Pythagoras als Denker, der den Übergang zu einem neuen Weltverständnis einleitete.

Schlüsselwörter

Pythagoras, Seelenwanderung, Pythagoreismus, Vorsokratiker, Akusmata, Schamanismus, Philosophie, Antike, Kult, Religion, Metempsychose, Quellenkritik, Unsterblichkeit, Samos, Kroton.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Persönlichkeit des Pythagoras von Samos und untersucht, wie er Religion, Philosophie und Wissenschaft in seinem Wirken miteinander verband.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Seelenlehre des Pythagoras, die soziologische Struktur seines Kults, die Bedeutung der Akusmata sowie die quellenkritische Einordnung seiner Person.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für seine enorme Anziehungskraft auf Zeitgenossen sowie die Gründe für die kontroversen Reaktionen auf seine Lehren zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Methode angewandt, bei der antike Zeugnisse und Berichte auf ihre historische Plausibilität und den Umgang mit Legendenbildung analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Seelenlehre, die Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung und die detaillierte Betrachtung des Lebens innerhalb des pythagoreischen Kults.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pythagoras, Seelenwanderung, Pythagoreismus, Schamanismus, Kult und antike Philosophie.

Warum galt Pythagoras für einige Zeitgenossen als "Schamane"?

Aufgrund seiner Lehren über die Seelenwanderung und seiner vermeintlichen übernatürlichen Fähigkeiten wurde er von manchen eher als schamanistischer Wundertäter denn als rationaler Philosoph wahrgenommen.

Welchen Stellenwert hatten die Akusmata im pythagoreischen Alltag?

Die Akusmata stellten ein Regelwerk dar, das den Lebensstil der Anhänger streng vorgab, bis hin zu Verhaltensweisen im Alltag und Ernährungsregeln, was den asketischen Charakter der Gemeinschaft unterstrich.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Vereinigung von Philosophie, Religion und exakter Wissenschaft. Pythagoras zwischen Wissenschaft und Mystik?
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Note
1,0
Autor
Anne-Katrin Frenzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
24
Katalognummer
V308914
ISBN (eBook)
9783668072046
ISBN (Buch)
9783668072053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vereinigung philosophie religion wissenschaft pythagoras mystik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne-Katrin Frenzel (Autor:in), 2010, Die Vereinigung von Philosophie, Religion und exakter Wissenschaft. Pythagoras zwischen Wissenschaft und Mystik?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308914
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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